VCD Nordost Nachrichten http://nordost.vcd.org de_DE VCD Nordost Sat, 02 Jul 2022 21:59:24 +0200 Sat, 02 Jul 2022 21:59:24 +0200 TYPO3 EXT:news news-10634 Mon, 20 Jun 2022 13:46:42 +0200 VCD Nordost fordert ein Vorpommern-Rügen-Ticket! /startseite/detail/vcd-nordost-fordert-ein-vorpommern-ruegen-ticket Da für die Insel Rügen und die Hansestadt Stralsund bereits seit Jahren das Bernsteinticket für die Nutzung aller RE- und RB-Linien sowie den VVR-Busverkehr berechtigt, schlägt der VCD Nordost vor, dieses Angebot auf das gesamte Linienangebot im Nahverkehr von Vorpommern-Rügen auszudehnen. Als Übergangsregelung sollten die bisherigen Konditionen (z.B.19 Euro pro Erwachsenen und Tag) beibehalten werden. Auf Initiative des Landkreises Vorpommern-Rügen sollte das bisherige Bernsteinticket testweise vom 1.9.2022 für ein Jahr auf den gesamten Landkreis ausgedehnt werden und künftig als Vorpommern-Rügen-Ticket vermarktet werden.

Profitieren von diesem neuen Angebot würden insbesondere Fahrgäste aus dem Bereich Fischland/ Darß mit den Umsteigebahnhöfen Ribnitz-Damgarten und Barth sowie Stralsunder und Grimmener, die auf die Reisekette Bus und Bahn bei ihren Fahrten angewiesen sind. Der VCD Nordost bittet die Fraktionen im Kreistag und den Landrat Dr. Stefan Kerth diese Initiative zu unterstützen bzw. umzusetzen, damit zeitnah ein erstes Ticketangebot im Vorgriff auf einen landesweiten Tarif im gesamten Landkreis Vorpommern-Rügen genutzt werden kann. Aufgrund der zu erwartenden Mehrnachfrage durch das neue Ticketangebot sollten bei den beteiligten Verkehrsunternehmen keine Mindereinnahmen bzw. eine Kannibalisierung zu erwarten sein.

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news-10624 Thu, 16 Jun 2022 13:12:14 +0200 Aufbruch 2022: Fünf Frauen im Landesvorstand des VCD Nordost /startseite/detail/aufbruch-2022-fuenf-frauen-im-landesvorstand-des-vcd-nordost Deutlich mehr Mittel als bisher stellte die JMV für Aktionen und Öffentlichkeitsarbeit zur Verfügung. Dies ist gleichzeitig ein Aufruf an alle Gruppen und auch einzelne Mitglieder, kreative Aktionen zu entwickeln, mit denen wir in der Öffentlichkeit die dringend nötige Mobilitätswende sichtbar und wirksam voran bringen können. An fehlenden Mitteln muss das nicht scheitern und auch unser verstärktes Team in der Geschäftsstelle steht zur Unterstützung bereit.

Herzlich verabschiedet wurde unser bisheriger Geschäftstellenleiter Daniel Zimmermann. Dank gebührt ihm vor allem, die Digitalisierung des VCD Nordost vorangebracht und damit die Arbeitsfähigkeit und Kommunikation in den Gruppen auch während der Lockdown-Zeiten sichergestellt zu haben. Daniel zeigte sich dem VCD Nordost eng verbunden und wird ehrenamtlich auch weiterhin mit uns aktiv sein.

Auf der JMV wurde auch der Landesvorstand auf sieben Mitglieder ergänzt. Neu sind Anja Bell aus der Berliner VCD Gruppe "Verkehrswende sozialgerecht", Annika Hass aus der VCD Regionalgruppe Rostock und Christiane Heiß, zuletzt Stadträtin in Tempelhof-Schöneberg. Sie ergänzen den bestehenden Vorstand aus Heiner von Marschall (Landesvorsitzender), Kathrin Lang (Schatzmeisterin), Dr. Wilfried Kramer (RG Vorpommern-Rügen) und Urmila Goel (Sozialgerecht). Damit gehören dem insgesamt siebenköpfigen Vorstand fünf Frauen an. Der Vorstand ist bis zur nächsten Wahl 2023 im Amt.

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news-10221 Fri, 27 May 2022 12:00:00 +0200 Aktualisiert: Jahresmitgliederversammlung am Samstag 11. Juni 2022 ab 13:00 Uhr /startseite/detail/jahresmitgliederversammlung-am-samstag-11-juni-2022-ab-1300-uhr Für unsere Jahresmitgliederversammlung haben wir dieses Jahr mit der Stadtwerkstatt in der Karl Liebknecht Straße, gegenüber der Marienkirche, einen spannenden Ort gefunden:

Karl-Liebknecht-Straße 11, 10178 Berlin, 1. Stock in den Arkaden Zugang über Treppe oder Fahrstuhl

Unter anderem finden Nachwahlen zum Vorstand statt. Wir freuen uns über alle, die sich eine Kandidatur überlegen möchten. Für Fragen dazu stehen die aktuellen Vorstandsmitglieder gerne bereit.

Weiterhin stehen auf der Tagesordnung: bessere Kommunikation mit den Mitgliedern, Gründung von Regionalgruppen in Mecklenburg-Vorpommern, Berichte was wir alle im letzten Jahr getan haben und uns für das kommende Jahr vornehmen, um die Mobilitätswende voranzubringen.

Nicht zuletzt wollen wir den starren Ablauf etwas auflockern und freuen uns über Anregungen oder Programm-Beiträge.

Aktualisierter Ablauf und Tagesordnung

12:00 Uhr – 13:00 Uhr: Möglichkeiten für Austausch sowie einer Budgetbesprechung mit der Schatzmeisterin

Alle AGs, Regionalgruppen, Aktiven und Mitglieder sind herzlich eingeladen, schon ab 12:00 Uhr zum Veranstaltungsraum zu kommen. Es gibt die Möglichkeit des informellen Austauschs bei Snacks und Getränken.

12:15 Uhr (optional für alle Interessierten): Budgetbesprechung mit der Schatzmeisterin Kathrin Lang

Alle die sich intensiver mit dem Jahresabschluss 2021 und der Haushaltplanung für 2022 und 2023 auseinandersetzen wollen, haben hier die Möglichkeit diese mit der Schatzmeisterin durchzugehen und zu diskutieren.

Pünktlich um 13:00 Uhr beginnt dann die Jahresmitgliederversammlung. Sie ist in drei Teile mit zwei Pausen dazwischen aufgeteilt. Die Tagesordnung wurde gegenüber der Ankündigung in der Fairkehr etwas abgewandelt, weshalb die veränderte Tagesordnung im TOP 2 noch genehmigt werden muss. Insbesondere im ersten Teil wollen wir die Formalia, die eine Jahresmitgliederversammlung erfordert, in etwas lockerer Form durchführen.

Das Folgende ist die Zusammenfassung der Tagesordnung. Die ausführliche Version der Tagesordnung mit den einzelnen TOPs könnt ihr hier einsehen bzw euch als pdf-Dokument herunterladen.

13:00 Uhr – 14:00 Uhr: JMV, erster Teil: Die Aktiven und Aktivitäten des Landesverbands Nordost

14:00 – 14:20 Uhr Pause mit Snacks/Getränken

14:20 – 15:20 Uhr: JMV, zweiter Teil: Vorstand und Finanzen

15:20 – 15:40 Uhr: Pause mit Snacks/Getränken

15:40 – 16:40 Uhr: JMV, dritter Teil: Wahlen, Ausblick und Verschiedenes

16:40 Uhr: Ende

Anschließend: Ausklang bei einem Getränk

Im Anschluss gehen wir in der Nähe des Veranstaltungsraums noch gemeinsam etwas Trinken (auf eigene Kosten), um in ungezwungener Runde miteinander ins Gespräch kommen zu können. Wir suchen einen Ort, von dem der Hauptbahnhof gut zu erreichen ist, um die Züge um 18:32 Uhr bzw. 18:39 Uhr Richtung Mecklenburg-Vorpommern gut erreichen zu können.

Wir bitten um Anmeldung zur Jahresmitgliederversammlung, um die Getränke und Snacks gut planen zu können. Eine Anmeldung ist aber keine Voraussetzung zur Teilnahme.

Wer für den Vorstand kandidieren will oder irgendwelche Fragen oder Anmerkungen hat, meldet sich bitte bei info@vcd-nordost.de

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news-10565 Tue, 24 May 2022 17:01:00 +0200 Tram für Spandau jetzt angehen! /startseite/detail/zum-aktuellen-stand-der-tram-planung-nach-spandau Grundsatz ist für uns, dass die Strecke vom Hauptbahnhof nach Spandau als Ganzes betrachtet wird. Denn diese ist der Ausgangspunkt, um den gesamten Nordwest-Raum mit den Bezirken Spandau und Reinickendorf für die Tram zu erschließen. Der Abschnitt Hauptbahnhof - U Turmstraße befindet sich bereits in Bau, Der Abschnitt U Turmstraße - S+U Jungfernheide in der Detailplanung. Was noch fehlt ist der kurze Abschnitt S+U Jungfernheide - TXL/Urban Tech Republic, um die Lücke zu der jetzt geplanten Strecke nach Spandau zu schließen.

Von zentraler Bedeutung ist der Tram-Betriebshof, der auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens TXL geplant ist. Dieser muss bereits jetzt großzügig dimensioniert werden, um auch den Betrieb eines deutlich ausgebauten Tramnetzes im Nordwesten Berlins abdecken zu können, mindestens des Zielnetzes 2050 gemäß Nahverkehrsplan.

Wichtig ist uns, dass die Tram in den teilweise engen Straßenräumen gegenüber anderen Verkehrsmitteln bereits in der Planung deutlich Vorrang genießt, um tatsächlich konfliktfrei und mit kurzen Reisezeiten ein attraktives Angebot zu werden. Das heißt: wo immer möglich ein besonderer Gleiskörper, möglichst auf Rasengleis. Andere Verkehrsmittel haben dahinter zurückzustehen, für Kfz-Durchgangsverkehr müssen ggf. einzelne Straßenabschnitte auch ganz geschlossen werden können.

Bereits im Februar hat unsere AG ÖV eine entsprechende Stellungnahme erarbeitet, die auch vom VCD Landesvorstand beschlossen wurde (PDF)...

Zur Variantenauswahl haben wir ebenfalls eine Stellungnahme abgegebe (PDF)...

Zu den Planungsdokumenten und dem Beteiligungsverfahren auf mein.berlin.de...

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news-10543 Mon, 23 May 2022 11:18:34 +0200 RE27 - Premierenfahrt zum Fährhafen Sassnitz /startseite/detail/premierenfahrt-nach-sassnitz-mit-re27 Am 21.Mai 2022 wurde nach mehr als einem Jahrzehnt der Regionalverkehr zum Fährhafen Sassnitz (Mukran Port) wieder aufgenommen. Damit wird eine Forderung des VCD Nordost und weiterer Fahrgastverbände erfüllt. Der Fährhafen Sassnitz bietet mit seinen kurzen Wegen für Passagiere gute Bedingungen, die ohne eigenes Fahrzeug unterwegs sind. Diese  umweltfreundliche und energiesparende Art des Reisens war zuletzt mit großen Hindernissen oder  langen Wegen verbunden, da weder eine Bahnverbindung noch eine attraktive Busverbindung bestand.

Seit Ende des letzten Jahres verkehrt nun die Buslinie 22 stündlich von 5 bis 21 Uhr aus Richtung Sassnitz bzw. Binz zum Fährhafen Sassnitz. Mit der nun erfolgten Reaktivierung der Bahnstrecke besteht wieder eine direkte Reisekette aus Richtung Hamburg oder Berlin. Die Reisekette Bahn&Fähre ermöglicht es, von Berlin aus Ystad (Südschweden) und Rønne (Bornholm) nach ca. 8 Stunden zu erreichen.

Dass die neue Bahnverbindung (nur an Samstagen bis zum 22.10.2022) noch mehr Zuspruch verdient, konnten die 7 Fahrgäste der Premierenfahrt am letzten Sonnabend erleben. Leider wurde der neue Fahrplan erst vor kurzem in die elektronischen Auskunftssyteme (DB Navigator und MV-App) eingepflegt und die beiden Reedereien (FRS Baltic und Bornholmlinjen) informieren noch nicht auf ihrer Homepage von der neuen Zugverbindung. Der VCD Nordost fordert daher, dass die  Reedereien, der Fährhafen Sassnitz, die Verkehrsunternehmen und die Verkehrsgesellschaft MV, diese nachhaltige Reisekette Bahn/Bus&Fähre besser vermarkten und bekannt machen. Erfreulich war am Premierentag, dass rd. 20 Passagiere ihre Reise mit dem Rad auf der Bornholm-Fähre Hammerhus angetreten haben. Offensichtlich hat sich diese Art des umweltfreundlichen Reisens Rad&Fähre schon besser herumgesprochen.

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news-10527 Thu, 19 May 2022 11:25:00 +0200 Breites Bündnis fordert: Jetzt die Weichen für eine sozialverträgliche Mobilitätswende stellen /startseite/detail/jetzt-die-weichen-fuer-eine-sozialvertraegliche-mobilitaetswende-stellen Berlin, 19. Mai 2022. Das zivilgesellschaftliche Bündnis Sozialverträgliche Mobilitätswende, ein Zusammenschluss von DGB, IG Metall, ver.di, SoVD, VdK, AWO, NABU, BUND, VCD und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) bewertet die im Zuge des Entlastungspakets vom Bundestag verabschiedeten Maßnahmen zur Mobilität kritisch. Neben kurzfristig wirksamen Instrumenten fehlen auch langfristige Impulse für sozial- und umweltverträgliche Mobilität.

„Die dreimonatige Entlastung durch das 9-Euro-Ticket kann lediglich kurzzeitige, finanzielle Effekte erzielen“, heißt es in der Erklärung des Bündnisses, „was es aber braucht, sind grundsätzliche und langfristig angelegte Verbesserungen insbesondere für einen barrierefreien ÖPNV, um allen Bevölkerungsgruppen, im Besonderen auch auf dem Land, gleichen Zugang zu Mobilität zu ermöglichen und zu einer fairen Lastenverteilung zu kommen. Hier muss die Bundesregierung jetzt nachlegen.“

Zudem fordert das Bündnis eine Reform der Pendlerpauschale: „Das Bündnis sozialverträgliche Mobilitätswende erwartet von der Bundesregierung die Umwandlung in ein Mobilitätsgeld. Von der derzeit geltenden und in der vergangenen Woche noch erhöhten Pendlerpauschale profitieren Personen mit hohem Einkommen deutlich stärker als solche, die mit niedrigem Einkommen den Eingangssteuersatz zahlen. Mit der Einführung eines Mobilitätsgeldes hingegen würde pro Pendel-Kilometer ein bestimmter Betrag direkt mit der Steuer verrechnet bzw. ausgezahlt. Es wäre unabhängig sowohl vom Einkommen als auch von den benutzen Verkehrsmitteln. Zudem sollte geprüft werden, ob auch bestimmte nicht berufsbedingte Wege geltend gemacht werden können, um das Mobilitätsgeld nicht ausschließlich auf erwerbstätige Personen zu beschränken.“

Des Weiteren erklärt das Bündnis auch die beschlossene dreimonatige Senkung der Energiesteuern für Kraftstoffe im Straßenverkehr als weder sozial ausgewogen noch als dienlich für den Klimaschutz. „Einkommensstarke Haushalte profitieren auch hier deutlich stärker, da diese statistisch mehr Kraftstoff verbrauchen. Statt den Verbrauch fossiler Energien weiter zu fördern, braucht es Anreize zum Sparen und zur Reduzierung von Abhängigkeiten“. Über eine gezielte Entlastung von Härtefällen hätten die veranschlagten Milliarden eine sowohl ökologisch als auch sozial und sogar wirtschaftlich sinnvolle Wirkung erzielen können, so das Bündnis weiter.

Mehr dazu in der ausführlichen Positionierung unter: vcd.org/Buendnis_SVM_Entlastungspaket_2022.pdf

Das Bündnis Sozialverträgliche Mobilitätswende hat sich gegründet, um solch einen gesamtgesellschaftlichen Dialog über die Ausrichtung der Verkehrspolitik konstruktiv zu begleiten und einer Spaltung der Gesellschaft darüber entgegenzuwirken. Durch seine Arbeit strebt das Bündnis an, die fortwährenden Auseinandersetzungen über die Zukunft der Mobilität zu entschärfen und versteht sich als Dialogplattform, auf der Zielkonflikte ausgehandelt werden können. Die Vorschläge des Bündnisses sollen dazu dienen, eine gemeinsame Vorstellung der künftigen Mobilitätswelt zu entwickeln und daraus Handlungsschritte abzuleiten.

Die Arbeit des Bündnisses wird gefördert und unterstützt durch die Stiftung Mercator.


Pressekontakt:

Dominik Fette, Sprecher für klima- und sozialverträgliche Mobilität •
030/280351-281 • dominik.fette@vcd.org

Anne Fröhlich, Magdalena Reiner • Telefon 030/280351-12 • presse@vcd.org www.vcd.org • Twitter: @VCDeV • Facebook: @vcdbundesverband • Instagram: @vcd_ev • LinkedIn: @VCDBundesverband

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-10521 Mon, 16 May 2022 11:00:00 +0200 Kidical Mass 2022 in Reinickendorf /startseite/detail/kidical-mass-2022-in-reinickendorf  

 

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news-10519 Mon, 16 May 2022 10:33:00 +0200 Kidical Mass: 40.000 Teilnehmende fordern kinderfreundliches Straßenverkehrsrecht /startseite/detail/kidical-mass-40000-teilnehmende-fordern-kinderfreundliches-strassenverkehrsrecht Berlin, 15. Mai 2022. Vergnügt sausten Kinder auf Fahrrädern, Laufrädern und Rollern durch Städte und Orte: Ihnen gehörten am 14. und 15. Mai 2022 die Straßen im ganzen Land. Die Kurzen, ihre Eltern, Großeltern, Tanten und Onkel: 40.000 Menschen demonstrierten bei der Kidical Mass in mehr als 200 Orten in Deutschland und 14 weiteren Ländern ihre Vorstellung von Mobilität. Organisiert wurden die Veranstaltungen von einem Aktionsbündnis aus 250 Initiativen und Organisationen.

Den Grund für ihre Teilnahme an der Kidical Mass formuliert die achtjährige Pina aus Köln so: „Ich wünsche mir einfach, dass die Schulwege sicherer werden.“ Und Alia aus Köln (8 Jahre) sagt es ganz direkt: „Alle sollen ernst nehmen, was wir hier machen!“ 

Vorrang für Kinder

Die Kidical Mass Organisatorin Simone Kraus betont: „Kinder sind nicht nur niedlich. Sie brauchen Rechte, die sie im Straßenverkehr schützen. Deshalb fordern wir, dass das Straßenverkehrsrecht komplett umgekrempelt wird.“ Allen voran müsse der Schutz der Kinder in den Fokus gerückt werden. Alle Kinder und Jugendlichen sollen sich sicher und selbstständig mit dem Fahrrad und zu Fuß bewegen können. Egal ob auf dem Weg zur Schule, zum Hobby oder zu Freunden und Freundinnen.
 

VCD-Bundesvorsitzende Kerstin Haarmann sagt: „Tausende haben an diesem Wochenende gezeigt, wie bunt, bewegt und sicher unsere Straßen für Kinder sein könnten. Damit das keine Ausnahme bleibt, braucht die Verkehrspolitik neue Ziele: Statt dem Auto, müssen endlich die Menschen im Mittelpunkt stehen. Dafür brauchen wir ein Bundesmobilitätsgesetz“
 

Über 74.000 Unterzeichnende unterstützen die Forderungen des Kidical Mass Aktionsbündnisses nach einem kinderfreundlichen Straßenverkehrsrecht in einer Petition.

Forderungen des Kidical Mass-Aktionsbündnisses

Das neue Straßenverkehrsrecht muss

  • die Schutzbedürftigkeit von Kindern in den Mittelpunkt stellen und Vision Zero – null Verkehrstote und Schwerverletzte – zum Ziel haben und
  • die selbständige und sichere Mobilität der Kinder ermöglichen – auf dem Weg zur Schule, zu Freund*innen, zum Sportverein oder Spielplatz.

Städte und Gemeinden müssen die Freiheit erhalten, kinder- und fahrradfreundliche Maßnahmen nicht nur an einzelnen Gefahrenstellen umzusetzen, sondern im gesamten Stadtgebiet.

Das umfasst zum Beispiel:

  • geschützte oder baulich getrennte, breite Radwege an Hauptverkehrsstraßen und Landstraßen sowie geschützte Kreuzungen (nach niederländischem Vorbild)
  • Tempo 30 auf Hauptverkehrsstraßen innerorts
  • Schulstraßen und Zonen ohne Autoverkehr (temporäre Kfz-Durchfahrtverbote)
  • Fahrradstraßen und Fahrradzonen als flächendeckendes Netz und Grundlage für ein sicheres Schulwegenetz
  • Straßen ohne Durchgangsverkehr in Wohngebieten (Bsp. Kiezblocks Berlin, Superblocks Barcelona)

Startschuss noch in diesem Jahr

Die Kidical Mass fordert Bundesverkehrsminister Volker Wissing dazu auf, umgehend die Reform des Straßenverkehrsrechts auf den Weg zu bringen. Parallel zur Überarbeitung des Straßenverkehrsgesetzes muss er frühzeitig das Gespräch mit den Ländern aufnehmen, um 2023 die Umsetzung der neuen Gesetzesziele sicherzustellen. 

Nach den Sommerferien wird das Kidical Mass Aktionsbündnis ihn daran erinnern.
 Am 24. & 25. September 2022 wird es das zweite Aktionswochenende in noch mehr Orten geben.

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Hashtags: #KidicalMass #UnsGehörtDieStraße #StreetsForKids

Alle Aktionsorte, Bildmaterial und Infos hier: www.kinderaufsrad.org


Pressekontakt:

VCD Anne Fröhlich, Magdalena Reiner • 030 / 280 351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org • Twitter: @VCDeV • Facebook: @vcdbundesverband • Instagram: @vcd_ev

Kidical Mass Dr. Marie-Luise Braun Pressesprecherin • 0176 2429 82 35 presse@kinderaufsrad.org

Kidical Mass Aktionsbündnis: getragen von über 250 Organisationen
Die Kidical Mass ist eine weltweite Bewegung. Seit 2017 gibt es sie auch in Deutschland. Bei bunten Fahrraddemos erobern Radfahrende von 0 bis 99 Jahren die Straße. Die Kidical Mass setzt sich für kinder- und fahrradfreundliche Städte und Gemeinden ein.

Herzstück des Aktionsbündnisses sind über 250 lokale Organisationen und Initiativen. Ein einzigartiges Netzwerk - dezentral, selbstorganisiert und gemeinsam stark. Unterstützt wird es von den überregionalen Partner*innen: ADFC, Campact, Changing Cities, Deutsches Kinderhilfswerk, Greenpeace und Pro Velo Schweiz und VCD.
 

Eingeläutet wurden die Aktionstage im Mai 2022 bereits am 6. Mai mit dem ersten europäischen Aktionstag #StreetsForKids koordiniert durch Clean Cities Campaign. Insgesamt gab es damit im Mai 400 Aktionen für kinderfreundliche Mobilität.
 

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-10478 Tue, 10 May 2022 15:41:38 +0200 Kidical Mass 2022 - 14. und 15. Mai 2022 /startseite/detail/kidical-mass-2022-14-und-15-mai-2022 Sehr geehrte Pressevertreter*innen, 

der VCD NORDOST ist in diesem Jahr bei zwei Kidical Mass - Aktionen in Berlin dabei und wir laden Sie herzlich zur Berichterstattung ein. 

Reinickendorf:

Sa, 14.05., Start um 11 Uhr an der Grundschule An der Peckwisch, Tornower Weg 26, 13439 Berlin

Schöneberg:

So, 15.05., Start um 15 Uhr an der Jugendverkehrsschule am Sachsendamm, Ecke Sachsendam/ Vorarlberger Damm, 10829 Berlin

Das Ziel beider Events ist ein kinderfreundlicher öffentlicher Raum, in dem die Kinder und Jugendlichen sich sicher aufhalten und bewegen können. Dazu gehört auch, dass Schulen und Kitas mit dem Fahrrad und dem Roller sicher erreichbar sind, dass die Bereiche vor Schulen und Kitas nicht nur zu Schulbeginn, sondern ganzjährig verkehrsberuhigt sind, und dass Verstöße durch Autofahrende konsequent kontrolliert und sanktioniert werden. 

Besonderes Ziel bei der Kidical Mass in Schöneberg

Mit der Kidical Mass 2022 in Schöneberg unterstützt der VCD NORDOST e.V. gemeinsam mit dem BUND Berlin e.V., der IG Potsdamer Straße, KidBike e.V., der Landesverkehrswacht Berlin und Wendepunkt gGmbH den Erhalt der Jugendverkehrsschule am Sachsendamm. Sie ist aufgrund von Bauplanungen von Möbel Höffner (Krieger) von der Räumung bedroht. Gemeinsam suchen wir nach Wegen, wie wir diesen Prozess noch stoppen können. 

Schöneberg braucht eine Jugendverkehrsschule. Hierher kommen u.a. Kinder aus 21 Grundschulen, üben für ihre Radfahrprüfung und legen sie hier ab. Für Erwachsene wird eine Förderung der Fahrradmobilität angeboten. Das Training befähigt Kinder und Erwachsene, sich selbstständig und sicher durch den Verkehr zu bewegen. Allein im Vor-Corona-Jahr 2019 hatte die Jugendverkehrsschule 14.300 Besucher*innen.

Wenn dieser wichtige Baustein für die Verkehrswende und gegen den Klimawandel wegfiele, würde in den nächsten Jahren zehntausenden Kindern die Möglichkeit genommen, das Radfahren zu üben, auch im Sinne höherer Verkehrssicherheit. Das gilt für die schulische Radfahrausbildung wie auch für die außerschulischen Trainingsangebote.

Wir radeln durch Schöneberg an einigen Grundschulen vorbei. Die Strecke ist circa acht km lang. Die Tourdaten finden Sie hier: bit.ly/3EXb0XS 

Zur Berichterstattung am 14. und 15. Mai laden wir Sie herzlich ein und freuen uns auf Ihr Kommen. Für Aufnahmen und Interviews vor Ort kontaktieren Sie bitte: 

Heiner von Marschall, Landesvorsitzender
Email: heiner.v.marschall@vcd-nordost.de Tel: 0174 465 65 23

 

Über das Kidical Mass Aktionsbündnis
Die Kidical Mass ist eine weltweite Bewegung. Seit 2017 gibt es sie auch in Deutschland. Bei bunten Fahrraddemos erobern Radfahrende von 0 bis 99 Jahren die Straße. Die Kidical Mass setzt sich für kinder- und fahrradfreundliche Städte und Gemeinden ein. Herzstück des Aktionsbündnisses sind über 250 lokale Organisationen und Initiativen. Ein einzigartiges Netzwerk – dezentral, selbstorganisiert und gemeinsam stark. Unterstützt wird es von den überregionalen Partner*innen: ADFC, Campact, Changing Cities, Deutsches Kinderhilfswerk, Greenpeace, Pro Velo Schweiz und VCD.

Der VCD (Verkehrsclub Deutschland) setzt sich ein für Mobilität für Menschen, ein positives Miteinander aller Verkehrsarten und eine ökologische Verkehrswende. Schwerpunkte sind dabei die Förderung des Umweltverbundes (ÖPNV, Fahrrad und Fußverkehr) und mehr Verkehrssicherheit gerade auch für die schwächeren Verkehrsteilnehmer: Kinder, Ältere und Menschen mit Mobilitätseinschränkungen.

 

Der VCD Nordost ist der Landesverband für Berlin und Mecklenburg-Vorpommern.

Landesgeschäftsstelle: Yorckstr. 48, 10965 Berlin

http://www.vcd-nordost.de facebook.com/VCDnordost

Mehr zur KM 2022

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news-10518 Fri, 29 Apr 2022 17:30:00 +0200 Geht`s auch ohne? VCD startet Kampagne für autofreies Leben /startseite/detail/gehts-auch-ohne-vcd-startet-kampagne-fuer-autofreies-leben Berlin, 29. April 2022. Jeder Mensch sollte die Möglichkeit haben, gut und sicher mobil zu sein, ohne dabei auf ein eigenes Auto angewiesen zu sein. Die Realität sieht jedoch anders aus. Besonders problematisch ist das für Menschen mit körperlichen Einschränkungen, Menschen mit niedrigem Einkommen und Menschen im ländlichen Raum. Mit einer Bildaktion vor dem Reichstagsgebäude startete der ökologische Verkehrsclub VCD heute seine Kampagne für eine soziale Verkehrswende und die Forderung nach einer Mobilitätsgarantie. Begleitend legt der Verband in einem Hintergrundpapier dar, wie man eine solche Garantie für alle Menschen, unabhängig von Geldbeutel, Wohnort oder körperlichen Voraussetzungen, umsetzen könnte.

 

Teil der Kampagne ist auch eine Online-Aktion. Dafür befragt der VCD Menschen aus ganz Deutschland, inwiefern sie in ihrem Alltag vom Auto abhängig sind. Das Ergebnis wird auf der Website des Verbandes in einer Deutschlandkarte dargestellt.

Kerstin Haarmann, VCD Bundesvorsitzende: „Viele Menschen nutzen für ihre täglichen Wege hauptsächlich das Auto. Aber nicht, weil sie es wollen, sondern weil sie keine andere Wahl haben – gerade auf dem Land. Aber was ist mit denjenigen, die sich kein Auto leisten oder nicht fahren können? Wir wollen mit der Mobilitätsgarantie den Missstand beenden, dass viele Menschen in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt werden. Wir brauchen endlich überall gute Alternativen zum eigenen Auto.“

Auf dem Land gibt es oftmals kein oder nur ein unzureichendes ÖPNV-Angebot. Ähnlich sieht es bei der Infrastruktur für den Radverkehr aus. Deshalb fordert der VCD verbindliche Mindeststandards für Bus und Bahn und den Ausbau von Radwegen. Ab einer Ortsgröße von 200 Einwohner*innen soll es mindestens im Ein-Stunden-Takt eine Verbindung bis zur nächsten größeren Stadt geben. Um Mobilität für alle zu gewährleisten, muss Barrierefreiheit umfassend gedacht werden: Die Beseitigung von physischen und sonstigen Barrieren ermöglicht vielen Menschen mit körperlichen, sensorischen (Sehen und Hören) oder psychischen Einschränkungen erst, mobil zu sein. Breitere Gehwege, abgesenkte Bordsteine und Aufzüge wären zudem auch für Menschen mit Kinderwagen oder Gepäck eine Erleichterung. Und schließlich müsse Mobilität für alle bezahlbar sein: mindestens durch bundesweit verfügbare Sozialtickets, die unbürokratisch zugänglich sind.

 

Dominik Fette, Sprecher für klima- und sozialverträgliche Mobilität: „Eine Mobilitätsgarantie geht weit hinaus über den Minimalanspruch auf ein Taxi, wenn der Bus ausfällt. Das Ziel ist, dass künftig niemand mehr auf ein eigenes Auto angewiesen ist und wirklich alle Menschen mobil sein können. Denn Mobilität ist eine Grundvoraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe.“

Mit der Mobilitätsgarantie müssen jetzt die Weichen für eine sozial- und klimaverträgliche Verkehrswende gestellt werden, so der VCD. Kurzfristig fordert der Verband außerdem, die Pendlerpauschale durch ein Mobilitätsgeld zu ersetzen. Denn die Pendlerpauschale sei in ihrer jetzigen Ausgestaltung sozial ungerecht. Von ihr profitierten vor allem gutverdienende Haushalte mit einem höheren Steuersatz und längeren Arbeitswegen. Um die Menschen zu entlasten, die auf das Pendeln angewiesen sind, und gleichzeitig die soziale Schieflage der Pendlerpauschale zu beseitigen, sollte diese in ein Mobilitätsgeld umgewandelt werden. Dabei bekommen alle Pendler*innen den gleichen Betrag pro Pendelkilometer ausbezahlt beziehungsweise von der Steuerlast abgezogen. Der Steuersatz hätte somit keinen Einfluss auf die Höhe der Entlastung.


Fotos von der Bildaktion finden Sie hier: vcd.org/service/presse/bildmaterial/aktionsfotos

Weitere Informationen zur Online-Aktion finden Sie hier: vcd.org/autoabhaengigkeit

Das Hintergrundpapier finden Sie hier: vcd.org/FactSheet_Mobilitaetsgarantie.pdf

Pressekontakt:
Anne Fröhlich, Magdalena Reiner • Telefon 030/280351-12 • presse@vcd.org www.vcd.org • Twitter: @VCDeV • Facebook: @vcdbundesverband • Instagram: @vcd_ev • LinkedIn: @VCDBundesverband

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-10414 Thu, 28 Apr 2022 13:08:03 +0200 VCD Nordost begrüßt das 9-EUR-Ticket. Damit auch Bestandskunden profitieren, bedarf es unbürokratischer Lösungen. /startseite/detail/vcd-nordost-begruesst-das-9-eur-ticket-damit-auch-bestandskunden-profitieren-bedarf-es-unbuerokratischer-loesungen Gerade in Mecklenburg-Vorpommern bietet das Ticket die Chance, die Vorteile erlebbar zu machen: das gesamte ÖPNV-Angebot unbegrenzt mit nur einem Ticket zu nutzen. In Mecklenburg-Vorpommern (MV) existiert bislang kein landesweiter Tarif, der die Nutzung von SPNV und kommunalem ÖPNV mit nur einem Ticket ermöglicht. Der VCD Nordost fordert daher die Landesregierung MV auf, das Neun-Euro-Ticket als Chance zu begreifen und rasch einen landesweiten Tarifverbund einzuführen. Gleichzeitig sollte eine Kommunikations- und Marketingkampagne zur stärkeren Nutzung von Bussen und Bahnen in MV zeitnah gestartet werden.

Insbesondere für Berlin und den VBB gilt: Damit auch Menschen mit bereits laufenden Abonnements unbürokratisch profitieren und für ihre Treue belohnt werden, schlägt der VCD Nordost vor, bestehende Abonnements oder Jahreskarten kostenfrei um drei Monate zu verlängern. Der administrative Aufwand für bestehende Abonnements wäre so deutlich geringer als eine Rückerstattung oder auch Neuberechnung der monatlichen Zahlungen.

Um Neukunden zu gewinnen, könnte das Modell auch auf sie ausgeweitet werden: Während des Aktionszeitraums Juni bis August neu abgeschlossene Jahresabos gelten für 15 Monate ("15 für 12"). So wird das "9 für 90" Ticket gleichzeitig zu einem attraktiven Angebot, dauerhaft auf den Umweltverbund umzusteigen.

Heiner von Marschall, Landesvorsitzender des VCD Nordost: „Das 9-EUR-Ticket muss so nachhaltig gestaltet und vermarktet werden, dass neue Abonnenten gewonnen und während der Pandemie verlorene Abonnenten zurückgewonnen werden. So kann die Aktion eine Wirkung auch über die drei Monate hinaus entfalten. Zugleich zeigen die Erfahrungen mit der Umsetzung des 9-EUR-Tickets, dass das System einer Vielzahl von Verkehrsverbünden in Deutschland mit entsprechendem Tarif-Wirrwarr dringend reformiert werden muss.“

Pressekontakt VCD Nordost:
Heiner von Marschall, Landesvorsitzender
Email: heiner.v.marschall@vcd-nordost.de Tel: 0174 465 65 23

www.vcd-nordost.de

Der VCD (Verkehrsclub Deutschland) setzt sich ein für Mobilität für Menschen, ein positives Miteinander aller Verkehrsarten und eine ökologische Verkehrswende. Schwerpunkte sind dabei die Förderung des Umweltverbundes (ÖPNV, Fahrrad und Fußverkehr) und mehr Verkehrssicherheit gerade auch für die schwächeren Verkehrsteilnehmer: Kinder, Ältere und Menschen mit Mobilitätseinschränkungen.

Der VCD Nordost ist der Landesverband für Berlin und Mecklenburg-Vorpommern.

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news-10350 Tue, 19 Apr 2022 11:17:24 +0200 VCD Landesvorsitzender im inforadio zum Planermangel /startseite/detail/vcd-landesvorsitzender-im-inforadio-zum-planermangel  

Viele vorhandene Planer-Stellen können derzeit nicht besetzt werden, was die Umsetzung vieler Projekte für die Mobilitätswende verzögert oder ganz in Frage stellt. Der VCD ruft junge Menschen dazu auf, diesen Beruf zu ergreifen und ein entsprechendes Studium aufzunehmen um damit ganz konkret für eine klimagerechte Mobilität der Zukunft zu arbeiten!

Mitschnitt Reportage Verkehrswende

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news-10327 Mon, 11 Apr 2022 13:40:00 +0200 Damit der Zug nicht leer bleibt: Neue Schienenverbindung zum Fährhafen Mukran bewerben! /startseite/detail/damit-der-zug-nicht-leer-bleibt-neue-schienenverbindung-zum-faehrhafen-mukran-bewerben  

Leider liegen noch keine Fahrgastinformationen vor, dass ab dem 21. Mai 2022 immer an Samstagen die beiden Bornholm-Fähren sowie in den Nachmittagsstunden die Schweden-Fähre Skåne Jet erreicht werden.

Aus Sicht des Klimaschutzes und der deutlich angestiegenen Kraftstoffkosten für den PKW-Verkehr sollte die neu geschaffene Reisekette auf dem Schienen- und Seeweg nach Südschweden und Bornholm kommuniziert werden und dabei die Vorteile einer nachhaltigen Mobilität in herausgestellt werden. Beispielsweise sind Rønne auf Bornholm vom Berliner Hauptbahnhof in rd. 8,5 Stunden und Ystad in Südschweden in rd. 7,5 Stunden erreichbar.

Für Wilfried Kramer vom VCD Nordost ist damit für den Erfolg dieser neuen Schienenverbindung eine wichtige Voraussetzung, dass kurzfristig die Fahrplandaten in die elektronischen Auskunftssysteme (z.B. DB Navigator, MV-App) eingepflegt werden; gleichzeitig sollte das neue Angebot durch eine aktive Kunden- und Marketingkommunikation beworben werden. Bislang sind die neuen Zugfahrten bei den potenziellen Urlaubern nicht bekannt. Darüber hinaus sollte auch der seit Jahresbeginn bestehende stündliche VVR-Busverkehr mit der Linie 22 zum Fährhafen Mukran kommuniziert werden, die zwischen 5 und 22 Uhr eine Anbindung des Mukran Ports für Urlauber und dort Beschäftigte aus Richtung Binz und Sassnitz ermöglicht.

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news-10303 Thu, 07 Apr 2022 10:29:12 +0200 Fahrrad-Demo #A100stoppen - Protestfahrt am 8.4.2022, Beginn 16 Uhr /startseite/detail/fahrrad-demo-a100stoppen-protestfahrt-am-842022-beginn-16-uhr  

16:00 Uhr: Kundgebung vor dem Bundesverkehrsministerium, (Invalidenstr. 44, 10115 Berlin)
ca. 16:30 Uhr: Start der Fahrraddemo
ca. 17:30 Uhr: Abfahrt vom Zwischenstopp am Platz der Luftbrücke
ca. 18:00 Uhr: Abschlusskundgebung am Ostkreuz (Markgrafendamm)

Berlin will den 17. Bauabschnitt der Stadtautobahn A100 nicht, Berlin braucht den 17. Bauabschnitt nicht – sondern Wohnraum, Kiez, Clubkultur und die Verkehrswende!
Gemeinsam stoppen wir den Autobahn-Wahnsinn der Bundesregierung und zeigen: Berlin gehört uns!

Mehr auf https://www.a100stoppen.de/

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news-10261 Fri, 25 Mar 2022 13:42:00 +0100 Bundesweite Jugendkampagne „FahrRad! Fürs Klima auf Tour“ in Berlin gestartet /startseite/detail/bundesweite-jugendkampagne-fahrrad-fuers-klima-auf-tour-in-berlin-gestartet  

Berlin, 25. März 2022. Die Abhängigkeit vom Import fossiler Energien drastisch reduzieren, so lautet das Gebot der Stunde. Das gilt ganz besonders für den Verkehrsbereich. Zum Beginn der Fahrradsaison rufen der ökologische Verkehrsclub VCD und AKTIONfahrRAD (AfR) mit der Kampagne „FahrRad! Fürs Klima auf Tour“ bundesweit Jugendliche und ihre Eltern dazu auf, das Elterntaxi stehen zu lassen und stattdessen mit dem Fahrrad zur Schule zu fahren. Heute startete die Kampagne mit Schülerinnen und Schülern der Grundschule an der Peckwisch in Berlin-Reinickendorf. Unterstützt werden sie von Jakob Blasel, Klima-Aktivist und Botschafter des Projekts. Jugendliche in ganz Deutschland können ab sofort an der Aktion teilnehmen, ihre mit dem Rad zurückgelegten Kilometer auf der Seite klima-tour.de sammeln und zum Ende des Projekts im August Preise gewinnen.

Stephanie Päßler, VCD-Projektleiterin „FahrRad!“: „Die aktuelle Lage zeigt überdeutlich, dass unsere bisherige Verkehrspolitik die falschen Impulse gesetzt hat. Noch immer dominiert das Auto unsere Straßen und Städte. Das Fahrrad bietet eine wunderbare Alternative zum Elterntaxi, es ist klimafreundlich und gut für die Gesundheit. Deshalb muss die Regierung jetzt dafür sorgen, dass Radwege ausgebaut und unsere Straßen für alle sicherer werden.“

Zur Auftaktveranstaltung wurde eine Straße vor der Schule für den Autoverkehr gesperrt, sodass die Kinder und Jugendlichen auf einem Parcours erste Kilometer für den Wettbewerb sammeln konnten. Bei einer Podiumsdiskussion zur Mobilität von Kindern und Jugendlichen diskutierte die Reinickendorfer Stadträtin für Umwelt und Verkehr, Korinna Stephan mit Aktivist*innen und Schüler*innen, wie man Schulen fahrradfreundlicher gestalten könnte.

Jakob Blasel, „FahrRad!“-Botschafter: „Das Fahrrad bedeutet Unabhängigkeit – von fossilen Energien und von den eigenen Eltern. Rad fahren ist für Jugendliche Freiheit und bietet ihnen die Möglichkeit, selbstständiger zu werden. Leider hindert unsere Verkehrsinfrastruktur bislang viele Kinder und Jugendliche daran, diese Vorteile zu erleben. Zu schmale oder abrupt endende Radwege und fehlende sichere Abstellmöglichkeiten an den Schulen sind eher Regel als Ausnahme. Das muss sich dringend ändern.“

Ulrich Fillies, AfR-Vorsitzender: „Die Politik könnte eine Menge tun, um das Radfahren nachhaltig in die Schulen zu bringen. Dafür bedarf es der Mithilfe der Lehrerinnen und Lehrer als starke Partner. Sie stehen für die Verkehrserziehung, die Fahrradprüfung und die Motivation der Schülerinnen und Schüler. Mit ihrer Hilfe können Radprojekte wie die Klima-Tour in vielen weiteren Schulen umgesetzt werden. Dazu bedarf es jedoch Stundenkontingenten, die die entsprechenden Kultusministerien der Lehrerschaft zur Verfügung stellen müssten. Daran mangelt es zur Zeit.“

Mehr zur VCD-Aktion „FahrRad!“:
Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 18 Jahren können sich mit ihren Schulklassen, Jugendgruppen oder Familien ab sofort und fortlaufend bis Ende August unter www.klima-tour.de anmelden. Jeder erradelte Kilometer kann auf dem Online-Portal eingetragen werden. Das bringt die teilnehmenden Gruppen gleichzeitig auf einer virtuellen Tour durch Deutschland und Europa voran. An 18 Stationen auf der Online-Tour werden Fahrrad- und Klimathemen jugendgerecht präsentiert. Außerdem gibt es Mitmachaktionen und Quizfragen. Für die Kombination aus richtigen Antworten und gesammelten Fahrradkilometern können als Hauptgewinn bis zu 500 Euro für die Gruppenkasse, eine Fahrradabstellanlage und weiteres Equipment für kommende Radausflüge gewonnen werden. Lehrkräfte und Jugendgruppenleiter finden auf der Webseite Unterrichtsmaterialien und Aktionsideen aus den Bereichen Fahrrad, Klimaschutz und Mobilitätsbildung. Das Jugendprojekt „FahrRad!“ ist eine Kooperation mit der »AKTIONfahrRAD« (www.aktionfahrrad.de).

Die gemeinsamen Forderungen von VCD und AfR finden Sie hier.


Pressebilder finden Sie im Laufe des Nachmittags unter: www.vcd.org/service/presse/bildmaterial/aktionsfotos

Pressekontakt
Alexander Knebel, Anne Fröhlich, Magdalena Reiner • VCD-Pressestelle • 030/280351-12 • www.vcd.org • Twitter: @VCDeV  • Facebook: @vcdbundesverband • Instagram: @vcd_ev • LinkedIn: @VCD Bundesverband

Ulrich Fillies • Vorsitzender AKTIONfahrRAD • info@aktionfahrrad.dewww.aktionfahrrad.de

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander aller Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

AKTIONfahrRAD ist angetreten, um Kinder und Jugendliche frühzeitig und nachhaltig aufs Rad zu bringen. Deshalb muss auch vor dem Hintergrund der aktuellen Umwelt-, Gesundheits- und Verkehrsproblematik spätestens in den Schulen damit begonnen werden, die Schülerinnen und Schüler verstärkt aufs Rad zu setzen. Um dieses Ziel zu erreichen, werden die Lehrerinnen und Lehrer als starke Partner gebraucht. Für AKTIONfahrRAD bedeutet das, schulkonforme nachhaltige Projekte für sie zu schaffen, damit es ihnen möglich wird, im Schulbetrieb den Weg zum Fahrrad zu finden. Um das umzusetzen, sind die Aktionen, wie „Deutschlands fahrradfreundlichste Schule“, „Deutsche Schulmeisterschaft“, „Reparaturservice“, „Lehrerfortbildung“ und „Schülerreporter“ ins Leben gerufen worden. Durch diese hilft AKTION fahrRAD den Lehrkräften in den Schulen, das Fahrradfahren wieder populär und nachhaltig betreiben zu können.

 

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news-10243 Tue, 22 Mar 2022 13:55:00 +0100 Klima-Aktionstag am Freitag 25.03.2022 /startseite/detail/klima-aktionstag-am-freitag-25032022  

Zum Globalen Klimastreik laden wir als VCD Bundesverband und Landesverband Nordost ein zu einer eigenen Aktion:

Auftakt Klima-Tour 2022 - “Radfahren für unsere gemeinsame Zukunft”

  • Ab 12:30 Uhr, Grundschule an der Peckwisch, Tornower Weg 26-34, 13439 Berlin
  • Mit Promi-Parcours auf Autofreier Straße und Podiumsdiskussion

Mehr zum Event im Märkischen Viertel...

Fahrrad-Zubringerdemo

Und natürlich freuen wir uns auch über alle, die an der zentralen FfF-Aktion im Invalidenpark teilnehmen, besonders wenn Ihr als VCDler*innen erkennbar seid. Dafür gerne am Donnerstag Nachmittag Warnwesten und Fahnen abholen! 

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news-10206 Mon, 21 Mar 2022 23:55:00 +0100 Sozial gerechte Mobilitätswende: Der Volksentscheid Berlin autofrei /startseite/detail/sozial-gerechte-mobilitaetswende-der-volksentscheid-berlin-autofrei  

Wir sind eine paar Berliner Aktive und möchten uns gemeinsam mit dem  Jahresthema des VCD „Sozialgerechte Mobilitätswende“ (Link dahinter legen: https://www.vcd.org/soziale-aspekte-verkehrswende/) auseinandersetzen, dazulernen  und auch Aktionen planen. Dazu wollen wir uns einmal monatlich in ungezwungener Runde treffen und freuen uns, wenn weitere Interessierte dazukommen.

Angesichts der Pandemielage treffen wir uns vorerst online in Zoom. Um den Zoom-Link zu erhalten, bei Fragen oder wenn Ihr in den Verteiler aufgenommen werden wollt, schreibt bitte an urmila.goel@vcd-nordost.de

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news-10240 Mon, 21 Mar 2022 11:03:00 +0100 ADFC und VCD begrüßen Vorstoß zum Mobilitätsgeld /startseite/detail/adfc-und-vcd-begruessen-vorstoss-zum-mobilitaetsgeld Berlin, 22. März 2022. Die von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil vorgeschlagene Mobilitätsprämie - von ihm als Mobilitätsgeld bezeichnet - ist eine kurzfristig sinnvolle und sozial ausgestaltete Entlastung angesichts gestiegener Energiepreise. Das betonen der ökologische Verkehrsclub VCD und der Fahrradclub ADFC.

„Wir begrüßen den Vorschlag des Arbeitsministers, der die monatliche Auszahlung eines nach Einkommen gestaffelten Pauschalbetrags für Mobilität in die Diskussion gebracht hat. Gleichzeitig müssen ökologische Fehlanreize und Ungerechtigkeiten dauerhaft abgebaut werden: Die Pendlerpauschale muss endlich durch ein einkommensunabhängiges Mobilitätsgeld ersetzt werden. Außerdem müssen wir weg vom Öl: Dafür braucht es überall im Land einen attraktiven Umweltverbund und bezahlbaren ÖPNV. Eine Mobilitätsgarantie würde dafür die Weichen stellen“, unterstreicht die VCD Bundesvorsitzende Kerstin Haarmann.

ADFC-Bundesvorsitzende Rebecca Peters sagt: „Tankrabatte sind doppelt falsch, denn sie begünstigen Besserverdienende und animieren zum klimaschädlichen Autofahren. Wir begrüßen den Vorschlag eines Mobilitätsgeldes, denn es hilft, Mobilität unabhängig vom Einkommen und vom Verkehrsmittel zu sichern. Wer gern häufiger mit dem Rad zur Arbeit oder zum Einkaufen fahren will, kann das Mobilitätsgeld auch in ein schickes Fahrrad investieren – das ist gut. Der ADFC sagt aber auch: Finanzielle Entlastungen reichen nicht aus, um die Bürgerinnen und Bürger zu einer nachhaltigeren Mobilität zu motivieren. Wir brauchen super attraktive Radwege im ganzen Land und einen dicht getakteten öffentlichen Nahverkehr.“

Mit Nachdruck wenden sich ADFC und VCD gegen die von Bundesfinanzminister Christian Lindner vorgelegten Pläne für sogenannte Tankrabatte. Diese schaffen nach Auffassung der beiden Verbände nur Anreize für zusätzlichen Ölverbrauch statt zum Energiesparen.

 

Pressekontakt:
Alexander Knebel, Anne Fröhlich, Magdalena Reiner • Telefon 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org Twitter:@VCDeV 

Stephanie Krone, ADFC-Bundespressesprecherin, Telefon: 030/209 14 98-65, presse@adfc.de www.adfc.de

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit über 200.000 Mitgliedern die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik und Tourismus. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs.

 

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news-10198 Tue, 15 Mar 2022 14:15:24 +0100 Fahrrad-Demo „Verkehrspolitik für den Frieden“ am 16. März /startseite/detail/fahrrad-demo-verkehrspolitik-fuer-den-frieden-am-16-maerz Gemeinsame Pressemitteilung

ADFC, ADFC Berlin, Changing Cities, Bündnis „Berliner Straßen für Alle“, VCD Nordost, Powershift und Greenpeace-Gruppe Berlin

Fahrrad-Demo „Verkehrspolitik für den Frieden“ am 16. März

Autofreie Sonntage, Tempolimits, Klima-Tickets und ein neues Straßenverkehrsrecht – statt Abhängigkeit vom russischen Öl

Berlin, 15. März 2022

„Verkehrspolitik für den Frieden“ – mit dieser Forderung rufen etliche Verkehrsverbände zur Demonstration für den schnellen Beschluss nachhaltiger verkehrspolitischer Maßnahmen statt kosmetischer Spritpreiskorrekturen auf, die nichts gegen Putins Kriegskasse und für den Klimaschutz bewirken. Bundestag und Bundesregierung sollen kurzfristig autofreie Sonntage, Tempolimits, Klima-Einstiegs-Tickets für den öffentlichen Verkehr und ein neues Straßenverkehrsrecht beschließen. 

Für zwei Millionen Euro pro Stunde bezieht Deutschland russisches Öl und Gas und finanziert damit den Krieg gegen die Ukraine mit. Gleichzeitig explodieren die Spritpreise an den Tankstellen. Statt populistisch mit der Spritpreisbremse an der Steuerschraube zu drehen und bestenfalls vorübergehend die Situation für Autofahrer*innen zu lindern, fordern die Verkehrsverbände vier nachhaltige, klimaschonende verkehrspolitische Maßnahmen, die sofort auf Spritverbrauch und Tankrechnung wirken:

  1. Autofreie Sonntage 
  2. Tempolimits auf 30/80/120 (Stadt/Land/Autobahn)
  3. Kostengünstiges Klima-Ticket für den Einstieg in den öffentlichen Nahverkehr 
  4. Novelle des Straßenverkehrsgesetzes zum beschleunigten Ausbau von Fuß-, Rad- und Nahverkehr.
     

Für den morgigen Mittwoch, 16. März 2022, rufen die Verbände zu einer Fahrrad-Demonstration auf. Start ist um 17 Uhr an der Bundesgeschäftsstelle der FDP, die Route führt anschließend über das Bundesverkehrsministerium, die russische Botschaft und Gazprom zu einem verkehrspolitischen Abend.

 

Wir laden Sie herzlich zur Berichterstattung ein:

Fahrrad-Demo “Verkehrspolitik für den Frieden“ am Mittwoch, 16. März 2022
Start mit Fotogelegenheit: FDP-Parteizentrale, Reinhardtstr. 14, 10117 Berlin, 17 Uhr
Schlusskundgebung: In den Ministergärten 6, 10117 Berlin, 17:50 - 18:00 Uhr
Mit Redebeiträgen von ADFC-Bundesvorsitzender Rebecca Peters, Frank Masurat vom “Bündnis Berliner Straßen für Alle” und Ragnhild Sørensen von Changing Cities; Interviews sind vor dem Start und nach der Schlusskundgebung möglich.

Ragnhild Sørensen von Changing Cities: „Statt den Angriffskrieg mitzufinanzieren, brauchen wir Maßnahmen, um unsere Abhängigkeit vom Öl zu reduzieren. Selbst für Strecken über bis zwei Kilometer nehmen 53 Prozent der Deutschen das Auto! Also für Strecken, die die meisten Menschen gut mit dem Rad, zu Fuß oder mit dem ÖPNV zurücklegen können. Nachhaltige Mobilität auszubauen, ist ein Beitrag für den Frieden“.

ADFC-Bundesvorsitzende Rebecca Peters sagt: „Lückenlose Rad- und Fußwegenetze und ein attraktives ÖPNV-Angebot als Alternative zum Autofahren kommen nicht von selbst. Im Gegenteil: Das aktuelle Verkehrsrecht bremst den schnellen Ausbau der sauberen Verkehrsmittel aus, weil es dem Auto nach wie vor Priorität einräumt. Wir brauchen schnellstens eine Modernisierung des Straßenverkehrsgesetzes, um den Kommunen die nötige Freiheit zur Umgestaltung des öffentlichen Raumes zu geben. Fuß, Rad und öffentlicher Verkehr brauchen Priorität – jetzt!“

Hintergrund zur notwendigen Reform des Straßenverkehrsgesetzes (StVG): Bisher ist das Straßenverkehrsgesetz ein reines Kfz-Gesetz. Es dient ausschließlich der Gefahrenabwehr und der Leichtigkeit im Sinne des Autoverkehrs. Andere Zwecke, wie der Schutz von Klima, Umwelt und Gesundheit sowie eine nachhaltige städtebauliche Entwicklung sind im StVG nicht vorgesehen. Das gilt auch für die nachgeordnete StVO. Die Förderung nachhaltiger Verkehrsarten, wie der Mobilität zu Fuß, mit dem Rad oder den öffentlichen Verkehrsmitteln, wird dadurch erschwert oder sogar verhindert. Mit dem Koalitionsvertrag hat sich die Bundesregierung zu einer entsprechenden Reform des Straßenverkehrsgesetzes verpflichtet. Da die Zeit drängt, fordert der ADFC, die Reform des StVG in das Klimaschutz-Sofortprogramm aufzunehmen – und noch in diesem Jahr anzugehen. 

 

Weitere Links zu Quellen und Fakten:

Demonstrationsaufruf auf Facebook: https://www.facebook.com/events/4734604476638128 

Streckenverlauf der Fahrrad-Demonstration mit Maskenpflicht am Mittwoch, 16. März 2022, Start 17 Uhr in der Reinhardtstraße (als Demonstration bei der Polizei angemeldet).

Überblick zu wöchentlich autofreien Sonntagen weltweit: Bogota, Jakarta, Mexico City, Winterthur, Stockholm, Paris oder Ottawa. Die Politik hat dort entschieden, ihren Innenstadtbewohner*innen nicht nur einmal im Jahr, sondern oft sogar jeden Sonntag den Tag der freien Straße zu schenken. In Südamerika mit dem Ciclovia und in Nordamerika gibt es eine ganze Bewegung dazu. Link zu einem Spiegel-Artikel über autofreie Sonntage in den 1970ern: https://www.spiegel.de/geschichte/autofreie-sonntage-a-950129.html 

Importkosten russisches Öl und Gas nach Deutschland (19 Mrd. Euro p.a. / 365 Tage / 24 h = 2,17 Mio. € pro Stunde): https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2022/02/PD22_N010_51.html 

Klimaticket in Österreich: https://www.klimaticket.at 

ADFC-Gesetzentwurf zur Reform des Straßenverkehrsrechts: www.adfc.de/artikel/das-gute-strassen-fuer-alle-gesetz.

Daten zu Wegelängen: http://www.mobilitaet-in-deutschland.de/pdf/MiD2017_Analyse_zum_Rad_und_Fussverkehr.pdf

 

Ansprechpartner für die Presse: 

ADFC, Stephanie Krone, presse@adfc.de, 0160-3069202

Changing Cities, Ragnhild Sørensen, ragnhild.soerensen@changing-cities.org, 0171 535 77 34

Initiative clevere Städte, Heinrich Strößenreuther, presse@clevere-staedte.de, 0160-97442395

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news-10195 Tue, 15 Mar 2022 13:30:19 +0100 Fahrraddemo am 16. März 2022: Ölbremsen-Politik für den Frieden! /startseite/detail/fahrraddemo-am-16-maerz-2022-oelbremsen-politik-fuer-den-frieden  

Start der Demo ist um 17 Uhr an der Bundesgeschäftsstelle der FDP, die Route führt anschließend über das Verkehrsministerium, die russische Botschaft und Gazprom direkt zu einem verkehrspolitischen parlamentarischen Abend des Deutschen Verkehrssicherheitsrates und der Deutschen Verkehrswacht, bei der viele Verkehrspolitiker*innen des Bundestages erwartet werden.

Unterstützt uns und unsere Forderungen, lasst uns laut sein!

Facebook-Event: https://www.facebook.com/events/4734604476638128

Pressemitteilung: https://nordost.vcd.org/service/presse/news/fahrrad-demo-verkehrspolitik-fuer-den-frieden-am-16-maerz/

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news-10194 Tue, 15 Mar 2022 11:58:09 +0100 VCD fordert entschiedene Maßnahmen als Antwort auf die Klima- und Energiekrise /startseite/detail/vcd-fordert-entschiedene-massnahmen-als-antwort-auf-die-klima-und-energiekrise  

Berlin, 15. März 2022. „Der Ukraine-Krieg macht uns bewusst, dass wir nicht nur eine Klimakrise, sondern auch eine - ebenfalls selbst verschuldete - Energiekrise haben. Der Bundesverkehrsminister muss daher jetzt wirksame Maßnahmen auf den Weg bringen, die sowohl die Treibhausgasemissionen des Verkehrs nachhaltig senken als auch unseren Energiedurst und damit die Abhängigkeit vom Erdöl verringern. Das heißt in erster Linie: rasch erneuerbare Energien ausbauen, auf effiziente, umweltfreundliche Verkehrsmittel umsteigen und alle Einsparpotenziale nutzen. Nur so machen wir uns unabhängiger von Ölimporten und sichern langfristig unsere Mobilität“, erklärt die VCD Bundesvorsitzende Kerstin Haarmann.

Aus Sicht des VCD ist ein generelles Tempolimit die Maßnahme im Verkehrsbereich, die sofort wirkt, einen erheblichen Beitrag zur Verringerung des Ölverbrauchs leisten kann und praktisch kostenlos ist. Nach Berechnungen des Umweltbundesamts verringert sich der Kraftstoffverbrauch durch ein Tempolimit auf Autobahnen von 100 km/h bereits im ersten Jahr um 2,1 Mrd. Liter. Das entspricht rund vier Prozent des deutschen Gesamtkraftstoffverbrauchs. Bei Tempo 120 sind es immer noch etwas mehr als eine Milliarde Liter weniger.

„Wenn wir Klimaschutz und Energiesicherheit ernst nehmen, kommen wir nicht mehr um das Tempolimit herum“, betont Haarmann. Für den VCD heißt dies konkret: Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit innerorts, Tempo 80 auf Landstraßen und 120 km/h auf Autobahnen. Zusätzlicher Gewinn: mehr Verkehrssicherheit sowie weniger Lärm und Schadstoffe.

Wie ein Reflex wird von verschiedenen Seiten als Antwort auf steigende Spritpreise gefordert, die Steuern auf Benzin und Diesel zu senken oder einen Tankrabatt einzuführen. Dies wäre aber nur eine Scheinlösung, denn sie verringerte nicht das eigentliche Problem, die Abhängigkeit von Erdölimporten. Klar ist aber auch: einkommensschwache Haushalte, die besonders von den hohen Energiepreisen betroffen sind, müssen gezielt entlastet werden. „Statt die Pendlerpauschale zu erhöhen, von der im Wesentlichen Besserverdienende profitieren, sollte ein einkommensunabhängiges Mobilitätsgeld eingeführt werden“, verlangt die VCD Bundesvorsitzende.

Diese Maßnahmen fordert der VCD konkret

  1. Neue Höchstgeschwindigkeiten auf Autobahnen, Landstraßen und innerorts einführen. Diese leisten sofort einen Beitrag für mehr Klimaschutz und Verkehrssicherheit, senken den Spritverbrauch und damit die Abhängigkeit von Ölimporten und verringern gleichzeitig Lärm- und Schadstoffemissionen. Das heißt: Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit innerorts, Tempo 80 auf Landstraßen und 120 km/h auf Autobahnen.
  2. Für ambitionierte CO2-Vorgaben für Neuwagen auf EU-Ebene sorgen. Diese sind ein entscheidender Stellhebel zur CO2-Minderung und beschleunigen den Antriebswechsel hin zum Elektroauto. Dafür müssen die Grenzwerte bereits 2025 verschärft und bis 2030 auf Null sinken. Deutschland muss seine bisherige schwache Position in Brüssel entsprechend ändern.
  3. Den öffentlichen Verkehr als echte Alternative zum Auto massiv ausbauen. Das spart Energie, Ressourcen und knappe städtische Flächen. Zudem profitieren vor allem Menschen, die kein Auto besitzen oder aufgrund ihres Alters oder körperlicher Einschränkungen nicht Auto fahren können.
  4. Klima- und umweltschädliche Subventionen abbauen. Steuerprivilegien und Subventionen im Verkehr belasten den Staatshaushalt jährlich mit mehr als 30 Mrd. Euro. Ein Großteil davon kann zugunsten nachhaltiger Mobilität und zur Entlastung von einkommensschwachen Haushalten genutzt werden. Die Pendlerpauschale ist in ein einkommensunabhängiges Mobilitätsgeld umzuwandeln. Davon profitieren alle, insbesondere einkommensschwache Haushalte, die proportional stärker unter hohen Mobilitätskosten leiden.

Zusätzlich kann jede und jeder Autofahrer*in selbst mit einfachen Maßnahmen höhere Spritkosten abmildern, die Abhängigkeit vom Erdöl verringern und gleichzeitig einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Hierfür hat der VCD einige Tipps und Anregungen zusammengestellt.

Pressekontakt:
Alexander Knebel, Anne Fröhlich, Magdalena Reiner • Telefon 030/280351-12 • presse@vcd.orgwww.vcd.org Twitter:@VCDeV 

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander zwischen allen Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-10117 Wed, 23 Feb 2022 17:03:00 +0100 Pressemitteilung: Mahnwache für getötete Fußgängerin, die es statistisch nicht gibt /startseite/detail/pressemitteilung-mahnwache-fuer-getoetete-fussgaengerin-die-es-statistisch-nicht-gibt Am 29. Dezember 2021 wurde eine 81-jährige Frau beim Queren der Märkischen Allee von einem Pkw-Fahrer gerammt. Am 14. Februar ist sie an den Unfallfolgen gestorben. Da sie aber nicht innerhalb von 30 Tagen nach dem Unfall gestorben ist, wird sie nicht in die Statistik der Verkehrstoten eingehen – sie wird statistisch unsichtbar. Changing Cities, ADFC Berlin, VCD Nordost und Fuss e.V. möchten den Angehörigen ihre tief empfundene Anteilnahme ausdrücken und rufen zur Mahnwache auf.

Drei Hausnummern weiter in der Märkischen Allee wurde vor drei Jahren ein 88-jähriger Fußgänger auf dieselbe Art und Weise getötet: Beim Queren der Straße. Die Märkische Allee ist mit ihren sechs Fahrstreifen ein menschenfeindlicher Ort und Sinnbild der autogerechten Stadt: Obwohl sie mitten durch die Stadt führt, ist dort Tempo 60 freigegeben. Ihr schnellstraßen-ähnlicher Ausbau verführt zu noch schnellerem Fahren. Die nächste Querungsmöglichkeit für Fußgänger*innen ist erst 300 m vom Unfallort entfernt an einer Ampel gegeben (Höhe Poelchaustr.) – 600 m Umweg sind besonders für ältere und mobilitätseingeschränkte Menschen eine Zumutung.

„Wie viele Menschen müssen sterben, bis der Senat eingreift und diesen Ort sicherer macht? Reichen zwei? Oder wollen Sie doch einen dritten abwarten? Für ungeschützte Verkehrsteilnehmende und besonders für Ältere ist der Autoverkehr viel zu schnell und eine allgegenwärtige Gefahr. So simple Maßnahmen wie ein Zebrastreifen, eine Ampel und Tempo 30 würden hier Menschenleben retten”, sagt Ragnhild Sørensen von Changing Cities. 

„Straßen sollen verbinden und nicht trennen. Breite Asphaltschneisen wie die Märkische Allee stellen für querenden Fußverkehr eine fast unüberwindliche Barriere dar und kosten immer wieder Todesopfer. Das wollen wir nicht weiter hinnehmen,“ ergänzt Heiner von Marschall, Landesvorsitzender des VCD Nordost. „Solche Straßen müssen auf ein menschenverträgliches Maß zurückgebaut werden und über sichere Querungsmöglichkeiten in ausreichend engen Abständen verfügen.”

Die Polizei veröffentlichte vor zwei Tagen ihre Statistik zum Verkehrsgeschehen in Berlin 2021. 14 Fußgänger*innen wurden letztes Jahr getötet, steht dort zu lesen. Die 15. getötete Fußgänger*in wäre die 81-Jährige aus Marzahn. Da sie allerdings nach mehr als 30 Tagen an den Spätfolgen des Unfalles gestorben ist, wird sie nicht mitgezählt. Damit ist sie statistisch unsichtbar.

„Es ist eine unsägliche Verhöhnung der Opfer und ein weiteres Zeichen dafür, wie autozentriert unser Verkehr ist. Es ist vollkommen fehl am Platz, dass die Polizei nun behauptet, 2021 sei seit 30 Jahren das sicherste Jahr mit den wenigsten im Straßenverkehr Verunglückten. Wer 40 Verkehrstote und Hunderte Schwerverletzte als Erfolg betrachtet, hat die Vision Zero, das Ziel von null Verkehrstoten und Schwerverletzten, überhaupt nicht verstanden“, sagt SuSanne Grittner, stellvertretende Vorsitzende des ADFC Berlin.

„Die statistische Verfälschung betrifft besonders alte Leute”, ergänzt FUSS-Vorstand Roland Stimpel. „Ihre häufigste Unfallverletzung ist ein Hüftgelenkbruch. Den überleben die meisten mehr als einen Monat, aber 40 Prozent sterben an den Folgen binnen eines Jahres. Alte Menschen sind schon nach der Statistik die häufigsten Unfallopfer. Dazu kommt diese riesige Dunkelziffer.“

Die Mahnwache ist als Demonstration bei der Versammlungsbehörde angemeldet. Während der Veranstaltung gelten Maskenpflicht sowie die üblichen Abstandsregeln.

Ansprechpartner*innen vor Ort bei der Mahnwache:
SuSanne Grittner, ADFC Berlin


Ansprechpartnerin für die Presse bei Changing Cities e.V.:
Ragnhild Sørensen, ragnhild.soerensen@changing-cities.org, 0171 535 77 34

Ansprechpartner für die Presse bei VCD Nordost e.V.:
Heiner von Marschall, heiner.v.marschall@vcd-nordost.de, 0174 465 65 23

Weiterführende Links:
Pressemitteilung der Polizei vom 15.02.2022
Pressemitteilung der Polizei vom 03.02.2019
Bilanz der Polizei zur Unfallstatistik 2021 vom 21.02.2022
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Über Changing Cities e.V.: Wir fördern zivilgesellschaftliches Engagement für lebenswertere Städte. Das bislang größte Projekt von Changing Cities e.V. ist der Volksentscheid Fahrrad in Berlin, mit dem es 2016 gelang, die Berliner Verkehrspolitik zu drehen und das bundesweit erste Mobilitätsgesetz anzustoßen. Changing Cities e.V. unterstützt landes- und bundesweit Bürger*inneninitiativen, die sich im Bereich nachhaltige Verkehrswende und lebenswerte Städte einsetzen, oder stößt solche Initiativen an. Changing Cities ist als gemeinnützig anerkannt.

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news-10182 Tue, 15 Feb 2022 15:53:00 +0100 2021 wurden 15 Fußgänger*innen im Berliner Straßenverkehr getötet /startseite/detail/2021-wurden-15-fussgaengerinnen-im-berliner-strassenverkehr-getoetet Unfall- Datum Todes- Datum Opfer: Alter Opfer: w/m Opfer: Verkehrsmittel Unfallort Getötet durch Verkehrsmittel Polizei-
meldung 25.01.2021 25.01. 91 w zu Fuß (1.) Seeburger Weg (Ortsteil Wilhelmstadt) Pkw Nr. 0206 26.01.2021 28.01. 49 m zu Fuß (2.) Indira-Gandhi-Straße, Höhe Hausnr. 7a Lkw (Transporter) Nr. 0251 27.04.2021 27.04. 43 m zu Fuß (3.) Wisbyer Straße/ Prenzlauer Allee Richtung Ostseestr. Lkw Nr. 0919 14.05.2021 31.05. 90 w zu Fuß (5.) Lindenallee 18A (Erstinformation: Bölschestr. 81) (Friedrichshagen) Pkw Nr. 1188 21.05.2021 10.06. 96 m zu Fuß (6.) Tempelhofer Damm / Ringbahnstr. Lkw Nr. 1256 25.05.2021 25.05. 19 m zu Fuß (4.) Riesaer Straße/ Nossener Straße Richtung Mark-Twain-Str. Tram Nr. 1133 30.06.2021 30.06. 81 w zu Fuß (7.) Pablo-Neruda-Str. Lkw Nr. 1422 14.09.2021 14.09. 56 m zu Fuß (8.) (mit Fahrrad) Landsberger Allee, Höhe Fritz-Riedel-Straße und Hausburgstraße Tram Nr. 2059 08.10.2021 13.10. 77 w zu Fuß (9.) Falkenseer Chausee , Höhe Hausnr. 257 (Falkenhagener Feld) Motorrad Nr. 2268 19.10.2021 19.10. 53 m zu Fuß (10.) Greifswalder Straße, Höhe Hausnr. 4, an Tramhaltestelle "Am Friedrichshain" (Prenzlauer Berg) Motorrad Nr. 2312 21.10.2021 21.10. 56 m zu Fuß (11.) nördliche Richtungsfahrbahn der Nonnendammallee, Höhe Hausnr. 97 (Siemensstadt) Lkw Nr. 2322 25.10.2021 04.11. 71 m zu Fuß (12.) Riesaer Str., Höhe Oelsnitzer Str. Tram Nr. 2428 05.11.2021 05.11. 63 m zu Fuß (13.) Landsberger Allee / Vulkanstraße Kehrmaschine Nr. 2433 29.12.2021 14.02. 81 w zu Fuß (14.) Märkische Allee, Höhe Hausnummer 155 Pkw Nr. 0374 30.12.2021 30.12. 80 w zu Fuß (15.) Sundgauer Str., Höhe Hausnr. 109 Lkw Nr. 2796

Da die 29. Dezember 2021 beim Queren der Märkischen Allee von einem Pkw-Fahrer gerammte 81-jährige Frau erst nach Ablauf von 30 Tagen an den Unfallfolgen gestorben ist, wird sie nicht in die offizielle Statistik der Verkehrstoten eingehen. Wir führen sie hier natürlich trotzdem auf.

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news-10062 Thu, 10 Feb 2022 14:25:00 +0100 Pressemitteilung: VCD legt Bundesmobilitätsgesetz für Reform des Verkehrssektors vor /startseite/detail/pressemitteilung-vcd-legt-bundesmobilitaetsgesetz-fuer-reform-des-verkehrssektors-vor Berlin, 10. Februar 2022. In ihrem Koalitionsvertrag haben sich die Ampel-Parteien einen Aufbruch „für eine nachhaltige, effiziente, barrierefreie, intelligente, innovative und für alle bezahlbare Mobilität“ zum Ziel gesetzt. Der heute vom ökologischen Verkehrsclub VCD präsentierte Vorschlag für ein Bundesmobilitätsgesetz schafft den notwendigen neuen Rechtsrahmen für einen solchen Aufbruch. „Das Bundesmobilitätsgesetz (BuMoG) nimmt erstmals alle Verkehrsträger gleichberechtigt in den Blick und ermöglicht so die Umsetzung der Klimaziele im Verkehrssektor durch eine integrierte Planung und Finanzierung der Bundesverkehrswege. Im Vordergrund stehen der Mensch und seine Mobilitätbedürfnisse“, erklärt die VCD Bundesvorsitzende Kerstin Haarmann.

Erstmals strategische Leitziele und Umsetzungsziele

Erstmals werden mit dem Bundesmobilitätsgesetz übergeordnete, strategische Leitziele für den Verkehrssektor definiert, u.a. zu Mobilitätssicherung, Verkehrssicherheit, Gesundheitsschutz sowie zu Umwelt- und Klimaschutz. Diese Leitziele haben zahlreiche Schnittmengen mit den im Koalitionsvertrag von der Ampel-Regierung skizzierten Vorhaben und bilden das Dach, unter dem sich Umsetzungsziele und konkrete Verkehrsplanung bewegen. Herzstück des Gesetzesvorschlags ist ein Bundesmobilitätsplan, der diese Leitziele Konkretisiert. Der Bundesmobilitätsplan soll vom Bundesverkehrsministerium entwickelt und vom Parlament verabschiedet werden, und zwar mit verbindlichen Finanzierungszusagen. „Das Gesetz setzt Prioritäten und schafft Verlässlichkeit. Ein Monitoring ist ebenso verankert wie ein geregeltes Verfahren zum Nachsteuern und Anpassen von Zielen in einem festgelegten mehrjährigen Rhythmus“, erläutert die VCD Bundesvorsitzende.

Mit dem Bundesmobilitätsgesetz werden auch die Interessen von Bund, Ländern und Gemeinden in eine neue, sinnvolle Balance gebracht, wie die Rechtsexperten ausführen, die den Gesetzesvorschlag im Auftrag des VCD verfassten. Denn der Gesetzentwurf schafft für Länder und Kommunen verbesserte Handlungsspielräume, so durch Änderungen im Straßenverkehrsgesetz. Andererseits sollen sie ihre Verkehrsplanung auch konkret in Konzepte gießen.

Planungssicherheit und Fortschritt für die Verkehrswende

Mobilität wird im Gesetzentwurf unter ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten gleichermaßen betrachtet und ist damit integrativ angelegt. Integrativ heißt: Die verschiedenen Verkehrsträger wie Straße und Schiene werden gemeinsam und im Vergleich zueinander betrachtet. „Damit unterscheidet sich das Bundesmobilitätsgesetz entscheidend von der bisherigen Praxis im Bundesverkehrswegeplan mit seiner isolierten Betrachtungsweise und der langen Schleppliste unerledigter Projekte“, erklärt der verkehrspolitische Sprecher des VCD, Michael Müller-Görnert. Zentral ist für ihn zudem die gesicherte Finanzierung von Maßnahmen, die das Bundesmobilitätsgesetz erst ermöglicht. „Die beschlossenen Maßnahmen müssen ausfinanziert sein, das schafft Planungssicherheit und bündelt Planungskapazitäten auf die dringendsten Projekte für die Verkehrswende“, unterstreicht Müller-Görnert.

An der anschließenden Diskussion nehmen teil: der stellvertretende Verkehrspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Mathias Stein, die Bundestagsabgeordnete Susanne Menge von Bündnis 90/Die Grünen und der internationale Verkehrsberater Dr. Axel Friedrich aus dem Wissenschaftlichen Beirat des VCD. 

Der VCD sieht die Bundesregierung nun in der Pflicht. Denn die im Koalitionsvertrag formulierten Ziele verlangen nach Umsetzung. „Für diese Umsetzung ist nun das Bundesmobilitätsgesetz da“, betont Haarmann. Bestärkt sieht sich der VCD durch das vor knapp einem Jahr ergangene Klimaschutz-Urteil des Bundesverfassungsgerichts. Es hatte den Verkehrssektor beispielhaft als Handlungsfeld benannt. Auch das jüngste Klimaschutz-Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 18. Januar 2022 zur Klage der DUH enthält Hinweise auf die Verantwortlichkeit für Klimaschutz zwischen Bund und Ländern.

Die Initiative für die Arbeit am BuMoG Gesetzentwurf war vom VCD ausgegangen, um den institutionellen Rahmen der Verkehrspolitik in Deutschland an den Erfordernissen nachhaltiger Mobilität auszurichten. Der VCD wird dabei unterstützt von zahlreichen Akteuren aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Mobilitätswirtschaft. Fachliche Impulse lieferte der wissenschaftliche Beirat des VCD, darunter die Verkehrsberater Dr. Axel Friedrich und Dr. Jan Werner, die auf der Online-Diskussion des VCD nochmals die Notwendigkeit für ein Bundesmobilitätsgesetz betonten und die Umsetzung anmahnten. Erstellt wurde der Gesetzentwurf von renommierten Staats- und Verwaltungsrechtlern um Prof. Dr. Georg Hermes von der Goethe-Universität Frankfurt/M., Prof. Dr. Urs Kramer von der Universität Passau sowie Dr. Holger Weiss von W2K Rechtsanwälte. Begleitet wird der Vorschlag von einem verfassungsrechtlichen Gutachten zu den nationalen Auswirkungen ebenso wie zur Vereinbarkeit mit EU-Recht. „Das Fazit: Die im Entwurf entwickelten Instrumente schaffen eine solide, demokratisch legitimierte Grundlage für eine nachhaltige Verkehrspolitik auf dem Boden von Grundgesetz und EU-Recht“, betont Haarmann.                        

Das Projekt Bundesmobilitätsgesetz wird gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Verbraucherschutz (BMUV) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

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news-10068 Thu, 10 Feb 2022 10:46:00 +0100 Petition für Tempo 30 in Friedrichshain-Kreuzberg /startseite/detail/petition-fuer-tempo-30-in-friedrichshain-kreuzberg
Über eine Petition fordern mehrere Bürger*innen-Initiativen gemeinsam Bezirk und Landesverwaltung auf, einen Beschluss aus dem Jahr 2020 umzusetzen, und für ganz Friedrichshain-Kreuzberg TEMPO 30 als Modellprojekt umzusetzen. Der VCD fordert generell Tempo 30 innerorts und hat den Initiativen ein Soforthilfe-Papier zur Verfügung gestellt.

Zur Petition auf openpetition.de...

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news-10024 Thu, 03 Feb 2022 12:54:19 +0100 Klimaschutz-Sofortprogramm: VCD fordert ambitionierte Maßnahmen im Verkehr /startseite/detail/klimaschutz-sofortprogramm-vcd-fordert-ambitionierte-massnahmen-im-verkehr  

Berlin, 03. Februar 2022. Mit einem Sofortprogramm möchte die neue Regierung das Land wieder auf klimapolitischen Kurs bringen. Aktuell erarbeiten die einzelnen Ressorts ihre Vorschläge, bis Ostern soll ein erstes Maßnahmenpaket veröffentlicht werden. Besonders im Verkehr gibt es viel Aufholbedarf, wie der ökologische Verkehrsclub VCD betont. Dies ist der einzige Bereich, in dem die Emissionen in den letzten Jahrzehnten so gut wie gar nicht zurückgegangen sind – abgesehen von leicht gesunkenen Zahlen aufgrund der Pandemie in den Jahren 2020 und 2021. Der VCD hat einen Maßnahmenkatalog entwickelt, mit wirksamen Sofortmaßnahmen, die sich schnell umsetzen lassen und einen großen Effekt für Mensch und Klima erzielen. Allen voran fordert der Verband, drei Maßnahmen in das Sofortprogramm aufzunehmen: ein Bundesmobilitätsgesetz, den Abbau klimaschädlicher Subventionen wie das Dienstwagenprivileg und eine massive Investitionsoffensive für Bus und Bahn sowie Fuß- und Radinfrastruktur.

„Die neue Regierung muss der Erkenntnis, dass es erheblichen Nachholbedarf beim Klimaschutz gibt, nun schnell Taten folgen lassen“, fordert Kerstin Haarmann, VCD Bundesvorsitzende. „Besonders im Verkehrsbereich haben die Vorgänger-Regierungen den Klimaschutz konsequent verschlafen. Mit dem bisherigen Klein-Klein muss jetzt Schluss sein. Die wirklich effektiven Maßnahmen liegen seit Jahren auf dem Tisch und müssen endlich umgesetzt werden.“, so Haarmann weiter.

Die drei wichtigsten Sofortmaßnahmen für den Verkehr sind aus Sicht des VCD:

1. Die Verkehrsinfrastrukturplanung von Bund und Ländern verkehrsträgerübergreifend am Klimaschutz und weiteren Nachhaltigkeitszielen ausrichten - mit dem Bundesmobilitätsgesetz.

2.  Klimaschädliche Subventionen abbauen, Steuern und Abgaben im Verkehr konsequent am Klimaschutz ausrichten: Dienstwagenprivileg beenden, Kfz-Steuer um Bonus-Malus-Komponente ergänzen; für ambitionierte CO2-Grenzwerte auf EU-Ebene einsetzen.

3. Ausbau- und Investitionsoffensive für den Umweltverbund: Mehr Geld für Bus und Bahn sowie sichere Rad- und Fußverkehrsnetze in Stadt und Land.

Eine zentrale Rolle nimmt für den VCD das Bundesmobilitätsgesetz ein, welches im Grunde überhaupt erst die Voraussetzungen schaffe, um den Verkehrssektor klimafreundlicher zu gestalten. Denn erst dann könne die Regierung Verkehrsplanung endlich als Großes Ganzes betrachten und verkehrsträgerübergreifend handeln. Darüber hinaus ermöglicht es dem VCD zufolge, Mobilität an übergeordneten Zielen wie Nachhaltigkeit und Verkehrssicherheit auszurichten.

„Das Bundesmobilitätsgesetz sichert eine zukunftsfähige Mobilität. Ohne einen grundlegend neuen und modernen Rechtsrahmen kommen wir in Sachen Klimaschutz im Verkehr nur in Trippelschritten voran und so lösen wir den massiven Reformstau in der deutschen Verkehrspolitik nie auf“, betont Michael Müller-Görnert, der verkehrspolitische Sprecher des VCD.

Das ausführliche Forderungspapier des VCD finden Sie hier


Pressekontakt:
Alexander Knebel, Anne Fröhlich, Magdalena Reiner • VCD-Pressestelle • 030/280351-12 • presse@vcd.org www.vcd.org • Twitter: @VCDeV • Instagram: @vcd_ev • Facebook: @vcdbundesverband

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander aller Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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news-9986 Fri, 28 Jan 2022 18:30:00 +0100 Verkehrswende sozial gerecht – Berliner Gruppe gründet sich /startseite/detail/verkehrswende-sozial-gerecht-berliner-gruppe-gruendet-sich-1  

Dich interessiert die Verkehrswende in Berlin, Dir brennt vielleicht sogar schon ein ganz konkretes Problem unter den Nägeln? Du möchtest gern selbst aktiv werden und hast vielleicht schon ein paar Ideen? Du würdest gern andere VCD-Aktive kennenlernen, zusammen was auf die Beine stellen, und der Spaß soll auch nicht zu kurz kommen? Dann schau doch mal vorbei! Wir sind eine paar Berliner Aktive und möchten uns gemeinsam mit dem Jahresthema des VCD - „Verkehrswende sozial gerecht“ (Link: www.vcd.org/soziale-aspekte-verkehrswende/) - auseinandersetzen, dazulernen und auch Aktionen planen. Dazu wollen wir uns einmal monatlich in ungezwungener Runde treffen und freuen uns, wenn weitere Interessierte dazukommen. 

Unser erstes Treffen findet am Donnerstag, 17. Februar 2022 von 18.30 bis 20.30 Uhr statt. Nach einem kurzen Input von Katharina Klaas, die im VCD-Bundesverband im Projekt „Verkehrswende: klimaverträglich und sozial gerecht“ arbeitet, wollen wir darüber sprechen, was sozial gerechte Verkehrswende eigentlich alles heißt, wozu wir uns mehr informieren wollen und was wir uns an Aktionen vorstellen können.

Angesichts der Pandemielage treffen wir uns vorerst online in Zoom. Um den Zoom-Link zu erhalten, bei Fragen oder wenn Ihr Interesse an dem Austausch habt, aber am 17.02.22 nicht dabei sein könnt, schreibt bitte an urmila.goel@vcd-nordost.de

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news-9969 Fri, 28 Jan 2022 12:34:43 +0100 VVW-Jobangebot: Manager/-in für Marketing, Vertrieb und Digitalisierung (m/w/d) /startseite/detail/vvw-jobangebot-manager-in-fuer-marketing-vertrieb-und-digitalisierung-mwd Die Ortsgruppe Rostock weist auf die Ausschreibung hin: https://www.verkehrsverbund-warnow.de/files/pdf/20220121_mirror_vvw_stellenanzeige_manager-in_mvd.pdf

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news-9968 Fri, 28 Jan 2022 11:13:49 +0100 Mahnwachen für zwei getötete Fußgängerinnen am Samstag 29.01. /startseite/detail/mahnwachen-fuer-zwei-getoetete-fussgaengerinnen-am-samstag-2901
  • 13:00 Uhr Marienfelde, Waldsassener Straße 40

  • https://www.berlin.de/polizei/polizeimeldungen/2022/pressemitteilung.1169918.php

    • 15:00 Uhr Prenzlauer Berg, Storkower Straße 129

    https://www.berlin.de/polizei/polizeimeldungen/2022/pressemitteilung.1164164.php

    Zum Gedenken an die im Straßenverkehr getöteten werden wir jeweils eine weiße Figur am Unfallort aufstellen. Gerne können Blumen oder Kerzen mitgebracht werden.

    Anschließend rufen wir auf zur Teilnahme an der Mahnwache zum vierten Todestag von Fabien Martini:

    • 16:00 Uhr am Unfallort, Grunerstraße, Nähe Rotes Rathaus

    Gemeinsam fordern wir:

    • Eine sichere Verkehrsinfrastruktur, damit sich alle sicher und unbedrängt durch unsere Stadt bewegen können.

    • Die #VisionZero, also keine Toten und Schwerverletzten mehr im Straßenverkehr, muss als oberstes Ziel aller Planungen und Maßnahmen konsequent umgesetzt werden.

    • Für die Opfer und Hinterbliebenen fordern wir die Einrichtung einer Ombudsstelle. Mit den Folgen eines schweren Unfalls werden die Opfer und Familien bisher alleine gelassen und sind damit oft überfordert. Sie verdienen eine angemessene Betreuung und solidarische Unterstützung bei der Bewältigung der Unfallfolgen und der Geltendmachung ihrer Ansprüche.

    • Wo Menschen im Straßenverkehr getötet wurden, muss den Hinterbliebenen die Einrichtung eines angemessenen Gedenkortes ermöglicht werden, was gleichzeitig der Mahnung an alle Verkehrsteilnehmenden dient.

    Unsere Übersichten zu allen Todesopfern im Berliner Straßenverkehr: 

    https://nordost.vcd.org/ziele/verkehrssicherheit/verkehrstote2022/

    https://nordost.vcd.org/ziele/verkehrssicherheit/verkehrstote2021/

     

     

    Pressekontakt VCD Nordost:

    Heiner von Marschall, Landesvorsitzender
    Email: heiner.v.marschall@vcd-nordost.de Tel: 0174 465 65 23

    www.vcd-nordost.de

    Der VCD (Verkehrsclub Deutschland) setzt sich ein für Mobilität für Menschen, ein positives Miteinander aller Verkehrsarten und eine ökologische Verkehrswende. Schwerpunkte sind dabei die Förderung des Umweltverbundes (ÖPNV, Fahrrad und Fußverkehr) und mehr Verkehrssicherheit gerade auch für die schwächeren Verkehrsteilnehmer: Kinder, Ältere und Menschen mit Mobilitätseinschränkungen.

    Der VCD Nordost ist der Landesverband für Berlin und Mecklenburg-Vorpommern.

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    news-9935 Wed, 19 Jan 2022 09:52:13 +0100 VCD appelliert an neue Regierung: Kurswechsel in der Verkehrspolitik jetzt einleiten! /startseite/detail/vcd-appelliert-an-neue-regierung-kurswechsel-in-der-verkehrspolitik-jetzt-einleiten  

    Berlin, 13. Januar 2022. Parlament und Bundesregierung sind in dieser Wahlperiode gleichermaßen gefordert, den notwendigen Kurswechsel in der Verkehrspolitik endlich einzuleiten. Denn die massiven Auswirkungen des heutigen Verkehrssystems auf unser Klima haben nicht nur für kommende Generationen fatale Folgen. Immer noch verunglücken viel zu viele Menschen auf den Straßen, sind die Belastungen durch Lärm und Schadstoffe hoch, ist vielerorts das Angebot bei Bus und Bahn sowie der Zustand des Fuß- und Radwegenetzes mangelhaft.

    Die Ursache für diese Fehlentwicklungen ist in erheblichem Maße in der zergliederten und ungenügend strukturierten Bundesverkehrspolitik zu suchen, der es bisher an übergeordneten, nachhaltigen Zielen fehlte. Zwar hat die Ampel-Koalition in ihrem Koalitionsvertrag für eine Verkehrspolitik, die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Fortschritt wagt, sinnvolle Ziele formuliert. An einem effizienten Instrumentarium zur Erreichung dieser Ziele fehlt es bislang aber. Damit dies nicht so bleibt, setzt sich der VCD für ein Bundesmobilitätsgesetz ein. „Das Bundesmobilitätsgesetz schafft einen dringend erforderlichen Rahmen für die überfällige Investitionsoffensive in umwelt- und sozialverträgliche Mobilität sowie für die integrierte Planung und Finanzierung der Bundesverkehrswege“, erklärt die VCD Bundesvorsitzende Kerstin Haarmann.

    Großer Handlungsbedarf im Klimaschutz und im Sozialen

    Die neue Bundesregierung will in der deutschen CO2-Bilanz die Klimaschutzlücke schließen. Dafür müssen entsprechend auch die Emissionen im Verkehrssektor deutlich und schnell zurückgehen. Sonst werden die Vorgaben des Klimaschutzgesetzes für 2030 und das Ziel der Klimaneutralität bis 2045 nicht erreicht. Mit der durch die E-Auto-Förderung angestoßenen Antriebswende allein ist es allerdings nicht getan. Busse und Bahnen sowie der Rad- und Fußverkehr sollen künftig das Grundgerüst unserer Mobilität bilden - in der Stadt und auf dem Land. Dies sichert nachhaltige Mobilität für alle und ermöglicht Teilhabe auch für Menschen mit geringem Einkommen, für Kinder und Ältere aber auch für Mobilitätseingeschränkte. Von einer nachhaltigen Verkehrswende profitieren alle. „In zahlreichen Projekten vor Ort haben wir gezeigt, wie nachhaltige Mobilität funktioniert. Damit dies überall im Land die Regel wird, muss die Bundesgesetzgebung angepasst werden. Daran wollen wir mit Parlament und Regierung arbeiten“, betont die VCD Bundesvorsitzende.

    Pressekontakt:
    Alexander Knebel, Anne Fröhlich, Magdalena Reiner • VCD Pressestelle • 030/280351-12 • presse@vcd.org www.vcd.org • Twitter: @VCDeV • Instagram: @vcd_ev • Facebook: @vcdbundesverband

    Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander aller Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

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