Nordost

Lärm

Längst nicht alle Geräusche machen das Leben angenehm und sorgen für Entspannung. Es gibt Geräusche die unser Wohlbefinden stark negativ beeinträchtigen, unsere Leistungsfähigkeit senken und uns gar auf Dauer krank machen.
Der Staat ist dafür verantwortlich, die körperliche Unversehrtheit des Menschen zu gewährleisten und zu schützen. Dafür muss er das Verhältnis zwischen Verursachern und Betroffenen regulieren, Grenzwerte festlegen oder Betriebsbeschränkungen im Straßen- und Flugverkehr erlassen.

Quelle: Anna Fehmel


Forderungen des VCD Nordost

Generell macht der VCD Nordost drei verkehrsbedingte Ursachen von Lärmbelastungen aus:

  • den Straßenverkehr - Forderung von Tempo 30 innerorts als Basisgeschwindigkeit für Pkw und Lkw,
  • den (innerstädtischen) Schienenverkehr - Forderung nach der Entwicklung und Umsetzung wirkungsvoller Lärmschutzmaßnahmen zum Schutz von Anwohnern, sowie
  • den Flugverkehr - Forderung eines Nachtflugverbots von 22 bis 6 Uhr für die Flughäfen Tegel und BER und die Schließung von Tegel.


In Abstimmung mit dem VCD Bundesverband fordert der VCD Nordost außerdem die politische Umsetzung folgender Maßnahmen zur Senkung von Lärmbelastung:

  • Verkehrsvermeidung oder -verlagerung auf lärmarme Verkehrsmittel: Schaffung attraktiver, sicherer Fuß- und Radwege und Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs,
  • bessere Integration von Gebiets-, Verkehrs- und Lärmschutzplanung,
  • Reduzierung der Gesamtbelastung auf Grundlage des allgemeinen Verkehrslärmschutzgesetzes,
  • Verschärfung der EU-weiten Grenzwerte für alle Umgebungslärmquellen,
  • Förderung des Lärmbewusstseins durch Integration des Themas in die Verkehrserziehung,
  • Forschung zum Verkehrslärm,
  • Grenzwerte für die Häufigkeit von lauten Ereignissen.

Hier gelangen Sie zu den Themenseiten des VCD Bundesverbands.

Lärmmess-Aktion zum "Tag gegen Lärm 2017"

Am 25. April 2017, dem „Internationalen Tag gegen Lärm“, hat der VCD Nordost mit einer öffentlichen Lärmmess-Aktion auf die hohen Belastungen durch Verkehrslärm aufmerksam gemacht. Die Messung fand in der Residenzstraße (B96) in Berlin-Reinickendorf statt. Ergebnis war unter anderem, dass die Hauptbelastung der Lärmemissionen durch den Kraftverkehr zwischen 78 und 83 dB liegen. Diese Werte sind sehr hoch. Der VCD Nordost fordert, dass geeignete Maßnahmen ergriffen werden, damit der Straßenverkehrslärm auf der Residenzstraße die vom Senat anvisierten Werte, 55 Dezibel (nachts) und 65 Dezibel (tags), tatsächlich nicht überschreitet. Die RBB Abendschau berichtete von unserer Aktion mit einem Sendebeitrag noch am selben Abend. Mehr Informationen zu der Aktion und den Ergebnissen können Sie in unserer Pressemitteilung nachlesen.

Quelle: Heiner v. Marschall
Quelle: Heiner v. Marschall
Quelle: Heiner v. Marschall
Quelle: Heiner v. Marschall






Lärmaktionsplan 2013 - 2018

Das Land Berlin musste aufgrund der EU-Umgebungslärmrichtlinie von 2002 einen Lärmaktionsplan für die Stadt aufstellen, um die Lärmbelastungen zu dokumentieren und um Maßnahmen zur Lärmminderung zu ergreifen. Erstmalig wurde 2008 ein solcher Plan vorgestellt. Dessen Fortschreibung für die Jahre 2013 - 2018 wurde am 06. Januar 2015 vom Senat beschlossen. Der Aktionsplan kann auf den Internetseiten der Senatsverwaltung abgerufen werden. 

Weiterführende Links:

Stellungnahme des VCD Nordost zum Lärmminderungsplan 2013 bis 2018

Downloads zum Lärmaktionsplan

EU-Umgebungslärmrichtlinie von 2002

 

 

Ausbau der Dresdner Bahn ohne Tunnel

Mitte August 2015 entschied das Eisenbahn-Bundesamt nach Informationen des Tagesspiegels, dass die Dresdner Bahn wieder ebenerdig durch Berlin-Lichtenrade fahren soll. Die dort wohnenden Bürger kündigten an, gegen diese Entscheidung, nicht zuletzt wegen der befürchteten Lärmbelastungen, vorzugehen.
Es ist die Einschätzung des VCD Nordost, dass die Dresdner Bahn nicht vollständig beruhigt sein kann. Trotzdem fordert er, dass entsprechende Beruhigungsmaßnahmen, bspw. durch Lärmschutzwände, vorgenommen werden, um die Anwohner zu schützen.

 

 

Quelle: niroworld/fotolia