Nordost

Denn weniger Autos und Motorräder auf den Straßen bedeuten:

  • weniger Flächenverbrauch durch Straßen und Parkplätze, dafür mehr Platz für FußgängerInnen, RadfahrerInnen und Kinder,

  • weniger Treibhausgase und Schadstoffe, dafür mehr frische Luft und ein stabileres Klima,

  • weniger krankmachenden Lärm, dafür mehr Ruhe und Erholung,

  • weniger Unfälle mit Verletzten und Toten, dafür mehr Sicherheit auf Straßen und Wegen für alle.

Nordost, Auto & Straße, Radverkehr, Verkehrssicherheit, Bürgerschaftliches Engagement in der Mobilität, Pressemitteilung
VCD Nordost aktuell

Presseberichte zum 2. Berlin Bikini & Badehose Bicycle Ride

Am späten Sonntagnachmittag fand am 14.7. wieder der „Berlin Bikini & Badehose Bicycle Ride“ statt. Mit Badesachen bekleidet und bunt mit Farbe bemalt, machten rund 400 Radfahrer*innen auf einer zweistündigen Tour durch Berlin-Mitte auf ihre Verletzlichkeit im Straßenverkehr aufmerksam.

Über den BBBB-Ride #2 wurden mehrere Presseberichte veröffentlicht:

Auch Videoberichte sind aufrufbar:

Pressetext der Veranstalter*innen:

Der vom ökologischen Verkehrsclub VCD Nordost, Changing Cities, dem ADFC Berlin und dem Purple Ride organisierte Protest lehnt sich an den internationalen „World Naked Bicycle Ride“ an. Dieser findet seit 2001 jährlich weltweit statt. Auf dem Bike Ride demonstrieren auf der ganzen Welt Radlerinnen und Radler gegen die vorherrschende Automobilkultur und deren negativen Auswirkungen. Es ist ein Protest gegen die schlechte Luft und den Lärm und für eine bessere Radinfrastruktur sowie mehr Verkehrssicherheit in den Städten.

Katja Täubert, Aktivistin beim VCD: „Mit unseren fast nackten Körpern stellen wir uns dem Autoverkehr. Wir wollen Sensibilität schaffen für die Gefahr, der Fahrradfahrer*innen täglich auf der Straße ausgesetzt sind. Schreckliche, unnötige Verkehrsunfälle, Stickoxide und der Klimawandel machen deutlich: Wir brauchen weniger Autos und dafür mehr Radverkehr in den Städten. Die Bundesregierung und die Kommunen müssen die Verkehrswende voranbringen und mehr Platz und sichere Wege für Radfahrer*innen schaffen.“

„Fahrradfahren muss Spaß machen - es muss einfach und bequem sein, durch die Stadt zu radeln“, kommentiert Ragnhild Sørensen von Changing Cities. „Mit dem Berliner Mobilitätsgesetz ist das möglich - es muss im Prinzip nur zügig umgesetzt werden. Wir können zukünftig mit weniger Pkw eine weit lebenswertere Stadt gestalten.“

Nikolas Linck, Sprecher des ADFC Berlin: “Jedes Jahr verstopfen zehntausende zusätzliche Autos Berlin und machen unsere Straßen zu lärmenden, stinkenden und gefährlichen Orten.  Dem setzen wir mit dem Bikini Ride einen Tag voller Spaß am Radfahren entgegen. Bunt und laut fordern wir ein, was lange versprochen ist: ein fahrradfreundliches und lebenswertes Berlin!”

“Es ist nicht egal, ob man als cis-Mann oder Frau* im Straßenverkehr unterwegs ist", meint das Purple Ride Team. "Frauen* werden als Verkehrsteilnehmerinnen* oft nicht ernst genommen, es herrscht Aggressivität auf den Straßen. Vor allem Frauen* in kurzen Hosen oder Röcken sind viel zu oft mit sexistischen Sprüchen konfrontiert. Wir haben keinen Bock auf Macker-Sprüche, Mansplaining und Rücksichtslosigkeit! Mit dem Bikini-Ride setzen wir deswegen ein Zeichen gegen Sexismus, gegen Body-Shaming und für die Akzeptanz aller Körper.”

In Berlin hatte der „World Naked Bicycle Ride“ bis zum letzten Jahr noch nicht stattgefunden, da die Polizei hierzulande Demonstrationen mit Nackten nicht erlaubt. Doch bevor Berlin gar nicht an der globalen Fahrraddemo teilnimmt, haben sich die Organisationen dazu entschieden, den Bike Ride in der Hauptstadt mit Bikini und Badehose auszurufen. Mit der Protestform wollen sie auch Menschen zum Radfahren motivieren: Der „Berlin Bikini & Badehose Bicycle Ride“ zeigt, dass gemeinsames Radfahren Spaß macht. Und das noch viel mehr, wenn es dafür genügend Platz in den Städten gibt. Der Fahrradprotest in Badesachen startete und endete am Frankfurter Tor und führte durch Kreuzberg, Schöneberg, Moabit und Berlin-Mitte.

VCD-Pressekontakt:
Katja Täubert, VCD-Nordost • Telefon 01636205500 • katja.taeubert@vcd.org • www.vcd-nordost.de

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