Nordost

16.10.2014: Verkehrssicherheit

VCD lobt Berliner Verkehrssicherheitsprogramm

Verkehrssicherheit muss zur gesellschaftlichen Aufgabe werden

Berlin, 16. Oktober 2014. Auf der heutigen Tagung "Sicher mobil im Alter" des ökologischen Verkehrsclubs VCD fordert Marion Laube, Vorsitzende des Landesverbandes Nordost, dass die Verkehrssicherheit eine größere Bedeutung erhält. Ausdrücklich lobt sie das Berliner Verkehrssicherheitsprogramm, welches Anfang dieses Jahres verabschiedet wurde. "Die Ziele sind ehrgeizig, die Maßnahmen durchdacht", so Laube. Nun ist es notwendig, dass sowohl die Maßnahmen zur Vermeidung von Unfällen umgesetzt werden als auch dass die Leitgedanken des Programms in die Breite getragen werden. Die Einbindung von freien Trägern und Bezirken nimmt dabei eine große Rolle ein. So kann es gelingen, das Thema Verkehrssicherheit gesellschaftlich zu verankern.

Bereits 2004 hatte der VCD einen Masterplan für die "Vision Zero" erarbeitet. Damit ist das Ziel verbunden, die Zahl der Getöteten und Verletzten auf ein Minimum zu reduzieren. Von den Bundesländern forderte der VCD in diesem Zusammenhang, dass Tempo 30 innerorts ausgeweitet wird, Begegnungszonen und verkehrsberuhigte Bereiche eingerichtet werden sowie Unfallkommissionen eingerichtet werden. All diese Aufgaben hat Berlin inzwischen erfüllt. Darüber hinaus gibt es eine Radverkehrs- und eine Fußverkehrsstrategie, wodurch die umweltfreundlichen und risikoarmen Verkehrsmittel gefördert werden.

Damit die Vision Zero auch zukünftig verfolgt wird, Maßnahmen zielgerichtet umgesetzt werden, wird sich der VCD Nordost weiterhin engagieren und erwartet, dass nicht nur das Land Berlin, sondern auch die Berliner Bezirksämter dieses Ziel mittragen und die Maßnahmen zukünftig auch ausreichend finanzieren. Darüber hinaus appelliert der VCD Nordost an die Politiker auf Bundesebene, sich endlich für Tempo 30 als Basisgeschwindigkeit innerorts einzusetzen. "Bei Unfällen bei Tempo 30 ist die Verletzungsgefahr wesentlich geringer als bei Tempo 50" so Laube. "Auch das Sichtfeld der Autofahrer erweitert sich, sie sehen deutlicher, was am Straßenrand passiert, und so können Unfälle verhindert werden."

Explizit für Berlin fordert der VCD Nordost, dass Berlin die im nationalen Radverkehrsplan empfohlenen 5 Euro pro Einwohner tatsächlich in den Radverkehr investiert. So kämen dem Radverkehr statt der aktuellen 4 Millionen Euro, wie im aktuellen Haushaltsplan verankert, ungefähr 16,5 Millionen Euro zu Gute. Einhergehend müssen zur Steigerung der Verkehrssicherheit Polizei und Ordnungsämter eine Strategie finden, um das Zuparken von Fahrradstreifen zukünftig besser zu verhindern.

Die Rede "Das Verkehrssicherheitsprogramm Berlin sicher mobil - Bedeutung und Bewertung aus Sicht des VCD Nordost" wurde von Marion Laube im Rahmen der Berliner Tagung "Sicher mobil im Alter" gehalten. Seit 2008 führt der VCD Nordost jährlich eine Fachtagung zum Thema Seniorenmobilität durch. Dieses Jahr stand die Beteiligung und Vernetzung verschiedener Akteure im Hintergrund.

 

Ansprechpartnerin für Rückfragen:

Marion Laube

marion [Punkt] laube [ät] vcd [minus] nordost [Punkt] de

Telefon: 030 446 36 64

VCD Nordost, Yorckstraße 48, 10965 Berlin

 

pdf-Druckversion