Nordost

Nordost, Bus & Bahn
VCD Nordost aktuell

Spitzengespräch des VCD Nordost bei der BVG

Mit der BVG wurden am 30.01.2019 Maßnahmen für eine zuverlässige Betriebsstabilität bei der U-Bahn, verbesserte Fahrgastinformation sowie eine bessere Kommunikation besprochen.

Am 30. Januar trafen sich Wilfried Kramer, im Vorstand zuständig für öffentlichen Verkehr,  und der Landesvorsitzende Heiner v. Marschall bei der BVG mit der Vorstandsvorsitzenden Sigrid Nikutta und den leitenden Verantwortlichen für U-Bahn und Werkstätten. Hintergrund waren die gravierenden U-Bahn-Ausfälle und mangelhafte Kommunikation, wozu der VCD Nordost im Dezember einen offenen Brief an die BVG geschickt hatte. Nun traf man sich zum Gespräch.

Seitens der BVG wurde der aktuelle Fahrzeugmangel erläutert, die hohe Belastung von Werkstatt und Instandhaltung sowie die aufwändige Zuführung von Zügen aus der Werkstatt Britz gerade zu den weiter entfernten Linien wie der U9.

Als Maßnahme wurde die geringfügige Verlängerung der Takte auf den Linien des Großprofils vorgestellt, wodurch Reserven entstehen. Diese Reserve-Züge sollen auf den Linien bereitgehalten werden, um bei Ausfällen schnell als Ersatz zur Verfügung zu stehen. Diese Maßnahme erscheint unter den gegebenen Bedingungen sachgerecht, bis neue Züge geliefert werden, und wird seitens des VCD Nordost befürwortet.

Weiteres Problem ist der ungewöhnlich hohe Krankenstand in allen Betriebsbereichen der BVG. Konkrete Gründe dafür konnten nicht genannt werden, seitens der BVG wurde erst begonnen diese Gründe zu eruieren. Konkrete Maßnahmen sind daher bislang nicht geplant.

Fahrgastinformation bei Ausfällen bleibt ebenfalls verbesserungsbedürftig, insbesondere wenn es darum geht, Fahrgäste über mögliche Alternativen zur Umfahrung zu informieren. Die Anzeiger sind dafür technisch nicht geeignet. Die BVG bereitet 13 Standardansagen vor, mit denen auf den Bahnsteigen detaillierter über die Gründe von Ausfällen informiert werden soll. Zu alternativen Optionen helfen sie aber auch nicht weiter.

Die vom VCD Nordost kritisierte öffentliche Kommunikation der BVG hat sich seit unserem offenen Brief im Dezember deutlich gewandelt. Die konkreten Probleme der BVG, insbesondere bei der U-Bahn, werden mittlerweile offen kommuniziert und sind Thema in der Presse. Unbestritten ist dabei, dass stärker in den ÖPNV investiert werden muss, um den Anforderungen an die Mobilitätsbedürfnisse in der wachsenden Stadt gerecht werden zu können.

Weiteres Thema war Kommunikation mit den Verbänden. Anders als bei der S-Bahn gibt es bei der BVG dazu kein festes regelmäßiges Format. Der Austausch zwischen der BVG und dem VCD Nordost soll im regelmäßigen Abstand von zwei bis drei Monaten fortgesetzt werden. Weitere Themen sollen dann z.B. auch die Beschleunigung von Tram und Bus durch Vorrangschaltungen und zusätzliche Busspuren sein oder auch Planungen zum Netzausbau.

Wir bleiben dran!

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