Nordost

Um das Ziel "Vision Zero" zu erreichen, engagiert sich der VCD Nordost auf verschiedene Weisen:

  • Mitarbeit in Verkehrsgremien
  • eigene Kampagnen zur Verkehrssicherheit
  • konsequentes Eintreten für Tempo 30
  • für mehr gegenseitige Rücksichtnahme sensibilisieren und die Regelakzeptanz erhöhen

So wollen wir nicht zu letzt Leben schützen und unsere Städte attraktiver und lebenswerter machen.

Nordost, OG Rostock, Radverkehr, Verkehrssicherheit
VCD Nordost aktuell

Lange Straße autoarm gestalten

In Rostock bewegt sich gerade einiges im Radverkehr, am 20.09.2020 fand der erste Klimakrisenaktionstag in der Rostocker Langen Straße statt

 

In diesem Jahr wurde der traditionelle Klimaaktionstag, der seitens der Stadt organisiert wird, wegen Corona dieses Jahr abgesagt. Stattdessen hat ein großes Bündnis aus Rostocker Klimabewegungen ein Straßenfest unter dem Motto: „Klima-Krisen-Aktionstag – Die Zeit läuft uns davon“ mit vielen Infoständen veranstaltet. Die im Sommer gegründete VCD-Ortsgruppe Rostock hat diese Möglichkeit genutzt, sich der Rostocker Öffentlichkeit vorzustellen.

Als erste große Aktion hat die VCD-Ortsgruppe gemeinsam mit dem Radentscheid Rostock und Greenpeace Rostock eine Online-Petition zur Langen Straße mit dem Konzept der Langen Straße gestartet, das der Radentscheid im letzten Jahr bei einem Workshop im letzten Jahr ausgearbeitet hat und in Abstimmungen beim Klimaaktionstag 2019 und bei Social Media die meiste Zustimmung erfahren hat. Die Petition wendet sich an den Senator für Infrastruktur, Umwelt und Bau Holger Matthäus.

Vor ca. 2 Jahren wurde der Radfahrstreifen in der Langen Straße der Hanse- und Universitätsstadt Rostock aufgehoben. Begründet wurde die Aufhebung mit Unfällen und Konflikten, so etwa, wenn parkende Kfz in schräg angeordneten Parkbuchten beim Ein- und Ausparken den Radfahrstreifen kreuzten. Seit dem werden radfahrende und Kfz im Mischverkehr geführt, was die Gefahr für Radfahrende aber nicht mindert.

Die Fahrbahnbreite reicht nicht aus, um Radfahrende mit mindestens 1,5 m Abstand zu überholen: Es kommt zu Bedrängungen, Hupen, brenzligen Überholmanövern und sogar Unfällen mit Personenschaden. Das führt dazu, dass sich viele Radfahrende nicht trauen, die Fahrbahn zu nutzen, sondern regelwidrig auf der gesperrten Radfahrspur fahren, was ihnen im Falle eines Unfalles mit einem parkenden Kfz eine Mitschuld gibt. Andere weichen auf den Gehweg aus, was zu Konflikten mit Fußgänger*innen führt.

Die entwickelte Variante verhindert Konflikte zwischen Rad-, Fuß- und Autoverkehr durch eine räumliche Trennung. Die südseitige Fahrbahn der Langen Straße wird für den Kfz-Verkehr gesperrt und zu einer Fahrradstraße, die beidseitig befahrbar ist. Dadurch reichen Zebrastreifen statt Ampeln an den Fuß Querungen. Der Kfz-Verkehr findet ausschließlich auf der nordseitigen Fahrbahn beidseitig statt. 

Wenn Sie diese Variante unterstützen und realisiert haben möchten, unterschreiben Sie bitte hier: https://www.openpetition.de/petition/online/lange-strasse-fahrradfreundlich

Über 1.000 Leute unterstützen diese Variante.

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