Nordost

2011

Fahrradwerkstätten für Jugendliche

Quelle: VCD Nordost

2011 führte der VCD Nordost in Berlin das Projekt "Fahrradwerkstätten für Jugendliche" durch. Schwerpunkt des Projektes war die Durchführung eines Workshops für Jugend-Fahrrad-Werkstätten. Der Workshop diente der Vernetzung von bestehenden Werkstätten und interessierten Einzelpersonen. Darüber hinaus wurde eine Liste „Tipps für Gründer einer Jugend-Fahrrad-Werkstatt“ sowie eine Liste über die Erfolge der einzelnen Fahrradwerkstätten erstellt. Zudem gab es die Gelegenheit, gemeinsam offene Fragen zu klären. Das Protokoll des Workshops ist in der Dokumentation enthalten.

Im Vorfeld der Tagung führte der VCD Nordost zahlreiche Interviews mit verschiedenen Werkstätten. Ziel war es, die wesentlichen Themen für einen Workshop herauszufiltern sowie den aktuellen Stand verschiedener Fahrradwerkstätten an Berliner Schulen zu erfassen.


Ergebnisse des Projektes

Im Rahmen des Projektes wurde deutlich, dass Fahrrad-Werkstätten SchülerInnen für die Notwendigkeit eines technisch einwandfreien Fahrrades sensibilisieren und die Zielgruppe befähigt wird, ihr Rad in einen verkehrssicheren Zustand zu bringen. Fahrrad-Werkstätten leisten eine gute und wichtige Arbeit. Einige Werkstätten führen Fahrtrainings durch, die einerseits das fahrerische Können des Einzelnen fördern und andererseits die Kenntnis über Straßenverkehrsregeln verbessern.

Jedoch haben viele Fahrrad-Werkstätten keine gesicherte Existenz. Die Betreuung der Werkstatt hängt oft von Einzelpersonen ab. Wenn diese die Einrichtung verlassen, wird die Fahrrad-Werkstatt in vielen Fällen aufgegeben. Auch gibt es keine Vernetzung zwischen den bereits bestehenden Fahrrad-Werkstätten.

 

 

Senioren mobil im Alter - Tagung zur Seniorenmobilität in Berlin

Quelle: VCD Nordost

Die Tagung am 19. Oktober 2011 war mit 40 Teilnehmer/innen gut besucht. Zahlreiche Beispiele guter Praxis wurden vorgestellt. In der Workshop-Phase gab es die Gelegenheit, in Kleingruppen mit anderen Teilnehmer/innen Kontakt aufzunehmen. Anhand der von uns formulierten Fragen wurde in vier verschiedenen Arbeitsgruppen intensiv gearbeitet. In jeder Arbeitsgruppe war neben einem Moderator eine Person, welche als inhaltlicher Experte als Ansprechpartner zur Verfügung stand. Es gab jeweils eine Gruppe zum Thema Auto, Fahrrad, Fußverkehr und ÖPNV. In der abschließenden Diskussion wurden die Ergebnisse der Workshops vorgestellt und diskutiert. Die vielen guten Beiträge aus der Workshop-Phase finden Sie in unserer Dokumentation. Als Ergebnis kann allgemein festgehalten werden, dass weiterhin Bedarf an Vernetzung besteht, jedoch nicht neue Institutionen geschaffen werden sollten, da dies zu einer Mehrarbeit der Beteiligten führen würde. Weiterführende Tagungen oder Arbeitsgruppen, in denen speziell die vier Verkehrsformen in ihrer Verflechtung thematisiert werden, wurden gewünscht und befürwortet.

Hier finden Sie unseren kurzen Bericht.

 

 

Großdemonstration gegen Fluglärm und für mehr Transparenz

Quelle: VCD Nordost

Die Arbeitsgruppe Flugverkehr des VCD Nordost rief zur Teilnahme an der vom Aktionsbündnis Berlin-Brandenburg organisierten Großdemonstration "Nicht über unsere Köpfe hinweg" am 19. November 2011 auf. Rund 12.000 Menschen demonstrierten gegen Fluglärm, für mehr Transparenz und demokratische Beteiligung bei allen den Großflughafen BER betreffenden Planungen und Entscheidungen. Die Demoroute führte vom Potsdamer Platz - vorbei am Brandenburger Tor - zum Paul-Löbe-Haus, das in direkter Nachbarschaft zu Bundeskanzleramt und Reichstagsgebäude liegt.
Während der Abschlusskundgebung sprach unter anderem Heiko Balsmeyer, Flugverkehrsexperte des VCD-Bundesverbandes.

Quelle: Anna Fehmel



Weltklimaaktionstag "Moving Planet"

Am 24. September 2011 beteiligte sich der VCD Nordost am weltweiten Klimaaktionstag. Dieser Aktionstag findet seit 2007 jährlich statt und stand in diesem Jahr unter dem Motto "Moving Planet". Auf dem Breitscheidplatz in Berlin versammelten sich daher fast 1.000 Menschen, um gemeinsam gegen die Klimaerwärmung zu tanzen. Mit dabei war auch der VCD Nordost, der eine Bodenzeitung in Zusammenarbeit mit der Klima-Couch anbot. Nach anfänglichen Anlaufschwierigkeiten stieß die Zeitung immer mehr auf reges Interesse, sodass am Ende ein ansehnliches Bild entstand.

Quelle: VCD Nordost
Quelle: VCD Nordost
Quelle: VCD Nordost
Quelle: VCD Nordost






Demo am 27.08.2011 gegen die Verlängerung der A100

Demo am Freitag, 27. August 2011, gegen die Verlängerung der A100 mit Redebeitrag vom VCD Nordost

Video von der Demo am 27.08.2011 auf YouTube.

Weitere Bilder und einen kleinen Nachbericht gibt es auf den Seiten des Aktionsbündnisses.

Quelle: greenreds/Grüne Pankow






04.04.2011 Stellungnahme vom VCD Nordost zum Gerichtsbeschluss im Eilverfahren zur A100

In einem Eilverfahren hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig den Kritikern der Stadtautobahn A100 in Berlin recht gegeben: Vorerst darf die umstrittene Verlängerung zur Straße Am Treptower Park nicht gebaut werden, bis die Klage im Hauptsacheverfahren entschieden ist. Dieses Urteil haben der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, der Umweltverband BUND sowie private Grundstückseigentümer und Gewerbetreibende erstritten. Damit ist sichergestellt, dass die im September neu zu wählende Berliner Landesregierung tatsächlich über den Bau der 3,2 Kilometer langen und 420 Millionen Euro teuren Trasse frei entscheiden kann. Mit Baumaßnahmen in der auslaufenden Legislaturperiode kann die neue Regierung also nicht vor vollendete Tatsachen gestellt werden. Bündnisgrüne und Linkspartei sprechen sich gegen das Bauvorhaben aus; SPD und CDU sind gegenwärtig dafür.

Der VCD lehnt das Projekt aus guten Gründen ab. Statt die knappen Mittel des Bundes für die teuersten Autobahnkilometer der Republik auszugeben, kann das Geld sinnvoller für die Lärmsanierung bestehender Autobahnabschnitte ausgegeben werden. Zudem können, nach einer entsprechenden Umwidmung,  die Mittel besser für die Sanierung bestehender Straßen, einschließlich Fußwegen und Radspuren, sowie für ÖPNV-Strecken in Berlin verwendet werden. Der VCD Nordost führt eine entsprechende Unterschriftensammlung gemeinsam mit BI Stadtring Süd (BISS) und BUND durch. Nehmen Sie jetzt an der Unterschriftenaktion teil! Appellieren Sie an den im Herbst neu zuwählenden Senat, auf den umstrittenen Weiterbau der A100 zu verzichten.

Christian Kölling, Vorstandsmitglied VCD Nordost
christian.koelling@vcd-nordost.de

 

 

Radweg Neustrelitz-Weisdin - Eine Erfolgsgeschichte

Am 30. Juni 2011 war es so weit: 377 Tage nach der Demonstration wurde der neue Radweg übergeben (Pressemitteilung Verkehrsministerium) und am 9. Juli mit einem Einweihungsfest feierlich eröffnet.
Ein Freudenfest feierten die Menschen aus Neustrelitz/Weisdin, die Kinder schmückten den Radweg mit Luftballons und Girlanden, die Presse war da, auch für das leibliche Wohl war gesorgt.
Zusammen mit vielen Radlern stießen die Bürgermeister von Blumenholz/Weisdin und Neustrelitz auf den Lückenschluss an.
Die Initiatoren des Aktionsbündnisses, Sandra Schulte und Andree Lawrenz, verewigen sich auf der Rückseite der VCD-Schilder "Hier muss ein Radweg her!" mit ihren Unterschriften und wünschen allen weiteren Radwegprojekten viel Erfolg!

Quelle: Tino Kotte
Quelle: Tino Kotte
Quelle: Tino Kotte
Quelle: Tino Kotte
Quelle: Tino Kotte
Quelle: Tino Kotte



Die Vorgeschichte:

Der VCD Nordost hatte beim zuständigen Straßenbauamt im März 2010 eine Anfrage gestellt, die diese wie folgt beantwortet hat. Hier geht es zum Antwortschreiben.

Die Landesregierung in Mecklenburg-Vorpommern hat einen Bericht zur Radwege- und Radwegesicherheitsoffensive vorgelegt, der sich eindeutig zur Wichtigkeit des Radverkehrs bekennt.

Quelle: Tino Kotte
Quelle: Tino Kotte



Am 20. Juni 2010 fand die vom "Aktionsbündnis Radweg Neustrelitz-Weisdin" und dem VCD Nordost organisierte Demo für den Bau eines Radweges statt. Weit über 200 Menschen demonstrierten zu Fuß, auf dem Rad, dem Motorrad und mit dem Auto für den Lückenschluss des Radweges Neustrelitz-Weisdin.

Zum Hintergrund: Wegen einer geplanten Ortsumfahrung gibt es im Abschnitt Neustrelitz-Weisdin noch keinen Radweg (ca. 1,9 km). Ob und wann die Ortsumfahrung kommt, ist nicht bekannt. Der Radweg könnte zum einen die Verbindung Neustrelitz-Tollensesee und zum anderen als „Nutzweg“ für die Weisdiner und die umgebenen Dörfer die Verbindung in die Stadt Neustrelitz herstellen. Kinder könnten diese Verbindungen dann beispielsweise für ihren Weg zur Musikschule oder zum Sport außerhalb der üblichen Schulbuszeiten nutzen.

Eine 2 km lange Menschenkette auf der B96 soll die Dringlichkeit eines straßenbegleitenden Radwegs verdeutlichen. Große Transparente am Ortsausgang Weisdin Richtung Neustrelitz weisen ebenfalls auf die Dringlichkeit des Rad-Lückenschlusses hin. Die örtliche Presse hat über die Aktion berichtet:

1. An der B96 Demonstration >5 vor 12< vom 13.6.2010 im Blitz

2. Radfahrern droht zusätzliches Ungemach, 18.6.2010, Nordkurier

3. Radfahrer erobern die B96, 21.6.2010, Nordkurier

4. Kurzfristiger Bau birgt Hindernisse, 22.6.2010, Nordkurier

 

25. August 2010: Endlich, im Nordkurier (Strelitzer Ausgabe) steht es schwarz auf weiß: Der Radweg wird noch in diesem Jahr gebaut. Hier geht es zum Artikel.

09. November 2010: Feierlicher Baubeginn des Radweges, der parallel zur Straße mit zwei Brücken über kleine Biotope führen wird. Der Belag wird mit einem wasserdurchlässigen Bindemittel versetzt. Im Mai 2011 soll der Radweg dann fertig und feierlich eingeweiht werden. Hier geht es zum Artikel im Nordkurier

17. November 2010: Presseerklärung des Schweriner Verkehrsministers Schlotmann zum Bau des Radweges.

Quelle: Tino Kotte
Quelle: Tino Kotte
Quelle: Tino Kotte
Quelle: niroworld/fotolia