Nordost

16.02.2016: Verkehrsunfälle

Steigende Verkehrsunfallzahlen erfordern Umsetzung von Maßnahmen - Erklärungen und wohlklingende Programme reichen nicht

VCD Landesverband Nordost fordert: "Tempo 30 muss in Berlin zur Regel werden - Tempo 50 bleibt die Ausnahme für Hauptverkehrsstraßen!"

 

Berlin, 16. Februar 2016. Neu oder überraschend war die Vorstellung der Berliner Verkehrsunfallzahlen in der vergangenen Woche nicht: Für das Jahr 2015 ist ein erneuter Anstieg der Unfälle um 3,8 Prozent auf 137 713 Unfälle zu beklagen. Alarmierend: Besonders Zufußgehende und Radfahrende sind weiterhin stark gefährdet.

Doch während Polizei und Autoren des Verkehrssicherheitsberichtes 2015 lediglich vermerken, das Auto habe eine bessere technische Schutzwirkung und mit der Zunahme des Verkehrs gehe auch ein Anstieg der Unfälle einher, mahnt der Berliner Landesverband des ökologischen Verkehrsclubs VCD an: Seit Jahren gibt es keine Trendwende bei den Unfallzahlen und die Hauptunfallursachen sind auch bekannt, trotzdem werden kaum wirksame Maßnahmen für mehr Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden umgesetzt.

Christian Kölling, Vorstandsmitglied im Landesverband Nordost des ökologischen Verkehrsclubs VCD: "'Nicht angepasste Geschwindigkeit' spielt vor allem bei Unfälle mit Getöteten und schwer Verletzten eine maßgebliche Rolle. Die Lösung lautet nicht nur mehr Kontrolle, sondern Geschwindigkeit reduzieren."

Geschwindigkeitsanpassung ist insbesondere für Zufußgehende und Radfahrende eine überlebenswichtige Maßnahme. Zum einen können durch ein niedrigeres Tempo Unfälle vermieden werden - der Bremsweg von Pkw reduziert sich -, zum anderen erhöhen sich die Überlebenschancen für zufußgehende und Radfahrende bei nicht vermeidbaren Unfällen enorm. Tempo 30 muss deshalb in der Stadt zur Regel werden! Tempo 50 kann in begründeten Fällen weiterhin gefahren werden. Tempo 30 hilft zudem den Kommunen, ihre kommunalen Pflichtaufgaben der Lärmminderung, der Luftreinhaltung sowie des Klimaschutzes zu erfüllen.

Am kommenden Mittwoch, 17. Februar 2016, wollen wir im Rahmen unserer monatlichen Mittwochsrunde mit Ihnen an zwei praktischen Beispielen darüber diskutieren, wie die Berliner Kieze durch Verkehrsberuhigung lebenswert gemacht und wieder belebt werden können. "Begegnungszone Maaßenstraße - Ein Vorbild für die Bahnhofsstraße in Lichtenrade?" lautet diesmal das Thema unserer Mittwochsrunde. Wir treffen uns in der Geschäftsstelle des VCD Nordost, Yorckstraße 48, 10965 Berlin. Der Beginn ist 18:30 Uhr und die Moderation wird Vorstandsmitglied Wanja Borchert übernehmen. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!
Das öffentliche Aktiventreffen des VCD Nordost, die Mittwochsrunde, findet immer am 3. Mittwoch im Monat statt.

 

Für Rückfragen und Interviewwünsche:
Christian Kölling, Mitglied des Vorstandes des VCD Nordost
E-Mail: christian.koelling@vcd-nordost.de

VCD Nordost, Landesgeschäftsstelle, Yorckstraße 48, 10965 Berlin
www.vcd-nordost.de
Tel. 030 / 446 36 64, Fax 030 / 446 37 03

 

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