VCD Nordost Nachrichten http://nordost.vcd.org de_DE VCD Nordost Sun, 26 Sep 2021 19:06:17 +0200 Sun, 26 Sep 2021 19:06:17 +0200 TYPO3 EXT:news news-9427 Tue, 21 Sep 2021 13:12:00 +0200 Am Freitag ist globaler Klimastreik - Als VCD wollen wir dort gemeinsam auftreten https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/am-freitag-ist-globaler-klimastreik-als-vcd-wollen-wir-dort-gemeinsam-auftreten/ Die Wahlen am Sonntag entscheiden auch darüber, ob bzw. wie entschlossen wir uns den Herausforderungen des fortschreitenden Klimawandels stellen werden.

Mehr zum globalen Klimastreik in Berlin: https://fridaysforfuture.berlin/event/allefuersklima/

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news-9431 Sun, 19 Sep 2021 23:47:00 +0200 Gemeinsame Pressemitteilung: Kidical Mass: Zehntausende Kinder erobern die Straßen zurück! https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/gemeinsame-pressemitteilung-kidical-mass-zehntausende-kinder-erobern-die-strassen-zurueck/ Berlin, 19. September 2021. „Das Wochenende hat gezeigt, dass sich viele Menschen, ob in der Stadt oder auf dem Land, Veränderungen wünschen und bereit sind, diese auf der Straße einzufordern“, so Simone Kraus von der Kidical Mass Köln. „Dafür muss die neue Bundesregierung ein klares Zeichen setzen: mit einem kinderfreundlichen Straßenverkehrsrecht mit Fokus auf selbständige und sichere Mobilität von Kindern. Dazu gehört an erster Stelle die Einführung von Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit innerorts.“

Auch der Bundesvorsitzende des ökologischen Verkehrsclub VCD, Stefan Bajohr, zieht eine positive Bilanz: „Das Aktionswochenende war ein voller Erfolg! Mit großer Freude habe ich gesehen, wie im ganzen Land Eltern mit ihren Kindern auf der Straße waren, um dringend nötige Veränderungen im Verkehr einzufordern. Damit unsere Kinder die Möglichkeit haben, sicher eigenständig unterwegs zu sein brauchen wir: geschützte Radwege, Tempo 30 innerorts und verkehrsberuhigte Zonen vor Schulen und Kitas. Geben wir unseren Kindern endlich Vorfahrt!“

Mehr Sicherheit und Freiheit für alle Menschen von 0 bis 99

Die Kidical Mass macht Kinder sichtbar und gibt ihnen eine Stimme im Verkehr. Eine kindgerechte Mobilitätsplanung stellt ihre Bedürfnisse nach Platz und Sicherheit in den Fokus. Das Aktionswochenende möchte Lust auf Veränderungen machen. Denn Straßen sollen Menschen nicht gefährden – sie sollen Menschen verbinden.

Einfache Lösungen, die schnell und kostengünstig umgesetzt werden können, gibt es zahlreich. Die dazu passenden Studien wurden in den Nachbarländern bereits durchgeführt. Auch viele Kommunen sind bereit zur Tat – leider fehlen immer noch die gesetzlichen Rahmenbedingungen, klare Ziele, langfristige Finanzierungsmöglichkeiten und Personal.

„Es wird höchste Zeit, dass wir den Kindern das zurückgeben, worauf sie seit Jahrzehnten verzichten müssen, sich selbständig und sicher, frei und unbeschwert in ihrer Umgebung bewegen zu können“, erklärt Simone Kraus.

“Viel mehr Kinder würden gerne mit dem Fahrrad zur Schule fahren, aber es ist zu kompliziert”, sagt Nora aus Köln, 10 Jahre alt.

Die Kidical Mass fordert, dass kurzfristig die Infrastruktur rund um Schulen und Kitas kindgerecht gestaltet werden muss: Schulstraßen, d.h. Straßensperrungen zu Schulbeginn und -ende führen unmittelbar zu mehr radelnden und laufenden Kindern. Diese Situation soll mittelfristig weiter verbessert werden, indem Schulen durch sichere Schulradwege-Netze miteinander ver- und an ihr Einzugsgebiet angebunden werden.

 

Die Forderungen des Kidical Mass Aktionsbündnisses:

  • Sichere Schulradwege-Netze bis 2030
  • Schulstraßen und verkehrsberuhigte Bereiche vor Schulen und Kitas     
  • Stetige jährliche Finanzierung mit konkreten Zielvorgaben an die Kommunen
  • Kinderfreundliches Straßenverkehrsrecht, v.a. Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit innerorts, geschützte und baulich getrennte, breite Radwege an Hauptstraßen, Spielstraßen, Wohngebiete ohne Durchgangsverkehr, Vision Zero (null Verkehrstote)

Wenn wir etwas verändern wollen, müssen wir bei den Kindern beginnen. Das Fahrrad ist Zukunftsmobilität. Die #FahrradGeneration steht in den Startlöchern.

Hashtags: #FahrradGeneration #KidicalMass 


Hinweis an Redaktionen: Foto- und Filmmaterial finden Sie auf der Aktionswebsite.


Pressekontakt

VCD: Franziska Fischer, Anne Fröhlich, Magdalena Reiner • VCD-Pressestelle • 030/280351-12 • presse@vcd.org www.vcd.org • Twitter: @VCDeV

Kidical Mass: Sebastian Züger • Pressesprecher • 0170 480 94 25 • presse@kinderaufsrad.org www.kinderaufsrad.org

 

Hintergrund Kidical Mass

Die Kidical Mass ist eine weltweite Bewegung. Bei bunten Fahrraddemos erobern Radfahrende von 0 bis 99 Jahren die Straße. Das Format hat Kinder und nachhaltige Mobilität im Fokus und setzt sich für lebenswerte Städte ein. Seit 2017 gibt es sie auch in Deutschland. Die Kidical Mass gibt den Kindern eine Stimme im Verkehr, zeichnet ein positives Zukunftsbild, vernetzt und mobilisiert Alt und Jung über die Grenzen der Radszene hinaus.    

Mit dem Aktionswochenende am 18. / 19. September 2021 findet die Kidical Mass zum zweiten Mal zeitgleich in ganz Deutschland und darüber hinaus statt. Die Kidical Mass Köln ist Koordinatorin. ADFC, Campact, Changing Cities, Deutsches Kinderhilfswerk, VCD und Unicef sind die diesjährigen überregionalen Unterstützer*innen. Herzstück sind über 200 lokale Organisationen. Ein einzigartiges Netzwerk: dezentral, selbstorganisiert und gemeinsam stark.

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-9432 Sun, 19 Sep 2021 15:00:00 +0200 Autofreier Tag im Sprengelkiez: Tegeler Straße autofrei https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/autofreier-tag-im-sprengelkiez-tegeler-strasse-autofrei-1/  

Zum internationalen autofreien Tag ruft der VCD Nordost zur Teilnahme an der Aktion auf.

 

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news-9038 Sat, 18 Sep 2021 15:32:00 +0200 Höhepunkte der Europäischen Mobilitätswoche 16.-22. September mit VCD-Beteiligung https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/hoehepunkte-der-europaeischen-mobilitaetswoche-16-22-september-mit-vcd-beteiligung/ Events in Berlin:

Ausblick – auch nach der EMW geht es direkt weiter mit Aktionen im Rahmen des Globalen Klimastreiks am 24.09.:

In Rostock plant unsere Ortsgruppe derzeit Aktionen für den Park(ing) Day am 17. September und eine Kidical Mass am 18. oder 19. September. Und auch in Stralsund wird unsere Regionalgruppe Vorpommern Rügen Aktionen durchführen.

Die EUROPÄISCHE MOBILITÄTSWOCHE ist eine Kampagne der Europäischen Kommission. Seit 2002 bietet sie Kommunen aus ganz Europa die perfekte Möglichkeit, ihren Bürgerinnen und Bürgern die komplette Bandbreite nachhaltiger Mobilität vor Ort näherzubringen. Jedes Jahr, immer vom 16. bis 22. September, werden im Rahmen der EUROPÄISCHEN MOBILITÄTSWOCHE innovative Verkehrslösungen ausprobiert oder mit kreativen Ideen für eine nachhaltige Mobilität in den Kommunen geworben: So werden beispielsweise Parkplätze und Straßenraum umgenutzt, neue Fuß- und Radwege eingeweiht, Elektro-Fahrzeuge getestet, Schulwettbewerbe ins Leben gerufen und Aktionen für mehr Klimaschutz im Verkehr durchgeführt. Dadurch zeigen Kommunen und ihre Bürgerinnen und Bürger, dass nachhaltige Mobilität möglich ist, Spaß macht und praktisch gelebt werden kann.

Zur Park(ing) Day Berlin – Webseite

Zur Bündnis-Webseite der Kidical Mass (Bündnis Kinderaufrad.org) und zur gemeinsamen Pressemitteilung nach der Veranstaltung

Zur Kreisfahrt-Seite beim ADFC…

Zur Webseite des Umweltfestivals…

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news-9398 Fri, 17 Sep 2021 10:26:34 +0200 Pressemitteilung: Durchgangsverkehr verhindern - Kiezblock Auguste Viktoria Allee (AVA)! https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/pressemitteilung-durchgangsverkehr-verhindern-kiezblock-auguste-viktoria-allee-ava/  

Gibt es eine Möglichkeit, wie der Durchgangsverkehr in unseren Nachbarschaften verringert oder sogar unterbunden werden kann und trotzdem jedes Haus gut mit dem Auto erreichbar bleibt?

Eine Idee sind die sogenannten „Kiezblocks“, die die Durchquerung eines Kiezes für den Durchgangsverkehr unattraktiv machen und trotzdem Autos von Anwohnenden sowie Polizei und Feuerwehr, Müllabfuhr, Umzüge und Lieferdienste durchlassen. Durch intelligente Verkehrsführung wird jedes Kfz wieder in die Richtung aus dem Kiez hinausgeführt, aus dem es gekommen ist. Durchgangsverkehr findet somit nicht mehr statt, sondern bleibt auf den umgebenden Hauptstraßen.

Für einen Kiezblock im Wohngebiet rund um die Auguste Viktoria Allee in Reinickendorf veranstaltete der VCD Nordost in Zusammenarbeit mit dem Quartiersmanagement AVA und dem Jugendclub Quäx am Montag 13.9. einen ersten Workshop "Kiezblock AVA".

Acht engagierte Bürger*innen waren dieser ersten Einladung in den Hof des Jugendzentrums „Laiv“ gefolgt. Nach einer Einführung von Heiner von Marschall, Landesvorsitzender des VCD Nordost, was Kiezblocks sind, woher die Idee stammt und mit welchen einfachen, schnellen und kostengünstigen Mitteln der Durchgangsverkehr durch Wohngebiete verhindert werden kann, beugten sich die Teilnehmenden selbst über Karten ihres Wohngebietes, entwickelten Ideen und zeichneten sie auch gleich auf den Karten ein.

Ergebnis: mit nur drei kleinen baulichen Maßnahmen, konkret zwei Diagonalsperren und einem Modalfilter, sowie zwei verkehrlichen Anordnungen von Einbahnstraßen könnte der gesamte Durchgangsverkehr im Wohngebiet zwischen den umgebenden Hauptstraßen Waldstraße, Ollenhauerstraße, Scharnweberstraße und Eichborndamm wirksam verhindert werden.

Die Anwohner*innen wünschten sich darüber hinaus, den kurzen Abschnitt der Auguste Viktoria Allee zwischen Am Mellerbogen und Schillingstraße zu einem zentralen Kiezplatz umzugestalten, der für Kfz-Verkehr vollständig gesperrt wäre.

Die Teilnehmenden beschlossen, unter ihren Nachbarn für die Idee eines „Kiezblock AVA“ zu werben und für Oktober zu einem Folgetermin einzuladen. Ziel wäre es, für die Umsetzung der von Anwohner*innen erstellten Pläne für einen „Kiezblock AVA“ einen Einwohnerantrag an den Bezirk zu stellen. Nötig wären dafür 1000 Unterschriften, unterschriftsberechtigt sind alle volljährigen Einwohner*innen des Bezirks Reinickendorf.

Starker Durchgangsverkehr schränkt das Leben von Anwohnern stark ein und bedeutet Lärm, schlechte Luft und weniger Verkehrssicherheit, besonders für Kinder und alte Menschen.

Die Berliner #Kiezblocks nehmen Ideen aus den Superblocks aus Barcelona auf und kombinieren sie mit den niederländischen „Kompartments”. Es gibt in Berlin bereits viele Initiativen zu #Kiezblocks. Anwohner*innen skizzieren, wie der Verkehr durch ihr Wohnviertel fließen soll, und die Konzepte werden dann den zuständigen Bezirken vorgelegt.

Weniger Kfz-Verkehr in den Quartieren bedeutet weniger schädliche Luft- und Lärmemissionen. Die Aufenthaltsqualität für Anwohner*innen und Anlieger*innen steigt, und die Straßen werden sicherer. Für Fuß- und Radverkehr werden die Verbindungen attraktiver und zeitsparender. Auch Lieferverkehre profitieren von der Verkehrsvermeidung in den Nebenstraßen, wenn der Durchgangsverkehr wegfällt.

Der Durchgangsverkehr wird mittels sog. Diagonalsperren innerhalb des Kiezblocks verhindert. Eine Diagonalsperre sind 5–6 Poller (oder ähnliche Absperrungen), die diagonal in einer Kreuzung aufgestellt werden, so dass der Kfz-Verkehr nur nach rechts bzw. nach links abbiegen kann und im Ergebnis in der Richtung aus dem Kiezblock hinausgeführt wird, aus der er hereingekommen ist. Für Durchgangsverkehr ist das unattraktiv, sodass er unterbleibt. Fuß- und Radverkehr können weiterhin in allen Richtungen queren. Werden Diagonalsperren an wenigen, strategischen Kreuzungen in einem #Kiezblock aufgestellt, so verlagern diese den Kfz-Durchgangsverkehr auf einfache und effektive Weise auf die Hauptstraßen. Stadtmöbel, wie Ruhebänke oder Spielgerüste, können aufgestellt werden. 

Durch Schwellen kann der Kfz-Verkehr bei der Einfahrt in den #Kiezblock entschleunigt werden. Auch können Einbahnstraßen diesem Zweck dienen. Ergänzt durch verkehrsberuhigende Elemente wie Blumenkästen und Bäume entstehen Mischnutzungsflächen mit hoher Aufenthaltsqualität.

Pressekontakt VCD Nordost:

Heiner von Marschall, Landesvorsitzender
Email: heiner.v.marschall@vcd-nordost.de Tel: 0174 465 65 23

www.vcd-nordost.de

 

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news-9394 Thu, 16 Sep 2021 13:53:27 +0200 Pressemitteilung: Demonstration der Mobilitäts-Verbände: Kurt Schumacher Platz autofrei! https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/pressemitteilung-demonstration-der-mobilitaets-verbaende-kurt-schumacher-platz-autofrei/ Am Sonntag, 12.9. war der Kurt Schumacher Platz erstmals für einen Nachmittag autofrei.
„Es ist uns gelungen, ein Bild zu stellen, was sich die meisten Menschen bisher kaum vorstellen konnten: Wie wir den Kurt Schumacher Platz als Platz für Menschen zurückgewinnen können. Als echtes Ortsteilzentrum, ohne Autoverkehr, sondern als Ort der Begegnung und für die täglichen Erledigungen“, fasste Heiner v. Marschall, Landesvorsitzender des VCD Nordost und Grüner Direktkandidat für die Wahl zum Abgeordnetenhaus im Wahlkreis rund um TXL und den Kurt Schumacher Platz, die Aktion zusammen. „Unsere städtischen Plätze sind heute oft nur Verkehrsschneisen für die tägliche Blechlawine. Wir wollen sie zurückgewinnen als urbane Plätze, wo Menschen sich treffen, gerne aufhalten und miteinander kommunizieren. Wo Bäume wachsen, Brunnen sprudeln und Kinder spielen“

Die an diesem Tag angebotenen Sitzgelegenheiten wurden nun von vielen Passant*innen spontan angenommen, um den Platz bei Live-Musik für sich in Besitz zu nehmen und in ungewohnter Ruhe zu genießen. Insgesamt nahmen so mehrere hundert Menschen an der Aktion teil, in der Spitze etwa 200 gleichzeitig.

Alle waren eingeladen, sich die sonstige Verkehrsschneise für einen Tag als echten urbanen Platz für Menschen zurückzuerobern. Und viele machten davon Gebrauch: Bei schönem Spätsommer-Wetter machten es sich Menschen auf mitgebrachten Campingstühlen und Picknickdecken gemütlich oder nutzten die aufgestellten Bänke, um in Ruhe der Livemusik eines Swing-Trios und den verschiedenen Redebeiträgen zu lauschen.

Bettina Jarasch, Grüne Kandidatin für das Amt der Regierenden Bürgermeisterin, freute sich bei ihrem Besuch auf dem Kurt Schumacher Platz über die gelungene Aktion und dankte den Verbänden und lokalen Initiativen, die immer wieder die nötige Mobilitätswende einfordern: „Eine Stadt ganz ohne Autos ist so schnell nicht möglich. Aber wir wollen überall in der Stadt, in allen Kiezen grüne Oasen schaffen, wo es dann keinen Autoverkehr gibt und die Menschen die Straßen und Plätze für sich in Besitz nehmen können. Und wir wollen, dass an solchen Orten auch wieder Kinder auf der Straße spielen können.“

Kerstin Haarmann, Bundesvorsitzende des VCD, kam direkt aus München und berichtete von den Protesten gegen die IAA am Vortag: „Wir brauchen ein Verkehrssystem, das im Kern nicht mehr auf das Auto, sondern auf den Umweltverbund aus ÖPNV, Fahrrad- und Fußverkehr setzt. Wir wollen die Straßen zurückerobern für die Menschen, die dort leben. Und wir fordern von der nächsten Bundesregierung ein Bundesmobilitätsgesetz, das den Verkehren des Umweltverbundes Vorrang einräumt und die dringend nötige Mobilitätswende regelt. Das Berliner Mobilitätsgesetz hat dafür gute Vorarbeit geleistet.“

Susanne Grittner, stellvertretende Landesvorsitzende des ADFC Berlin unterstrich die Bedeutung sicherer Radwege, um die #VisionZero zu erreichen: keine Toten und Schwerverletzten mehr im Straßenverkehr! Und nannte viele Beispiele, wo in Reinickendorf auf dem Weg in die City dringender Verbesserungsbedarf besteht.

Stefan Lehmkühler, Vorstand bei Changing Cities und Grüner Direktkandidat für die Wahl zum Abgeordnetenhaus in Mitte, erläuterte als gelernter Stadt- und Verkehrsplaner, warum auch für einen flüssigen Autoverkehr wesentlich weniger Fläche benötigt wird.

Yushin Washio von Greenpeace Berlin unterstrich die Notwendigkeit, dass auch im Verkehr der Schadstoffausstoß schnellstens deutlich sinken muss, um den Klimawandel zu stoppen.

Maria- Anne Lamberti von der ADFC Stadtteilgruppe Reinickendorf hatte bereits zu Beginn die traurige und gefährliche Situation für Radfahrende in unserem Bezirk geschildert, der hier anderen Bezirken weit hinterherhinkt.

Dazwischen wurde die „Solidaritäts-Radtour Berlin Rostock #unteilbarMV“ zu einem Zwischenstopp begeistert begrüßt und dann auf ihrem Weg weiter nach Norden verabschiedet.

Umrahmt wurde das Programm mit Livemusik des Swing-Trios „Frau Onkel und Herr Tante“, was die fröhliche Atmosphäre des autofreien Platzes untermalte.

Von 13 bis 18 Uhr war der Kurt Schumacher Platz für den privaten Kfz-Verkehr gesperrt und blieb den Verkehren des Umweltverbundes vorbehalten: ÖPNV, Fahrrad und Fußverkehr. Wobei sich die BVG leider entschied, ihre Busse nur an der Scharnweberstraße halten zu lassen. Die Organisatoren der Demonstration hatten extra Spuren für die BVG freigehalten.

ADFC, Greenpeace und VCD präsentierten ihr Aktions- und Informationsmaterial für die Mobilitätswende. Die Grünen Mitte hatten auf der Fahrbahn einen Spiele-Parcours für Kinder aufgebaut, auch aus Pankow kam die Grüne Fahrradtram „Berta“ zu Besuch und fuhr Kinder und Eltern um den Platz. Aus Reinickendorf waren die Grünen und die LINKE mit Infoständen vertreten, um das Anliegen eines autofreien Kurt Schumacher Platzes zu unterstützen.

Vertreter anderer Parteien, die sich die Möglichkeiten eines autofreien Platzes zumindest einmal angeschaut hätten, wurden leider nicht gesehen.

Fotos der Aktion sowie den Flyer mit dem Aufruf finden Sie im Anhang. Der Aufruf des VCD Nordost wurde unterstützt von Bündnis Berliner Straßen für alle, ADFC Berlin, BUND Berlin, Changing Cities, Greenpeace Berlin, Naturfreunde Berlin und Powershift.

„Nicht erst im Rahmen der Nachnutzung von TXL ist der Kurt Schumacher Platz das natürliche Ortsteilzentrum von Reinickendorf-West, wo alte und neue Kieze sich treffen und zusammenwachsen. Dafür muss er als urbaner Platz mit Aufenthaltsqualität umgestaltet und vom privaten Kfz-Verkehr möglichst weiträumig umfahren werden, um ihn als öffentlichen Raum für alle zurückzugewinnen. Wie das aussehen könnte, haben wir heute gezeigt“, erklärte Heiner v. Marschall

Pressekontakt VCD Nordost:

Heiner von Marschall, Landesvorsitzender
Email: heiner.v.marschall@vcd-nordost.de Tel: 0174 465 65 23

www.vcd-nordost.de

Der VCD (Verkehrsclub Deutschland) setzt sich ein für Mobilität für Menschen, ein positives Miteinander aller Verkehrsarten und eine ökologische Verkehrswende. Schwerpunkte sind dabei die Förderung des Umweltverbundes (ÖPNV, Fahrrad und Fußverkehr) und mehr Verkehrssicherheit gerade auch für die schwächeren Verkehrsteilnehmer: Kinder, Ältere und Menschen mit Mobilitätseinschränkungen.

Der VCD Nordost ist der Landesverband für Berlin und Mecklenburg-Vorpommern.

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news-9306 Mon, 13 Sep 2021 10:12:00 +0200 VCD-Wahlforum: Klimaschutz und Mobilitätswende bislang noch kein Thema in MV! https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/vcd-wahlforum-klimaschutz-und-mobilitaetswende-bislang-noch-kein-thema-in-mv/  

Bislang führt der öffentliche Nahverkehr vielfach nur ein Nischendasein in MV, während der PKW- und LKW-Verkehr auf Bundes- und Landesstraßen weiter wächst. Für Claudia Lorenz, Sprecherin der Regionalgruppe Vorpommern-Rügen, standen deshalb die Programme und Ziele der vertretenen Landesparteien für eine nachhaltige Mobilität in MV im Mittelpunkt. Etwas enttäuscht waren deshalb einige Diskussionsteilnehmer, dass meist nur Kommunalthemen, wie der fahrpreislose ÖPNV für Senioren, der Bau weiterer Parkplätze oder der Einsatz von Wegebahnen auf Rügen, von den Parteienvertreterinnen und -vertretern angesprochen wurden. Hingegen wurde die Verantwortung der Landespolitik für einen verbesserten Schienenpersonennahverkehr (SPNV) und Vorgaben für einen attraktiven Busverkehr in den Landkreisen, z.B. durch Umsetzung einer Mobilitätsgarantie und durch die Einführung eines flächendeckenden Rufbussystems, nur am Rande besprochen.

Zentrales Anliegen der Diskutanten war hingegen das schlechte Busangebot in den ländlich geprägten Regionen im Landkreis Vorpommern-Rügen, das vielfach nur auf den Schülerverkehr ausgerichtet ist. Dass in diesem Fall eine Mobilitätsgarantie des Landes auch für diese Flächenregionen Abhilfe schaffen könnte, wurde vorbehaltlos nur von dem Kandidaten der Bündnis 90/ Grünen und der Kandidatin der Linken befürwortet. Damit könnten auch Fahrten im Berufs-, Freizeit- und Einkaufsverkehr im öffentlichen Nahverkehr im gesamten Landkreis nachgefragt werden. Als Vorzeigeprojekt wurde auf den Landkreis Ludwigslust-Parchim in MV verwiesen, der seit 2019 ein flächendeckendes Rufbussystem anbietet und damit eine Bedienung jeder Haltestelle im Landkreis an 365 Tagen im Jahr garantiert. Eine solche Mobilitätsgarantie sollte durch einen landesweiten MV-Tarif ergänzt werden, der das Umsteigen zwischen Bahn und Bus mit nur einem Fahrschein nach dem Vorbild  anderer Bundesländer (z.B. Schleswig-Holstein) erlaubt.

Im Vorfeld des VCD-Wahlforums in Stralsund hat der VCD Nordost folgendes Aktionsprogramm für eine nachhaltige Mobilität und Klimaschutz in Mecklenburg-Vorpommern vorgestellt:

  1. Neuausrichtung der ÖPNV-Politik durch die Zielvorgabe der Verdoppelung der Fahrgastzahlen in Bahnen und Bussen in MV bis 2025. Hierzu ist eine Änderung des ÖPNV-Gesetzes und des integrierten Landesverkehrsplanes (ILVP) erforderlich.
  2. Festschreibung einer landesweiten Mobilitätsgarantie (z.B. 60 Minuten-Takt) auch durch Einführung eines flächendeckenden Rufbussystems (On-Demand-Verkehr).
  3. Überprüfung der geplanten Straßenprojekte in MV im Hinblick auf Klimaschutz, Umweltverträglichkeit und Vision Zero; dabei sind die Verlagerungspotenziale auf den Umweltverbund (Bus, Bahn und Rad) darzustellen.
  4. Auflegen eines Landesförderprogrammes für die Betreiber der Schieneninfrastruktur (EIU) mit dem Ziel der Beseitigung von Engpässen (z.B. Rostock-Stralsund, Neustrelitz-Stralsund, Neubrandenburg- Güstrow, Rostock-Wismar) und schnellstmögliche Reaktivierung von stillgelegten Bahnstrecken (Darßbahn, Usedom-Südanbindung, Hafen Mukran/ Sassnitz)
  5. Umsetzung eines Dachmarketings für den SPNV und den sonstigen ÖPNV, um das Image und die Nutzung des öffentlichen Verkehrs zu fördern; gleichzeitig ist ein MV-Tarif für ein unkompliziertes Umsteigen zwischen Bahn und Bus kurzfristig einzuführen.
  6. Einführung eines Netz von landesbedeutsamen Buslinien nach dem Vorbild mehrerer ostdeutscher Bundesländer („Plus Bus“) als Ergänzung des bestehenden SPNV-Angebotes. Die Finanzierung dieses neuen Busnetzes in den Landkreisen und Städten sollte durch das Land erfolgen.

 

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news-9312 Sun, 12 Sep 2021 11:00:00 +0200 Kiezblock AVA in Reinickendorf https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/kiezblock-ava-in-reinickendorf/  

Der Workshop fand statt am Montag, 13.09.2021, unter freiem Himmel mit Treffpunkt im Hof des Jugenzentrums Laiv. Aus der Ankündigung:

Gibt es eine Möglichkeit, wie der Durchgangsverkehr in unseren Nachbarschaften verringert oder sogar unterbunden werden kann und trotzdem jedes Haus gut mit dem Auto erreichbar bleibt?

Eine Idee sind die sogenannten „Kiezblocks“, die die Durchquerung eines Kiezes für den Durchgangsverkehr unattraktiv machen und trotzdem Autos von Anwohnenden sowie Polizei und Feuerwehr, Müllabfuhr, Umzüge und Lieferdienste durchlassen. Durch intelligente Verkehrsführung wird jedes Kfz wieder in die Richtung aus dem Kiez hinausgeführt, aus dem es gekommen ist. Durchgangsverkehr findet somit nicht mehr statt, sondern bleibt auf den umgebenden Hauptstraßen.

Im Rahmen des Quartiersmanagement-Projektes „Umweltgerechtigkeit“ - durchgeführt von kein Abseits! e.V. - sind alle interessierten Nachbarinnen und Nachbarn aus dem Quartiersmanagementgebiet Auguste-Viktoria-Allee eingeladen, einen solchen Kiezblock für ihren Kiez zu entwerfen.
Heiner von Marschall, Landesvorsitzender des VCD Nordost, wird uns in das Thema einführen und den Workshop mit anleiten. Vorkenntnisse sind nicht nötig, es reicht ein Interesse an dem eigenen Wohnumfeld. Denn Anwohnende sind automatisch Expert*innen für ihren eigenen Kiez und wissen zum Beispiel: wo gibt es Schleichverkehr? Wo sind Schul- und Kitawege?

Mehr Information:

https://www.qm-auguste-viktoria-allee.de/index.php?option=com_content&view=article&id=716:kiezblock-ava-weniger-durchgangsverkehr-der-kiez-den-menschen-die-hier-wohnen&catid=9:startseitentexte&Itemid=101

 

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news-9223 Tue, 07 Sep 2021 11:45:00 +0200 Am Sonntag 12.9. machen wir den Kurt-Schumacher-Platz autofrei! https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/am-sonntag-129-machen-wir-den-kurt-schumacher-platz-autofrei/  

Dies soll unsere zentrale Aktion des VCD Nordost in diesem wichtigen Wahljahr sein. Wir möchten zeigen, wie man öffentliche Räume besser nutzen kann als für die tägliche Blechlawine. Und den Kutschi als urbanen Platz mit Aufenthaltsqualität zurückgewinnen.

Der VCD Nordost hat die Demonstration von 13 bis 18 Uhr auf dem Kurt Schumacher Platz angemeldet, um den Platz für Menschen zurückzugewinnen.

Die Landesverbände von ADFC, BUND, Changing Cities, Greenpeace, Naturfreunde und Powershift rufen mit auf zur Teilnahme.

Heiner von Marschall, Landesvorsitzender des VCD Nordost: “Nicht erst im Rahmen der Nachnutzung von TXL ist der Kurt-Schumacher-Platz das natürliche Ortsteilzentrum von Reinickendorf-West, wo alte und neue Kieze sich treffen und zusammenwachsen. Dafür muss er als urbaner Platz mit Aufenthaltsqualität umgestaltet und vom privaten Kfz-Verkehr möglichst weiträumig umfahren werden, um ihn als öffentlichen Raum für alle zurückzugewinnen.”

Neben einem politischen Programm gibt es vor Ort auch Livemusik des Swing-Trios “Frau Onkel und Herr Tante”. Der ADFC Berlin bietet parallel einen Herbstcheck für Fahrräder an. Kleinere Reparaturen werden kostenlos vor Ort erledigt.

Der Kurt Schumacher Platz zeigt an prominentem Ort, wie Flächen von Autos belegt werden, die ein urbaner Platz mit Aufenthaltsqualität sein könnten. Wir möchten zeigen, wie das aussehen könnte und den Platz für Menschen zurück erobern. Zunächst wenigstens für einen Nachmittag.

Die Veranstaltung ist als Demonstration angemeldet. Es gilt das Hygienekonzept, dass Abstände einzuhalten sind und Masken getragen werden, insbesondere wenn man sich durch die Demonstration bewegt.

Wir freuen uns, wenn Ihr am 12.9. dabei seid und das Anliegen unterstützt!

Flyer #KutschiAutofrei

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news-9304 Tue, 07 Sep 2021 10:51:28 +0200 Bahnpolitische Gespräche zur Landtags- und Bundestagswahl 2021 https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/bahnpolitische-gespraeche-zur-landtags-und-bundestagswahl-2021/
Folgende Gespräche wurden veranstaltet:

  1. Jutta Wegner, Landtagskandidatin der Bündnis90/ Die Grünen und Sprecherin der LAG Mobilität und Claudia Müller, Spitzenkandidatin des Landesverbandes von Bündnis'90 /Die Grünen für den Bundestag und Sprecherin für maritime Wirtschaft, durchgeführt am 21. Juli 2021.
  2. Dr. Stephan Bunge, Bundestagskandidat der Christlich Demokratischen Union für den WK 17 - Meckl. Seenplatte II und Björn Bromberger, Landtagskandidat für den WK 3 - Neubrandenburg II, durchgeführt am 4. August 2021.
  3. Dr. Mignon Schwenke, Fraktionssprecherin der Linken-Fraktion des Landtages zum Ressort Verkehr und Daniel Seiffert, Landtagskandidat der Linken. Durchgeführt am 18. August 2021.
  4. David Wulff, Landesgeneralsekretär der Freien Demokraten, zur Landtagswahl, Direktkandidat im Wahlkreis 1 Greifswald und Sebastian Adler, Vorsitzender des Landesfachausschusses Wirtschaft, Verkehr, Tourismus und Energie, Kandidat zur Bundestagswahl, durchgeführt am 1. September 2021.
  5. Christian Pegel, SPD-Landtagskandidat für den WK 1 - Greifswald 1 und amtierender Infrastrukturminister und Jochen Schulte, SPD-Landtagskandidat für den WK 7 - Rostock IV und Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus am 15. September 2021.


Folgende Themen standen jeweils auf der Agenda:

  • Verkehrswende - auch in MV? Wie kann diese im Land politisch und verbindlich umgesetzt werden?
  • Welche Rolle spielt dabei der Bahnverkehr im Flächenland MV? Wie wird das Bestandsnetz, insbesondere bei der Wohnbevölkerung, besser vermarktet?  Welche Züge müssen noch auf welchen Linien zusätzlich bestellt werden? Welche stillgelegten Bahntrassen sollten reaktiviert werden und bei welchen Strecken ist ein kurzfristiger Ausbau erforderlich?
  • D-Takt - Sind die im 3. Entwurf vorgeschlagenen Investitionen des Bundes in das Bahnnetz im Nordosten schon ausreichend? Welche Position vertreten die Parteien in MV und gibt es darüber hinaus eigene Landesinitiativen für den Ausbau der Schieneninfrastruktur? MV: Mitten in Europa oder glücklich in der Peripherie? Im Güter- und Fernverkehr: Wie steht es um die Bahnlogistik im Land und die Hinterlandanbindung, z.B. der Vorpommerschen Häfen?
  • Vision Zero (deutlich weniger Verkehrsunfälle) auch in MV! Wie werden Mobilitätsbedürfnis und -angebot im Land in ein neues Gleichgewicht gebracht? Was halten die Parteien von einer Mobilitätsgarantie auch im ländlichen Raum nach dem Vorbild des Rufbussystems in Ludwigslust-Parchim?

Der VCD Nordost und Pro Bahn MV stehen in der Verkehrs- und insbesondere Bahnpolitik in MV auf folgendem Standpunkt:
Die verschärften Klimaschutzziele für den Verkehrssektor, der weiterhin hohe Flächenverbrauch durch den wachsenden Kfz-Verkehr sowie hohe Unfallzahlen verlangen ein grundsätzliches Umdenken in der Mobilitätspolitik in MV. Fehlende Finanzmittel des Bundes können nicht mehr das „Totschlagargument“ der Schweriner Landespolitik sein. Ein grundsätzliches Umsteuern ist nach dem Vorbild anderer Bundesländer (z.B. Saarland, Schleswig-Holstein) und einer deutlichen Priorität für den öffentlichen Verkehr dringend geboten. Ein weiteres Warten auf bessere Zeiten oder das Brachliegen großer Teile einer jahrzehntelang funktionierenden Infrastruktur (Bahntrassen und Bahnhöfe) ist auch im Flächenland Mecklenburg-Vorpommern nicht mehr vertretbar.

Die Perspektiven müssen geweitet werden, und das ganze Potenzial und Know-How des Schienenverkehrs und dessen Branche muss auch in MV endlich genutzt werden. Für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) trägt das Land unmittelbar die Verantwortung und sollte dieser auch in vollem Umfang gerecht werden. Hierzu muss z.B. die integrierte Landesverkehrsplanung grundsätzlich überarbeitet werden, um abrechenbare Ziele (z.B. Verdoppelung der Fahrgastzahlen in Bahnen und Bussen) für eine Mobilitätswende in MV verbindlich festzuschreiben. Ein „weiter so“ und eine uneingeschränkte Förderung aller Verkehrsträger sollte möglichst bald auch bei uns der Vergangenheit angehören. Als kurzfristige Alternative für eine neue Mobilitätspolitik in MV sollte das ÖPNV-Gesetz des Landes die neuen Ziele verbindlich vorschreiben; mittelfristig sollte ein Landesmobilitätsgesetz einen neuen Rechtsrahmen schaffen.

Wer Interesse hat an der Diskussion am 15.September 2021 per Videokonferenz teilzunehmen, schickt eine Mail an info@vcd-nordost.de

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news-9303 Tue, 07 Sep 2021 10:35:27 +0200 Pressemitteilung: Am Sonntag 12.9. machen wir den Kurt Schumacher Platz autofrei! https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/pressemitteilung-am-sonntag-129-machen-wir-den-kurt-schumacher-platz-autofrei/ Ein urbaner PLATZ FÜR MENSCHEN mit Aufenthaltsqualität

Von 13 bis 18 Uhr wird der Kurt Schumacher Platz für den privaten Kfz-Verkehr gesperrt und bleibt den Verkehren des Umweltverbundes vorbehalten: ÖPNV, Fahrrad und Fußverkehr.

Alle sind eingeladen, sich die heutige Verkehrsschneise als echten urbanen Platz für Menschen zurückzuerobern. Der Aufruf des VCD Nordost wird unterstützt von Bündnis Berliner Straßen für alle, ADFC Berlin, BUND Berlin, Changing Cities, Greenpeace Berlin, Naturfreunde Berlin und Powershift.

Den Flyer mit dem Aufruf finden Sie im Anhang.

„Unsere städtischen Plätze sind heute oft nur Verkehrsschneisen für die tägliche Blechlawine. Wir wollen sie zurückgewinnen als urbane Plätze, wo Menschen sich treffen, gerne aufhalten und miteinander kommunizieren. Wo Bäume wachsen, Brunnen sprudeln und Kinder spielen“ erklärt Heiner von Marschall, Landesvorsitzender des VCD Nordost.

„Nicht erst im Rahmen der Nachnutzung von TXL ist der Kurt Schumacher Platz das natürliche Ortsteilzentrum von Reinickendorf-West, wo alte und neue Kieze sich treffen und zusammenwachsen. Dafür muss er als urbaner Platz mit Aufenthaltsqualität umgestaltet und vom privaten Kfz-Verkehr möglichst weiträumig umfahren werden, um ihn als öffentlichen Raum für alle zurückzugewinnen.“

Neben Redebeiträgen der beteiligten Berliner Verbände wird gegen 14.45 Uhr das Eintreffen der Solidaritätsdemo für #UnteilbarMV erwartet und gegen 15.15 Uhr die Radtour zur #unteilbar-Demonstration am 18.9. in Rostock verabschiedet.

Bettina Jarasch, Grüne Kandidatin für das Amt der Regierenden Bürgermeisterin, wird gegen 15.45 Uhr einen Redebeitrag halten. Es folgt ab ca 16.00 Uhr Kerstin Haarmann, Bundesvorsitzende des VCD, die unsere Forderung nach einem #Bundesmobilitatsgesetz unterstreicht und erläutert.

Umrahmt wird das Programm mit Livemusik des Swing-Trios „Frau Onkel und Herr Tante“.

Der ADFC Berlin bietet parallel einen Herbstcheck für Fahrräder an. Die ADFC-Mechaniker prüfen Dein Fahrrad auf Verkehrssicherheit und machen Licht- und Bremsanlagen fit. Kleinere Reparaturen werden kostenlos vor Ort erledigt.

Teilnehmende können gerne Campingstühle oder Picknickdecken mitzubringen, um es sich gemütlich zu machen und den Platz für Menschen in Besitz zu nehmen.

Die Veranstaltung ist als Demonstration angemeldet. Es gilt das Hygienekonzept, dass Abstände einzuhalten sind und Masken getragen werden, insbesondere wenn man sich durch die Demonstration bewegt.

Pressekontakt VCD Nordost:

Heiner von Marschall, Landesvorsitzender
Email: heiner.v.marschall@vcd-nordost.de  Tel: 0174 465 65 23

www.vcd-nordost.de

Der VCD (Verkehrsclub Deutschland) setzt sich ein für Mobilität für Menschen, ein positives Miteinander aller Verkehrsarten und eine ökologische Verkehrswende. Schwerpunkte sind dabei die Förderung des Umweltverbundes (ÖPNV, Fahrrad und Fußverkehr) und mehr Verkehrssicherheit gerade auch für die schwächeren Verkehrsteilnehmer: Kinder, Ältere und Menschen mit Mobilitätseinschränkungen.

Der VCD Nordost ist der Landesverband für Berlin und Mecklenburg-Vorpommern.

Flyer zum Aufruf

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news-9356 Mon, 06 Sep 2021 20:28:00 +0200 Free Ossietzky - Plätze für Menschen, Aktionen am 17.09. https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/free-ossietzky-plaetze-fuer-menschen-aktionen-am-1709/  

Am 17.9.2021 ab 15:00 h wird der Ossietzkyplatz zum Festplatz!

Mit Live Musik, spielenden Kindern, Sitzgelegenheiten, Essen & Trinken, Diskussionen und Plänen, wie dieser Platz und die Hermann-Hesse-Straße (B96a) lebenswert werden.

Ab 17:30 h wird es richtig spannend:

Um den Platz entsteht eine Pop-up Radspur
Eine Radspur passt neben die Fahrspur für Autos und eine „Spur“ für die Straßenbahn. Die Polizei sorgt für Sicherheit.


Mit Informationsständen präsentieren sich die Evangelische Friedenskirche, Bündnis 90/Die Grünen (mit der Pankower Bürgermeisterkandidatin Cordelia Koch), Changing Cities, VCD, Kiezladen Wilhelmsruh, Stadt für Menschen, Netzwerk Pankow, Sicher zur Schule Berlin (Veranstalterin).

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news-9348 Mon, 06 Sep 2021 15:00:00 +0200 Park(ing) Day 2021 im Brüsseler Kiez mit Podiumsdiskussion "Urbane Mobilität" am 17.09. https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/parking-day-2021-im-bruesseler-kiez-mit-podiumsdiskussion-urbane-mobilitaet-am-1709/  

Die kommende Straße der Nachbarschaft am 17. September ist eine besondere: Sie ist nicht nur die letzte Straße der Nachbarschaft des Jahres, sondern findet auch im Rahmen des Park(ing) Days unter dem Motto "Urbane Mobilität" statt.

Ab 15 Uhr ist die Antwerpener Straße wieder autofrei und bietet viel Raum für Austausch, Nachbarschaft, Spiele und Programm. Dazu gehört eine Podiumsdiskussion von 17-19 Uhr, zu deren Diskutant*innen unser Landesvorsitzender Heiner von Marschall gehört.

Unseren Park werden wir in der Nähe, ca. auf Höhe der Antwerpener Straße 38 aufschlagen. 

“Parks statt Parkplätzen” ist das Motto der jährlichen Park(ing) Day – Aktion, in der diverse Akteur*innen weltweit im September Parkplätze zeitweise zu kleinen Parks umgestalten und damit auf die ungerechte Flächenverteilung hinweisen und lebenswerte Städte fordern.

Unterstützt wird die Park(ing)-Aktion des VCD-Landesverbandes Nordost durch das Projekt 12qmKULTUR des VCD-Bundesverbandes.

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news-9355 Sat, 04 Sep 2021 21:17:00 +0200 Kidical Mass in Pankow am 19.09.21 https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/kidical-mass-in-pankow-am-190921/  

Im Rahmen des bundesweiten Aktionswochenendes finden in über 130 Städten Kinderfahrraddemos für sichere Schulradwege und angstfreies Radfahren statt. Das Bündnis (bestehend aus ADFC, Campact, Changing Cities, Greenpeace und VCD) fordert Städte, in denen sich Kinder sicher und selbstständig fortbewegen können.

Auch in Pankow findet dieses Jahr wieder eine Kidical Mass statt. Die Route der Kinderfahrraddemo startet in Niederschönhausen und führt über die Berliner Straße und Schönhauser Allee. Das Ende befindet sich an der Kulturbrauerei in Prenzlauer Berg, dort findet das Umweltfestival statt. An der Ecke Schönhauser Allee/Bornholmer Str./ Wisbyer Str. gibt es eine Pause mit Kundgebung. Hier können auch die ganz Kleinen einsteigen!

Die Route wird komplett für den Autoverkehr gesperrt sein und ist gut zu fahren für Groß und Klein. Es wird in einem kindgerechten Tempo (ca. 5- 7 km/h) gefahren und da die Polizei die Demo begleitet, kann sicher und entspannt die große Straße erobert werden!

Kommt mit Euren Kindern, Freund*innen und Verwandten und natürlich euren Rädern am Sonntag, den 19.09.2021 um 15:30 Uhr zur Ossietzkystr./ Am Schlosspark.

Kundgebung und Einstieg für die ganz Kleinen: 16:00 Uhr Ecke Schönhauser Allee/ Bornholmer Str./ Wisbyer Str.

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news-9354 Sat, 04 Sep 2021 10:54:00 +0200 Umfrage zur Sicherheit im Radverkehr - Was bringen Pop-Up-Radwege? https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/umfrage-zur-sicherheit-im-radverkehr-was-bringen-pop-up-radwege/  

In der Umfrage geht es um Ihre Sicherheitswahrnehmung als Radfahrer*in auf Berliner Radwegen. Ziel ist vor allem, den Einfluss von neu errichteten Pop-Up-Radwegen und geschützten Radfahrstreifen auf die subjektive Sicherheit zu ermitteln. Mit dieser Erhebung soll ein Beitrag zur Verbesserung der Radsicherheit in Berlin geleisten werden.

Zur Online-Befragung...

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news-9257 Wed, 25 Aug 2021 15:43:39 +0200 Pressemitteilung: Mobilitätsgesetz scheitert in Koalitionsrunde - SPD blockiert die Mobilitätswende in Berlin https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/pressemitteilung-mobilitaetsgesetz-scheitert-in-koalitionsrunde-spd-blockiert-die-mobilitaetswende/ „Das ist ein herber Rückschlag für die nötige Mobilitätswende in Berlin. Wir brauchen das Mobilitätsgesetz, damit Berlin auch in Zeiten des Klimawandels funktioniert und alle sicher und unbedrängt von A nach B kommen“ erklärt der Landesvorsitzende des VCD Nordost Heiner von Marschall. „Das ist mit der SPD von Frau Giffey offensichtlich nicht zu machen.“

Der Anteil des motorisierten Individualverkehrs (MIV) am Modal Split betrug bei der letzten offiziellen Erhebung 2018 27%. Gleichzeitig nimmt der MIV rund 80% der Verkehrsflächen ein. Das ist ein offensichtliches Missverhältnis zulasten der umwelt- und klimafreundlichen sowie flächeneffizienten Verkehrsarten im Umweltverbund: ÖPNV, Fahrrad und Fußverkehr. Allein die im öffentlichen Straßenland in Berlin geparkten Autos beanspruchen eine Fläche von der Größe des ehemaligen Flughafens TXL.

„Um Mobilität in Berlin zukunftsfest zu gestalten, umwelt- und klimafreundlich, sozial gerecht auch für diejenigen, die sich kein Auto leisten können oder wollen, sowie vor allem platzsparend und flächeneffizient, muss das Auto Flächen abgeben: für neue Tramlinien, sichere Radverkehrsanlagen, mehr Platz für Fußverkehr, urbane Plätze mit Aufenthaltsqualität und nicht zuletzt für mehr Liefer- und Ladezonen für den Wirtschaftsverkehr“ so von Marschall weiter.

Die SPD lehnte in den Verhandlungen jegliche Einschränkung für private Kfz ab. Gleichzeitig schwadroniert Frau Giffey von milliardenschweren Programmen, deren Umsetzung Jahrzehnte dauern würde, um den ÖPNV unter die Erde zu verlegen und so den Autos mehr Platz zu machen.

„Das ist die Ideologie der autogerechten Stadt aus den Sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts“ erklärt von Marschall. „Wir müssen endlich weg von einem Verkehrssystem, das von privatem Autobesitz von allen ausgeht. Dafür haben wir in Berlin schlicht nicht genug Platz, schon jetzt sind wir Stauhauptstadt. Wir müssen hin zu einer klimafreundlichen, sicheren und flächeneffizienten Mobilität im Umweltverbund aus ÖPNV, Fahrrad und Fußverkehr.“

Auch künftig wird es notwendigen Kfz-Verkehr geben: Für Polizei und Rettungsfahrzeuge, Wirtschaftsverkehr, Transporte, Handwerker, Kundendienste, mobile Pflege und nicht zuletzt Sharing- und Fahrdienste. Aber es müssen weniger und kleinere Fahrzeuge sein, die lokal emissionsfrei unterwegs sind.

Genau dies sollte das Mobilitätsgesetz in den noch fehlenden Abschnitten regeln: Eine gerechtere und effizientere Flächenaufteilung, auch für mehr Verkehrssicherheit für alle, sowie Liefer- und Ladezonen für den notwendigen Wirtschaftsverkehr, um das gefährliche und stauträchtige Halten in zweiter Reihe zu beenden.

„Es ist mehr als bedauerlich, dass die SPD sich hier auf den letzten Metern querstellt“ erklärt von Marschall

Hintergrund:

2018 wurde das Mobilitätsgesetz verabschiedet mit den ersten drei Abschnitten grundsätzliche Ziele, Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) und Fahrradverkehr. 2020 folgte der vierte Abschnitt zu Fußverkehr. Die letzten Abschnitte „Neue Mobilität“ und „Wirtschaftsverkehr“ sollten noch in dieser Legislatur verabschiedet werden.

Der VCD Nordost war jeweils als einer von zwei Mobilitäts-Verbänden an den Eckpunktedialogen bei SenUVK zu den Abschnitten Fußverkehr sowie Neue Mobilität und Wirtschaftsverkehr beteiligt.

Die Verhandlungen in der Koalitionsrunde von Rot-Rot-Grün, auch die beiden noch fehlenden Abschnitte Neue Mobilität und Wirtschaftsverkehr noch in dieser Legislatur im Abgeordnetenhaus zu verabschieden, sind gestern gescheitert, offensichtlich an einer Blockade durch die SPD.


Pressekontakt VCD Nordost:

Heiner von Marschall, Landesvorsitzender
Email: heiner.v.marschall@vcd-nordost.de Tel: 0174 465 65 23

www.vcd-nordost.de

Der VCD (Verkehrsclub Deutschland) setzt sich ein für Mobilität für Menschen, ein positives Miteinander aller Verkehrsarten und eine ökologische Verkehrswende. Schwerpunkte sind dabei die Förderung des Umweltverbundes (ÖPNV, Fahrrad und Fußverkehr) und mehr Verkehrssicherheit gerade auch für die schwächeren Verkehrsteilnehmer: Kinder, Ältere und Menschen mit Mobilitätseinschränkungen.

Der VCD Nordost ist der Landesverband für Berlin und Mecklenburg-Vorpommern.

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news-9228 Thu, 19 Aug 2021 11:16:13 +0200 VCD-Wahlforum zum Bus- und Bahn-Verkehr in MV am 03.09.: Aktionsprogramm für nachhaltige Mobilität und Klimaschutz vorgestellt! https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/vcd-wahlforum-zum-bus-und-bahn-verkehr-in-mv-am-0309-aktionsprogramm-fuer-nachhaltige-mobilitaet-u/  

Bei diesem Wahlforum haben Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, mit Landtagskandidaten der großen Parteien aus Vorpommern-Rügen zum Thema „Wie weiter mit Bus und Bahn in MV?“ zu diskutieren. Damit besteht wieder die Gelegenheit, sich vor Ort zu aktuellen Themen der Umwelt- und Verkehrspolitik in Mecklenburg-Vorpommern auszutauschen. Im Stralsunder Rathaus sind die aktuellen Hygieneregelungen (z.B. Abstand, Maskenpflicht) des Landkreises zu beachten.

Der VCD Nordost setzt sich schon seit längerem für Klimaschutz und eine Mobilitätswende in Mecklenburg-Vorpommern ein. Bislang stagniert der vom Land verantwortete Schienenpersonennahverkehr (SPNV) mit rd. 75.000 Fahrgästen pro Werktag. Gleichzeitig verzeichnet der motorisierte Kraftfahrzeugverkehr deutliche Zuwachsraten. In den letzten beiden Jahrzehnten wurden gerade in Vorpommern-Rügen mehrere Straßenbauprojekte (neue Rügenbrücke, B 96n, A 20) abgeschlossen. Im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) sind hingegen Verbesserungen im Fahrplanangebot (z.B. Anbindung des Hafen Sassnitz/ Mukran) Fehlanzeige und Engpässe bei der Schieneninfrastruktur (z.B. Eingleisigkeiten Rostock- Stralsund und Neustrelitz- Stralsund) weiter auf der Tagesordnung.

Im Vergleich zu den Initiativen anderer Bundesländer fehlen in Mecklenburg-Vorpommern bislang verbindliche Beschlüsse, den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zu stärken und ein Umstieg vom PKW-Verkehr auf Busse und Bahnen zu fördern. Der Marktanteil (Modal-Split-Wert) liegt in MV für Bahnen und Busse bei nur rd. 7 Prozent. Wie sieht hier die Strategie und das Programm der einzelnen Parteien aus, um eine Mobilitätswende auch in unserem Bundesland umzusetzen? Kann eine Mobilitätsgarantie (z.B. 60-Minuten-Takt für alle Ortschaften mit mehr als 200 Einwohnern) auch für den ländlichen Raum verbindlich im ÖPNV-Gesetz MV festgeschrieben werden? Sind die Beschlüsse von Kommunalpolitikern zum Bau neuer Parkplätze (z.B. im Naturschutzgebiet an der Schaabe) und ein weiterer Straßenausbau die richtige Strategie, den Klimaschutz, die Mobilitätswende sowie die Vision Zero (deutlich weniger Unfälle) in Mecklenburg-Vorpommern voranzubringen?

Der VCD Nordost hat folgendes Aktionsprogramm für nachhaltige Mobilität und Klimaschutz in Mecklenburg-Vorpommern aufgestellt:

  1. Neuausrichtung der ÖPNV-Politik durch die Zielvorgabe der Verdoppelung der Fahrgastzahlen in Bahnen und Bussen in MV bis 2025. Hierzu ist eine Änderung des ÖPNV-Gesetzes und des integrierten Landesverkehrsplanes (ILVP) erforderlich.

  2. Festschreibung einer landesweiten Mobilitätsgarantie (60-Minuten-Takt) auch durch Einführung eines flächendeckenden Rufbussystems (On-Demand-Verkehr).

  3. Überprüfung der geplanten Straßenbauprojekte in MV im Hinblick auf Klimaschutz, Umweltverträglichkeit und Vision Zero; dabei sind die Verlagerungspotenziale auf den Umweltverbund (Bus, Bahn und Rad) darzustellen.

  4. Auflegen eines Landesförderprogrammes für die Betreiber der Schieneninfrastruktur (EIU) mit dem Ziel der Beseitigung von Engpässen (z.B. Rostock-Stralsund, Neustrelitz-Stralsund, Neubrandenburg- Güstrow, Rostock-Wismar) und schnellstmögliche Reaktivierung von stillgelegten Bahnstrecken (Darßbahn, Usedom-Südanbindung, Hafen Mukran/ Sassnitz)

  5. Einführung eines Dachmarketings für den SPNV und den sonstigen ÖPNV, um das Image und die Nutzung des öffentlichen Verkehrs zu fördern; gleichzeitig ist ein MV Tarif für ein unkompliziertes Umsteigen zwischen Bahn und Bus kurzfristig zu realisieren.

  6. Einrichtung eines Netzes von landesbedeutsamen Buslinien nach dem Vorbild mehrerer ostdeutscher Bundesländer („Plus Bus“) als Ergänzung des bestehenden SPNV-Angebotes. Die Finanzierung dieses neuen Busnetzes in den Landkreisen und Städten sollte durch das Land erfolgen.

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news-9064 Tue, 17 Aug 2021 20:54:00 +0200 Ausbau und Förderung des öffentlichen Nahverkehrs gefordert! Benachteiligung des VVR-Linienverkehrs auf Rügen beenden! https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/ausbau-und-foerderung-des-oeffentlichen-nahverkehrs-gefordert-benachteiligung-des-vvr-linienverkehrs/  

Aufgrund der im Kreistag Vorpommern-Rügen geführten Debatten und des vermuteten Parallelverkehrs zwischen Wegebahnen und VVR-Busverkehr zum Kap Arkona und Jagdschloss Granitz fordert der VCD Nordost ein klares Bekenntnis der Abgeordneten für einen attraktiven und preisgünstigen öffentlichen Personennahverkehr auf der Insel Rügen. Mit völligem Unverständnis reagiert die Regionalgruppe Vorpommern-Rügen auf den geforderten Rückzug des öffentlichen Nahverkehrs von den beiden Top-Sehenswürdigkeiten. Es ist nicht vermittelbar, warum diese beiden touristischen Hotspots künftig nur noch von den Wegebahnen im Gelegenheitsverkehr bedient werden sollen und Besucher dadurch deutlich höhere Fahrpreise im Vergleich zum öffentlichen Nahverkehr (VVR) zu entrichten hätten.

Der VCD Nordost sieht darüber hinaus schwerbehinderte Menschen, die im ÖPNV kostenlos befördert werden, in den Wegebahnen benachteiligt, da diese Regelung nur für den ÖPNV gilt, und die geforderte Barrierefreiheit nur im VVR-Busverkehr umzusetzen ist. Eine Exklusivität bei der Anbindung von touristischen Hotspots auf Rügen durch Wegebahnbetreiber ist weder aus verkehrlicher, noch aus sozialpolitischer Sicht zu rechtfertigen; dementsprechend sollte die bislang zu beobachtende Benachteiligung des ÖPNV bei der Genehmigung von Haltestellenstandorten durch einzelne Gemeinden auf Rügen beendet werden. An der Endhaltestelle Kap Arkona darf die VVR-Linie 14 lediglich an einer provisorischen Haltestelle, an einer Steigung gelegen, halten, während die dortige Wegebahn die Haltestellenanlage exklusiv zum Ein- und Aussteigen benutzen darf.

Die Regionalgruppe Vorpommern-Rügen fordert deshalb die Landkreisverwaltung auf, sich in den Gemeinden Putgarten, Binz, Sellin, Baabe und Göhren für attraktive Haltestellenstandorte für den öffentlichen Nahverkehr einzusetzen und die bisherige Bevorzugung der Wegebahnbetreiber zu beenden. Nur mit einem fairen Nebeneinander und der dabei durch das Personenbeförderungsgesetz klar zugewiesenen Aufgabenverteilung zwischen dem Linienverkehr der VVR und dem Gelegenheitsverkehr der Wegebahnbetreiber kann eine nachhaltige und sozialverträgliche Tourismusmobilität erreicht werden, so Ingo Garbsch, Sprecher der Regionalgruppe Vorpommern-Rügen des VCD Nordost.

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news-9216 Tue, 17 Aug 2021 12:15:23 +0200 B96-Ausbau: Protest-Wanderung gegen die Ausbaupläne am 21.08. https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/b96-ausbau-protest-wanderung-gegen-die-ausbauplaene-am-2108/ Wir protestieren mit einer Wanderung gegen die Ausbaupläne und fordern stattdessen einen maßvollen Ausbau zwischen Neustrelitz und Neubrandenburg.
Drei Minuten weniger Fahrtzeit sind nichts gegen die Einschränkungen für die Anliegergemeinden.
Wir brauchen eine Verkehrswende und nicht noch mehr Autos auf der B96!
Zwischen Neustrelitz und Neubrandenburg lieber durchgängig ein zweites Gleis als eine dritte Spur!

Wer mit dem Fahrrad kommt, kann von Usadel aus auf dem Fußweg auf der linken Seite der B96 bis zum Treffpunkt gelangen.

Bitte einen Mund-Nasen-Schutz mitbringen.

Mehr zur Veranstaltung als PDF...

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news-9207 Thu, 12 Aug 2021 11:41:00 +0200 Vier-Routen-Fahrraddemo https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/vier-routen-fahrraddemo/ Mehr zur Demo: 
https://adfc-berlin.de/vier-routen-demo.html
 

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news-9128 Thu, 05 Aug 2021 11:21:00 +0200 Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern: Fortsetzung der Bahnpolitischen Gespräche https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/wahlen-in-mecklenburg-vorpommern-fortsetzung-der-bahnpolitischen-gespraeche/  

Überblick zu den Gesprächsterminen 2021:

  • 21. Juli – Bündnis'90/Grüne
  • 04. August – CDU
  • 18. August – Linke
  • 01. September – FDP
  • Ein weiterer Termin mit Vertreter*innen der SPD

In der rd. 90-minütigen Diskussionsveranstaltung des VCD Nordost steht dabei die Umsetzung einer Verkehrswende und eine deutlich stärkere Nutzung von Bahnen und Bussen in Mecklenburg-Vorpommern (MV) im Vordergrund. Bislang dominiert der PKW-Verkehr im Flächenland an der Ostsee und in vielen Teilen existiert nur ein funktionierender und gut nachgefragter Schülerverkehr. Die auf Bundesebene geführte Klimaschutzdebatte und die vom PKW- und LKW-Verkehr ausgehenden Schadstoff- und Lärmemissionen sowie hohe Unfallzahlen wurden von der Landespolitik in MV bislang nicht aufgegriffen. Der Schienenpersonennahverkehr (SPNV) und der übrige öffentliche Nahverkehr führen bislang vielfach nur ein Nischendasein bei der Wohnbevölkerung. Während andere Bundesländer bereits umgesteuert haben, ist diese Bereitschaft bei der aktuellen Landesregierung in MV momentan nicht zu erkennen. Lediglich rd. 75.000 Fahrgäste sind in Zügen des SPNV in MV werktags unterwegs, davon ein nicht geringer Anteil von Touristen.

Da bislang in der Landespolitik eine Strategie für eine Verkehrswende nicht erkennbar ist und konkrete Ziele für eine Verdoppelung der Fahrgastzahlen in Bahnen und Bussen fehlen, hat die VCD Nordost in Zusammenarbeit mit Pro Bahn MV diese Diskussion angestoßen.

Wer Interesse hat, an den bahnpolitischen Gesprächen per Videokonferenz teilzunehmen, meldet sich bitte unter info@vcd-nordost.de an und erhält den Einwahllink zugesandt.

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news-9102 Thu, 22 Jul 2021 14:18:00 +0200 Bahnfahren – Urlaub von Anfang an! https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/bahnfahren-urlaub-von-anfang-an/  

Erst als die Minutenangaben durch „Fahrt fällt aus“ ersetzt wurde, packte mich leichte Panik: Mein Ziel war Titisee im Hochschwarzwald, dort wollte ich meine Radtour beginnen, ich war also mit meinem Fahrrad unterwegs und hatte – natürlich – einen Platz für’s Rad mitgebucht.
Nun weiß man ja seit langem, dass die Bahn nicht sonderlich daran interessiert ist, Fahrräder zu transportieren, schon gar nicht im ICE. Erst in der letzten Serie mit der Nummer 4 der Vorzeigeflotte ICE sind pro Zug 8 Stellplätze vorhanden. In den Serien davor? Fehlanzeige bis auf den eher selten anzutreffenden ICE-T!


Was tun? Die freundliche Hilfe eines Mitarbeiters der Bahn im Hauptbahnhof verschaffte mir immerhin einen Platz fast zwei(!) Stunden später in einem anderen Zug. Den durfte ich nur unter der Bedingung besteigen, dass in Südkreuz die noch freien Fahrradplätze nicht in Anspruch genommen würden. Diese Hoffnung platzte, ich strandete im Bahnhof Südkreuz. Hier gab es niemanden mehr, der sich meiner Notlage annehmen konnte.


Als ich Wochen vorher meine Reise plante und Zugverbindungen mit Fahrradmitnahme suchte, erkannte ich bald, dass dies zur Sommerzeit nicht einfach werden würde. Ich bestimmte also meinen Radtour-Start nach freien Plätzen für Fahrräder in den Zügen der DB. Deshalb auch der Reisestart so früh an einem Sonntagmorgen.


Im Wissen um eigentlich keine vorhandenen Kapazitäten zur Fahrradmitnahme versuchte ich meine Möglichkeiten zur Lösung meiner Notlage zusammenzufassen: Neues Ticket buchen? Am Automaten leider nicht möglich. Reisezentrum der DB? Macht sonntags leider, leider erst um 10:00 Uhr auf. Ich fuhr frustriert nach Hause, was wegen der Nähe meines Wohnortes zum Bahnhof Südkreuz kein Problem war. Ich war ja mit dem Fahrrad unterwegs…


Für den Sonntag und auch den folgenden Montag gab es keine(!) freien Fahrradplätze, wie ich auf der Seite der DB feststellen musste.
Das bedeutete, entweder den Urlaub in den Wind schreiben oder aber in ca. 14-stündiger Odyssee im NV den Bahnhof Titisee erreichen. Beides keine schöne Aussichten. Ich entschied mich für die beim Bahnfahren eher ungewöhnliche Methode des „Trampens“. Das bedeutete, ich bettelte bei jedem Zug um Mitnahme in der Hoffnung, dass entweder ein gebuchter Fahrradplatz nicht in Anspruch genommen wurde, eine Teilstrecke nicht vollständig ausgebucht oder ein nachsichtiger Zugchef Erbarmen mit mir hat.

Nach gut einer Stunde hatte ich Erfolg und durfte bis Wittenberg mitfahren. Leider warteten dort tatsächlich die Radreisenden, deren Plätze bis Wittenberg nicht vergeben waren. Ich saß also in der Falle, in Wittenberg rauscht so mancher ICE einfach durch, wie ich nun weiß...
Meine Hoffnung auf den eine Stunde später folgenden Zug, inzwischen war es schon 12 oder sogar 13Uhr, so genau weiß ich das gar nicht mehr, erfüllte sich: Ich durfte bis Erfurt mitfahren! Wartezeit auf den nächsten Zug: ebenfalls eine Stunde! Dieser allerdings, welch ein Glück, nahm mich bis Mannheim mit, ein irrer Erfolg, von dort konnte eigentlich nichts mehr schiefgehen, selbst der Nahverkehr schien ab dort wieder eine realistische Option.
Und das Wunder wurde wahr: Der ICE 77 hatte in Mannheim einen nicht besetzten Stellplatz frei! Der Rest war dann wirklich kein Problem mehr. Den RE nach Titisee erreichte ich in Freiburg im Laufschritt, ich war dann knapp vor 19:00 Uhr am Ziel!


Wäre der Zug am Morgen nicht mal eben so ausgefallen, hätte ich mein Ziel schon um 13:55 erreicht. Was sind schon fünf Stunden Verspätung angesichts der Tatsache, dass ich noch am selben Tag ankam?

Fazit? Die DB sieht offensichtlich keinerlei Ersatz für Fälle wie meinen vor: selbst ist der Mann, selbst ist die Frau, nur so geht’s bisher. Unterstützung? Nur wenn zufällig ein hilfsbereiter Mensch anwesend ist. Dieser fehlende Service ist die andere Seite einer scheinbar widerwilligen Bereitschaft der Bahn, für mehr Fahrradstellplätze auch in den Fernzügen zu sorgen.
...und ich dachte, der Daseinszweck der Bahn sei es, uns, die Reisenden, zuverlässig und komfortabel von A nach B zu bringen – offensichtlich ein Irrtum…

Bericht von Harald Wenzel (Sprecher AG Rad & Fuß)

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news-9046 Tue, 13 Jul 2021 11:50:00 +0200 Funmove-Radtour "Radtour durch den Elbe-Havel-Winkel" https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/funmove-radtour-radtour-durch-den-elbe-havel-winkel-1/  

Zunächst treffen wir uns am Sonntag, dem 18. Juli 2021 um 9.30 Uhr auf dem Berliner Hauptbahnhof an der DB-Information Washingtonplatz. Mit dem Regionalexpress 4 um 9.58 Uhr beginnen wir unsere Reise. Die Havel überqueren wir gleich zweimal mit dem Zug: in Berlin-Spandau und in Rathenow. In Großwudicke steigen wir dann auf die Fahrräder. Einen Teil der Radtour durch den Elbe-Havel-Winkel fahren wir im Bundesland Sachsen-Anhalt. Unterwegs gibt es auch Einkehrmöglichkeiten. Unterwegs gibt es in den Dörfern so einiges zu bestaunen. Vom Milower Berg gibt es eine gute Aussicht. Im Ortsteil Bahnitz erreichen wir die Havel. Dort gibt es die Gelegenheit zum Baden oder zu einer Visite auf dem Gelände des Kunstvereins mit zeitgenössischer Kunst.

In der Stadt Havelseen nutzen wir die Fähre zwischen den Ortsteilen Kützkow und Pritzerbe zur Überfahrt auf der Havel. Dann fahren wir straßenbegleitend an der B 102 zur Stadt Brandenburg an der Havel, der Wiege der Mark Brandenburg. Wir kommen auch am Dom  St. Peter und Paul (https://www.dom-brandenburg.de/der-dom/) vorbei. Wenn wir den dortigen Hauptbahnhof erreichen, haben wir etwa 63 km auf dem Fahrrad absolviert. Man kann aber auch bereits in Pritzerbe nach etwa 46 km in den Zug einsteigen und über Brandenburg zurück nach Berlin fahren. Vom Hauptbahnhof in Brandenburg fährt zweimal in der Stunde der Regionalexpress 1 zurück nach Berlin.

Meist bewegen wir uns auf Landstraßen und Radwegen. Auf einem kurzen Teilstück durch den Wald geht es etwas rustikal zu. Größere Steigungen sind nicht zu bewältigen.

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news-9018 Mon, 12 Jul 2021 17:19:00 +0200 Am Sonntag 11.07.2021 um 16 Uhr fand die Mahnwache für eine getötete Fußgängerin statt https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/am-sonntag-11072021-um-16-uhr-fand-die-mahnwache-fuer-eine-getoetete-fussgaengerin-statt/  

Wir trafen uns dazu vor dem Berliner Einkaufszentrum “Allende-Center” in der Pablo-Neruda-Straße 2-4, um der von einem rückwärtsfahrenden Lkw überrollten 81-jährigen Fußgängerin zu gedenken.
https://www.berlin.de/polizei/polizeimeldungen/2021/pressemitteilung.1101807.php

Wir fordern energische Schritte zur Verwirklichung der #VisionZero: keine Toten und Verletzten im Straßenverkehr! Der öffentliche Raum muss von der autogerechten zur menschengerechten Stadt umgebaut werden, damit wir uns alle sicher, unbedrängt und ohne Gefahr für Leib und Leben in unserer Stadt frei bewegen können.

Zum mahnenden Gedenken an die Getötete stellten die Organisatoren eine weiße Figur am Ort des Unfalls auf (siehe Foto unten). Die Mahnwache war als Demonstration bei der Versammlungsbehörde angemeldet.

Weitere Informationen zum Unfall und Hintergründe zur Mahnwache finden sich auch im folgenden Bericht der Berliner Zeitung: “Gedenken in Köpenick an Fußgängerin: Mahnwache für getötete Seniorin – sie wurde zweimal von einem Lkw überrollt”.

Der Fuss e.V. sendet dazu auch einen tweet.

Weiterführende Links: 
Verkehrstote 2020: nordost.vcd.org/ziele/verkehrssicherheit/verkehrstote2020/
Verkehrstote 2021: nordost.vcd.org/ziele/verkehrssicherheit/verkehrstote2021/

Zur Pressemitteilung...

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news-8910 Fri, 09 Jul 2021 15:45:00 +0200 Funmove-Radtour https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/funmove-radtour-3/
Wir treffen uns um 9.45 Uhr an der DB Information Washingtonplatz des Berliner Hauptbahnhofs und damit später als in den Vorjahren, um etwas ausgeschlafener auf Entdeckungstour zu fahren. Der Regionalexpress RE 1 um 10.11 Uhr bringt uns nach Kirchmöser.

Kirchmöser ist ein Ortsteil von Brandenburg (Havel) und geht auf eine Werkssiedlung für eine Munitionsfabrik zum Ersten Weltkrieg zurück.
https://www.stadt-brandenburg.de/wohnen/stadtteile/kirchmoeser

Als "Bonusmaterial" können wir eine Runde durch die Gartenstadt unternehmen. Südlich von Kirchmöser befand sich die Station 8 der Telegrafenlinie Berlin - Koblenz. An der Stelle der Station gibt es heute einen Aussichtsturm, von dem man einen schönen Ausblick auf die Seenlandschaft hat. Weiter geht es durch Wälder, Felder und Dörfer zur Station 9 beim Ortsteil Zitz der Gemeinde Rosenau. Dort gibt es eine Schautafel zur Geschichte der optischen Telegrafie. Kurz hinter der Station erreichen wir das Bundesland Sachsen-Anhalt. Dort verlassen wir den Telegraphenradweg und streben dem Bahnhof Genthin entgegen. Dieser wird nach etwa 33 Kilometern erreicht. Dort hält der Regionalexpress 1 stündlich zur Rückfahrt nach Berlin. Es gibt aber auch die Möglichkeit,. nach einer Visite in der Industriestadt auf dem Elbe-Havel-Radweg über die "Tarifgrenze" zurück ins Land Brandenburg nach Wusterwitz zu Fahren. Beim Radweg handelt es sich um den Betriebsweg des Elbe-Havel-Kanals und bietet die Gelegenheit für eine Wettfahrt mit Sportbooten auf dem Kanal. An der Schleuse Wusterwitz verlassen wir nach etwa 55 km den Kanal und steuern den Bahnhof zur Heimfahrt an.

Über den Umfang der Radtour kann nach Tagesform und Wetter entschieden werden.

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news-8918 Fri, 09 Jul 2021 14:08:00 +0200 Mit dem Bundesmobilitätsgesetz zur Vision Zero https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/mit-dem-bundesmobilitaetsgesetz-zur-vision-zero/ Berlin, 17. Juni 2021. Die Bundesregierung hat kürzlich Maßnahmen für mehr Verkehrssicherheit auf den Weg gebracht. Dabei hat sie das Ziel bekräftigt, die Zahl der Verkehrstoten bis 2030 um 40 Prozent zu verringern und die Zahl der Schwerverletzten signifikant zu senken. Aus Sicht des VCD ein wichtiger und sinnvoller Schritt. Ein Bundesmobilitätsgesetz aber würde die Vision Zero endlich rechtlich verankern und die Strategien für mehr Sicherheit auf unseren Straßen von Grund auf neu denken.

Kerstin Haarmann, Bundesvorsitzende des VCD: „Verkehrssicherheit muss als Querschnittsaufgabe betrachtet werden, also für alle Verkehrsmittel und Verkehrsträger gleichermaßen. Kein Mensch soll mehr im Verkehr sein Leben verlieren – das muss zum Leitziel der Verkehrsplanung werden.“

Das Bundesmobilitätsgesetz verpflichtet die politischen Akteure und Akteurinnen auf allen staatlichen Ebenen dazu, langfristige Ziele und Strategien für den Umbau des Verkehrssektors zu entwickeln und umzusetzen. Mit dem neuen gesetzlichen Rahmen werden der Mensch und seine Mobilitätsbedürfnisse in den Vordergrund gestellt und die Mobilitätswende langfristig gesichert.

Als schnell umsetzbare Maßnahme für mehr Sicherheit im Verkehr setzt sich der VCD für Tempo 30/80/120 ein. Der diesjährige Tag der Verkehrssicherheit legt den Schwerpunkt auf Landstraßen. Dort passieren nur rund ein Viertel aller Unfälle, es sterben aber mit rund 60 Prozent die meisten Menschen im Straßenverkehr.

Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher des VCD: „Alle 5,5 Stunden starb im vergangenen Jahr ein Mensch bei einem Verkehrsunfall auf einer Landstraße. Ein Tempolimit wäre eine Maßnahme, die man schnell umsetzen kann, die den Staat wenig Geld kostet und die viele Menschenleben retten kann. Wir brauchen beides: Wir müssen wirksame Sofortmaßnahmen umsetzen und gleichzeitig eine von Grund auf umgestaltete Verkehrspolitik und -planung in Angriff nehmen.“

Für die Einführung von Tempo 80 auf Landstraßen hat der VCD Wolfenbüttel eine Petition gestartet, die über den niedersächsischen Landtag als Bundesratsinitiative eingebracht werden soll.

 

Mehr Informationen über das Bundesmobilitätsgesetz:
https://www.vcd.org/bundesmobilitaetsgesetz/

Zur Petition des VCD für Tempo 80 auf Landstraßen:

https://www.navo.niedersachsen.de/navo2/portal/nipetition/0/publiczurmitzeichnung

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news-9034 Fri, 09 Jul 2021 13:49:05 +0200 Pressemitteilung: Aufruf zur Mahnwache für eine getötete Fußgängerin https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/pressemitteilung-aufruf-zur-mahnwache-fuer-eine-getoetete-fussgaengerin/ Erneut wurde eine Fußgängerin durch Unachtsamkeit bei der Bedienung eines Kraftfahrzeugs getötet.

Die 81jährige Dame wurde bereits am 30. Juni von einem rückwärtsfahrenden LKW auf der Zufahrt zu einem Einkaufscenter überrollt. Sie ist die siebte Zufußgehende, die in diesem Jahr im Berliner Verkehr getötet wurde.

Nach 40 Verkehrstoten im Jahr 2019 war die Zahl der im Berliner Straßenverkehr getöteten Menschen im Jahr 2020 auf 50 Verkehrstote erheblich angestiegen, darunter 19 Zufußgehende.

„Wir müssen endlich wegkommen von einem vorrangig auf Kfz ausgerichteten Verkehrssystem, das regelmäßig Menschen tötet. Die Opfer waren meist zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs. Und in aller Regel sind es Autos, LKW und PKW, die töten“ erklärt Heiner von Marschall, Landesvorsitzender des VCD Nordost.

Wir fordern energische Schritte zur Verwirklichung der #VisionZero: keine Toten und Verletzten im Straßenverkehr! Der öffentliche Raum muss zügig von der autogerechten zur menschengerechten Stadt umgebaut werden, damit wir alle uns sicher, unbedrängt und ohne Gefahr für Leib und Leben in unserer Stadt frei bewegen können.

Zum mahnenden Gedenken an die Getötete stellen die Organisatoren eine weiße Figur am Ort des Unfalls auf. Die Mahnwache ist als Demonstration bei der Versammlungsbehörde angemeldet.

Ansprechpartner beim VCD Nordost:
Heiner von Marschall, heiner.v.marschall@vcd-nordost.de, 0174 465 6523

Ansprechpartner beim FUSS e. V.:
Roland Stimpel, roland.stimpel@fuss-ev.de, 0163 1833 508

Ansprechpartnerin bei Changing Cities e. V.:
Ragnhild Sørensen, ragnhild.soerensen@changing-cities.org, 0171 535 77 34

Weiterführende Links:

Polizeimeldung: https://www.berlin.de/polizei/polizeimeldungen/2021/pressemitteilung.1101807.php

Verkehrstote 2020: https://nordost.vcd.org/ziele/verkehrssicherheit/verkehrstote2020/

Verkehrstote 2021: https://nordost.vcd.org/ziele/verkehrssicherheit/verkehrstote2021/

 

Der VCD (Verkehrsclub Deutschland) setzt sich ein für Mobilität für Menschen, ein positives Miteinander aller Verkehrsarten und eine ökologische Verkehrswende. Schwerpunkte sind dabei die Förderung des Umweltverbundes (ÖPNV, Fahrrad und Fußverkehr) und mehr Verkehrssicherheit gerade auch für die schwächeren Verkehrsteilnehmer: Kinder, Ältere und Menschen mit Mobilitätseinschränkungen.

Der VCD Nordost ist der Landesverband für Berlin und Mecklenburg-Vorpommern.

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news-9032 Fri, 09 Jul 2021 13:00:00 +0200 Drei neue Vorstandsmitglieder im VCD Nordost https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/drei-neue-vorstandsmitglieder-im-vcd-nordost/ Dass Claudia Lorenz und Eberhard Stückradt nicht mehr antraten, ist dabei der traurige Aspekt, und bei dieser Gelegenheit danken wir den beiden für das geleistete Ehrenamt!

Die neuen Vorstandsmitglieder erfüllen die Funktion von Stellvertreter*innen des Vorsitzenden (Tobias Köthke und Dr. Urmila Goel) und der Schatzmeisterin (Kathrin Lang). Junge und weibliche Perspektiven sind mit ihnen nun wesentlich stärker vertreten, und die Diversität der Verkehrswende besser abgebildet.

Alle aktuellen Amtsträger*innen stellen sich vor unter https://nordost.vcd.org/der-vcd-im-nordosten/vorstand

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news-9033 Fri, 09 Jul 2021 12:24:00 +0200 Geschäftsstelle offen für Publikumsverkehr und Treffen https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/geschaeftsstelle-offen-fuer-publikumsverkehr-und-treffen/ Wenn auch weiterhin nur mit Maske, so stehen unsere Türen wieder offen für Mitglieder und Interessierte. Zu unseren Öffnungszeiten am Dienstagvormittag und Donnerstagnachmittag ist geplant, dass auch über den Sommer hinweg immer jemand aus dem Team anwesend ist. Der Zugang funktioniert über das Reisebüro Kopfbahnhof zu dessen Öffnungszeiten (www.kopfbahnhof.info, ggf. muss man den Schlangestehenden mitteilen, dass man nur zum VCD will). Wenn die Tür verschlossen ist, ruft man am besten schnell auf dem Telefon an (030 446 36 64).

Die Geschäftsstelle bietet Raum für allerlei Aktivitäten, z.B. für Bündnistreffen, zum Plakatemalen vor einer Demo, oder für Zusammenkünfte unter den Aktiven, auch jenseits der bestehenden Arbeitsgruppen.

Mehr zur Geschäftsstelle...

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news-9035 Fri, 09 Jul 2021 11:58:00 +0200 Kopfbahnhof-Reisebüro durch Online-Buchungen unterstützen https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/kopfbahnhof-reisebuero-durch-online-buchungen-unterstuetzen/  

So langsam öffnen auch die Reisebüros wieder ihre Türen und die Nachfrage an Reisen nimmt wieder zu. Das merken wir auch hier in der Geschäftsstelle, diese doch an das Reisebüro, und Kooperationspartner des VCD, Kopfbahnhof e. V. angrenzt. Viele möchten endlich wieder mit dem Zug nach Frankreich, Dänemark und Co fahren, aber auch Reisen innerhalb Deutschlands sind wieder beliebt. Trotz der steigenden Nachfragen und Buchungen hat auch das Reisebüro Kopfbahnhof einige Einbußen durch Corona hinnehmen müssen. Mit seinen wenigen Angestellten ist er natürlich auch ganz anders aufgestellt, als andere große Anbieter. Wer also dieses nachhaltige Reisebüro unterstützen will, kann das tun - es kostet euch nichts. Mit deiner nächsten Reisebuchung bei der Deutsche Bahn, dem Flixbus oder dem Flixtrain (der Kopfbahnhof verzichtet ganz bewusst auf das Anbieten von Flugreisen) könnt Ihr den Kopfbahnhof indirekt unterstützen. Man muss dazu lediglich auf kopfbahnhof.info gehen und dort auf den gewünschten Anbieter (DB, Flixbus etc) klicken. Ihr werdet dann wie gewohnt auf die Webpräsenz des jeweiligen Anbieters weitergeleitet (Unterschiede bestehen nur in der Adresszeile). Durch den Klick und die anschließende Buchung bekommt der Kopfbahnhof dann eine kleine Vermittlungsprämie. An den Angeboten und Preisen ändert sich dadurch überhaupt nichts. Möchtet ihr bequem direkt beim Kopfbahnhof kaufen, könnt ihr das natürlich auch machen. Zwar fällt dabei eine Servicegebühr an, oftmals finden die Expert*innen dafür aber sogar günstigere Verbindungen. Für komplizierte Reisen meldet Euch am besten per E-Mail beim Kopfbahnhof. Ihr könnt natürlich auch vorbeikommen und bei dieser Gelegenheit auch uns einmal “Hallo” sagen und Info- und Aktionsmaterial (z.B. Mobilitätsatlas, Gelbe “Falschparker”-Karten) mitnehmen.

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