Nordost

14.10.2013: Radverkehr

14.10.2013: Höhere Investitionen für den Radverkehr in Berlin

Der ökologische Verkehrsclub Deutschland (VCD) fordert die Abgeordneten aller Parteien des Berliner Abgeordnetenhauses auf, sich für deutlich höhere Investitionen in die Radverkehrsinfrastruktur einzusetzen.

Berlin, 14. Oktober 2013. Zuerst die gute Nachricht: Nach dem Hin und Her um den Haushaltstitel Investitionen im Radverkehr sind die geplanten Kürzungen auf 2,5 Mio. Euro vom Tisch. Nun stehen 4 Mio. Euro jährlich dafür im Haushaltsentwurf 2014/15 zur Verfügung. Das reicht jedoch bei weitem nicht aus.

„Es ist schon paradox“, so Marion Laube, Vorsitzende des VCD Nordost, „dass die vor ein paar Monaten vom Berliner Senat verabschiedete Radverkehrsstrategie eine schrittweise Erhöhung der Investitionen auf 5 Euro pro Einwohner und Jahr bis 2017 vorsieht. Bei derzeit 3,3 Mio. Einwohnern würde dies 16,5 Mio. Euro jährlich für die Radinfrastruktur bedeuten. Nun müssen wir uns schon darüber freuen, dass geplante Kürzungen vom Tisch sind.“

Auf der einen Seite wird die Liste der geplanten Radverkehrsprojekte in Berlin länger und länger. Schon heute ist der Investitionsstau beträchtlich, zugleich wird der Sanierungsbedarf vorhandener Radverkehrsanlagen immer größer. Auf der anderen Seite hat sich der Radverkehrsanteil in den letzten 10 Jahren nahezu verdoppelt. Das sprengt nicht nur die Kapazitäten der vorhandenen Radverkehrsanlagen, sondern gefährdet auch die Sicherheit der Radfahrenden, wie die Unfallzahlen bestätigen.

Der VCD Nordost hofft auf die Parlamentarier im Berliner Abgeordnetenhaus, die letztlich die Haushaltshoheit besitzen. Es müsse in deren Interesse sein, so Marion Laube, die in der Radverkehrsstrategie formulierten eigenen Ziele nicht wieder völlig in Frage zu stellen.

 

Rückfragen und Interview-Wünsche:

Marion Laube, Vorstandsvorsitzende des VCD Nordost
Telefon: 030 446 36 64

VCD Nordost
Yorckstraße 48
10965 Berlin



pdf-Druckversion