Nordost

23.11.2011: B96 auf Rügen

23.11.2011: Planungsalternative für B96 n auf Rügen

Der VCD Nordost plädiert für die zukunftweisende Planungsalternative anstatt
eines Neubaus der B 96n. Die Lösung der Verkehrsprobleme auf Rügen muss
nachhaltig sein und mit der Förderung des Tourismus einhergehen.
Greifswald, 23. November 2011. Der Landesverband Nordost des ökologischen
Verkehrsclub Deutschland (VCD Nordost) fordert die sachliche Prüfung der
Planungsalternative RIO 96, die von „Rügener Initiative Ohne Bundesstraße 96n“ (RIO
96) jüngst vorgelegt wurde.
Torsten Wierschin vom VCD Nordost: „Mit dem Neubau einer 85 Millionen Euro teuren
dreispurigen Kraftfahrstraße neben der bestehenden B 96 zwischen Altefähr und Bergen
würde der Autoverkehr um ein Weiteres zunehmen. Einmalige Landschaften und
Biotope würden zerstört werden. Damit verbunden wäre nicht nur die Schwächung der
lokalen Wirtschaft, insbesondere der Landwirtschaft, auch die Tourismusbranche auf der
Ferieninsel Rügen würde in absehbarer Zeit beschädigt werden.“
Die Planungsalternative der „RIO 96“ sieht den Ausbau der derzeitigen B 96 lediglich
an offenkundig staugefährdeten Stellen vor. Zudem soll ein kostengünstiger und gut
vertakteter öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) Touristen und Anwohner zum
Umstieg vom privaten Auto in Bus, Bahn und Fähre bewegen. Finanziert werden könnte
das ÖPNV-Angebot durch Anteile der auf Rügen erhobenen Kurtaxe und durch eine
fahrstreckenabhängige Pkw-Maut auf allen Straßen der Insel Rügen.
Für die bauliche Umsetzung dieser kostengünstigeren Planungsalternative veranschlagt
die „RIO 96“ circa 20 Millionen Euro. Diese könnten zudem maßgeblich in die lokale
Bauwirtschaft fließen, da deutlich kleinere Losgrößen beim Ausbau der B 96 ermöglicht
werden würden.

 

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