Nordost

Um das Ziel "Vision Zero" zu erreichen, engagiert sich der VCD Nordost auf verschiedene Weisen:

  • Mitarbeit in Verkehrsgremien
  • eigene Kampagnen zur Verkehrssicherheit
  • konsequentes Eintreten für Tempo 30
  • für mehr gegenseitige Rücksichtnahme sensibilisieren und die Regelakzeptanz erhöhen

So wollen wir nicht zu letzt Leben schützen und unsere Städte attraktiver und lebenswerter machen.

Nordost, Fußverkehr, Verkehrssicherheit
VCD Nordost aktuell

Stoppt den Straßentod - Protest am 14.06. vor dem Bundesverkehrsministerium

Protest vor dem Bundesverkehrsministerium für null Verkehrstote zum Tag der Verkehrssicherheit. VCD, Changing Cities und Personenbündnis Mahnmal für die Verkehrstoten prangern Untätigkeit der Bundesregierung an.

Unter dem Motto „Stoppt den Straßentod“ protestierten am 14.06.2019 zahlreiche  Menschen mit einem Trauermarsch und anschließendem „Die-In“ vor dem Bundesverkehrsministerium (BMVI) für eine Verkehrspolitik, die alle am Leben lässt. Zum Gedenken an die 3.270 Verkehrstoten im letzten Jahr legten sich die Demonstranten für fünf Schweigeminuten bewegungslos vor das Ministerium. Im Anschluss zogen sie ihre Körperumrisse mit Kreide nach. Zugleich stellten Aktivisten ein symbolisches Mahnmal für die mehr als 700.000 Menschen auf, die seit 1949 in Deutschland im Straßenverkehr getötet wurden. Zu dem Protest hatten der ökologische Verkehrsclub VCD, der Verein Changing Cities und das Personenbündnis Mahnmal für die Verkehrstoten anlässlich des Tages der Verkehrssicherheit (15. Juni) aufgerufen.

Michael Müller-Görnert, verkehrspolitischer Sprecher des VCD: „Jeden Tag findet unfassbares Leid auf unseren Straßen statt. Pro Tag verlieren im Schnitt neun Menschen ihr Leben im Straßenverkehr. Alarmierend wirken solche Zahlen auf das Bundesverkehrsministerium nicht – das Sterben auf der Straße wird vielmehr mit Bedauern als Kollateralschaden hingenommen. Verkehrsminister Scheuer verweigert wirksame Maßnahmen wie schärfere Tempolimits, die dieses Leid sofort mindern würden. Dieses unverantwortliche Nicht-Handeln prangern wir an und rufen das Verkehrsministerium dazu auf, endlich tätig zu werden.“

Die Bundesregierung hat sich im Koalitionsvertrag der Vision Zero verpflichtet, dem Ziel mittelfristig die Zahl der Verkehrstoten auf null zu senken. Davon ist sie noch meilenweit entfernt. Auch das Zwischenziel, bis 2020 die Zahl der Verkehrstoten um 40 Prozent gegenüber 2010 zu verringern, wird die Bundesregierung voraussichtlich verfehlen. Dazu müsste die Zahl der Getöteten bis 2020 auf etwa 2.200 bis 2.400 sinken.

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