Nordost

Wohnen leitet Mobilität

Vorhaben zur Förderung klimaverträglicher Mobilität am Wohnstandort

Wie Menschen mobil sind, entscheidet sich am Wohnstandort. 80 Prozent aller Wege in Deutschland starten und enden in den eigenen vier Wänden. Dabei folgen Mobilitäts-entscheidungen meistens der Gewohnheit. Auch spielt eine Rolle, wie bequem sich der Zugang zu einem Verkehrsmittel gestaltet, je attraktiver desto eher wird man dieses nutzen. Hier setzt das vom BMUB geförderte Projekt „Wohnen leitet Mobilität“ an, das der VCD-Bundesverband bearbeitet.

Luiza Puiu

Ziel ist die Schaffung von nachhaltigen Mobilitätsangeboten im Wohnumfeld

Zentrales Anliegen ist es, in Kooperation mit Wohnungsunternehmen, Kommunen und Mobilitätsdienstleistern den Zugang zu klimaverträglichen Verkehrsmitteln für Mieter am Wohnstandort zu erleichtern und Alternativen zum eigenen PKW anzubieten. Das Angebot von unterschiedlichen Mobilitätsoptionen ermöglicht Verkehrsmittel je nach Wegezweck zu variieren. Der mobilitätsbedingte CO2 -Ausstoß, Lärm und Schadstoffemissionen werden reduziert. Die Umwelt und alle Bewohner profitieren.

„Wohnen leitet Mobilität“ wird bundesweit in fünf Projektstandorten und -regionen aktiv. Neben Berlin-Lichtenberg (Berlin-Brandenburg) sind es Chemnitz (Sachsendreieck), Darmstadt (Rhein-Main), Hannover (Region Hannover) und Kiel (Region Nord). Projektpartner sind das Öko-Institut und der Deutsche Mieterbund. Laufzeit des Projektes ist bis Ende 2019.

Michael Nagy/Presseamt München
Gabriele Schwank
Georg Sander / pixelio.de
Orion Bausysteme GmbH/Orion Stadtmöblierung GmbH

Organisation von Dialogforen für Information und Erfahrungsaustausch

Das Projekt unterstützt die unterschiedlichen Akteure durch Information, Beratung und Vernetzung. Als Plattform für einen regelmäßigen Austausch dienen in den Projektgebieten stattfindende Dialogforen. Hier werden erfolgreiche Beispiele und Pilotprojekte zu wohnstandortnaher Mobilität vorgestellt und rechtliche Fragestellungen erörtert. In Diskussionsrundenund auch unter Einbeziehung von Vertretern aus dem Planungs- und Wissenschaftsbereich werden Bedürfnisse, Chancen und Hemmnisse umzusetzender Maßnahmen diskutiert. Der kontinuierliche Austausch soll Prozesse anstoßen und idealerweise in konkreten Umsetzungen münden. Das erste Dialogforum für Berlin-Brandenburg ist für Mitte November 2017 vorgesehen.

Maßnahmenkatalog für Wohnungsunternehmen

Die Ergebnisse aus den Dialogforen fließen in einen Maßnahmenkatalog für Wohnungsunternehmen. Neben Handlungsempfehlungen und rechtlichen Rahmenbedingungen enthält dieser ausgewählte Good-Practice-Beispiele und dient als Leitfaden zur Förderung nachhaltiger Mobilität am Wohnstandort.

Aktions- und Schnuppertage für Mieter

Im Rahmen des Projektes werden ab 2018 Aktions- und Schnuppertage für Mieter organisiert, um über aktuelle Mobilitätstrends zu informieren und gleichzeitig Möglichkeiten zum Ausprobieren zu schaffen. Diese finden in Zusammenarbeit mit den an den Dialogforen teilnehmenden Wohnungsunternehmen und den VCD-Landesverbänden statt.

 

Sabine Stanelle

Regionalkoordinatorin Berlin-Brandenburg

Telefon:
030 – 280 35 12 83
E-Mail:
sabine.stanelle@vcd.org

Förderer

Quelle: niroworld/fotolia