Nordost

30.01.2012: Schnee-Servicemitteilung

30.01.2012: Schnee-Servicemitteilung

Berlin, 30. Januar 2012. Der Wintereinbruch in der Region sorgt für eine erhöhte Unfallgefahr
auf den Straßen. Daher gibt der Landesverband Nordost des ökologischen Verkehrsclubs VCD (VCD
Nordost) Tipps für Radler und Autofahrer.
Selbst bei Schnee, Matsch und Eisglätte schwingen sich passionierte Radfahrer in Berlin in den Sattel,
um flexibel, schnell und umweltschonend an ihr Ziel zukommen. „Gerade in den Innenstadtbezirken
müssen Autofahrer auch im Winter jederzeit mit Radfahrern rechnen“, sagt Wolfgang Lukowiak,
Vorstandsmitglied des VCD Nordost, und ergänzt: „Radfahrer gehören auf die Fahrbahn. Auf Radwege
ausweichen müssen sie nur, wenn diese benutzungspflichtig sind, wenn sie also durch das
blaue Schild mit weißem Fahrradsymbol gekennzeichnet und nicht durch Schnee oder andere Hindernisse unpassierbar sind. Ist der Radweg nicht gekennzeichnet oder unpassierbar, darf der Radler frei wählen, ob er den Radweg oder die Fahrbahn nutzt. Das sollten Autofahrer auf jeden Fall beachten.“

Radfahrer sollten ihr Rad spätestens jetzt gründlich überprüfen: Habe ich griffige Reifen oder
spezielle Winterreifen mit Spikes, um Regen, Eis und Schnee zu begegnen? Funktioniert das Licht?
Verfügt mein Rad über leichtgängige Bremszüge und optimal eingestellte Bremsen mit
leistungsstarken Bremsbelägen? „Wenn es unerwartet rutschig wird, sollten Radler ausbalancieren,
das Fahrrad rollen lassen und nur vorsichtig bremsen. Wer den Sattel etwas niedriger als gewöhnlich
einstellt, bekommt bei Bedarf schneller mit beiden Füßen Bodenkontakt“, rät Lukowiak.
„Grundsätzlich gilt bei Glätte, Schnee und Matsch für alle Fahrzeugführer: Vorausschauend fahren,
größeren Sicherheitsabstand, auch seitlich, einhalten und sich besonders rücksichtsvoll gegenüber
anderen Verkehrsteilnehmer verhalten.“

Sicherer als mit Auto oder Rad sei man bei Schnee und Eisglätte mit Bus und Bahn unterwegs. Wer
dennoch auf den Pkw angewiesen sei, solle sein Auto spätestens jetzt unbedingt winterfest machen:
Winterreifen mit einer Profiltiefe von mindestens vier Millimetern helfen, bei Schnee und Matsch
sicher unterwegs zu sein. Alle fünf Jahre sollten die Winterreifen ausgetauscht werden, da sich die
Reifen abnutzen und nicht mehr für genügend Sicherheit sorgen können.

„Gute Sicht ist nicht nur bei schlechten Straßenverhältnissen unerlässlich“, so VCD-Experte
Lukowiak. „Frostschutzmittel in der Scheibenwaschanlage und neue Wischblätter sorgen für
Durchblick. Wer die nasse Jacke oder den Schirm im Kofferraum verstaut und vor dem Einsteigen der
Schnee von den Schuhen abklopft, vermeidet hohe Luftfeuchtigkeit im Auto, die zu beschlagenen
oder vereisten Scheiben und schlechter Sicht führt. Einfache Entfeuchter - beispielsweise mit Reis
oder Salz gefüllte Stoffsäckchen - helfen ebenso wie ein kurzes
Einschalten der Klimaanlage.“ Wichtig sei auch, die kälteempfindlichen Batterien zu überprüfen. Wer
sich in ein vorgewärmtes Auto setzen wolle, solle auf eine Standheizung zurückgreifen, rät der VCD
Nordost. Das Auto im Stand warmlaufen zu lassen, schade hingegen der Umwelt, dem Motor und
dem eigenen Geldbeutel.


Rückfragen und Interview-Wünsche

Wolfgang Lukowiak, Vorstandsvorsitzender • wolfgang.lukowiak@vcd-nordost.de

 

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