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VCD Nordost aktuell

Mobilität im ländlichen Mecklenburg-Vorpommern

Sie gehört zwar zur Daseinsvorsorge, kann aber kaum allein durch den Linienbusverkehr gewährleistet werden. Die Benutzung eines eigenen Autos ist einerseits vieler Personen nicht möglich, andererseits wegen mangelnder Parkplätze am Zielort nicht einfach und aus Umweltschutzgründen nicht erwünscht.

Wir dürfen die dünn besiedelten Regionen unseres Bundeslandes nicht vernachlässigen. Es wäre falsch nur die Metropolen zu unterstützen.

Eine Lösung wäre ein Bürgerbussystem aufzubauen. In ähnlichen Regionen in Deutschland hat sich dieses schon bewährt. Mit ehrenamtlichen Fahrern in Kleinbussen die Lücken des öffentlichen Personenverkehrs möglichst zu schließen.

Um dafür im Landkreis Vorpommern-Rügen einen Anstoß zu geben, hat die Regionalgruppe Stralsund des Verkehrsclub Deutschlands (VCD Nordost e.V.) am 16.05.2018 , im Stralsunder "Wulflamhaus", einen Fachaustausch veranstaltet, bei dem zwei erfahrene Organisatoren von Bürgerbussen ( Dr.Achim Walder aus Kreuztal und Prof.Dr.Pratzel vom Törpliner e.V.) ihre unterschiedlichen Modelle vorstellten.

  • Dabei stellte sich folgende Vorgangsweise dar:
  • Gründung eines Arbeitskreises Verkehr
  • Bürgerversammlung in dem angedachten Gebiet (Amt), um den Bedarf zu ermitteln
  • Gründung eines Bürgerbusvereines (mind.7 Personen) mit notarieller Eintragung und Satzung
  • unentgeltliche Bereitstellung eines Kleinbusses (bis zu 8 Sitzplätzen) durch die VVR
  • Beantragung der Konzession durch die VVR
  • Errichtung eventueller Haltestellen durch die VVR
  • Tauglichkeitsprüfung der ehrenamtlichen Fahrer
  • Abschließen einer entsprechenden Versicherung (evtl.) durch das zuständige Amt
  • Einholen von Zuschüssen durch die öffentliche Hand, mind.als Anschubfinanzierung
  • Fahrplanentwurf durch den Bürgerbusverein, in Abstimmung mit VVR, des betr. Amtes und VCD RG Stralsund

Diese Vorgehensweise hat die RG Stralsund des VCD Nordost e.V. bereits dem Amt Altenpleen in zwei Gesprächen u.a. auch mit zwei Vertretern der VVR und Dr.W.Kramer, Mitglied des Vorstandes VCD Nordost unterbreitet.

Es gilt nun, die Beteiligten bei der Errichtung eines Bürgerbussystems vom Land und den Kommunen in jeder Hinsicht zu unterstützen.

Bei Bewährung des Systems müsste dieses dann im ganzen Land MV eingeführt werden, um die Mobilität im ländlichen Raum grundsätzlich zu verbessern. Wir dürfen uns nicht weiter selbst abhängen.

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