VCD Nordost Nachrichten http://nordost.vcd.org de_DE VCD Nordost Wed, 19 Jan 2022 19:42:59 +0100 Wed, 19 Jan 2022 19:42:59 +0100 TYPO3 EXT:news news-9935 Wed, 19 Jan 2022 09:52:13 +0100 VCD appelliert an neue Regierung: Kurswechsel in der Verkehrspolitik jetzt einleiten! https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/vcd-appelliert-an-neue-regierung-kurswechsel-in-der-verkehrspolitik-jetzt-einleiten/  

Berlin, 13. Januar 2022. Parlament und Bundesregierung sind in dieser Wahlperiode gleichermaßen gefordert, den notwendigen Kurswechsel in der Verkehrspolitik endlich einzuleiten. Denn die massiven Auswirkungen des heutigen Verkehrssystems auf unser Klima haben nicht nur für kommende Generationen fatale Folgen. Immer noch verunglücken viel zu viele Menschen auf den Straßen, sind die Belastungen durch Lärm und Schadstoffe hoch, ist vielerorts das Angebot bei Bus und Bahn sowie der Zustand des Fuß- und Radwegenetzes mangelhaft.

Die Ursache für diese Fehlentwicklungen ist in erheblichem Maße in der zergliederten und ungenügend strukturierten Bundesverkehrspolitik zu suchen, der es bisher an übergeordneten, nachhaltigen Zielen fehlte. Zwar hat die Ampel-Koalition in ihrem Koalitionsvertrag für eine Verkehrspolitik, die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Fortschritt wagt, sinnvolle Ziele formuliert. An einem effizienten Instrumentarium zur Erreichung dieser Ziele fehlt es bislang aber. Damit dies nicht so bleibt, setzt sich der VCD für ein Bundesmobilitätsgesetz ein. „Das Bundesmobilitätsgesetz schafft einen dringend erforderlichen Rahmen für die überfällige Investitionsoffensive in umwelt- und sozialverträgliche Mobilität sowie für die integrierte Planung und Finanzierung der Bundesverkehrswege“, erklärt die VCD Bundesvorsitzende Kerstin Haarmann.

Großer Handlungsbedarf im Klimaschutz und im Sozialen

Die neue Bundesregierung will in der deutschen CO2-Bilanz die Klimaschutzlücke schließen. Dafür müssen entsprechend auch die Emissionen im Verkehrssektor deutlich und schnell zurückgehen. Sonst werden die Vorgaben des Klimaschutzgesetzes für 2030 und das Ziel der Klimaneutralität bis 2045 nicht erreicht. Mit der durch die E-Auto-Förderung angestoßenen Antriebswende allein ist es allerdings nicht getan. Busse und Bahnen sowie der Rad- und Fußverkehr sollen künftig das Grundgerüst unserer Mobilität bilden - in der Stadt und auf dem Land. Dies sichert nachhaltige Mobilität für alle und ermöglicht Teilhabe auch für Menschen mit geringem Einkommen, für Kinder und Ältere aber auch für Mobilitätseingeschränkte. Von einer nachhaltigen Verkehrswende profitieren alle. „In zahlreichen Projekten vor Ort haben wir gezeigt, wie nachhaltige Mobilität funktioniert. Damit dies überall im Land die Regel wird, muss die Bundesgesetzgebung angepasst werden. Daran wollen wir mit Parlament und Regierung arbeiten“, betont die VCD Bundesvorsitzende.

Pressekontakt:
Alexander Knebel, Anne Fröhlich, Magdalena Reiner • VCD Pressestelle • 030/280351-12 • presse@vcd.org www.vcd.org • Twitter: @VCDeV • Instagram: @vcd_ev • Facebook: @vcdbundesverband

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander aller Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-9821 Tue, 21 Dec 2021 10:54:45 +0100 VCD Nordost vermisst echte Mobilitätswende im Koalitionsvertrag für Berlin https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/vcd-nordost-vermisst-echte-mobilitaetswende-im-koalitionsvertrag-fuer-berlin/ Gleich im ersten Absatz bekennt sich die Koalition zu einer gerechten Verteilung der Flächen des öffentlichen Raumes und zum Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV). Allerdings taucht die Flächengerechtigkeit dann nicht wieder auf, während dem ÖPNV gleich die vier folgenden Seiten gewidmet sind.

Schwerpunkt ÖPNV

Der VCD Nordost begrüßt hier, dass der Umlandverkehr gleich an erster Stelle genannt wird und innerhalb des „Projekt i2030“ die Einzelprojekte priorisiert werden sollen – entsprechend den Forderungen des „Bündnis Schiene Berlin-Brandenburg“, dem auch der VCD Nordost angehört.

Zum Ausbau des Tramnetzes werden die einzelnen Strecken genannt. Wie eine Beschleunigung erreicht werden soll, ist allerdings nicht zu erkennen. Von vier Strecken, die bereits vergangene Legislatur in Betrieb gehen sollten, ist bekanntlich nur Adlershof fertig geworden. Von den drei verbleibenden sollen auch in dieser Legislatur nur zwei fertiggestellt werden: die Anbindung Ostkreuz und Hauptbahnhof-Turmstraße. Für den Aus- und Neubau Mahlsdorf soll nur die Planfeststellung eingeleitet werden, wie auch für sechs weitere Strecken. Für drei weitere Strecken sollen Planungen fortgeführt und für sechs weitere Strecken Planungen begonnen werden.

Der VCD Nordost fordert: Die Planungen müssen deutlich fokussiert werden, um schneller in die Umsetzung zu kommen. Strecken wie Turmstraße – Jungfernheide – TXL – Spandau sollten als Ganzes geplant werden, um die einzelnen Abschnitte auch möglichst zeitgleich bauen zu können.

Dass der Vorrang der Tram bei Neubauten gegenüber allen anderen Verkehrsarten konsequent umgesetzt werden soll, war überfällig und ist für die Mobilitätswende unabdingbar. Das kann und sollte auch heißen, dass bei engen Platzverhältnissen Fahrradrouten über parallele Straßen geführt werden. Für attraktive Reisezeiten und damit die Tram nicht im Stau stecken bleibt kann es nicht sein, dass weiterhin Autos auf Tramgleisen fahren oder aufgrund Ampelschaltungen eine neue Tram langsamer ist als vorher der Bus. 

Wie genau die Planungsprozesse „organisatorisch konzentriert“ werden sollen bleibt vage, eine eigene Projektgesellschaft soll nur „gegebenenfalls“ entstehen.

Was völlig fehlt sind messbare Ziele zur Erhöhung der Fahrgastzahlen und zur Veränderung des Modal Split zugunsten des Umweltverbundes.

Dritte Finanzierungssäule für den ÖPNV: VCD Nordost fordert Umlagefinanzierung

Die genannten Elemente für eine „dritte Finanzierungssäule“ können allenfalls als Einstieg betrachtet werden: Die Erhöhung der Parkgebühren bleibt weit hinter anderen deutschen Städten zurück und das verpflichtende Gästeticket muss erst noch entwickelt werden.

Der VCD Nordost fordert weiterhin eine Umlagefinanzierung durch alle Berliner*innen ab 18 Jahren, um die Kosten für die einzelnen Nutzer*innen deutlich zu verringern, die Einnahmen deutlich zu erhöhen und so nachhaltig und krisenresilient eine finanzielle Planungssicherheit herzustellen.

Dazu gehen wir von einer Umlage von monatlich ca. 40 bis 50 Euro aus, wobei soziale Staffelungen bei einer Erhebung z.B. durch die Finanzämter wesentlich zielgenauer gestaltet werden können als bei den herkömmlichen Vertriebswegen.

Fahrrad- und Fußverkehr

Gegenüber dem ÖPNV ist der Fahrradteil erstaunlich kurz. Dennoch ist es ein ehrgeiziges Ziel, dass neben sicherer Fahrradinfrastruktur an allen Hauptstraßen auch das Vorrangnetz bis 2026 realisiert sein soll. Dies umso mehr, wenn selbst die Maßnahmenpläne erst noch erstellt werden müssen. Das gilt übrigens auch für die Bezirke, da ein nicht unerheblicher Teil des Vorrangnetzes auf Nebenstraßen und Sonderwegen verläuft. Wie dies durchgesetzt werden soll, bleibt unklar.

Für den Fußverkehr wird, neben mehr Aufenthaltsflächen und Sitzgelegenheiten, ein Bündel möglicher Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung genannt. Es ist offensichtlich, dass eine strategische Fußverkehrsplanung noch aussteht.

Was völlig fehlt sind Maßnahmen für eine verbesserte Verknüpfung der Verkehrsarten des Umweltverbundes. Insbesondere der schienengebundene Personennahverkehr ist das Rückgrat der Mobilitätswende. Daher muss auch die Zubringerfunktion zu Fuß und mit dem Fahrrad gestärkt werden. Dazu gehört die Zugänglichkeit der Stationen von allen Seiten sowie mehr sichere Abstellmöglichkeiten für Fahrräder an zentralen Stationen wie dem Hauptbahnhof. Hier ist zwar schon einiges auf dem Weg, der Koalitionsvertrag sagt dazu aber gar nichts.

Was völlig fehlt: die Mobilitätswende

Das Fehlen einer Zukunftsvision wird im Mobilitätsteil des Koalitionsvertrages jedoch vor allem daran deutlich, was erst gar nicht drinsteht: Der Begriff „Mobilitätswende“ kommt hier überhaupt nicht vor und wird im gesamten Vertrag nur einmal erwähnt – im Kapitel „Ökologie“. Dass eine Mobilitätswende hin zum Umweltverbund gleichzeitig auch weg vom privaten Auto heißen muss, durfte offensichtlich nicht gesagt werden. Dass die sogenannte „Flüssigkeit des Verkehrs“ ausgerechnet im Zusammenhang mit der „Vision Zero“ genannt wird, ist hier besonders bezeichnend und widersprüchlich.

Das wirksamste Mittel für eine Mobilitätswende und für die menschengerechte Rückgewinnung öffentlichen Raumes  kommt gar nicht vor: eine strategische Parkraumpolitik. Selbst bei der Parkraumbewirtschaftung fehlt ein Erfolgsmaßstab: So soll diese zwar ausgeweitet werden, aber nur innerhalb des S-Bahn-Ringes. Und während dies im letzten Koalitionsvertrag noch flächendeckend erfolgen sollte, wurde dieses Ziel nun einfach gestrichen. Ein klarer Rückschritt.

Während Bezirke wie Mitte auch mit SPD-Beteiligung vorangehen, die Zahl der Parkplätze im öffentlichen Straßenraum deutlich zu reduzieren, konnten sich die Koalitionsparteien hier nicht einmal in allgemeiner Form auf dieses Ziel einigen. Auf welchen Flächen sollen denn dann neue Tramlinien, sichere Radwege und mehr Platz für Fußverkehr entstehen? Das Bekenntnis zu Flächengerechtigkeit steht im ersten Absatz, wird dann aber nirgends durchdekliniert.

Ein kleiner Ansatz ist immerhin die Ausweitung von Liefer- und Ladezonen an Hauptstraßen: Dies wird nur auf vorherigen Parkplätzen erfolgen können. Und auch für neue Tramlinien und eine sichere Fahrradinfrastruktur werden Parkplätze umgewandelt werden müssen.

Fazit

Schwerpunkt, auf den sich alle einigen konnten, ist offensichtlich der Ausbau des ÖPNV. Hier ist der Koalitionsvertrag detailliert und umfangreich. Allerdings ist nicht erkennbar, wie eine Beschleunigung des Ausbaus der Schiene wirklich erreicht werden soll.

Für den Fahrradverkehr das Vorrangnetz bis 2026 fertigstellen zu wollen ist ehrgeizig. Der Plan muss jedoch erst noch entstehen. Und auch die Bezirke müssen mitziehen. Ob das gelingen kann, wird sich erst noch zeigen müssen.

Für den Fußverkehr wird vor allem auf Verkehrsberuhigung gesetzt. Es fehlt der strategische Plan, wie und wo dem Fußverkehr Vorrang eingeräumt werden soll.

Dass all dies nur möglich sein wird, wenn der Kfz-Verkehr Flächen abgibt, wird verschwiegen.

„Das Eingangsversprechen zur gerechten Verteilung der Flächen des öffentlichen Raumes muss erst noch eingelöst werden. Denn nur so ist auch die Vision Zero zu erreichen: Keine Toten und Schwerverletzten mehr im Straßenverkehr!“ resümiert Heiner von Marschall.

 

Pressekontakt VCD Nordost:
Heiner von Marschall, Landesvorsitzender
Email: heiner.v.marschall@vcd-nordost.de  Tel: 0174 465 65 23

www.vcd-nordost.de

Der VCD (Verkehrsclub Deutschland) setzt sich ein für Mobilität für Menschen, ein positives Miteinander aller Verkehrsarten und eine ökologische Verkehrswende. Schwerpunkte sind dabei die Förderung des Umweltverbundes (ÖPNV, Fahrrad und Fußverkehr) und mehr Verkehrssicherheit gerade auch für die schwächeren Verkehrsteilnehmer: Kinder, Ältere und Menschen mit Mobilitätseinschränkungen.

Der VCD Nordost ist der LandLandesverband für Berlin und Mecklenburg-Vorpommern.

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news-9811 Thu, 16 Dec 2021 17:16:08 +0100 Stellenausschreibung der AGFK MV https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/stellenausschreibung-der-agfk-mv/ Für ein Anfang 2022 startendes neues Förderprojekt sucht die AGFK MV Verstärkung. Wir suchen jemanden (m/w/d) mit Moderations-Erfahrung, Organisations- und Projektmanagement-Fähigkeiten, Kommunikations-Talent und einem Verständnis für Themen rund um Radverkehr und Nahmobilität im ländlichen Raum.

Alle Infos in der Stellenausschreibung. Achtung: die Bewerbungsfrist endet bereits am 22. Dezember 2021!

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news-9800 Wed, 15 Dec 2021 13:41:41 +0100 Der Koalitionsvertrag der neuen Ampel-Regierung im Verkehrswende-Check https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/der-koalitionsvertrag-der-neuen-ampel-regierung-im-verkehrswende-check/  

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news-9797 Wed, 15 Dec 2021 12:13:00 +0100 Video zum autofreien Wohnprojekt: Swinemünder Strasse https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/video-zum-autofreien-wohnprojekt-swinemuender-strasse/  

Zum Video von Cities4People auf Youtube (größtenteils englisch mit deutschen Untertiteln)…

 

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news-9778 Thu, 09 Dec 2021 14:37:11 +0100 Verkehrsverbund Warnow schreibt 2 Stellen aus https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/verkehrsverbund-warnow-schreibt-2-stellen-aus/ In diesem Zusammenhang schreibt der Verkehrsverbund Warnow (VVW) zwei Stellen aus:

- Digitalisierungsmanager (Vollzeit) 20211109_mirror_vvw_stellenanzeige_digitalisierung.pdf (verkehrsverbund-warnow.de)

- Projektmanager (Vollzeit) 20211109_mirror_vvw_stellenanzeige_projektmanager.pdf (verkehrsverbund-warnow.de)

Beide Stellen sind vom 1.1.2022 bis 31.12.2024 befristet, jedoch besteht die Option auf eine Weiterbeschäftigung. Bewerbungen bitte an Herrn Wiedmer (s.wiedmer@verkehrsverbund-warnow.de) mit Angabe des frühestmöglichen Eintrittstermins und des Gehaltswunsches (bitte im PDF-Format in einer Datei). Für Fragen steht Herr Stefan Wiedmer unter der Telefonnummer 0381-802-1810 gerne zur Verfügung. Bewerbungsschluss ist bereits der 13.12.2021

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news-9776 Wed, 08 Dec 2021 11:46:43 +0100 VCD veröffentlich Bahntest "Europa per Bahn": So reisen Sie klimafreundlich, komfortabel und kostengünstig https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/vcd-veroeffentlich-bahntest-europa-per-bahn-so-reisen-sie-klimafreundlich-komfortabel-und-kosteng/  

Berlin, 8. Dezember 2021. Entspannt durch Amsterdam radeln, das Colosseum in Rom besichtigen oder zum Sightseeing nach Stockholm – was pandemiebedingt gerade nur eingeschränkt möglich ist, liegt oft nur eine Bahnfahrt entfernt. Und eins ist klar: Der nächste Urlaub kommt bestimmt. Reiselustige, die ihre Europa-Reise schon mal planen wollen, sind mit dem Bahntest des ökologischen Verkehrsclub VCD gut ausgestattet. Passend zum europäischen Jahr der Schiene liefert die Ausgabe „Europa per Bahn – Entspannt und preiswert in die schönsten Metropolen“ hilfreiche Tipps und Tricks für die Reiseplanung und beantwortet die wichtigsten Fragen: Wie lange bin ich unterwegs, wie komme ich an günstige Tickets und wieviel kosten diese?

Untersucht wurden sechs Strecken inklusive zweier Nachtzugverbindungen von den größten deutschen Bahnhöfen nach Rom, Marseille, Amsterdam, Budapest, Stockholm und Danzig. Das Marktforschungsinstitut Quotas hat im Auftrag des VCD Daten zu den sechs Reisezielen ausgewertet. Der VCD Bahntest zeigt: Auf vielen internationalen Strecken gibt es bereits gute Bahnverbindungen. So gelangt man nicht nur bequem, sondern auch klimafreundlich ans Ziel. Während eine Reise mit dem Fernzug nur 13 g CO2 pro Kilometer verursacht, liegt der Wert beim Auto bei 139 g und beim Flugzeug bei 246 g.

Kerstin Haarmann, VCD-Bundesvorsitzende, fordert: „Die Verlagerung vom Flugzeug auf die Schiene wird politisch oft beschworen. Bislang wird aber zu wenig dafür getan. Bahnverkehr in Europa muss länderübergreifend geplant werden. Während die Klimakrise keine nationalen Grenzen kennt, werden sie im Fernbahnverkehr umso deutlicher: Fehlende Verknüpfungen im Schienennetz und eine fehlende europäische Ticketplattform erschweren den Umstieg von Flugzeug und Auto auf die umweltfreundliche Bahn." 

„Bahnfahren muss einfacher werden – vor allem über Grenzen hinweg. Dank unserer umfangreichen Datenauswertung konnten wir die bequemsten und günstigsten Verbindungen zum Urlaubsziel ermitteln“, sagt Bastian Kettner, Bahn-Sprecher des VCD. „Aber Reisende scheitern oft schon an der ersten Hürde: Die Ticketbuchung ist kompliziert, unübersichtlich und zeitaufwendig. Wenn Klimaschutz an der Ticketbuchung scheitert, läuft etwas gehörig schief.“

Im Bahntest 2021/22 werden die besten Reise- und Buchungsoptionen für Familien und Alleinreisende vorgestellt. In vielen Fällen bieten einige Buchungsportale verschiedener Bahngesellschaften und privater Unternehmen praktische und günstige Reiseverbindungen, doch es wurden auch Schwierigkeiten beispielsweise bei der Ticketbuchung deutlich. Die EU-Fahrgastrechtnovelle soll ab 2023 das Bahnfahren in Europa einfacher machen. Allerdings gibt es aus Sicht des VCD hier noch erheblichen Nachbesserungsbedarf. Damit Bahnfahren in Europa aber wirklich komfortabel und kostengünstig wird, braucht es eine gesamteuropäische Mobilitätsplattform und einen Europatarif. Alle öffentlichen Verkehrsangebote für die gewünschte Reise sowie die Ticketpreise sollen übersichtlich dargestellt und Reiseketten mit wenigen Klicks durchgehend buchbar werden.

Ausbaubedarf besteht außerdem beim Angebot: Das angekündigte TEE 2.0-Netz darf nicht bloß eine vage Absichtserklärung bleiben. Es braucht stattdessen verbindliche Vereinbarungen, um es aufzubauen und zu finanzieren. Darüber hinaus muss das Nachtzugnetz weiter zügig wachsen. Der Bahntest zeigt, dass einige Verbindungen relativ schnell ausgebucht sind. Nicht nur das macht deutlich: Bahnfahren in Europa hat erhebliches Potenzial, das genutzt und gefördert werden muss. Denn für mehr Klimaschutz brauchen wir einen starken und attraktiven Bahnverkehr in Europa.

Der VCD Bahntest 2021/22 „Europa per Bahn“ zum Download.

Pressekontakt:
Bastian Kettner, VCD-Bahnsprecher • 030 / 280 351-36 • bastian.kettner@vcd.org •
Franziska Fischer, Anne Fröhlich, Magdalena Reiner • 030 / 280 351-12 • presse@vcd.org • www.vcd.org • Twitter: @VCDeV • Facebook: @vcdbundesverband • Instagram: @vcd_ev 

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander aller Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

 

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news-9732 Thu, 25 Nov 2021 15:59:00 +0100 Koalitionsvertrag: Nicht ausreichend für Verkehrswende https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/koalitionsvertrag-nicht-ausreichend-fuer-verkehrswende/ Berlin, 25. November 2021. Prof. Dr. Stefan Bajohr, VCD Bundesvorsitzender: „Das Instrumentarium, auf das sich die drei Parteien bei der Mobilität verständigt haben, trägt kaum dazu bei, das Klimaziel von Paris zu erreichen. Ohne Tempolimits, ohne ein klares Aus für Straßenneubau und Verbrenner, ohne absoluten Vorrang für den Umweltverbund aus Bahn, Bus, Rad und Fußgänger*innen scheitert die Verkehrswende. Der neue Verkehrsminister muss mehr tun, als Absichtserklärungen zu verwalten."

Lichtblicke sieht der VCD lediglich im Bereich Bahn-Infrastruktur und der Reform der Bundesverkehrswegeplanung sowie des Straßenverkehrsrechts.

Mehr Geld soll es für die Schiene geben, die künftig erstmals mehr Investitionsmittel als die Straße erhalten soll. Der VCD begrüßt dies, er hatte gemeinsam mit anderen Bahnverbänden jedoch gefordert, dass insgesamt mindestens 2/3 aller Investitionen in die Infrastruktur für die Schiene ausgegeben werden. Im Übrigen werden die bereits bekannten Zielsetzungen aus dem Koalitionsvertrag der GroKo fortgeschrieben. Auch der Deutschlandtakt soll nun zügig umgesetzt werden ­– infrastrukturell, finanziell, organisatorisch und rechtlich abgesichert. Wie dies genau passieren soll, bleibt offen.

Kerstin Haarmann, VCD Bundesvorsitzende: „Gut ist aber: Die Bahninfrastruktur wird gestärkt durch Zusammenlegung der DB Infrastrukturgesellschaften und Einführung von Gemeinwohlzielen. So bleibt das erwirtschaftete Geld in der Infrastruktur und kann direkt dort reinvestiert werden, anstatt den Fahrbetrieb der DB quer zu finanzieren. Reformen im Verkehrsbereich sind also möglich in Deutschland! Jetzt müssen die Trassenpreise weiter gesenkt werden.“

Als übergeordnetes Ziel nennt der Koalitionsentwurf im Kapitel Mobilität, eine nachhaltige, effiziente, barrierefreie, intelligente, innovative und für alle bezahlbare Mobilität zu ermöglichen. Aus Sicht des VCD gelingt dies nur mit einem Bundesmobilitätsgesetz als neuem Rechtsrahmen. Der VCD begrüßt deshalb, dass zentrale Elemente seines Vorschlags für ein solches Bundesmobilitätsgesetz im Koalitionsentwurf aufgegriffen werden. So sollen die aktuellen Projekte der Bundesverkehrswegeplanung auf den Prüfstand kommen und künftig auf Basis neuer Kriterien im Rahmen eines Bundesmobilitätsplans 2040 auf den Weg gebracht werden. Dies bietet die Chance, die Verkehrsplanung endlich integriert über alle Verkehrsmittel hinweg an Nachhaltigkeitszielen auszurichten.  

Positiv bewertet der VCD auch, dass das Straßenverkehrsrecht um Klima-, Umwelt- und Gesundheitsziele ergänzt werden soll. Damit erhalten Kommunen endlich einen größeren Spielraum, um neue Ansätze nachhaltiger Mobilität wie z.B. Pop-up-Radwege, das Einrichten von Begegnungszonen und Spielstraßen dauerhaft und ohne langwierige verwaltungsrechtliche Prozesse umsetzen zu können. Dies ist ebenfalls ein zentrales Anliegen eines Bundesmobilitätsgesetzes.

Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher VCD: „Absolut widersprüchlich ist der Koalitionsvertrag beim Thema Verkehrssicherheit. Die Ampelkoalition will zur Umsetzung der Vision Zero, also des Ziels Null Verkehrstote, das Verkehrssicherheitsprogramm fortschreiben. Nur einen Satz später wird ein generelles Tempolimit abgelehnt – die vielleicht sichtbarste und schnell umsetzbare Maßnahme für sicherere Straßen. Hier zeigt sich das Dilemma, unterschiedliche Positionen und ideologische Widerstände unter einen Hut kriegen zu müssen. Das Ergebnis sind unklare Ziele und mutlose Maßnahmen Dabei darf es nicht bleiben. Das Thema Tempolimit muss auf Wiedervorlage.“

Beim Autoverkehr setzt die Ampel wie die Vorgängerregierung auf die Antriebswende, lässt aber noch ein Schlupfloch für Verbrenner offen, die mit E-Fuels betrieben werden können. Statt eines nationalen Ausstiegsdatums für Verbrenner wird lediglich auf die CO2-Gesetzgebung der EU verwiesen. Der aktuelle EU-Vorschlag sieht vor, ab 2035 nur noch emissionsfreie Pkw zuzulassen. Wie es im Zusammenhang mit der CO2-Regulierung funktionieren kann, dass auch nach diesem Stichdatum Verbrenner zugelassen werden können, wenn sie nachweislich mit E-Fuels betrieben werden können, ist aus Sicht des VCD ein Rätsel. Faktisch können bereits jetzt alle Verbrenner mit E-Fuels betrieben werden, in der Realität werden sie aber auch künftig mit normalem Sprit fahren, weil E-Fuels ineffizient und teuer sind und es nicht die nötigen Mengen geben wird. Auch Plug-In-Hybride sollen weiterhin gefördert werden, allerdings soll zusätzlich der Nachweis der tatsächlichen elektrischen Fahrleistung mit herangezogen werden. Der VCD fordert dagegen ein komplettes Ende dieser Förderung.

Mutlos sind die Koalitionäre auch beim Abbau weiterer klimaschädlicher Subventionen. Während E-Autos ab 2025 bei der Dienstwagensteuer teurer werden und die Umweltprämie auslaufen soll, ändert sich bei Verbrennern nichts. Der Abbau des Dieselsteuervorteils wird mit Verweis auf die anstehende Reform der Energiesteuerrichtlinie auf die EU-Ebene verschoben und diesbezüglich bereits eine Anpassung der Kfz-Steuer zugunsten von Diesel-Pkw angekündigt. Beim Flugverkehr verhält es sich ähnlich: Zwar bekennt man sich zur Luftverkehrsteuer, deren Erträge sollen aber dem allgemeinen Steueraufkommen entzogen und komplett für die Subventionierung der Flugverkehrsbranche eingesetzt werden.

Für den öffentlichen Nahverkehr ist ein Ausbau- und Modernisierungspakt vorgesehen, um die Fahrgastzahlen deutlich zu steigern. Was genau darunter zu verstehen ist, ist ebenfalls unklar. Zentrale Forderungen des VCD im Bereich ÖPNV wurden zwar aufgegriffen, wie eine Erhöhung der Regionalisierungsmittel, Definition von Qualitätskriterien oder Erreichbarkeitsstandards. Wieviel Geld es zusätzlich geben soll und ob es sich tatsächlich um Mindestbedienstandards handelt, bleibt offen. Ebenfalls unklar ist, ob der Bund Kommunen und Landkreisen auch bei den Betriebskosten für Mobilitätsangebote stärker unter die Arme greift. Als positiv bewertet der VCD die Beibehaltung des Rettungsschirmes für den ÖPNV in 2022.

Ähnlich verhält es sich bei der Förderung des Radverkehrs. Der VCD begrüßt Ansätze wie die Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans und eine Verstetigung der Mittel bis 2030, vermisst aber konkrete Ziele zur Größenordnung. Ein klares Bekenntnis liefert der Entwurf erstmalig für den Fußverkehr, der mit einer eigenen Strategie unterstützt werden soll.  

Das Fazit des VCD: Jetzt müssen die Ampelkoalition und vor allem Verkehrsminister Wissing beweisen, dass sie auch im Verkehrsbereich Fortschritte auf den Weg bringen und mutig die Verkehrswende angehen. Der VCD wird beratend zur Seite stehen.

Alle VCD-Forderungen zur Bundestagswahl: https://www.vcd.org/bundestagswahl-2021/

Pressekontakt:

Franziska Fischer, Anne Fröhlich, Magdalena Reiner • VCD-Pressestelle • 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV • Instagram: @vcd_ev • Facebook: @vcdbundesverband

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander aller Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-9729 Thu, 25 Nov 2021 12:00:23 +0100 Pressemitteilung: Mahnwachen für zwei getötete Fußgänger*innen am Samstag 27.11. https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/pressemitteilung-mahnwachen-fuer-zwei-getoetete-fussgaengerinnen-am-samstag-2711/
  • 15:00 Uhr Hellersdorf, Riesaer Straße /Ecke Oelsnitzer Straße 
    https://www.berlin.de/polizei/polizeimeldungen/2021/pressemitteilung.1139185.php
  • 16:00 Uhr Lichtenberg, Landsberger Allee /Ecke Vulkanstraße https://www.berlin.de/polizei/polizeimeldungen/2021/pressemitteilung.1143118.php
  • Zum Gedenken an die im Straßenverkehr Getöteten werden wir jeweils eine weiße Figur am Unfallort aufstellen. Gerne können Blumen oder Kerzen mitgebracht werden.

    Gemeinsam fordern wir:

    • Eine sichere Verkehrsinfrastruktur, damit sich alle sicher und unbedrängt durch unsere Stadt bewegen können.
    • Die #VisionZero, also keine Toten und Schwerverletzten mehr im Straßenverkehr, muss als oberstes Ziel aller Planungen und Maßnahmen konsequent umgesetzt werden.
    • Für die Opfer und Hinterbliebenen fordern wir die Einrichtung einer Ombudsstelle. Mit den Folgen eines schweren Unfalls werden die Opfer und Familien bisher alleine gelassen und sind damit oft überfordert. Sie verdienen eine angemessene Betreuung und solidarische Unterstützung bei der Bewältigung der Unfallfolgen und der Geltendmachung ihrer Ansprüche.
    • Wo Menschen im Straßenverkehr getötet wurden, muss den Hinterbliebenen die Einrichtung eines angemessenen Gedenkortes ermöglicht werden, was gleichzeitig der Mahnung an alle Verkehrsteilnehmenden dient.

    Unsere Übersicht zu allen Todesopfern im Berliner Straßenverkehr: 

    https://nordost.vcd.org/ziele/verkehrssicherheit/verkehrstote2021/

    Pressekontakt VCD Nordost:

    Heiner von Marschall, Landesvorsitzender
    Email: heiner.v.marschall@vcd-nordost.de  Tel: 0174 465 65 23

    www.vcd-nordost.de

    Der VCD (Verkehrsclub Deutschland) setzt sich ein für Mobilität für Menschen, ein positives Miteinander aller Verkehrsarten und eine ökologische Verkehrswende. Schwerpunkte sind dabei die Förderung des Umweltverbundes (ÖPNV, Fahrrad und Fußverkehr) und mehr Verkehrssicherheit gerade auch für die schwächeren Verkehrsteilnehmer: Kinder, Ältere und Menschen mit Mobilitätseinschränkungen.

    Der VCD Nordost ist der Landesverband für Berlin und Mecklenburg-Vorpommern.

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    news-9679 Tue, 23 Nov 2021 11:47:00 +0100 November-Mahnwachen für im Straßenverkehr getötete Fußgänger https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/november-mahnwachen-fuer-im-strassenverkehr-getoetete-fussgaenger/  

    Am 5.11. wurde ein 63-Jähriger in Lichtenberg in der Landsberger Allee / Ecke Vulkanstraße von einer Kehrmaschine getötet:
    https://www.berlin.de/polizei/polizeimeldungen/2021/pressemitteilung.1143118.php

    Am 4.11. verstarb ein 71-Jähriger im Krankenhaus, nachdem er bereits am 25.10. in Hellersdorf in der Risaer Straße / Ecke Oelsnitzer Straße von einer Straßenbahn erfasst worden war:
    https://www.berlin.de/polizei/polizeimeldungen/2021/pressemitteilung.1139185.php

    Darüber hinaus wurden weitere Zufußgehende im Straßenverkehr teils schwer verletzt. Wir hoffen, dass nicht bald schon wieder Mahnwachen abgehalten werden müssen und allen Verletzten gute Genesung

    Die Mahnwachen fanden am Samstag 27.11. jeweils am Unfallort statt:

    15:00 Uhr Hellersdorf Riesaer Straße /Ecke Oelsnitzer Straße

    16:00 Uhr Lichtenberg, Landsberger Allee /Ecke Vulkanstraße

    Wir fordern:

    - Eine Ombudsperson beim Berliner Senat zur Unterstützung der Opfer und Hinterbliebenen;

    - Das Recht auf ein angemessenes mahnendes Gedenken an die Todesopfer im Straßenverkehr, verankert im Berliner Straßengesetz;

    - Die konsequente Umsetzung der #VisionZero, also keine Toten und Schwerverletzten mehr im Straßenverkehr, bei allen relevanten Planungen und Umbaumaßnahmen.

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    news-9675 Thu, 11 Nov 2021 10:46:38 +0100 ADFC-Lichterfahrt 2021 – Berlin leuchtet für Verkehrssicherheit, Freitag 12.11. https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/adfc-lichterfahrt-2021-berlin-leuchtet-fuer-verkehrssicherheit-freitag-1211/  

    Mehr unter https://adfc-berlin.de/aktiv-werden/bei-demonstrationen/lichterfahrt/1066-lichterfahrt-2021-berlin-leuchtet-fuer-verkehrssicherheit.html

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    news-9655 Mon, 08 Nov 2021 00:16:27 +0100 Tempolimit wieder auf die Agenda setzen! VCD-Bundesversammlung appelliert an Ampelkoalition https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/tempolimit-wieder-auf-die-agenda-setzen-vcd-bundesversammlung-appelliert-an-ampelkoalition/ Berlin, 7. November 2021. Die Delegierten des ökologischen Verkehrsclub VCD forderten die Parteien der künftigen Bundesregierung auf, den Klimaschutz und die Verkehrssicherheit endlich ernst zu nehmen. Deshalb müssen auf allen Straßen die allgemein zulässigen Geschwindigkeiten auf ein verträgliches Niveau reduziert und neue Höchstgeschwindigkeiten festgesetzt werden. Das bedeutet: Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit innerorts, Tempo 80 auf Landstraßen und Tempo 120 auf Autobahnen. Von der diesjährigen Versammlung sollte ein klares Signal ausgehen, dass ein Tempolimit auf Autobahnen nicht vom Tisch sein dürfe, erklärten VCD-Aktive aus ganz Deutschland.

    „Eine schrumpfende Minderheit pocht auf ihr vermeintliches Recht aufs Rasen und torpediert damit alle Anstrengungen, die Klimaziele im Verkehr zu erreichen“, kritisierte Kerstin Haarmann, Bundesvorsitzende des VCD. „Das Tempolimit ist eine kostenlose Maßnahme mit Soforteffekt für mehr Umweltschutz. Es nicht umzusetzen ist irrational und im europäischen Vergleich, wo überall ein Tempolimit gilt, geradezu beschämend.“

    Zu den Vorteilen von Tempolimits für die Verkehrssicherheit ergänzte Stefan Bajohr, der Co-Vorsitzende des VCD: „Körperliche Unversehrtheit ist ein Grundrecht. Dieses treten wir mit Füßen, solange Rasende weiterhin freie Fahrt genießen und wir setzen dadurch Menschenleben bewusst aufs Spiel. Ein Drittel der tödlichen Unfälle im Straßenverkehr ist auf zu hohe Geschwindigkeiten zurückzuführen. Die Vision Zero erreichen wir nicht auf der Überholspur, sondern nur mit neuen, niedrigeren Höchstgeschwindigkeiten.“

    Auch in der Bevölkerung befürwortet eine Mehrheit mittlerweile ein Tempolimit von 130 km/h auf Autobahnen. Daher fordert der Verband die Koalitionsparteien erneut in aller Dringlichkeit dazu auf, ihre Position zum Tempolimit zu überarbeiten – für die Sicherheit der Menschen und den Erhalt unserer Umwelt.

    Pressekontakt:
    Franziska Fischer, Anne Fröhlich, Magdalena Reiner • 030 / 280 351-12 • presse@vcd.org • www.vcd.org Twitter: @VCDeV 

    Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander aller Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

    Zur Pressemitteilung des VCD-Bundesverbandes...

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    news-9678 Mon, 08 Nov 2021 00:05:00 +0100 Usedom: Bereit zur Einleitung der Verkehrswende https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/usedom-bereit-zur-einleitung-der-verkehrswende/  

    Zurückdrängung des Individualverkehrs durch eine stärkere Bepreisung des ruhenden Verkehrs, Überleitung von vorhandenem Straßenland vom Autoverkehr hin zum Fahrradverkehr bzw. Fußgängerverkehr, durchlässige Nutzungsmöglichkeit zwischen Bahn, Bus und Fahrrad auf der Insel, offensive Vermarktung vom ÖPNV durch die Touristikunternehmen, verbesserte Hinterlandanbindung im Busverkehr und vieles mehr sind das Ergebnis eines vom Regionalen Planungsverband Vorpommern in Auftrag gegebenen Raumentwicklungskonzeptes Usedom. Der VCD Nordost begrüßt ausdrücklich die geplanten Maßnahmen, fordert aber auch eine konsequente Umsetzung.

    Massentourismus und Verkehrschaos in der Urlaubszeit haben die Insel in den letzten Jahren an den Rand des Verkehrskollaps geführt. Nur wenn alle Beteiligten jetzt an einem Strang ziehen und das Silodenken überwinden, kann ein Aufbruch in eine Verkehrswende gelingen.

    Dabei hat Usedom bereits heute im Bereich der Kaiserbäder eine durchgängige schienengebundene Verbindung bis zur polnischen Grenzstadt Swinemünde, betrieben durch die Usedomer Bäderbahn, die gleichzeitig auch den Busverkehr auf Usedom betreibt. Die An- und Abreise der Urlauber im Fernverkehr wird bislang schon über den Abzweig in Züssow via Wolgast auf die Insel Usedom sichergestellt. Ferner biete die UBB über das „Usedom Ticket“ die kostenfreie Nutzung von Fahrrädern in Verbindung mit der Usedom Rad GmbH an. Darüber hinaus haben die Kaiserbäder aktuell im Rahmen des laufenden Projektes „Modellregion Insel Usedom und Wolgast“ vor kurzem erst beschlossen ab 2022 die jeweiligen Kurkarten der einzelnen Kaiserbäder und die sich daraus ergebenden Vorteile wie z.B. die kostenlose Nutzung der Busse in den Kaiserbädern übergreifend anzuerkennen. Ziel ist es, auch die Bahn in diese Regelung mit einzubeziehen. Erste Gespräche mit der Bahn hat es dazu bereits gegeben.

    Die Ergebnisse des Raumentwicklungskonzeptes sehen insbesondere eine entgegen dem aktuellen Trend abgeschwächte weitere Tourismusentwicklung vor. Dabei stehen insbesondere die Erhöhung der Beförderungskapazitäten auf der Kaiserbäder-Linie im Fokus sowie die Schaffung neuer Regionalbuslinien ins Hinterland der Insel um auch die einheimische Bevölkerung verstärkt zu einem Wechsel vom eigenen PKB auf den Bus zu ermutigen. Eine weitere zentrale Forderung ist die Verbesserung des Internetauftrittes zur Mobilität auf der Insel. Hier wird kurzfristig ein einfacher, zentraler Überblick zum Mobilitätsangebot angestrebt, der Abbau von Nutzungshemmnissen sowie die Qualifizierung der touristischen Partner mit Gästekontakt mit dem Ziel, eine gebündelte Bereitstellung von Mobilitätsinformationen zu erreichen und damit das Mobilitätsangebot stärker noch als bisher zu vermarkten. Weiterhin soll der lokale Lastverkehr über eine Ausweitung des Angebotes von E-bike-Fahrzeugen ausgebaut werden.

    Eine wesentliche Prämisse bei der Erarbeitung der Lösungsvorschläge war, dass der Fokus auf Maßnahmen gelegt wurde, die in Eigenregie des Landkreises und der betroffenen Gemeinden erarbeitet und umgesetzt werden können. Dafür ist es allerdings in der weiteren Betrachtung erforderlich, dass sich eine regionale Moderations- und Koordinierungsinstitution etablieren muss, die die weitere Entwicklung steuern und treiben muss, den Ausgleich von Interessenskonflikten betreiben und die Überwindung von Kirchturmdenken erreichen muss. Ferner ist auch eine interkommunale Verknüpfung mit den polnischen Nachbarn wichtig und sollte unbedingt in die weitere Betrachtung mit einbezogen werden.

    Eine weitere vom VCD ausdrücklich befürwortete Forderung aus dem Konzept ist zum einem die Angebotsverbesserung im öffentlichen Verkehr gleichzeitig mit Einschränkungen des motorisierten Individualverkehrs (MIV) zu verknüpfen, zum anderen mit verkehrsregulatorischen Maßnahmen die Neuverteilung der vorhandenen Verkehrsflächen zu Gunsten umweltfreundlicher Verkehrsmittel zu erreichen.

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    news-9601 Fri, 29 Oct 2021 11:54:30 +0200 Pressemitteilung: Mahnwachen für vier getötete Fußgänger*innen am Samstag 30.10.2021 https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/pressemitteilung-mahnwachen-fuer-vier-getoetete-fussgaengerinnen-am-samstag-30102021/
  • 14:00 Friedrichshain, Landsberger Allee, Höhe Fritz-Riedel-Straße und Hausburgstraße https://www.berlin.de/polizei/polizeimeldungen/2021/pressemitteilung.1126418.php

  • 15:00 Prenzlauer Berg, Greifswalder Straße, Höhe Hausnr. 4, an Tramhaltestelle “Am Friedrichshain” 
    https://www.berlin.de/polizei/polizeimeldungen/2021/pressemitteilung.1137945.php

  • 16:30 Siemensstadt, Nonnendammallee Höhe Grammestraße https://www.berlin.de/polizei/polizeimeldungen/2021/pressemitteilung.1138591.php1

  • 17:30 Spandau, Falkenseer Chausee, Höhe Hausnr. 257 (Falkenhagener Feld) https://www.berlin.de/polizei/polizeimeldungen/2021/pressemitteilung.1134208.php

  • Zum Gedenken an die im Straßenverkehr getöteten werden wir jeweils eine weiße Figur am Unfallort aufstellen. Gerne können Blumen oder Kerzen mitgebracht werden.

    Gemeinsam fordern wir:

    • Eine sichere Verkehrsinfrastruktur, damit sich alle sicher und unbedrängt durch unsere Stadt bewegen können.

    • Die #VisionZero, also keine Toten und Schwerverletzten mehr im Straßenverkehr, muss als oberstes Ziel aller Planungen und Maßnahmen konsequent umgesetzt werden.

    • Für die Opfer und Hinterbliebenen fordern wir die Einrichtung einer Ombudsstelle. Mit den Folgen eines schweren Unfalls werden die Opfer und Familien bisher alleine gelassen und sind damit oft überfordert. Sie verdienen eine angemessene Betreuung und solidarische Unterstützung bei der Bewältigung der Unfallfolgen und der Geltendmachung ihrer Ansprüche.

    • Wo Menschen im Straßenverkehr getötet wurden, muss den Hinterbliebenen die Einrichtung eines angemessenen Gedenkortes ermöglicht werden, was gleichzeitig der Mahnung an alle Verkehrsteilnehmenden dient.

    Unsere Übersicht zu allen Todesopfern im Berliner Straßenverkehr:
    https://nordost.vcd.org/ziele/verkehrssicherheit/verkehrstote2021/

    Pressekontakt VCD Nordost:

    Heiner von Marschall, Landesvorsitzender
    Email: heiner.v.marschall@vcd-nordost.de Tel: 0174 465 65 23

    www.vcd-nordost.de

    Der VCD (Verkehrsclub Deutschland) setzt sich ein für Mobilität für Menschen, ein positives Miteinander aller Verkehrsarten und eine ökologische Verkehrswende. Schwerpunkte sind dabei die Förderung des Umweltverbundes (ÖPNV, Fahrrad und Fußverkehr) und mehr Verkehrssicherheit gerade auch für die schwächeren Verkehrsteilnehmer: Kinder, Ältere und Menschen mit Mobilitätseinschränkungen.

    Der VCD Nordost ist der Landesverband für Berlin und Mecklenburg-Vorpommern.

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    news-9569 Thu, 21 Oct 2021 09:25:00 +0200 Aufruf zum Klimastreik am 22.10.2021 https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/aufruf-zum-klimastreik-am-22102021-1/  

    Und wir wissen: Besonders hinten dran ist der Verkehrssektor, daher rufen wir wieder auf, sich als VCD-Aktivist*innen erkennbar an der Demo zu beteiligen!

    Vor dem Kanzleramt um 12:00 Uhr!

    Zur Homepage “Klimastreik”

     

    
     

     

     

     

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    news-9574 Thu, 21 Oct 2021 08:17:00 +0200 Forderungen des VCD Nordost an den künftigen Berliner Senat https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/forderungen-des-vcd-nordost-an-den-kuenftigen-berliner-senat/ Damit dies gelingt, fordert der VCD Nordost für die nun beginnenden Koalitionsverhandlungen von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und DIE LINKE die Beachtung der folgenden

    9 Kernpunkte für die Mobilitätswende in Berlin:

    1. Vervollständigung des Mobilitätsgesetzes: Die fehlenden Teile „Neue Mobilität“ und „Wirtschaftsverkehr“ werden zeitnah verabschiedet.

    2. Für das Ziel des Umstiegs auf den Umweltverbund, ergänzt durch Sharing-Angebote und Fahrdienste (für Personen und Güter) als Alternative zu privatem Kfz-Besitz, werden folgende Kriterien umgesetzt:

    a) Sharing-Angebote, (ggf. als Ausschreibung) insbesondere auch als Zubringer zum SPNV:
    - Flächendeckend im gesamten Stadtgebiet
    - Zuverlässig jederzeit verfügbar
    - Auffindbar
    - Fußläufig erreichbar
    Dafür wird ein entsprechendes Netz an Abstellflächen geschaffen.
    Unser Vorschlag: An jeder Straßenkreuzung in jeder Richtung auf jeder Straßenseite jeweils den ersten Parkplatz umwidmen für Fahrräder und E-Tretroller.
    Zu prüfen ist, inwieweit Anbietern (im Rahmen einer Ausschreibung) ein generelles Recht eingeräumt werden kann, diese Flächen selbst umzugestalten (statt Einzelprüfungen).
    Dies verhindert auch illegales Eckenparken, verbessert damit die Sichtbeziehungen und erhöht die Verkehrssicherheit.
    Weitere, also zweite und dritte Parkplätze können für größere Sharing-Fahrzeuge umgewidmet werden.

    b) Fahrdienste, sowohl für Personenverkehr als auch für Auslieferung von Gütern, brauchen Halteflächen zum Ein- und Aussteigen bzw. Be- und Entladen. Dies kann auf Liefer- und Ladezonen geschehen, die dafür überall verfügbar sein müssen. Dafür werden insbesondere in allen Hauptstraßen und Ortsteilzentren Dauer-Parkplätze umgewandelt.
    (Frage: Wie soll ein Taxi oder auch ein Behinderten-Fahrdienst am Kottbusser Damm aktuell einen Fahrgast an der Haustür aufnehmen?)

    3. Für den Fußverkehr wird sichergestellt, dass in jedem Bezirk wenigstens ein größeres Fußverkehrsprojekt zügig angegangen wird.

    Bei allen Planungen ist das Gebot der Flächensparsamkeit zu beachten, damit Verkehrsflächen eine möglichst geringe Barrierewirkung für querenden Fußverkehr haben.
    (Das gilt auch für die Leipziger Straße!)

    4. Für das Radnetz Berlin werden schleunigst nicht nur bei der Infravelo, sondern auch in allen Bezirken Maßnahmenpläne entwickelt, in welchen Schritten zumindest das Vorrangnetz bis 2030 vollständig umgesetzt wird. Die Verfügbarkeit von dafür ausreichendem Personal wird sichergestellt.

    5. Für den ÖPNV, der das Rückgrat der Mobilitätswende und einer Mobilität für alle darstellt, muss insbesondere der schienengebundene Personennahverkehr (SPNV) zügiger ausgebaut werden. Schwerpunkt muss dabei neben dem Ausbau des Tramnetzes auf dem Ausbau des schienengebundenen Umlandverkehrs als Alternative für Pendler liegen:

    a) Für das Schieneninfrastrukturprojekt i2030 braucht es endlich eine Priorisierung entsprechend dem Stufenplan des „Bündnis Schiene Berlin-Brandenburg“, damit die verschiedenen Maßnahmen aufeinander aufbauen und eine Fokussierung möglich wird auf die Teilprojekte, die als erstes fertiggestellt werden sollen.

    b) Der Ausbau des Tramnetzes wird beschleunigt, auch um Verzögerungen wieder aufzuholen.
    Dazu bedarf es klarer Planungsgrundsätze und -ziele:
    - Eine Tramtrasse gehört grundsätzlich zum ÖPNV-Vorrangnetz. Das heißt die Gestaltung der Trasse hat sich konsequent vorrangig an der Tram auszurichten.
    - Wo irgend möglich ein besonderer Gleiskörper, möglichst auf Rasengleis.
    - Nur wo dies absolut nicht möglich ist, gilt konsequente Pulkführerschaft der Tram. Das heißt: Es ist baulich auszuschließen, dass die Tram durch Kfz überholt werden kann.
    - konsequente Vorrangschaltung an LZA
    - Alle anderen Verkehrsarten haben bei der Planung hinter dem Vorrang der Tram zurückzustehen. Fahrradverkehr kann oft auch attraktiver auf Trassen in Parallelstraßen geführt werden.
    - Dennoch gilt auch für Tramplanungen das Gebot der Flächensparsamkeit, insbesondere um die Barrierewirkung breiter Verkehrsflächen für querenden Fußverkehr möglichst gering zu halten.
    (Es kann überhaupt nicht sein, dass eine Tram auf neuer Trasse längere Fahrzeiten braucht als vorher der Bus!)

    c) Der VCD befürwortet dafür den Aufbau einer eigenen Projektgesellschaft oder Planungseinheit für den beschleunigten Ausbau des Tramnetzes.

    6. Das Tarifsystem muss sich am Anspruch einer Mobilität für alle orientieren.
    Dafür wird eine solidarische Umlagefinanzierung bzw. Nahverkehrsabgabe durch grundsätzlich alle Berliner über 18 Jahren eingeführt, um für die nachhaltige Finanzierung des ÖPNV Krisenresilienz und langfristige Planungssicherheit zu gewährleisten.
    Dafür legen wir folgende Kriterien an:
    - Die Einnahmen der Nahverkehrsbetriebe müssen sich deutlich erhöhen, um den Ausbau und Betrieb eines größeren Netzes mit engeren Taktfrequenzen sicherzustellen
    - Die Kosten für die einzelnen Nutzer müssen sich deutlich verringern (ca 40-50%)
    - Eine solidarische Umlagefinanzierung in Berlin muss für Landkreise und Gemeinden im Tarifverbund anschlussfähig sein.

    - Eine Regelung für Berlinbesucher lässt sich durch Aufschläge für Übernachtungskosten und Gästekarten realisieren.
    - Eine soziale Staffelung wäre bei einem Einzug über die Finanzämter wesentlich zielgenauer möglich als am Fahrscheinautomaten.
    - Kosten für das Ticketing würden weitestgehend entfallen.

    7. In jedem Bezirk werden jährlich wenigstens zwei Kiezblocks umgesetzt, um Durchgangsverkehr in Wohngebieten zu verhindern und damit auch Kfz-Verkehr insgesamt zu verringern.

    8. Die Vision Zero, also keine Toten und Schwerverletzten mehr im Straßenverkehr, wird zielorientierter bei allen Planungen berücksichtigt. Das Verfahren, wie nach tödlichen Unfällen die Ursachen analysiert und in der Folge gefährliche Kreuzungen zeitnah sicher umgestaltet werden, muss mit klaren Zuständigkeiten transparenter und schneller werden. Hintergrund: Die Zahl der Verkehrstoten in Berlin stagniert weiter auf zu hohem Niveau. 

    9. Flächengerechtigkeit / Parkraum-Management: Für mehr Platz für Fußverkehr, sichere Radwege, neue Tramlinien, Liefer- und Ladezonen in Hauptstraßen und Ortsteilzentren, Abstellflächen für Sharingfahrzeuge, aber auch für Entsiegelung für eine klimaresiliente Stadt mit mehr Grünflächen, ausreichend großen Baumscheiben und neuen Spielorten, sowie für mehr Verkehrssicherheit werden in spürbarer Zahl bisherige Parkplätze umgewandelt werden müssen entsprechend den Forderungen des Bündnis „Berliner Straßen für alle“. Weiter bestehende Kfz-Stellplätze im öffentlichen Raum werden für eine effizientere Nutzung konsequent bewirtschaftet.

    Rückfragen und Pressekontakt VCD Nordost:

    Heiner von Marschall, Landesvorsitzender
    Email: heiner.v.marschall@vcd-nordost.de Tel: 0174 465 65 23

    www.vcd-nordost.de

    Der VCD (Verkehrsclub Deutschland) setzt sich ein für Mobilität für Menschen, ein positives Miteinander aller Verkehrsarten und eine ökologische Verkehrswende. Schwerpunkte sind dabei die Förderung des Umweltverbundes (ÖPNV, Fahrrad und Fußverkehr) und mehr Verkehrssicherheit gerade auch für die schwächeren Verkehrsteilnehmer: Kinder, Ältere und Menschen mit Mobilitätseinschränkungen.

    Der VCD Nordost ist der Landesverband für Berlin und Mecklenburg-Vorpommern.

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    news-9566 Wed, 20 Oct 2021 11:15:00 +0200 Fahrplan für klimaschonende Verkehrspolitik in Mecklenburg-Vorpommern (M-V) vorgestellt: Verdoppelung der Fahrgäste in Bahnen und Bussen als Lösung! https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/fahrplan-fuer-klimaschonende-verkehrspolitik-in-mecklenburg-vorpommern-m-v-vorgestellt-verdoppelun/  

    Angesichts der unerledigten Hausaufgaben der bisherigen Landesregierung in Schwerin und dem insbesondere im Verkehrssektor bestehenden akuten Handlungsbedarf haben der VCD Nordost und PRO BAHN M-V ein Aktionsprogramm für Klimaschutz und nachhaltige Mobilität vorgelegt. Hauptforderung der beiden Vereine ist die Verdoppelung der Fahrgastzahlen in Bahnen und Bussen bis zum Jahre 2030. Ein wesentlicher Beitrag soll dabei eine Mobilitätsgarantie an 365 Tagen im Jahr auch in kleinstädtischen und ländlichen Räumen liefern, um insbesondere ein Umsteigen im Berufs-, Einkaufs- und Freizeitverkehr vom PKW auf die Öffis zu ermöglichen.

    Da im Ranking der 16 Bundesländer M-V sowohl bei der Erreichbarkeit von Haltestellen und Bahnhöfen als auch bei der Zahl von ÖPNV-Fahrten das Schlusslicht bildet, sollte der neu gewählte Landtag in Schwerin einen verbindlichen Fahrplan für eine klimaschonende Verkehrspolitik in M-V beschließen. In den letzten Jahrzehnten wurde in beispielloser Weise das Straßennetz in M-V neu- bzw. ausgebaut. Daher sollte jetzt die Reaktivierung und der Ausbau des Schienennetzes Priorität erhalten; dementsprechend schlagen die Verkehrsvereine vor, alle in M-V geplanten Straßenbauprojekte auf ihre Umweltverträglichkeit zu überprüfen und Verlagerungspotenziale auf den Bahn-, Bus- und Radverkehr darzustellen. Für Marcel Drews, Landesvorsitzender von PRO BAHN, sollte das Land mit gezielten Förderprogrammen den Neubau und Ausbau von Bahnstrecken (z.B. Rostock - Stralsund, Neustrelitz - Stralsund) in M-V fördern, um die Leistungsfähigkeit (Taktdichte, Höchstgeschwindigkeit) und die Erschließungsfunktion des vom Land verantworteten Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) deutlich zu verbessern. Teilweise sind hierzu auch nur kleinere punktuelle Ausbaumaßnahmen erforderlich.

    Um das Ziel der Verdoppelung der Fahrgastzahlen in Bahnen und Bussen mit Nachdruck bis 2030 zu erreichen, fordern VCD Nordost und PRO BAHN ein übergreifendes Dachmarketing für den öffentlichen Nahverkehr in M-V. Bislang spielen diese Aktivitäten sowohl bei den Verkehrsunternehmen als auch bei der Verkehrsgesellschaft M-V (VMV) so gut wie keine Rolle. Mit deutlich höheren Fahrgastzahlen könnte zum einen die notwendige CO 2- Reduzierung im Verkehrssektor erreicht werden, zum anderen die Wirtschaftlichkeit des SPNV und der kommunalen Verkehrsbetriebe verbessert werden. Ein MV-Tarif, der u.a. das unkomplizierte Umsteigen zwischen Bahn und Bus mit nur einem Fahrschein ermöglicht, sollte nach dem Vorbild anderer Bundesländer stufenweise eingeführt werden und könnte einen wichtigen Beitrag für einen attraktiven ÖPNV liefern.

    Als weitere Maßnahme empfehlen VCD Nordost und PRO BAHN die Einführung eines Netzes von landesbedeutsamen Buslinien als Ergänzung des bestehenden und künftigen Schienennetzes. Für Dr. Wilfried Kramer, Vorstandsmitglied im VCD Nordost, sind nach dem Vorbild anderer Bundesländer und mit Finanzierung des Landes für wichtige Verkehrsrelationen neue Linienangebote auch in M-V zu schaffen. Damit könnten auch wieder konkurrenzfähige Fahrzeiten des Bahn- und Busverkehrs gegenüber der PKW-Nutzung erreicht werden. Die neue Landesregierung sollte darüber hinaus auch neue Akzente für eine übergreifende Mobilitätsforschung und -bildung setzen, um auch im Flächenland M-V sowohl Klimaschutzziele, geringeren Ressourcenverbrauch und deutlich weniger Verkehrsunfälle Realität werden zu lassen; dabei sind auch in M-V neue Strategien für eine geänderte Raum- und Stadtplanung (z.B. Neuaufteilung des öffentlichen Straßenlandes) umzusetzen.

    V.i.S.d.P.: Dr. Wilfried Kramer (VCD Nordost)            Marcel Drews (PRO BAHN M-V)

    Aktionsprogramm für Klimaschutz und nachhaltige Mobilität in Mecklenburg-Vorpommern

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    news-9556 Wed, 13 Oct 2021 12:51:20 +0200 VCD Nordost Ortsgruppe Rostock nahm am Klimaaktionstag in Rostock teil https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/vcd-nordost-ortsgruppe-rostock-nahm-am-klimaaktionstag-in-rostock-teil/  

    Wie schon im vorherigen Jahr, war der VCD bei dieser Veranstaltung personell vertreten und trat in kurze Dialoge mit interessierten Bürgern auf der Langen Straße, welche an diesem Tag vom Autoverkehr "befreit" wurde.

    Der VCD in Rostock freut sich weiterhin auf gute Gespräche interessante Veranstaltungen für eine umweltfreundliche Verkehrspolitik!

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    news-9548 Tue, 12 Oct 2021 14:29:29 +0200 Neuer Bußgeldkatalog: Ein halbgarer Kompromiss https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/neuer-bussgeldkatalog-ein-halbgarer-kompromiss/  

    Am morgigen Freitag wird im Bundesrat über den neuen Bußgeldkatalog abgestimmt. Nach dem langen Streit um die StVO-Reform in Folge eines Formfehlers im vergangenen Jahr soll mit dem Kompromiss die Sicherheit von Radfahrenden und Zufußgehenden nun endlich erhöht werden. Von einer echten Reform kann jedoch noch keine Rede sein, kommentiert Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher des ökologischen Verkehrsclub VCD:

    „Der neue Bußgeldkatalog kann nur ein erster, kleiner Schritt bei der Reform der Straßenverkehrsordnung (StVO) sein. Begrüßenswert sind Verbesserungen zur Sicherheit von Radfahrenden durch höhere Geldbußen für Geschwindigkeitsüberschreitungen, Falschparken und Halten auf Fuß- und Radwegen. Was jedoch fehlt, sind Fahrverbote für Rasende. Dabei wären sie ein wichtiges Signal: Rasen ist kein Kavaliersdelikt, Rasen gefährdet Menschenleben. Zu hohe Geschwindigkeiten sind die Unfallursache bei jedem dritten Verkehrstoten. Der neue Bußgeldkatalog bleibt daher nicht mehr als ein halbgarer Kompromiss: Ein wenig mehr Sicherheit für Radfahrende und Zufußgehende bei vergleichsweise geringen Konsequenzen für das Fehlverhalten von Autofahrenden.

    Von einer neuen Bundesregierung erwarten wir, die Sicherheit von Radfahrenden, Zufußgehenden und insbesondere Kindern endlich konsequent zu verbessern. Dazu gehört die Einführung von Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit innerorts sowie ein größerer Handlungsspielraum für Kommunen mit Blick auf Tempolimits, Popup-Radwege und Parkregelungen.“

    Pressekontakt
    Michael Müller-Görnert • verkehrspolitischer VCD • michael.mueller-goernert@vcd.org
    Franziska Fischer, Anne Fröhlich, Magdalena Reiner, VCD Pressestelle • 030 / 280 351-12 • presse@vcd.org www.vcd.org Twitter: @VCDeV 

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    news-9427 Tue, 21 Sep 2021 13:12:00 +0200 Am Freitag ist globaler Klimastreik - Als VCD wollen wir dort gemeinsam auftreten https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/am-freitag-ist-globaler-klimastreik-als-vcd-wollen-wir-dort-gemeinsam-auftreten/ Die Wahlen am Sonntag entscheiden auch darüber, ob bzw. wie entschlossen wir uns den Herausforderungen des fortschreitenden Klimawandels stellen werden.

    Mehr zum globalen Klimastreik in Berlin: https://fridaysforfuture.berlin/event/allefuersklima/

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    news-9431 Sun, 19 Sep 2021 23:47:00 +0200 Gemeinsame Pressemitteilung: Kidical Mass: Zehntausende Kinder erobern die Straßen zurück! https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/gemeinsame-pressemitteilung-kidical-mass-zehntausende-kinder-erobern-die-strassen-zurueck/ Berlin, 19. September 2021. „Das Wochenende hat gezeigt, dass sich viele Menschen, ob in der Stadt oder auf dem Land, Veränderungen wünschen und bereit sind, diese auf der Straße einzufordern“, so Simone Kraus von der Kidical Mass Köln. „Dafür muss die neue Bundesregierung ein klares Zeichen setzen: mit einem kinderfreundlichen Straßenverkehrsrecht mit Fokus auf selbständige und sichere Mobilität von Kindern. Dazu gehört an erster Stelle die Einführung von Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit innerorts.“

    Auch der Bundesvorsitzende des ökologischen Verkehrsclub VCD, Stefan Bajohr, zieht eine positive Bilanz: „Das Aktionswochenende war ein voller Erfolg! Mit großer Freude habe ich gesehen, wie im ganzen Land Eltern mit ihren Kindern auf der Straße waren, um dringend nötige Veränderungen im Verkehr einzufordern. Damit unsere Kinder die Möglichkeit haben, sicher eigenständig unterwegs zu sein brauchen wir: geschützte Radwege, Tempo 30 innerorts und verkehrsberuhigte Zonen vor Schulen und Kitas. Geben wir unseren Kindern endlich Vorfahrt!“

    Mehr Sicherheit und Freiheit für alle Menschen von 0 bis 99

    Die Kidical Mass macht Kinder sichtbar und gibt ihnen eine Stimme im Verkehr. Eine kindgerechte Mobilitätsplanung stellt ihre Bedürfnisse nach Platz und Sicherheit in den Fokus. Das Aktionswochenende möchte Lust auf Veränderungen machen. Denn Straßen sollen Menschen nicht gefährden – sie sollen Menschen verbinden.

    Einfache Lösungen, die schnell und kostengünstig umgesetzt werden können, gibt es zahlreich. Die dazu passenden Studien wurden in den Nachbarländern bereits durchgeführt. Auch viele Kommunen sind bereit zur Tat – leider fehlen immer noch die gesetzlichen Rahmenbedingungen, klare Ziele, langfristige Finanzierungsmöglichkeiten und Personal.

    „Es wird höchste Zeit, dass wir den Kindern das zurückgeben, worauf sie seit Jahrzehnten verzichten müssen, sich selbständig und sicher, frei und unbeschwert in ihrer Umgebung bewegen zu können“, erklärt Simone Kraus.

    “Viel mehr Kinder würden gerne mit dem Fahrrad zur Schule fahren, aber es ist zu kompliziert”, sagt Nora aus Köln, 10 Jahre alt.

    Die Kidical Mass fordert, dass kurzfristig die Infrastruktur rund um Schulen und Kitas kindgerecht gestaltet werden muss: Schulstraßen, d.h. Straßensperrungen zu Schulbeginn und -ende führen unmittelbar zu mehr radelnden und laufenden Kindern. Diese Situation soll mittelfristig weiter verbessert werden, indem Schulen durch sichere Schulradwege-Netze miteinander ver- und an ihr Einzugsgebiet angebunden werden.

     

    Die Forderungen des Kidical Mass Aktionsbündnisses:

    • Sichere Schulradwege-Netze bis 2030
    • Schulstraßen und verkehrsberuhigte Bereiche vor Schulen und Kitas     
    • Stetige jährliche Finanzierung mit konkreten Zielvorgaben an die Kommunen
    • Kinderfreundliches Straßenverkehrsrecht, v.a. Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit innerorts, geschützte und baulich getrennte, breite Radwege an Hauptstraßen, Spielstraßen, Wohngebiete ohne Durchgangsverkehr, Vision Zero (null Verkehrstote)

    Wenn wir etwas verändern wollen, müssen wir bei den Kindern beginnen. Das Fahrrad ist Zukunftsmobilität. Die #FahrradGeneration steht in den Startlöchern.

    Hashtags: #FahrradGeneration #KidicalMass 


    Hinweis an Redaktionen: Foto- und Filmmaterial finden Sie auf der Aktionswebsite.


    Pressekontakt

    VCD: Franziska Fischer, Anne Fröhlich, Magdalena Reiner • VCD-Pressestelle • 030/280351-12 • presse@vcd.org www.vcd.org • Twitter: @VCDeV

    Kidical Mass: Sebastian Züger • Pressesprecher • 0170 480 94 25 • presse@kinderaufsrad.org www.kinderaufsrad.org

     

    Hintergrund Kidical Mass

    Die Kidical Mass ist eine weltweite Bewegung. Bei bunten Fahrraddemos erobern Radfahrende von 0 bis 99 Jahren die Straße. Das Format hat Kinder und nachhaltige Mobilität im Fokus und setzt sich für lebenswerte Städte ein. Seit 2017 gibt es sie auch in Deutschland. Die Kidical Mass gibt den Kindern eine Stimme im Verkehr, zeichnet ein positives Zukunftsbild, vernetzt und mobilisiert Alt und Jung über die Grenzen der Radszene hinaus.    

    Mit dem Aktionswochenende am 18. / 19. September 2021 findet die Kidical Mass zum zweiten Mal zeitgleich in ganz Deutschland und darüber hinaus statt. Die Kidical Mass Köln ist Koordinatorin. ADFC, Campact, Changing Cities, Deutsches Kinderhilfswerk, VCD und Unicef sind die diesjährigen überregionalen Unterstützer*innen. Herzstück sind über 200 lokale Organisationen. Ein einzigartiges Netzwerk: dezentral, selbstorganisiert und gemeinsam stark.

    Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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    news-9432 Sun, 19 Sep 2021 15:00:00 +0200 Autofreier Tag im Sprengelkiez: Tegeler Straße autofrei https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/autofreier-tag-im-sprengelkiez-tegeler-strasse-autofrei-1/  

    Zum internationalen autofreien Tag ruft der VCD Nordost zur Teilnahme an der Aktion auf.

     

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    news-9398 Sun, 19 Sep 2021 10:26:00 +0200 Pressemitteilung: Durchgangsverkehr verhindern - Kiezblock Auguste Viktoria Allee (AVA)! https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/pressemitteilung-durchgangsverkehr-verhindern-kiezblock-auguste-viktoria-allee-ava/  

    Gibt es eine Möglichkeit, wie der Durchgangsverkehr in unseren Nachbarschaften verringert oder sogar unterbunden werden kann und trotzdem jedes Haus gut mit dem Auto erreichbar bleibt?

    Eine Idee sind die sogenannten „Kiezblocks“, die die Durchquerung eines Kiezes für den Durchgangsverkehr unattraktiv machen und trotzdem Autos von Anwohnenden sowie Polizei und Feuerwehr, Müllabfuhr, Umzüge und Lieferdienste durchlassen. Durch intelligente Verkehrsführung wird jedes Kfz wieder in die Richtung aus dem Kiez hinausgeführt, aus dem es gekommen ist. Durchgangsverkehr findet somit nicht mehr statt, sondern bleibt auf den umgebenden Hauptstraßen.

    Für einen Kiezblock im Wohngebiet rund um die Auguste Viktoria Allee in Reinickendorf veranstaltete der VCD Nordost in Zusammenarbeit mit dem Quartiersmanagement AVA und kein Abseits! e.V. am Montag 13.9. einen ersten Workshop "Kiezblock AVA".

    Acht engagierte Bürger*innen waren dieser ersten Einladung in den Hof des Jugendzentrums „Laiv“ gefolgt. Nach einer Einführung von Heiner von Marschall, Landesvorsitzender des VCD Nordost, was Kiezblocks sind, woher die Idee stammt und mit welchen einfachen, schnellen und kostengünstigen Mitteln der Durchgangsverkehr durch Wohngebiete verhindert werden kann, beugten sich die Teilnehmenden selbst über Karten ihres Wohngebietes, entwickelten Ideen und zeichneten sie auch gleich auf den Karten ein.

    Ergebnis: mit nur drei kleinen baulichen Maßnahmen, konkret zwei Diagonalsperren und einem Modalfilter, sowie zwei verkehrlichen Anordnungen von Einbahnstraßen könnte der gesamte Durchgangsverkehr im Wohngebiet zwischen den umgebenden Hauptstraßen Waldstraße, Ollenhauerstraße, Scharnweberstraße und Eichborndamm wirksam verhindert werden.

    Die Anwohner*innen wünschten sich darüber hinaus, den kurzen Abschnitt der Auguste Viktoria Allee zwischen Am Mellerbogen und Schillingstraße zu einem zentralen Kiezplatz umzugestalten, der für Kfz-Verkehr vollständig gesperrt wäre.

    Die Teilnehmenden beschlossen, unter ihren Nachbarn für die Idee eines „Kiezblock AVA“ zu werben und für Oktober zu einem Folgetermin einzuladen. Ziel wäre es, für die Umsetzung der von Anwohner*innen erstellten Pläne für einen „Kiezblock AVA“ einen Einwohnerantrag an den Bezirk zu stellen. Nötig wären dafür 1000 Unterschriften, unterschriftsberechtigt sind alle volljährigen Einwohner*innen des Bezirks Reinickendorf.

    Starker Durchgangsverkehr schränkt das Leben von Anwohnern stark ein und bedeutet Lärm, schlechte Luft und weniger Verkehrssicherheit, besonders für Kinder und alte Menschen.

    Die Berliner #Kiezblocks nehmen Ideen aus den Superblocks aus Barcelona auf und kombinieren sie mit den niederländischen „Kompartments”. Es gibt in Berlin bereits viele Initiativen zu #Kiezblocks. Anwohner*innen skizzieren, wie der Verkehr durch ihr Wohnviertel fließen soll, und die Konzepte werden dann den zuständigen Bezirken vorgelegt.

    Weniger Kfz-Verkehr in den Quartieren bedeutet weniger schädliche Luft- und Lärmemissionen. Die Aufenthaltsqualität für Anwohner*innen und Anlieger*innen steigt, und die Straßen werden sicherer. Für Fuß- und Radverkehr werden die Verbindungen attraktiver und zeitsparender. Auch Lieferverkehre profitieren von der Verkehrsvermeidung in den Nebenstraßen, wenn der Durchgangsverkehr wegfällt.

    Der Durchgangsverkehr wird mittels sog. Diagonalsperren innerhalb des Kiezblocks verhindert. Eine Diagonalsperre sind 5–6 Poller (oder ähnliche Absperrungen), die diagonal in einer Kreuzung aufgestellt werden, so dass der Kfz-Verkehr nur nach rechts bzw. nach links abbiegen kann und im Ergebnis in der Richtung aus dem Kiezblock hinausgeführt wird, aus der er hereingekommen ist. Für Durchgangsverkehr ist das unattraktiv, sodass er unterbleibt. Fuß- und Radverkehr können weiterhin in allen Richtungen queren. Werden Diagonalsperren an wenigen, strategischen Kreuzungen in einem #Kiezblock aufgestellt, so verlagern diese den Kfz-Durchgangsverkehr auf einfache und effektive Weise auf die Hauptstraßen. Stadtmöbel, wie Ruhebänke oder Spielgerüste, können aufgestellt werden. 

    Durch Schwellen kann der Kfz-Verkehr bei der Einfahrt in den #Kiezblock entschleunigt werden. Auch können Einbahnstraßen diesem Zweck dienen. Ergänzt durch verkehrsberuhigende Elemente wie Blumenkästen und Bäume entstehen Mischnutzungsflächen mit hoher Aufenthaltsqualität.

    Pressekontakt VCD Nordost:

    Heiner von Marschall, Landesvorsitzender
    Email: heiner.v.marschall@vcd-nordost.de Tel: 0174 465 65 23

    www.vcd-nordost.de

     

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    news-9038 Sat, 18 Sep 2021 15:32:00 +0200 Höhepunkte der Europäischen Mobilitätswoche 16.-22. September mit VCD-Beteiligung https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/hoehepunkte-der-europaeischen-mobilitaetswoche-16-22-september-mit-vcd-beteiligung/ Events in Berlin:

    Ausblick – auch nach der EMW geht es direkt weiter mit Aktionen im Rahmen des Globalen Klimastreiks am 24.09.:

    In Rostock plant unsere Ortsgruppe derzeit Aktionen für den Park(ing) Day am 17. September und eine Kidical Mass am 18. oder 19. September. Und auch in Stralsund wird unsere Regionalgruppe Vorpommern Rügen Aktionen durchführen.

    Die EUROPÄISCHE MOBILITÄTSWOCHE ist eine Kampagne der Europäischen Kommission. Seit 2002 bietet sie Kommunen aus ganz Europa die perfekte Möglichkeit, ihren Bürgerinnen und Bürgern die komplette Bandbreite nachhaltiger Mobilität vor Ort näherzubringen. Jedes Jahr, immer vom 16. bis 22. September, werden im Rahmen der EUROPÄISCHEN MOBILITÄTSWOCHE innovative Verkehrslösungen ausprobiert oder mit kreativen Ideen für eine nachhaltige Mobilität in den Kommunen geworben: So werden beispielsweise Parkplätze und Straßenraum umgenutzt, neue Fuß- und Radwege eingeweiht, Elektro-Fahrzeuge getestet, Schulwettbewerbe ins Leben gerufen und Aktionen für mehr Klimaschutz im Verkehr durchgeführt. Dadurch zeigen Kommunen und ihre Bürgerinnen und Bürger, dass nachhaltige Mobilität möglich ist, Spaß macht und praktisch gelebt werden kann.

    Zur Park(ing) Day Berlin – Webseite

    Zur Bündnis-Webseite der Kidical Mass (Bündnis Kinderaufrad.org) und zur gemeinsamen Pressemitteilung nach der Veranstaltung

    Zur Kreisfahrt-Seite beim ADFC…

    Zur Webseite des Umweltfestivals…

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    news-9394 Thu, 16 Sep 2021 13:53:27 +0200 Pressemitteilung: Demonstration der Mobilitäts-Verbände: Kurt Schumacher Platz autofrei! https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/pressemitteilung-demonstration-der-mobilitaets-verbaende-kurt-schumacher-platz-autofrei/ Am Sonntag, 12.9. war der Kurt Schumacher Platz erstmals für einen Nachmittag autofrei.
    „Es ist uns gelungen, ein Bild zu stellen, was sich die meisten Menschen bisher kaum vorstellen konnten: Wie wir den Kurt Schumacher Platz als Platz für Menschen zurückgewinnen können. Als echtes Ortsteilzentrum, ohne Autoverkehr, sondern als Ort der Begegnung und für die täglichen Erledigungen“, fasste Heiner v. Marschall, Landesvorsitzender des VCD Nordost und Grüner Direktkandidat für die Wahl zum Abgeordnetenhaus im Wahlkreis rund um TXL und den Kurt Schumacher Platz, die Aktion zusammen. „Unsere städtischen Plätze sind heute oft nur Verkehrsschneisen für die tägliche Blechlawine. Wir wollen sie zurückgewinnen als urbane Plätze, wo Menschen sich treffen, gerne aufhalten und miteinander kommunizieren. Wo Bäume wachsen, Brunnen sprudeln und Kinder spielen“

    Die an diesem Tag angebotenen Sitzgelegenheiten wurden nun von vielen Passant*innen spontan angenommen, um den Platz bei Live-Musik für sich in Besitz zu nehmen und in ungewohnter Ruhe zu genießen. Insgesamt nahmen so mehrere hundert Menschen an der Aktion teil, in der Spitze etwa 200 gleichzeitig.

    Alle waren eingeladen, sich die sonstige Verkehrsschneise für einen Tag als echten urbanen Platz für Menschen zurückzuerobern. Und viele machten davon Gebrauch: Bei schönem Spätsommer-Wetter machten es sich Menschen auf mitgebrachten Campingstühlen und Picknickdecken gemütlich oder nutzten die aufgestellten Bänke, um in Ruhe der Livemusik eines Swing-Trios und den verschiedenen Redebeiträgen zu lauschen.

    Bettina Jarasch, Grüne Kandidatin für das Amt der Regierenden Bürgermeisterin, freute sich bei ihrem Besuch auf dem Kurt Schumacher Platz über die gelungene Aktion und dankte den Verbänden und lokalen Initiativen, die immer wieder die nötige Mobilitätswende einfordern: „Eine Stadt ganz ohne Autos ist so schnell nicht möglich. Aber wir wollen überall in der Stadt, in allen Kiezen grüne Oasen schaffen, wo es dann keinen Autoverkehr gibt und die Menschen die Straßen und Plätze für sich in Besitz nehmen können. Und wir wollen, dass an solchen Orten auch wieder Kinder auf der Straße spielen können.“

    Kerstin Haarmann, Bundesvorsitzende des VCD, kam direkt aus München und berichtete von den Protesten gegen die IAA am Vortag: „Wir brauchen ein Verkehrssystem, das im Kern nicht mehr auf das Auto, sondern auf den Umweltverbund aus ÖPNV, Fahrrad- und Fußverkehr setzt. Wir wollen die Straßen zurückerobern für die Menschen, die dort leben. Und wir fordern von der nächsten Bundesregierung ein Bundesmobilitätsgesetz, das den Verkehren des Umweltverbundes Vorrang einräumt und die dringend nötige Mobilitätswende regelt. Das Berliner Mobilitätsgesetz hat dafür gute Vorarbeit geleistet.“

    Susanne Grittner, stellvertretende Landesvorsitzende des ADFC Berlin unterstrich die Bedeutung sicherer Radwege, um die #VisionZero zu erreichen: keine Toten und Schwerverletzten mehr im Straßenverkehr! Und nannte viele Beispiele, wo in Reinickendorf auf dem Weg in die City dringender Verbesserungsbedarf besteht.

    Stefan Lehmkühler, Vorstand bei Changing Cities und Grüner Direktkandidat für die Wahl zum Abgeordnetenhaus in Mitte, erläuterte als gelernter Stadt- und Verkehrsplaner, warum auch für einen flüssigen Autoverkehr wesentlich weniger Fläche benötigt wird.

    Yushin Washio von Greenpeace Berlin unterstrich die Notwendigkeit, dass auch im Verkehr der Schadstoffausstoß schnellstens deutlich sinken muss, um den Klimawandel zu stoppen.

    Maria- Anne Lamberti von der ADFC Stadtteilgruppe Reinickendorf hatte bereits zu Beginn die traurige und gefährliche Situation für Radfahrende in unserem Bezirk geschildert, der hier anderen Bezirken weit hinterherhinkt.

    Dazwischen wurde die „Solidaritäts-Radtour Berlin Rostock #unteilbarMV“ zu einem Zwischenstopp begeistert begrüßt und dann auf ihrem Weg weiter nach Norden verabschiedet.

    Umrahmt wurde das Programm mit Livemusik des Swing-Trios „Frau Onkel und Herr Tante“, was die fröhliche Atmosphäre des autofreien Platzes untermalte.

    Von 13 bis 18 Uhr war der Kurt Schumacher Platz für den privaten Kfz-Verkehr gesperrt und blieb den Verkehren des Umweltverbundes vorbehalten: ÖPNV, Fahrrad und Fußverkehr. Wobei sich die BVG leider entschied, ihre Busse nur an der Scharnweberstraße halten zu lassen. Die Organisatoren der Demonstration hatten extra Spuren für die BVG freigehalten.

    ADFC, Greenpeace und VCD präsentierten ihr Aktions- und Informationsmaterial für die Mobilitätswende. Die Grünen Mitte hatten auf der Fahrbahn einen Spiele-Parcours für Kinder aufgebaut, auch aus Pankow kam die Grüne Fahrradtram „Berta“ zu Besuch und fuhr Kinder und Eltern um den Platz. Aus Reinickendorf waren die Grünen und die LINKE mit Infoständen vertreten, um das Anliegen eines autofreien Kurt Schumacher Platzes zu unterstützen.

    Vertreter anderer Parteien, die sich die Möglichkeiten eines autofreien Platzes zumindest einmal angeschaut hätten, wurden leider nicht gesehen.

    Fotos der Aktion sowie den Flyer mit dem Aufruf finden Sie im Anhang. Der Aufruf des VCD Nordost wurde unterstützt von Bündnis Berliner Straßen für alle, ADFC Berlin, BUND Berlin, Changing Cities, Greenpeace Berlin, Naturfreunde Berlin und Powershift.

    „Nicht erst im Rahmen der Nachnutzung von TXL ist der Kurt Schumacher Platz das natürliche Ortsteilzentrum von Reinickendorf-West, wo alte und neue Kieze sich treffen und zusammenwachsen. Dafür muss er als urbaner Platz mit Aufenthaltsqualität umgestaltet und vom privaten Kfz-Verkehr möglichst weiträumig umfahren werden, um ihn als öffentlichen Raum für alle zurückzugewinnen. Wie das aussehen könnte, haben wir heute gezeigt“, erklärte Heiner v. Marschall

    Pressekontakt VCD Nordost:

    Heiner von Marschall, Landesvorsitzender
    Email: heiner.v.marschall@vcd-nordost.de Tel: 0174 465 65 23

    www.vcd-nordost.de

    Der VCD (Verkehrsclub Deutschland) setzt sich ein für Mobilität für Menschen, ein positives Miteinander aller Verkehrsarten und eine ökologische Verkehrswende. Schwerpunkte sind dabei die Förderung des Umweltverbundes (ÖPNV, Fahrrad und Fußverkehr) und mehr Verkehrssicherheit gerade auch für die schwächeren Verkehrsteilnehmer: Kinder, Ältere und Menschen mit Mobilitätseinschränkungen.

    Der VCD Nordost ist der Landesverband für Berlin und Mecklenburg-Vorpommern.

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    news-9306 Mon, 13 Sep 2021 10:12:00 +0200 VCD-Wahlforum: Klimaschutz und Mobilitätswende bislang noch kein Thema in MV! https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/vcd-wahlforum-klimaschutz-und-mobilitaetswende-bislang-noch-kein-thema-in-mv/  

    Bislang führt der öffentliche Nahverkehr vielfach nur ein Nischendasein in MV, während der PKW- und LKW-Verkehr auf Bundes- und Landesstraßen weiter wächst. Für Claudia Lorenz, Sprecherin der Regionalgruppe Vorpommern-Rügen, standen deshalb die Programme und Ziele der vertretenen Landesparteien für eine nachhaltige Mobilität in MV im Mittelpunkt. Etwas enttäuscht waren deshalb einige Diskussionsteilnehmer, dass meist nur Kommunalthemen, wie der fahrpreislose ÖPNV für Senioren, der Bau weiterer Parkplätze oder der Einsatz von Wegebahnen auf Rügen, von den Parteienvertreterinnen und -vertretern angesprochen wurden. Hingegen wurde die Verantwortung der Landespolitik für einen verbesserten Schienenpersonennahverkehr (SPNV) und Vorgaben für einen attraktiven Busverkehr in den Landkreisen, z.B. durch Umsetzung einer Mobilitätsgarantie und durch die Einführung eines flächendeckenden Rufbussystems, nur am Rande besprochen.

    Zentrales Anliegen der Diskutanten war hingegen das schlechte Busangebot in den ländlich geprägten Regionen im Landkreis Vorpommern-Rügen, das vielfach nur auf den Schülerverkehr ausgerichtet ist. Dass in diesem Fall eine Mobilitätsgarantie des Landes auch für diese Flächenregionen Abhilfe schaffen könnte, wurde vorbehaltlos nur von dem Kandidaten der Bündnis 90/ Grünen und der Kandidatin der Linken befürwortet. Damit könnten auch Fahrten im Berufs-, Freizeit- und Einkaufsverkehr im öffentlichen Nahverkehr im gesamten Landkreis nachgefragt werden. Als Vorzeigeprojekt wurde auf den Landkreis Ludwigslust-Parchim in MV verwiesen, der seit 2019 ein flächendeckendes Rufbussystem anbietet und damit eine Bedienung jeder Haltestelle im Landkreis an 365 Tagen im Jahr garantiert. Eine solche Mobilitätsgarantie sollte durch einen landesweiten MV-Tarif ergänzt werden, der das Umsteigen zwischen Bahn und Bus mit nur einem Fahrschein nach dem Vorbild  anderer Bundesländer (z.B. Schleswig-Holstein) erlaubt.

    Im Vorfeld des VCD-Wahlforums in Stralsund hat der VCD Nordost folgendes Aktionsprogramm für eine nachhaltige Mobilität und Klimaschutz in Mecklenburg-Vorpommern vorgestellt:

    1. Neuausrichtung der ÖPNV-Politik durch die Zielvorgabe der Verdoppelung der Fahrgastzahlen in Bahnen und Bussen in MV bis 2025. Hierzu ist eine Änderung des ÖPNV-Gesetzes und des integrierten Landesverkehrsplanes (ILVP) erforderlich.
    2. Festschreibung einer landesweiten Mobilitätsgarantie (z.B. 60 Minuten-Takt) auch durch Einführung eines flächendeckenden Rufbussystems (On-Demand-Verkehr).
    3. Überprüfung der geplanten Straßenprojekte in MV im Hinblick auf Klimaschutz, Umweltverträglichkeit und Vision Zero; dabei sind die Verlagerungspotenziale auf den Umweltverbund (Bus, Bahn und Rad) darzustellen.
    4. Auflegen eines Landesförderprogrammes für die Betreiber der Schieneninfrastruktur (EIU) mit dem Ziel der Beseitigung von Engpässen (z.B. Rostock-Stralsund, Neustrelitz-Stralsund, Neubrandenburg- Güstrow, Rostock-Wismar) und schnellstmögliche Reaktivierung von stillgelegten Bahnstrecken (Darßbahn, Usedom-Südanbindung, Hafen Mukran/ Sassnitz)
    5. Umsetzung eines Dachmarketings für den SPNV und den sonstigen ÖPNV, um das Image und die Nutzung des öffentlichen Verkehrs zu fördern; gleichzeitig ist ein MV-Tarif für ein unkompliziertes Umsteigen zwischen Bahn und Bus kurzfristig einzuführen.
    6. Einführung eines Netz von landesbedeutsamen Buslinien nach dem Vorbild mehrerer ostdeutscher Bundesländer („Plus Bus“) als Ergänzung des bestehenden SPNV-Angebotes. Die Finanzierung dieses neuen Busnetzes in den Landkreisen und Städten sollte durch das Land erfolgen.

     

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    news-9312 Sun, 12 Sep 2021 11:00:00 +0200 Kiezblock AVA in Reinickendorf https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/kiezblock-ava-in-reinickendorf/  

    Der Workshop fand statt am Montag, 13.09.2021, unter freiem Himmel mit Treffpunkt im Hof des Jugenzentrums Laiv. Aus der Ankündigung:

    Gibt es eine Möglichkeit, wie der Durchgangsverkehr in unseren Nachbarschaften verringert oder sogar unterbunden werden kann und trotzdem jedes Haus gut mit dem Auto erreichbar bleibt?

    Eine Idee sind die sogenannten „Kiezblocks“, die die Durchquerung eines Kiezes für den Durchgangsverkehr unattraktiv machen und trotzdem Autos von Anwohnenden sowie Polizei und Feuerwehr, Müllabfuhr, Umzüge und Lieferdienste durchlassen. Durch intelligente Verkehrsführung wird jedes Kfz wieder in die Richtung aus dem Kiez hinausgeführt, aus dem es gekommen ist. Durchgangsverkehr findet somit nicht mehr statt, sondern bleibt auf den umgebenden Hauptstraßen.

    Im Rahmen des Quartiersmanagement-Projektes „Umweltgerechtigkeit“ - durchgeführt von kein Abseits! e.V. - sind alle interessierten Nachbarinnen und Nachbarn aus dem Quartiersmanagementgebiet Auguste-Viktoria-Allee eingeladen, einen solchen Kiezblock für ihren Kiez zu entwerfen.
    Heiner von Marschall, Landesvorsitzender des VCD Nordost, wird uns in das Thema einführen und den Workshop mit anleiten. Vorkenntnisse sind nicht nötig, es reicht ein Interesse an dem eigenen Wohnumfeld. Denn Anwohnende sind automatisch Expert*innen für ihren eigenen Kiez und wissen zum Beispiel: wo gibt es Schleichverkehr? Wo sind Schul- und Kitawege?

    Mehr Information:

    https://www.qm-auguste-viktoria-allee.de/index.php?option=com_content&view=article&id=716:kiezblock-ava-weniger-durchgangsverkehr-der-kiez-den-menschen-die-hier-wohnen&catid=9:startseitentexte&Itemid=101

     

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    news-9223 Tue, 07 Sep 2021 11:45:00 +0200 Am Sonntag 12.9. machen wir den Kurt-Schumacher-Platz autofrei! https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/am-sonntag-129-machen-wir-den-kurt-schumacher-platz-autofrei/  

    Dies soll unsere zentrale Aktion des VCD Nordost in diesem wichtigen Wahljahr sein. Wir möchten zeigen, wie man öffentliche Räume besser nutzen kann als für die tägliche Blechlawine. Und den Kutschi als urbanen Platz mit Aufenthaltsqualität zurückgewinnen.

    Der VCD Nordost hat die Demonstration von 13 bis 18 Uhr auf dem Kurt Schumacher Platz angemeldet, um den Platz für Menschen zurückzugewinnen.

    Die Landesverbände von ADFC, BUND, Changing Cities, Greenpeace, Naturfreunde und Powershift rufen mit auf zur Teilnahme.

    Heiner von Marschall, Landesvorsitzender des VCD Nordost: “Nicht erst im Rahmen der Nachnutzung von TXL ist der Kurt-Schumacher-Platz das natürliche Ortsteilzentrum von Reinickendorf-West, wo alte und neue Kieze sich treffen und zusammenwachsen. Dafür muss er als urbaner Platz mit Aufenthaltsqualität umgestaltet und vom privaten Kfz-Verkehr möglichst weiträumig umfahren werden, um ihn als öffentlichen Raum für alle zurückzugewinnen.”

    Neben einem politischen Programm gibt es vor Ort auch Livemusik des Swing-Trios “Frau Onkel und Herr Tante”. Der ADFC Berlin bietet parallel einen Herbstcheck für Fahrräder an. Kleinere Reparaturen werden kostenlos vor Ort erledigt.

    Der Kurt Schumacher Platz zeigt an prominentem Ort, wie Flächen von Autos belegt werden, die ein urbaner Platz mit Aufenthaltsqualität sein könnten. Wir möchten zeigen, wie das aussehen könnte und den Platz für Menschen zurück erobern. Zunächst wenigstens für einen Nachmittag.

    Die Veranstaltung ist als Demonstration angemeldet. Es gilt das Hygienekonzept, dass Abstände einzuhalten sind und Masken getragen werden, insbesondere wenn man sich durch die Demonstration bewegt.

    Wir freuen uns, wenn Ihr am 12.9. dabei seid und das Anliegen unterstützt!

    Flyer #KutschiAutofrei

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    news-9304 Tue, 07 Sep 2021 10:51:28 +0200 Bahnpolitische Gespräche zur Landtags- und Bundestagswahl 2021 https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/bahnpolitische-gespraeche-zur-landtags-und-bundestagswahl-2021/
    Folgende Gespräche wurden veranstaltet:

    1. Jutta Wegner, Landtagskandidatin der Bündnis90/ Die Grünen und Sprecherin der LAG Mobilität und Claudia Müller, Spitzenkandidatin des Landesverbandes von Bündnis'90 /Die Grünen für den Bundestag und Sprecherin für maritime Wirtschaft, durchgeführt am 21. Juli 2021.
    2. Dr. Stephan Bunge, Bundestagskandidat der Christlich Demokratischen Union für den WK 17 - Meckl. Seenplatte II und Björn Bromberger, Landtagskandidat für den WK 3 - Neubrandenburg II, durchgeführt am 4. August 2021.
    3. Dr. Mignon Schwenke, Fraktionssprecherin der Linken-Fraktion des Landtages zum Ressort Verkehr und Daniel Seiffert, Landtagskandidat der Linken. Durchgeführt am 18. August 2021.
    4. David Wulff, Landesgeneralsekretär der Freien Demokraten, zur Landtagswahl, Direktkandidat im Wahlkreis 1 Greifswald und Sebastian Adler, Vorsitzender des Landesfachausschusses Wirtschaft, Verkehr, Tourismus und Energie, Kandidat zur Bundestagswahl, durchgeführt am 1. September 2021.
    5. Christian Pegel, SPD-Landtagskandidat für den WK 1 - Greifswald 1 und amtierender Infrastrukturminister und Jochen Schulte, SPD-Landtagskandidat für den WK 7 - Rostock IV und Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus am 15. September 2021.


    Folgende Themen standen jeweils auf der Agenda:

    • Verkehrswende - auch in MV? Wie kann diese im Land politisch und verbindlich umgesetzt werden?
    • Welche Rolle spielt dabei der Bahnverkehr im Flächenland MV? Wie wird das Bestandsnetz, insbesondere bei der Wohnbevölkerung, besser vermarktet?  Welche Züge müssen noch auf welchen Linien zusätzlich bestellt werden? Welche stillgelegten Bahntrassen sollten reaktiviert werden und bei welchen Strecken ist ein kurzfristiger Ausbau erforderlich?
    • D-Takt - Sind die im 3. Entwurf vorgeschlagenen Investitionen des Bundes in das Bahnnetz im Nordosten schon ausreichend? Welche Position vertreten die Parteien in MV und gibt es darüber hinaus eigene Landesinitiativen für den Ausbau der Schieneninfrastruktur? MV: Mitten in Europa oder glücklich in der Peripherie? Im Güter- und Fernverkehr: Wie steht es um die Bahnlogistik im Land und die Hinterlandanbindung, z.B. der Vorpommerschen Häfen?
    • Vision Zero (deutlich weniger Verkehrsunfälle) auch in MV! Wie werden Mobilitätsbedürfnis und -angebot im Land in ein neues Gleichgewicht gebracht? Was halten die Parteien von einer Mobilitätsgarantie auch im ländlichen Raum nach dem Vorbild des Rufbussystems in Ludwigslust-Parchim?

    Der VCD Nordost und Pro Bahn MV stehen in der Verkehrs- und insbesondere Bahnpolitik in MV auf folgendem Standpunkt:
    Die verschärften Klimaschutzziele für den Verkehrssektor, der weiterhin hohe Flächenverbrauch durch den wachsenden Kfz-Verkehr sowie hohe Unfallzahlen verlangen ein grundsätzliches Umdenken in der Mobilitätspolitik in MV. Fehlende Finanzmittel des Bundes können nicht mehr das „Totschlagargument“ der Schweriner Landespolitik sein. Ein grundsätzliches Umsteuern ist nach dem Vorbild anderer Bundesländer (z.B. Saarland, Schleswig-Holstein) und einer deutlichen Priorität für den öffentlichen Verkehr dringend geboten. Ein weiteres Warten auf bessere Zeiten oder das Brachliegen großer Teile einer jahrzehntelang funktionierenden Infrastruktur (Bahntrassen und Bahnhöfe) ist auch im Flächenland Mecklenburg-Vorpommern nicht mehr vertretbar.

    Die Perspektiven müssen geweitet werden, und das ganze Potenzial und Know-How des Schienenverkehrs und dessen Branche muss auch in MV endlich genutzt werden. Für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) trägt das Land unmittelbar die Verantwortung und sollte dieser auch in vollem Umfang gerecht werden. Hierzu muss z.B. die integrierte Landesverkehrsplanung grundsätzlich überarbeitet werden, um abrechenbare Ziele (z.B. Verdoppelung der Fahrgastzahlen in Bahnen und Bussen) für eine Mobilitätswende in MV verbindlich festzuschreiben. Ein „weiter so“ und eine uneingeschränkte Förderung aller Verkehrsträger sollte möglichst bald auch bei uns der Vergangenheit angehören. Als kurzfristige Alternative für eine neue Mobilitätspolitik in MV sollte das ÖPNV-Gesetz des Landes die neuen Ziele verbindlich vorschreiben; mittelfristig sollte ein Landesmobilitätsgesetz einen neuen Rechtsrahmen schaffen.

    Wer Interesse hat an der Diskussion am 15.September 2021 per Videokonferenz teilzunehmen, schickt eine Mail an info@vcd-nordost.de

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    news-9303 Tue, 07 Sep 2021 10:35:27 +0200 Pressemitteilung: Am Sonntag 12.9. machen wir den Kurt Schumacher Platz autofrei! https://vorort.vcd.org/startseite/detail/news/pressemitteilung-am-sonntag-129-machen-wir-den-kurt-schumacher-platz-autofrei/ Ein urbaner PLATZ FÜR MENSCHEN mit Aufenthaltsqualität

    Von 13 bis 18 Uhr wird der Kurt Schumacher Platz für den privaten Kfz-Verkehr gesperrt und bleibt den Verkehren des Umweltverbundes vorbehalten: ÖPNV, Fahrrad und Fußverkehr.

    Alle sind eingeladen, sich die heutige Verkehrsschneise als echten urbanen Platz für Menschen zurückzuerobern. Der Aufruf des VCD Nordost wird unterstützt von Bündnis Berliner Straßen für alle, ADFC Berlin, BUND Berlin, Changing Cities, Greenpeace Berlin, Naturfreunde Berlin und Powershift.

    Den Flyer mit dem Aufruf finden Sie im Anhang.

    „Unsere städtischen Plätze sind heute oft nur Verkehrsschneisen für die tägliche Blechlawine. Wir wollen sie zurückgewinnen als urbane Plätze, wo Menschen sich treffen, gerne aufhalten und miteinander kommunizieren. Wo Bäume wachsen, Brunnen sprudeln und Kinder spielen“ erklärt Heiner von Marschall, Landesvorsitzender des VCD Nordost.

    „Nicht erst im Rahmen der Nachnutzung von TXL ist der Kurt Schumacher Platz das natürliche Ortsteilzentrum von Reinickendorf-West, wo alte und neue Kieze sich treffen und zusammenwachsen. Dafür muss er als urbaner Platz mit Aufenthaltsqualität umgestaltet und vom privaten Kfz-Verkehr möglichst weiträumig umfahren werden, um ihn als öffentlichen Raum für alle zurückzugewinnen.“

    Neben Redebeiträgen der beteiligten Berliner Verbände wird gegen 14.45 Uhr das Eintreffen der Solidaritätsdemo für #UnteilbarMV erwartet und gegen 15.15 Uhr die Radtour zur #unteilbar-Demonstration am 18.9. in Rostock verabschiedet.

    Bettina Jarasch, Grüne Kandidatin für das Amt der Regierenden Bürgermeisterin, wird gegen 15.45 Uhr einen Redebeitrag halten. Es folgt ab ca 16.00 Uhr Kerstin Haarmann, Bundesvorsitzende des VCD, die unsere Forderung nach einem #Bundesmobilitatsgesetz unterstreicht und erläutert.

    Umrahmt wird das Programm mit Livemusik des Swing-Trios „Frau Onkel und Herr Tante“.

    Der ADFC Berlin bietet parallel einen Herbstcheck für Fahrräder an. Die ADFC-Mechaniker prüfen Dein Fahrrad auf Verkehrssicherheit und machen Licht- und Bremsanlagen fit. Kleinere Reparaturen werden kostenlos vor Ort erledigt.

    Teilnehmende können gerne Campingstühle oder Picknickdecken mitzubringen, um es sich gemütlich zu machen und den Platz für Menschen in Besitz zu nehmen.

    Die Veranstaltung ist als Demonstration angemeldet. Es gilt das Hygienekonzept, dass Abstände einzuhalten sind und Masken getragen werden, insbesondere wenn man sich durch die Demonstration bewegt.

    Pressekontakt VCD Nordost:

    Heiner von Marschall, Landesvorsitzender
    Email: heiner.v.marschall@vcd-nordost.de  Tel: 0174 465 65 23

    www.vcd-nordost.de

    Der VCD (Verkehrsclub Deutschland) setzt sich ein für Mobilität für Menschen, ein positives Miteinander aller Verkehrsarten und eine ökologische Verkehrswende. Schwerpunkte sind dabei die Förderung des Umweltverbundes (ÖPNV, Fahrrad und Fußverkehr) und mehr Verkehrssicherheit gerade auch für die schwächeren Verkehrsteilnehmer: Kinder, Ältere und Menschen mit Mobilitätseinschränkungen.

    Der VCD Nordost ist der Landesverband für Berlin und Mecklenburg-Vorpommern.

    Flyer zum Aufruf

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