Nordost

Derzeit führt der VCD Nordost keine Projekte zum Thema Fußverkehr durch. Sollten Sie Zeit und Lust haben, sich in diesem Bereich zu engagieren und z.B. Kiezspaziergänge anzubieten, melden Sie sich gerne per E-Mail bei uns.

 

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VCD Nordost aktuell

Pressemitteilung: Mahnwache zum Todestag von Johanna Hahn

Am 6. Juni um 18.00 Uhr an der Kantstraße/Ecke Windscheidstraße

Gedenkorte für Verkehrsopfer – Hilfe für Hinterbliebene

Zum Todestag von Johanna Hahn rufen ihre Familie und Berliner Verkehrsinitiativen zu einer Mahnwache auf. Sie findet am 6. Juni um 18.00 Uhr an der Kantstraße/Ecke Windscheidstraße statt, wo die 22-jährige vor einem Jahr Opfer eines Rasers wurde. Die Veranstalter vom FUSS e.V. und dem Verkehrsclub Deutschland (VCD Nordost) wollen hier auch ihre Forderung untermauern, dass Verkehrsopfer würdige Gedenkorte und Hinterbliebene wirksame staatliche Hilfe brauchen.

Am Todesort hat die Familie von Johanna Hahn einen Gedenkort geschaffen. Roland Stimpel von Fuss e.V. sagt dazu: „Oft wünschen sich Trauernde an der Unfallstelle einen Ort des Gedenkens. Solche Orte sind auch als Mahnung an uns alle wichtig, Verkehr zu zähmen und den Schutz von Leib und Leben nach vorn zu stellen. Wir dürfen nach solchen schrecklichen Ereignissen nicht einfach zur Tagesordnung übergehen und so tun, als sei nichts gewesen.“ Die Verbände rufen Berlins Bezirksämter auf, Gedenkorte wie den für Johanna Hahn im öffentlichen Raum zu tolerieren. Roland Stimpel: „Da sollten auch bei Ämtern Pietät und Respekt an erster Stelle stehen.“

Darüber hinaus fordern FUSS e.V. und VCD Nordost den Berliner Senat auf, eine Ombudsperson einzusetzen, an die sich schwer verletzte Verkehrsopfer und Hinterbliebene von Getöteten wenden können. Heiner von Marschall, Landesvorsitzender des VCD Nordost erklärt: „Oft kommt nach dem schrecklichen Ereignis auch noch bürokratischer Horror. Hier muss eine starke und kundige Person her, die Opfer und Angehörige bei Behörden vertritt, zum Beispiel gegenüber der Polizei, bei Krankenkassen, Versicherungen und in Entschädigungsfragen. Als Gesellschaft und Staat haben wir ein Verkehrssystem, das immer wieder Menschen tötet und schwer verletzt. Das kann jeden von uns treffen, die oder der einfach zur falschen Zeit am falschen Ort ist. Solange das so ist, haben wir als Stadtgesellschaft die moralische Pflicht zu helfen.“

Die Veranstalter wollen mit der Mahnwache auch auf die gemeinnützige Gesellschaft LichterSchatten aufmerksam machen, die Johanna Hahns Geschwister gegründet haben. Sie wollen damit Trauerbegleitung und Traumahilfe nach dem Tod junger Menschen organisieren und stärken. (www.lichterschatten.de)

 

Weiterführende Links / Infos :
Das Berliner Mobilitätsgesetz mit Begründungen: https://www.wheels4lovers.com/mobg/MobG.html

 

Ansprechpartner für FUSS e.V.
Roland Stimpel, roland.stimpel@fuss-ev.de, 0163 1833 508

Ansprechpartner für VCD Nordost:
Heiner von Marschall, heiner.v.marschall@vcd-nordost.de, 0174 465 6523

Weitere Ansprechpartner*innen vor Ort:
Annabelle Wolfsturm, Fuss e.V., 0179 491 4815

 

Pressemitteilung als PDF

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