Nordost

2012

Fahrradwerkstätten für Jugendliche

2012 führte der VCD Nordost in Berlin zum zweiten Mal das Projekt "Fahrradwerkstätten für Jugendliche" durch. Schwerpunkt des Projektes war die Durchführung eines Jugend-Fahrrad-Werkstatt-Tages. Der Projekttag diente der Vernetzung und Qualifizierung von bestehenden Werkstätten und interessierten Einzelpersonen. Im Anschluss an die Tagung führte der VCD Nordost zahlreiche Interviews mit verschiedenen Werkstätten durch. Ziel war es, die momentane Organisation der Werkstätten an Berliner Schulen sowie ihre Wünsche und Bedürfnisse für eine erfolgreiche Fortführung ihrer Werkstätten zu erfassen.


Ergebnisse des Projekttages


Während des Projekttages fanden Workshops zu verschiedenen Themen statt. Einer der Workshops befasste sich mit dem Ziel des Projekts, internationale Kooperationen mit Werkstätten oder Initiativen zu fördern. Ein Kooperationspartner ist beispielsweise eine Initiative in Windhoek, Namibia, die gebrauchte Fahrräder in diese Region verschickt. Ideen für weitere mögliche Kooperationspartner wurden gesammelt.
Ein anderer Workshop kam zu dem Ergebnis, dass Mädchen in Werkstätten noch immer in den Hintergrund geraten, da sie sich mehr zurückhalten und sich weniger zutrauen als Jungen. Es wurde über Methoden diskutiert, wie die Motivation und die Beteiligung von Mädchen in Fahrradwerkstätten gefördert werden kann. Als Lösungsansatz wurde die Idee entwickelt, dass die Jugendlichen, egal ob weiblich oder männlich, für bestimmte Aufgaben eingeteilt werden, die ihnen am besten liegen.
Ziel eines dritten Workshops mit dem Thema "Förderung und Vernetzung" war es, zukünftige, gemeinsame Aktivitäten zu planen und somit einen Raum für Austausch und Fragen zu bieten. So wurde in dieser Runde ein Workshop zur Fortbildung zu technischen Fragen geplant und wenige Monate später auch umgesetzt.

Quelle: Thorsten Haas
Quelle: Thorsten Haas
Quelle: Thorsten Haas
Quelle: Thorsten Haas






Sicher mobil im Alter am 15. November 2012

Am 15. November 2012 fand unsere dritte Fachtagung "Sicher mobil im Alter" statt.
Aus unserer Ankündigung: "Dieses Jahr wollen wir Interaktionen, Übergänge und Konflikte zwischen den verschiedenen Verkehrsformen (ÖPNV, Fahrrad, Fuß, Auto) identifizieren und diskutieren. Anschließend wollen wir gute Beispiele sammeln sowie konkrete Maßnahmen, Lösungsansätze und Strategien erarbeiten. Der VCD Nordost will durch diese Fachtagung neue Impulse sowie die Vernetzung der Berliner Akteure fördern." Mit 48 Teilnehmern war unsere Tagung wieder gut besucht.

Programm Senioren-Tagung 2012

Tempo-30-Vortrag von Rainer Hauck, VCD Bundesverband

Bericht SMA-Tagung 2012

Quelle: VCD Nordost
Quelle: VCD Nordost
Quelle: VCD Nordost
Quelle: VCD Nordost
Quelle: VCD Nordost





 

Aktionsbahnfahrt zwischen Lietzow und dem Fährhafen Sassnitz/Mukran

Am 21. Oktober 2012 hieß es aus den Lautsprechern bei der Zugeinfahrt aus Richtung Bergen (Insel Rügen): „Verehrte Fahrgäste, in Kürze erreichen wir Lietzow. Sie haben die Möglichkeit, in den Zug nach Mukran umzusteigen, Abfahrt 11.44 Uhr“. Die Abfahrt war allerdings außerplanmäßig und die Verbindung zur Fähre in Mukran dem Einsatz unseres Sonderzugs zu verdanken. Den hatten wir als  Demonstration geordert, um darauf hinzuweisen, dass nicht jede Fähre bequem per Zug erreichbar ist.

Uns geht es um die Anbindung von Bahn und Fähre, so dass eine Angebotslücke zwischen Lietzow und dem Fährhafen geschlossen wird. Als Sofortmaßnahme könnte der Rügener Nahverkehr wenigstens über die Möglichkeit informieren, per Bus von Sassnitz nach Mukran zu gelangen. Im Internet erhält man die Information nur, wenn man den Haken bei ‚Bus‘ setzt. Am Automaten erhält man die Information erst gar nicht.

Mit dem Beitrag von Uwe Driest „Königslinie“: Kein Anschluss für Bahnfahrer  wurde am 29. Oktober 2012 über unsere Sonderbahnfahrtaktion, die wir gemeinsam mit PRO BAHN Mecklenburg-Vorpommern organisierten, in der überregional gelesenen Ostseezeitung berichtet. Auch gab es am 4. November 2012 einen Artikel zur Aktionsbahnfahrt von Anton Werner in der "Zeitung am Strelasund".

Quelle: VCD Nordost
Quelle: VCD Nordost
Quelle: VCD Nordost






Exkursion zur Seniorenmobilität

Quelle: VCD Nordost

Sichere Mobilität durch Bewegung - Exkursion zum Bewegungs- und Gesundheitspfad im Landschaftspark Herzberge

Datum: Freitag, 28.09.2012, 17:00 Uhr
Exkursionsleitung: Susanne Lutz, Stadtplanerin
Ansprechpartner beim VCD: Eva Roeder, Thorsten Haas
TeilnehmerInnen: ca. 20 ältere Menschen, Projektgruppe „Sicher mobil im Alter“ VCD Nordost e.V.

Gemeinsam mit Susanne Lutz, die für die Konzeptionierung, Gestaltung und Umsetzung des Natur- und Gesundheitspfads im Landschaftspark verantwortlich ist, rief der VCD Nordost zu einer Erkundungstour auf. Susanne Lutz führte die Gruppe durch den Parcours und stellte die unterschiedlichen Bewegungsstationen vor. Bei der Exkursion zum Landschaftspark Herzberge in Lichtenberg ging es dem VCD in erster Linie um die Frage, welchen Beitrag ein Bewegungs- und Gesundheitspfad zur sicheren Mobilität älterer Menschen beitragen kann.

Auf dem Gesamtareal des Landschaftsparks mit einer Fläche von ca. 100 Hektar Fläche werden modellartig landwirtschaftliche Nutzungen, Naherholung und Landschaftsschutz miteinander verknüpft und sukzessive bis 2015 fertiggestellt. Ein Teil davon stellt der Natur- und Bewegungspfad dar. Bei der Entstehung und Gestaltung der Stationen wurden viele verschiedene Menschen beteiligt. Der Pfad ist zudem eingebunden in das überregionale Konzept der 20 grünen Hauptwegeverbindungen für Berlin.

Der Parcours besteht aus 15 Bewegungsstationen, die einfache, aber hocheffiziente Atem- und Bewegungsübungen umfassen. Sie werden auf Schautafeln erklärt und sind so angeordnet, dass der gesamte Körper von Kopf bis Fuß bewegt wird. Diese Übungen wirken unter anderem entspannend, stärken die Herz- und Kreislauffunktion, den Bewegungsapparat und das Atem- und Immunsystem. Die meisten der Übungen stammen aus dem Kundalini Yoga und Tai Chi und sind so einfach, dass auch ältere Menschen und in ihrer Bewegung eingeschränkte Personen sie durchführen können. Stetige körperliche Aktivität - nicht nur im Alter - ist eine Voraussetzung, um Mobilität, Lebensqualität und Lebenszufriedenheit zu erhalten. Gesundheits- und bewegungsfördernde Maßnahmen kommen deshalb auch indirekt der Verkehrssicherheit zu Gute.

Besonders die Gruppenübung bei Station fördert gezielt die Koordination, das Reaktionsvermögen und die Kommunikationsfähigkeit der TeilnehmerInnen: Die Gruppe teilte sich in in zwei kleine Gruppen auf. Beide Gruppen liefen in zwei unterschiedlichen Kreisen, die sich überschnitten. Die Teilnehmer waren also gezwungen, auf andere TeilnehmerInnen zu achten, entsprechend zu reagieren und zu kommunizieren. Jeder Autofahrer wird bestätigen, dass solche Fähigkeiten alltäglich im Straßenverkehr benötigt werden. Und natürlich sollten auch FahrradfahrerInnen und FußgängerInnen diese Kompetenz beherrschen.

Der Pfad wird neben Einzelpersonen von regelmäßigen Spaziergangsgruppen genutzt. Dabei handelt es sich um ehrenamtlich begleitete Spaziergänge im Stadtteil durch so genannte Spaziergangspaten. Dauer der Spaziergänge und Strecken werden ausschließlich nach den Wünschen und körperlichen Möglichkeiten der Teilnehmenden ausgesucht. Spazierganggruppen fördern die Bewegung und dadurch die Gesundheit sowie die Kommunikation zwischen Senioren. Um weitere Spazierganggruppen aufzubauen, bietet die Fachstelle für Prävention und Gesundheitsförderung im Land Berlin (Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V.) Beratung beim Aufbau von Spazierganggruppen an.

Nachhaltige Nutzungen durch weitere Aktivitäten und Bewegungsprogramme auf dem Pfad, z.B. Bewegungsgruppen, Stadtwandern, Spazierganggruppen, Joggen, Tai Chi, Yoga o.ä. sind geplant.

 

 

Fahrrad- und Skaterdemo gegen den Weiterbau der A100

Am 26. August 2012 fuhr eine Rad- und Skater-Demo durch die Berliner Innenstadt, um gegen den Weiterbau der Autobahn A100 zu protestieren. Veranstaltet wurde der Protestzug, der unter dem Motto “Vernunft statt Beton! A100 stoppen!” stand, vom Aktionsbündnis A100 stoppen, das u.a. vom VCD Nordost unterstützt wird.

Neben weiteren Vertretern des Protestes gegen die A100 hielt auch Wanja Borchert, Mitglied des VCD-Nordost-Vorstandes, auf der Kundgebung an der Elsenbrücke eine kurze Ansprache. Mehr Fotos und zwei Videos (von Kieke-mal Film Berlin ab 40:26 min) mit VCD-Nordost-Vorstand Wanja Borchert.
 
Bei einem wilden Wettermix aus Regenschauern und wunderschönem Sonnenschein waren laut Medienangaben etwa 500 Menschen dem Aufruf gefolgt und radelten bzw. skateten mit, um ihrem Protest Ausdruck zu verleihen.

Quelle: Anna Fehmel
Quelle: Anna Fehmel
Quelle: Anna Fehmel






Fahrradsternfahrt und Umweltfestival

Am 3. Juni 2012 führte die alljährliche, vom ADFC organisierte Fahrradsternfahrt auf 19 Routen durch Berlin und endete traditionell am Brandenburger Tor beim großen Umweltfestival der Grünen Liga. Viele VCDlerinnen und VCDler waren bei der Sternfahrt dabei und traten fleißig in die Pedale. Einige VCD-Aktive aus Landesverband und Bundesgeschäftsstelle hatten sich zusammengetan, um gemeinsam den VCD zu präsentieren, und waren gut an ihren grünen Shirts zu erkennen.

Unter den mehr als 200 Ausstellern auf dem Umweltfestival präsentierte sich auch der VCD Nordost mit einem eigenen Stand und informierte über die Arbeit des Verbandes. Tatkräftige Unterstützung erhielt das sympatische Standteam vom Landesverband Brandenburg.

Quelle: VCD Nordost
Quelle: VCD Nordost
Quelle: VCD Nordost
Quelle: VCD Nordost






VCD übergibt Urkunden im Rahmen des Projekts "Kinder sicher mobil"

Mit dem Projekt "Kinder sicher mobil" möchte der VCD Nordost die frühkindliche Mobilitätserziehung in Berlin stärken.

Jedes Kind hat mit einem Fähnchen auf einem Stadtplan markiert, wo es wohnt. Die Kinder sind im Rahmen des Projektes die Kitawege gemeinsam gelaufen. Diese Wege haben sie anschließend in ihren Wegetagebüchern dokumentiert. Dabei entstanden viele schöne, interessante Zeichnungen.

Am Ende erhielt jedes Kind von uns eine Urkunde und eine kleine Überraschung.

Quelle: Thorsten Haas
Quelle: Thorsten Haas
Quelle: Thorsten Haas






EU-Projekt Parks & Benefits (2009-2012)

Das Projekt Parks & Benefits resultiert aus einer Initiative von Naturparks und Nationalparks in der Ostseeregion (Baltic Sea Region BSR), welche die Überzeugung vertreten, dass der Schutz des natürlichen Erbes ein nachhaltiges Management der natürlichen Ressourcen beinhalten muss. Das Mobilisieren ökonomischer Instrumente für Schutzzwecke soll sowohl der geschützten Gegend als auch der umgebenden Region bei ihrer sozio-ökonomischen Entwicklung helfen. Bisher wurde dieses ökonomische Potential unterschätzt.

Allgemeine Probleme sind:

  • Mangel an integrativen und abgestimmten räumlichen Planungsstrategien zur Verbindung von Schutzgebiet und umgebender Region
  • Fehlen gemeinsamer Aktionen zur Einführung eines übergreifenden Managements,  welches zur nachhaltigen Basis sozio-ökonomische Effekte für die Region werden kann
  • Im Vergleich mit anderen europäischen Regionen hat die BSR bisher kein gut funktionierendes Destination-Marketing von Naturräumen etabliert


Hauptaktivitäten des Projektes sind:

  1. Implementierung der „Europäischen Charta für Nachhaltigen Tourismus in Schutzgebieten“
  2. Entwicklung einer integrativen und abgestimmten räumlichen Planung, um das Schutzgebiet mit der umgebenden Region zu verbinden
  3. Etablierung von Public-Private-Partnership (PPP) zwischen Schutzgebieten, regionalen Institutionen und Unternehmen
  4. Erhöhung der Qualität von ökotouristischen Angeboten durch einen BSR-Standard

Aufgaben des VCD Nordost

Unser Anteil am Projekt ist einer der länderübergreifenden Bereiche: nachhaltige Mobilität in und um die Schutzgebiete sowie Mobilität für alle. Im Einzelnen haben wir uns mit den folgenden Aktivitäten in das allgemeine Projekt eingeordnet:

  1. Definition allgemeiner Standards nachhaltigen Transports in Schutzgebieten (Protected Areas)
  2. Definition allgemeiner Standards der infrastrukturellen Ausstattung fürbehinderte Besucher
  3. Vergleichende Analyse der Transportnetzwerke/Verkehrsnetzwerke
  4. Strategie zur Entwicklung eines „low impact“ Verkehrssystems

Im Projekt arbeiten wir eng mit der Universität Roskilde (Dänemark) zusammen. Wir greifen auf das Wissen des VCD-Bundesverbandes zurück und arbeiten eng mit allen am Projekt beteiligten Naturparken zusammen.

Hier gehts zur Homepage von Parks & Benefits.

Quelle: niroworld/fotolia