Nordost

Radverkehr in Berlin

Erste Etappe zum Radverkehrsgesetz ist geschafft

Die Anfang dieses Jahres abgehaltene Verhandlungsrunde von ADFC und VEF (Initiative Volksentscheid Fahrrad) mit Verwaltung und Politik hat sich auf die Eckpunkte eines Gesetzes geeinigt, das Grundlage für die Förderung des Radverkehrs in Berlin werden und später in ein Mobilitätsgesetz integriert sein soll.

Jetzt machen sich die Fachleute und Juristen an die Arbeit und formulieren einen Gesetzentwurf für das Abgeordnetenhaus. Das Abgeordnetenhaus wird dann in mehreren Lesungen beraten. Dabei wird es mit Sicherheit reichlich Einfluss von Lobbyisten geben, die ihre Interessen einbringen wollen.
Für uns heißt dies: Achten wir darauf, dass in dem Prozess alle wesentlichen Inhalte gewahrt werden. Dazu müssen wir mit allen anderen Gruppen und Verbänden zusammenarbeiten. In dieser spannenden Zeit brauchen wir jede denkbare Unterstützung, sei es durch neue Mitglieder (je mehr Mitglieder, umso glaubhafter sind wir) oder sei es durch aktive Mitarbeit beispielsweise durch Teilnahme an unserer AG Rad.

 

VCD Nordost begleitet Volksentscheid Fahrrad konstruktiv

Der VCD Nordost hat auf seiner Jahresmitgliederversammlung am 4. Juni 2016 beschlossen, den Volksentscheid Fahrrad (VEF) weiterhin zu unterstützen und ihn konstruktiv zu begleiten. Den Beschluss der Mitgliederversammlung finden Sie hier.

Der Ansatz des VCD, alle Verkehrsarten des Umweltverbundes und eine integrierte Verkehrsplanung zu fordern, bleibt davon unberührt. Der VCD Nordost vertritt allerdings die Meinung, dass der Fahrradverkehr in Berlin einen erhöhten Nachholbedarf hat und eine Umverteilung des Straßenraums zugunsten des Fahrrades dringend notwendig ist. Die Vorlage des VEF wurde auf unsere Anregung hin in einigen Punkten angepasst. So wurde übernommen, dass Busspuren – vorhanden oder geplant – nicht durch Fahrradinfrastruktur gefährdet werden dürfen. Der Platzbedarf soll vor allem zu Lasten des Kfz-Parkraumes erfolgen.

Den genauen Gesetzesentwurf und weitere Informationen des VEF finden Sie hier.

Nun werden wir in den kommenden Monaten – zusammen mit anderen Verbänden und Initiativen – darauf hinarbeiten, dass die sinnvollen Ziele des VEF verbindlich und möglichst schnell umgesetzt werden. Zu Gunsten der Fahrradfahrer, der Fußgänger und der Benutzer von Bus und Bahn.

 

 

VCD Nordost Positionspapier 2016 zu Radverkehr in Berlin

Die grüne Verkehrswende hin zu einer klimaschonenderen und lebenswerteren Stadt braucht eine Umverteilung des Verkehrs vom motorisierten Individualverkehr zum leisen, nachhaltigen Verkehr. Zu diesem gehört neben dem Fußverkehr und dem ÖPNV der Radverkehr.

Der VCD Nordost hat zur Förderung des Radverkehrs in Berlin seine Position erarbeitet.

Hier erhalten Sie das Positionspapier des VCD Nordost zum Radverkehr.

 

 

Forderung des VCD Nordost

VCD Nordost fordert mind. 16,5 Mio. € jährlich für Radverkehr!

Berlin, 09. Oktober 2013. Empfohlen sind 5 € pro Einwohner und Jahr; auf diesen Betrag sollte das Land Berlin laut Radverkehrsstrategie seine Ausgaben bis 2017 erhöhen. Das wären bei derzeit 3,3 Mio. Einwohnern 16,5 Mio. € jährlich!

Doch der Berliner Senat will - anders als angekündigt - nur 4 Mio. € pro Jahr in neue Radverkehrsinfrastruktur stecken. Das ist viel zu wenig! Die Liste der Vorhaben wird länger und länger. Das muss sich ändern!

Der VCD Nordost fordert das Abgeordnetenhaus auf, den Senatsbeschluss zu korrigieren und im Verkehrsetat hin zu einer echten Radverkehrspolitik umzuschichten. Allein schon durch die Streckung einiger Straßenbauprojekte könnten viele Millionen für die Radverkehrsförderung freigesetzt werden! Die taz berichtete ebenfalls.

Unsere vollständige Pressemitteilung

 

 

Beteiligung des VCD Nordost in den FahrRäten in Berlin

Quelle: M. Laube

„FahrRäte“ begleiten die Radverkehrspolitik des Senats seit 2003 kontinuierlich und unterstützen die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt bei der Fortschreibung der Radverkehrsstrategie. Neben Mitarbeitern der Senats- und Bezirksverwaltungen, die mit dem Radverkehr befasst sind, gehören auch der Fahrradbeauftragte des Senats, Vertreter der Umwelt- und Verkehrsverbände, der Verkehrsbetriebe und des Fahrradgewerbes sowie externe Experten zu diesen Beratungsgremien.

Wir sind in den FahrRäten in Berlin aktiv und setzen uns dort in Gesprächen mit Vertretern aus der Politik und Verbänden wie dem ADFC und BUND für eine Stadtplanung ein, die Fahrräder und Lastenfahrräder als Verkehrsmittel berücksichtigt und dementsprechend eine fahrradfreundliche Infrastruktur aufweist. Hierzu gehören zum Beispiel ein besser ausgebautes Radverkehrsnetz, mehr sichere Fahrradabstellanlagen und Fahrradparkhäuser.

VCD-Aktive im FahrRat des Berliner Senats:

  • Wanja Borchert, Christian Kölling (Stellvertreter)


VCD-Aktive in den bezirklichen FahrRäten:


Jede/r, der oder die sich in diesem Bereich engagieren möchte, ist eingeladen, sich in den FahrRäten einzumischen. Anfragen für weitere Informationen bitte per E-Mail.

 

 

Fahrradroutennetz

Das Konzept für das Berliner Fahrradhauptroutennetz der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung finden Sie hier.

Fahrradrouten in Berlin: Hier gibt es Karten und GPS-Tracks für Navigationsgeräte von SenStadt als kostenfreien Download.

 

 

Quelle: E. Renziehausen