Nordost

13.07.2009: S-Bahn-Chaos

13.07.2009: Der VCD Nordost zum "Berliner S-Bahn-Chaos"

Berlin, den 13.07.2009: Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) fordert anlässlich des
„Bahngipfels“ von Herrn Wowereit und Herrn Grube die Deutsche Bahn auf, endlich die Rendite
der S-Bahn auf den branchenüblichen Wert von maximal 5% zu beschränken – nicht nur 2009.
(2008 waren es mit 56 Millionen Euro rd. 14% und für 2009 waren 87,7 Millionen Euro geplant.)
Stefan Kohte, Bahn-Experte des VCD Nordost: „Die Millionen-Gewinne der S-Bahn müssen
jetzt in die Reaktivierung möglichst vieler S-Bahn-Züge und den dafür notwendigen Werkstätten
investiert werden. Diese Fahrzeuge werden nicht nur als Reserve, sondern vor allem für mehr
Sitzplätze im Berufsverkehr und die erste Stufe der BBI-Anbindung dringend benötigt.“

Der VCD fordert den Senat auf, aufgrund der Erfahrungen der letzten Wochen, die
Ausschreibung des S-Bahn-Netzes zu 2017 sofort zu beginnen, um allen Bietern die Möglichkeit
der Beschaffung zuverlässiger Fahrzeuge zu geben und so endlich eine gleichberechtigte
Verhandlungsposition sowohl gegenüber neuen Anbietern als auch der DB AG zu erlangen.
Die bei der S-Bahn zu Recht gekürzten Mittel soll der Senat nach Ansicht des VCD Nordost für
eine nachhaltige Verkehrspolitik in drei Bereichen investieren. „Erstens sollten die BVGSchulden
reduziert und so der Druck auf das Thema „Tariferhöhung“ verringert werden“, sagt
Wanja Borchert vom Vorstand des VCD Nordost.

„Zweitens sollten Kapazitäten für die Planfeststellung und den Bau der Straßenbahnstrecke vom
Hauptbahnhof nach Moabit, mindestens bis zum U-Bahnhof Turmstraße, finanziert werden, um
innerhalb von 4 Jahren eine bessere Anbindung des Hauptbahnhofs sowohl in Richtung Osten
als auch in Richtung Westen zu gewährleisten.“, so Stefan Kohte (VCD Nordost).
Als Drittes soll das nach Meinung des VCD Nordost bewährte Programm Aufzüge und neue
Zugänge an U- und S-Bahn-Stationen gestärkt und damit beschleunigt werden.

 

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