VCD Nordost Nachrichten http://nordost.vcd.org de_DE VCD Nordost Thu, 22 Feb 2024 13:27:19 +0100 Thu, 22 Feb 2024 13:27:19 +0100 TYPO3 EXT:news news-14593 Tue, 06 Feb 2024 10:23:03 +0100 So gehen Solidarität gegen Rechts und die Ziele einer sozial-ökologischen Mobilitätswende für uns zusammen /startseite/detail/so-gehen-solidaritaet-gegen-rechts-und-die-ziele-einer-sozial-oekologischen-mobilitaetswende-fuer-uns-zusammen Überlegungen von Christiane Heiß (Vorstandsmitglied) und Regine Wosnitza (Geschäftsführerin)

Der VCD Nordost ist als ein gemeinnütziger Verein dem Erhalt der Demokratie, der gesellschaftlichen Teilhabe aller Menschen und der Einbindung der Zivilgesellschaft in aktuelle Themen verpflichtet. Wir arbeiten überparteilich als Interessensvertretung einer sozial-ökologischen Verkehrspolitik, die sichere Mobilität für alle ohne Naturzerstörung zum Ziel hat. Dementsprechend setzen wir uns für eine sozial-ökologische Verkehrswende in den von uns vertretenen Bundesländern Berlin und Mecklenburg-Vorpommern ein.

Wir verstehen unsere Arbeit als Teil eines umfassenden Transformationsprozesses im Verkehrssektor, der sowohl das Klima schützt als auch soziale Gerechtigkeit zum Ziel hat. Dazu gehören Maßnahmen wie der Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs, die Förderung des Rad- und Fußverkehrs, die Elektromobilität und der Vorrang für den Umweltverbund. Zentral sind dabei die Teilhabe aller gesellschaftlichen Gruppen und die Berücksichtigung ihrer unterschiedlichen Mobilitätsbedürfnisse, um eine gerechte und zukunftsfähige Mobilität für alle zu gewährleisten.

„Wer den Klimawandel leugnet, verschwendet nur kostbare Zeit zum Handeln“ sagt Christiane Heiß, Vorstandsmitglied im VCD Nordost.

 

Die AFD leugnet die Realität des menschengemachten Klimawandels und weicht damit der Auseinandersetzung über den besten politischen Weg in eine nachhaltige Zukunft aus. Wir arbeiten inklusiv, geschlechtergerecht und demokratisch und sind aktuell alarmiert, dass diese Grundlagen unseres Zusammenlebens bedroht sind.

„Ich wohne in Schöneberg in der Nähe der Geschäftsstelle und bin aufgerufen, an der Wiederwahl zum Bundestag teilzunehmen*. Diese Wahl ist eine von vielen Wahlen in diesem Jahr, bei der es um eine klare Entscheidung von uns Wähler*innen für die Demokratie geht“, sagt Regine Wosnitza, Geschäftsführerin des VCD Nordost. „Nach den Veröffentlichungen von Correctiv habe ich mir die AFD, ihr Parteiprogramm und ihre Vertretung im Bundestag noch einmal genau angeschaut. Die Unvereinbarkeit mit unseren Zielen hat mich nicht überrascht, aber die Analyse hat mir noch einmal die Gefahr vor Augen geführt, die von dieser Partei auch für unsere Arbeit ausgeht.“

 

Disclaimer: In diesem Artikel werden wir die von uns angesprochenen Punkte aus dem Wahlprogramm der AFD zusammenfassen. Wir laden alle Leser*innen zu einem Faktencheck ein. Wir werden jedoch nicht auf das Bundeswahlprogramm der Partei verlinken, sondern bitten darum, die entsprechenden Informationen selbst zu recherchieren, da wir nur auf die Webseiten demokratischer Parteien verlinken.

Unser Landesverband
Unser Landesverband umfasst Berlin und Mecklenburg-Vorpommern (MV) und es sitzen derzeit drei AFD Vertreter*innen im Deutschen Bundestag.

1. Beatrix von Storch - Berlin Mitte – Wahlkreis 075; In diesem Wahlkreis findet eine Wiederwahl statt.
2. Götz Frömming - Berlin Pankow - Wahlkreis 076 – Ausschuss für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz. In diesem Wahlkreis findet eine Wiederwahl statt. In Pankow findet in 84% der Wahlbezirke (180 von 215 Wahlbezirken) eine Wiederwahl statt.
3. In MV wird nicht gewählt. Enrico Komning – Mecklenburgische Seenplatte I - Vorpommern - Greifswahl II – Wahlkreis 016I


Verkehrswende als Beitrag zum Klimaschutz
Die Wissenschaft und die Mehrheit der Staaten sind sich einig: Der Schutz des Klimas ist die größte Herausforderung dieses Jahrhunderts. Die wichtigste und wirksamste Maßnahme für die Zukunft der Mobilität heißt: Weg vom Verbrennermotor. Oder allgemeiner: Weg von fossilen Brennstoffen. Davon profitiert nicht allein das Klima, sondern auch die Gesundheit der Berliner*innen. In unseren Überlegungen betrachten wir drei unseren Kernthemen des VCD Nordost. ( Mehr Informationen )

Thema Vision Zero
Entgegen dem langjährigen Trend ist im Jahr 2023 die Zahl der Verkehrstoten in Berlin erstmals wieder angestiegen. Im Januar 2024 wurden sieben Menschen im Straßenverkehr getötet. Die meisten Opfer sind Radfahrende und Zufußgehende, vor allem ältere Menschen und Kinder. Das wollen wir nicht hinnehmen! Die einfachste und wirksamste Maßnahme ist langsam fahren: Mehr als 1000 Kommunen fordern deshalb Tempo 30!
Wir fordern u.a. eine sichere und fehlerrobuste Verkehrsinfrastruktur, mit der sich alle sicher und ohne Angst durch Berlin und anderswo bewegen können. Der Schutz von Menschenleben ist uns wichtiger als die Flüssigkeit des Autoverkehrs!

ÖPNV spart Platz und Geld
Wir fordern ein Mobilitätsangebot, das allen Menschen eine breite Auswahl an Verkehrsmitteln bietet. Dazu gehört selbstverständlich auch ein ÖPNV, der die Teilhabe aller Menschen ermöglicht (Barrierefreiheit), bezahlbar und so attraktiv ist, dass er eine überzeugende Alternative zum motorisierten Individualverkehr darstellt. Wir wollen einen sicheren und leistungsfähigen Nahverkehr in den Städten, sinnvolle Anschlüsse im Pendlerverkehr und angepasste Nahverkehrsnetze im ländlichen Raum.

Mobilität ist Teil der Gesundheits- und Klimapolitik
Vorrang für den Umweltverbund bewirkt nicht nur sichere Radwege und Schulwege, sondern auch weniger Lärm und bessere Luft. Wir setzen uns für eine Entlastung der Nebenstraßen vom Durchgangsverkehr ein, die neben Lärm- und CO2-Reduktion auch Verkehrssicherheit und Aufenthaltsqualität für die Anwohnenden bringt. Wir arbeiten an Konzepten für eine lebenswerte Stadt, die wieder zu mehr Platz im öffentlichen Raum führt. Wichtig ist uns eine feministische Verkehrspolitik, die sich in einer inklusiven Planung und Umsetzung der Verkehrsinfrastruktur widerspiegelt.

Analyse
Unsere Ziele finden sich im Parteiprogramm der AFD nicht wieder. Im Gegenteil, unter den Punkten Verkehr, Klima, Umwelt wird der notwendige Wandel verächtlich gemacht, als Lüge diffamiert und die notwendigen Maßnahmen als Gängelung, Freiheitseinschränkung, Behinderung bezeichnet. Forderungen wie die Dezentralisierung von Zuständigkeiten im öffentlichen Raum sind bereits umgesetzt.

Widersprüche tun sich auf, wenn einerseits gefordert wird, den Fuß- und Radverkehr von Anfang an in die Planungen einzubeziehen, andererseits aber zivilgesellschaftlichen Initiativen die Unterstützung verweigert wird. Die alleinige Forderung nach technischen Lärmschutzmaßnahmen bedeutet eine Absage an die notwendige Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs und an Geschwindigkeitsbegrenzungen. Die Unterscheidung zwischen der Befürwortung von Umweltschutz bei gleichzeitiger Ablehnung einer „Klimaschutzpolitik“ („“ im Parteiprogramm), von Dekarbonisierungsplänen und der Ablehnung einer notwendigen Transformation ist nicht haltbar.

Die undemokratische Haltung gegenüber zivilgesellschaftlichen Organisationen in allen Facetten der politischen Bereiche ist für uns ein Warnsignal.

Schlussfolgerung

  • Für uns klar, dass wir mit unseren Kernthemen einen festen Platz in einem Bündnis Solidarität gegen Rechts einnehmen wollen.

  • Wir werden uns in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern weiterhin zu Wort melden, wenn umweltverträgliches Handeln durch populistische Meinungsmache diskreditiert und verhindert wird.

Aufruf

  • Wir rufen Berliner*innen in allen betroffenen Wahlbezirken auf, bei der Wiederholungswahl von ihrem Stimmrecht Gebrauch zu machen und damit ein Signal für die Wahrung der Demokratie zu setzen. Denn hier sind auch die Zweitstimmen von Bedeutung.

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*Am Sonntag, den 11. Februar 2024 muss in 455 Wahl-Bezirken (insgesamt sind es 2.257 Wahl-Bezirke) von Berlin die Wahl zum 20. Deutschen Bundestag wiederholt werden. Die Ursache für die Wiederholungs-Wahl sind Fehler bei der Planung und Probleme bei der Durchführung der Wahlen am 26. September 2021.
Die Wahlwiederholung findet in 20 Prozent der Wahl-Bezirke erneut statt und ruft insgesamt 590.000 Wahlberechtigte zu einer erneuten Wahl auf. ( Hintergrundinformationen )
Ihr könnt auf dieser Karte hausnummergenau checken, ob ihr am 11. Februar wählen können. Sollte diese der Fall sein und ihr noch keine Wahlunterlagen erhalten haben, könnt ihr bis zum 10. Februar 2024 um 12 Uhr einen Ersatzwahlschein am Standort Ihres zuständigen Bezirkswahlamtes.

 

 

 

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news-14590 Mon, 05 Feb 2024 15:04:51 +0100 Breites Bündnis fordert mit Petition den Stopp der Planfeststellung zur TVO /startseite/detail/breites-buendnis-fordert-mit-petition-den-stopp-der-planfeststellung-zur-tvo Am 16.01.2024 startete die BI-Wuhlheide eine Petition. Der VCD Nordost gehört zu den Erstunterzeichnenden und hat sich selbst auch noch einmal klar positioniert.

Die Petition fordert den Senat auf, die im November 2023 begonnene Planfeststellung zur TVO umgehend einzustellen und damit mögliche rechtliche Schritte gegen das Land Berlin abzuwenden. Hintergrund sind Anzeichen für eine fragwürdige „Verhinderungsplanung“ gegenüber der Trasse der Nahverkehrstangente (NVT).

„Die Wuhlheide hat eine bemerkenswerte Biotopvielfalt. Doch von allen Seiten wird an ihr geknabbert. Bauliche Eingriffe und Vorhaben im Umfeld gefährden ihre Funktionen für Klima, Natur- und Artenschutz und Erholung. Für die TVO würden Relikte bodensaurer Eichenwälder unwiederbringlich zerstört werden. Dieser Verlust ist faktisch nicht kompensierbar", sagt Andrea Gerbode vom BUND Berlin. 

Ein breites Bündnis aus mehr als 30 Initiativen, Parteien und Organisationen unterstützt als mitinitiierende Erstzeichnende das Anliegen. Gemeinsam treten wir damit für eine sozialverträgliche sowie klima- und umweltgerechte Mobilitätswende in Berlin ein! Die Planungsgrundsätze der TVO sind dafür endlich konsequent an den bestehenden gesetzlichen Vorgaben, z.B. die des Berliner Mobilitätsgesetzes auszurichten. Die Petition wurde in den ersten zwei Wochen bereits von über 3.400 Menschen unterzeichnet und es werden jeden Tag mehr.

„Das ist im Vergleich zu einer Petition von TVO-Befürwortenden mit insgesamt nur 196 Unterschriften ein klares, nicht zu ignorierendes Statement.“  Maik / BI Wuhlheide. 

Mit der nun begonnenen Planfeststellung weicht der jetzige Senat unübersehbar von Planungsentscheidungen ab, die noch vom Vorgängersenat für notwendig erachtet wurden. Unter selbst verschuldeten Erfüllungsdruck, wird so ohne Rücksicht auf Verluste versucht, die TVO als reiner Straßenneubau voranzutreiben. Und das, obwohl eine dem Senat vorliegende, öffentlich allerdings nur schwer zugängige Trassierungsstudie klarstellt, dass die derzeitige Trassenfestlegung der TVO die Kosten zum Ausbau der ebenfalls diskutierten Nahverkehrstangente (Schienen-TVO) deutlich in die Höhe treiben würde. 

„Was wir wirklich brauchen, ist der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und Radwege. Nur wenn es hinreichende – insbesondere zuverlässige, sichere und bezahlbare – Alternativen gibt, lassen Menschen das Auto stehen.“ Lena / BI Wuhlheide.

Das Argument des Senats, die Schienen-TVO sei bei den Planungen der TVO hinreichend berücksichtigt, bricht damit endgültig zusammen. Ein als Voraussetzung für den Beginn der Planfeststellung ursprünglich geplanter Systementscheid (S-Bahn oder Nahverkehrszug) und eine entsprechende Wirtschaftlichkeitsbetrachtung fehlen bis heute! Mit dem gewählten Vorgehen bestätigt der jetzige Senat immer deutlicher den Vorwurf einer absichtlichen „Verhinderungsplanung“ gegenüber den für eine sozial gerechte Mobilitätswende dringend benötigten Ausbau des Berliner Außenrings bzw. der S-Bahn im Bereich der TVO.

„Wir sehen die Problematik der Staus und Automassen in den Siedlungsgebieten. Trotzdem darf es in Zeiten wie diesen keine Investitionen in fossile Infrastruktur mehr geben. Vielmehr sollten wir zukunftsgerichtet und nachhaltig denken und das heißt: Die Nahverkehrstangente muss vorangebracht und entwickelt werden.“ Jonas Knorr / Fridays for Future Marzahn-Hellersdorf.

Am 01.02.2024 übergab das Bündnis die Petition dem Berliner Abgeordnetenhauses. Damit obliegt zunächst dem Petitionsausschuss die Aufgabe die parlamentarischen Möglichkeiten zu nutzen, den Senat zu bewegen seinen Antrag zurückzuziehen und somit langfristige Schäden für das Land Berlin abzuwehren. Bis zur Behandlung im Abgeordnetenhaus kann die Petition auch weiterhin  unter dem Titel „Antrag auf Planfeststellung zur TVO umgehend zurücknehmen“ auf der Plattform openPetition (www.openpetition.de) gezeichnet werden.

Zum Hintergrund:
Der Senat plant den Bau einer vierspurigen Autostraße — die sogenannte Tangentialverbindung Ost (TVO) durch die Berliner Wuhlheide. Der Stadt Berlin stünde damit zu Zeiten der Klimakrise der größte Waldverlust seit Ende des 2. Weltkrieges bevor. Insgesamt geht es um eine Fläche von rund 16 Hektar Wald (das entspricht in etwa 22 Fußballfeldern). Der planende Senat verspricht den Anwohnenden eine Entlastung vom Durchgangsverkehr. Zahlreiche Studien zeigen jedoch: Mehr Straßen führen zu mehr induziertem Verkehr. (Vgl. Bericht des Wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestags zum Thema Straßenbau und Verkehrsentwicklung)  

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news-14575 Thu, 01 Feb 2024 13:49:18 +0100 Zahl der Verkehrstoten im Jahr 2023 erstmals wieder gestiegen /startseite/detail/zahl-der-verkehrstoten-im-jahr-2023-erstmals-wieder-gestiegen Pressemitteilung

Berlin, 01.02.2024

So gab es nach unserer Zählung 45 Verkehrstote in Berlin im Jahr 2023, davon 14 Radfahrende und 15 Zufußgehende. Von den Zufußgehenden waren sieben älter als 70 Jahre, weitere vier älter als 60 Jahre.

„Das ist ein Alarmsignal, dass es aktuell in die falsche Richtung geht! Wieder zeigt sich: Es sind vor allem die ungeschützten Verkehrsteilnehmenden zu Fuß und auf dem Fahrrad, die dem Berliner Straßenverkehr zum Opfer fallen. Und es sind auch nicht die vermeintlichen „Kampfradler“, sondern Menschen, die mit dem zunehmend unübersichtlichen Verkehr überfordert sind“ erklärt Heiner von Marschall, Landesvorsitzender des VCD Nordost. „Bei Todesfällen ist in aller Regel der Zusammenstoß mit einem Kraftfahrzeug ursächlich.“

Dass Aggression im Straßenverkehr auch in Berlin, entgegen dem Trend der Vorjahre, im Jahr 2023 wieder zugenommen hat, beobachten auch die Aktiven des VCD Nordost und anderer Verbände. Insbesondere zwischen verschiedenen Verkehrsarten ist nicht nur der Ton in den mobilitätspolitischen Auseinandersetzungen und auch auf Berlins Straßen rauer geworden.

„Zunehmend empfinden manche Autofahrende die Forderung nach mehr sicheren Radspuren auf der Fahrbahn und sicheren Querungen für Fußverkehr als übergriffig und fürchten Revierverlust“ kommentiert von Marschall. „Befeuert wurde dies in Berlin auch durch den Wiederholungswahlkampf, in dem manche Parteien diese Stimmung aufgegriffen und so auch verstärkt haben. Dass das Autofahren gegen als übergriffig empfundene Forderungen nach Flächen für sicheren Fahrrad- und Fußverkehr verteidigt werden müsse, nehmen einzelne leider wörtlich. Die Bereitschaft, das eigene Auto als Mittel zur Durchsetzung vermeintlicher Rechte einzusetzen, hat wieder zugenommen, da viele sich aufgrund öffentlicher Aussagen in der politischen Auseinandersetzung darin bestätigt fühlen.“

Der neue Senat führt zwar die Verkehrssicherheit als oberstes Ziel auf den Lippen, doch die Signale die er aussendet deuten in eine andere Richtung: Die Mobilitätswende wird ausgebremst, baureife Maßnahmen zur Überprüfung zurückgestellt, neue Planungen finden kaum statt. Sichere Radwege ja, aber bitte nicht so schnell, nicht so viele und nicht so breit. Konkrete Maßnahmen für den Fußverkehr, insbesondere mehr sichere Querungen in bedarfsgerecht kurzen Abständen sind nicht in Sicht. Vorrang hat der Erhalt von Parkplätzen und Geschwindigkeitsbegrenzungen sollen systematisch abgebaut werden. Das Mobilitätsgesetz soll autofreundlich reformiert werden.

„Gesprochen wird von einer Mobilitätspolitik für alle, tatsächlich soll die überall sichtbar bestehende Dominanz des Kfz-Verkehrs zulasten anderer nicht angetastet, sondern festgeschrieben werden“ bemerkt von Marschall. „Wir fordern, die #VisionZero im Sinne der Verkehrssicherheit tatsächlich als oberstes Ziel in allen Abwägungsentscheidungen zu verankern.“

Um die Zahlen der Verkehrstoten in Berlin transparent nachvollziehbar zu machen, führt der VCD Nordost seit 2021 eine Liste aller Verkehrstoten in Berlin. Grundlage sind in der Regel Polizeimeldungen, ergänzt durch den Abgleich mit den Berichten der Unfallkommission und der Aufstellung getöteter Radfahrender des ADFC Berlin, vereinzelt auch Medienberichten zu Unfällen, die in den Polizeimeldungen nicht enthalten sind.

Abweichungen zu den offiziellen Zahlen können verschiedene Gründe haben. So gelten Unfallopfer nicht als Verkehrstote, wenn zwischen Unfall und Tod mehr als 30 Tage liegen. Opfer von Straßenbahnunfällen gelten nicht als Verkehrstote, wenn der Unfall auf eigenem Gleisbett passiert, wie zum Beispiel auf der Karl-Liebknecht-Straße am Alexanderplatz, da dies als privates Betriebsgelände und nicht als öffentlicher Straßenraum gilt. Umgekehrt gelten Unfallopfer auch auf Privatgelände als Verkehrstote, wenn dieses für öffentlichen Verkehr vorgesehen ist, wie zum Beispiel auf Kundenparkplätzen des Einzelhandels. Abgrenzungsschwierigkeiten gibt es zum Beispiel bei Privatstraßen oder öffentlich zugänglicher Durchwegung von Privatgeländen.

Stoppt das Sterben auf unseren Straßen!

Unsere Übersicht zu allen Todesopfern im Berliner Straßenverkehr: 

Verkehrstote 2022

Verkehrstote 2023

Verkehrstote 2024


Pressekontakt VCD Nordost:
Heiner von Marschall, Landesvorsitzender
Email Heiner von Marschall – Tel: 0174 465 65 23
www.vcd-nordost.de


Der VCD (Verkehrsclub Deutschland) setzt sich ein für Mobilität für Menschen, ein positives Miteinander aller Verkehrsarten und eine ökologische Verkehrswende. Schwerpunkte sind dabei die Förderung des Umweltverbundes (ÖPNV, Fahrrad und Fußverkehr) und mehr Verkehrssicherheit gerade auch für die schwächeren Verkehrsteilnehmer: Kinder, Ältere und Menschen mit Mobilitätseinschränkungen.

Der VCD Nordost ist der Landesverband für Berlin und Mecklenburg-Vorpommern.

 

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news-14562 Mon, 29 Jan 2024 10:02:58 +0100 Temporäre Spielstraßen vor dem Aus /startseite/detail/temporaere-spielstrassen-vor-dem-aus Die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt stellt jetzt eine folgenschwere Bedingung für die temporären Spiel­straßen: Die Bezirke sollen sie fortan nur noch genehmigen dürfen, wenn sie als Veranstaltung im Sinne eines Straßenfestes beantragt werden. Was zunächst wie eine Formalie klingt, ist in der Praxis nicht machbar. Temporäre Spielstraßen sind öffentlicher Raum und kein privates Straßenfest, sie finden meist regelmäßig vom Frühjahr bis zum Herbst statt – und nicht nur einmal jährlich. Deswegen hatte das Berliner Verwaltungs­gericht die jetzt von der Senatsverwaltung vorgegebene Genehmigungs­grundlage bereits im Jahr 2015 als ungeeignet beurteilt. Für das Bündnis Temporäre Spielstraßen und die vielen ehrenamtlichen Spielstraßen-Teams in den Bezirken würden die neuen Bedingungen nicht mehr und nicht weniger als das Aus der temporären Spielstraßen bedeuten.

Gabi Jung vom Bündnis erläutert: „Ein Straßenfest zu beantragen, war schon immer möglich, wird aber von privaten Nachbarschaftsinitiativen nie gemacht, da Aufwand, Kosten und Verantwortung viel zu hoch sind. Eine wöchentliche Regelmäßigkeit ist damit erst recht nicht denkbar. Doch vor allem ist der Grundgedanke eben ein anderer: Während bei einer Veranstaltung die Straße privatisiert wird, ist sie bei einer temporären Spielstraße nach wie vor öffentlicher Raum, wie ein Park oder ein Spielplatz.“

Eine detaillierte Gegenüberstellung Veranstaltung / temporäre Spielstraße befindet sich hier zum Download.

Das Bündnis Temporäre Spielstraßen hat Verkehrssenatorin Manja Schreiner und die zuständige Staatssekretärin Dr. Claudia Elif Stutz um ein klärendes Gespräch gebeten. Weil die Zeit drängt – denn die Spielstraßen-Saison beginnt im April, die ersten Genehmigungsanträge liegen jetzt vor – sollen zugleich die Berlinerinnen und Berliner über die bedrohliche Situation der preisgekrönten Initiative informiert werden.

Der Hintergrund
Die temporären Spielstraßen werden seit 2020 vom Land Berlin gefördert und mitgetragen. Es gibt inzwischen in acht Berliner Bezirken regelmäßige temporäre Spielstraßen.

Das Berliner Abgeordnetenhaus hat die nötigen finanziellen Mittel für die temporären Spielstraßen auch in den Doppelhaushalt 2024/25 eingestellt – jeweils 150.000 Euro. Diese Gelder finanzieren die übergeordnete Organisation, die Verkehrszeichen, diverses Spielmaterial und Aktivitäten wie Schulungen. Die temporären Spielstraßen selbst werden hauptsächlich ehrenamtlich betrieben.

Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg organisiert und begleitet berlinweit alle Spielstraßen-Initiativen und bewirtschaftet die Mittel. Seit 2022 gibt der von der Senatsverwaltung veröffentlichte „Leitfaden zur Einrichtung temporärer Spielstraßen in Berlin“ einen rechtlichen Rahmen. Die neuen Vorgaben erklären den eigenen Leitfaden für obsolet.

Das Konzept
Einen Nachmittag pro Woche die kleine Nebenstraße vor der eigenen Haustür zu einem Spiel-, Spaß- und Begegnungsort für die Nachbarschaft zu machen, mit Springseil, Roller, Klappstuhl und Kaffee - das ist die einfache Idee der temporären Spielstraßen, die seit 2019 auch in Berlin möglich ist.

Über 1.100 Spielstraßenaktionen (in 100 verschiedenen Straßenabschnitten) haben mittlerweile in ganz Berlin die Straßen in den Kiezen in friedliche und fröhliche Räume verwandelt. Jede einzelne Spielstraße macht die Stadt kinder­freundlicher. Dafür wurde das Konzept mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Deutschen Nachbarschaftspreis, dem Deutschen Kinder- und Jugendpreis und dem IPA Award (International Play Association).

Das Bündnis Temporäre Spielstraßen, das das Thema in Berlin angeschoben hat, ist ein Zusammenschluss mehrerer Verbände, u. a. des BUND Berlin (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland), des DaKS (Dachverband Berliner Kinder- und Schülerläden), des Deutschen Kinderhilfswerkes und des VCD Nordost (Verkehrsclub Deutschland). Es wurde im März 2019 mit dem Ziel gegründet, temporäre Spiel- und Nachbarschaftsstraßen als gängiges Instrument in Berlin zu etablieren.

Pressefoto zur freien Verfügung von Martina Özdemir zum Download

Pressemitteilung zum Download (pdf)

Kontakt:
Bündnis Temporäre Spielstraßen
c/o DaKS e.V., Crellestr. 19/20, 10827 Berlin
info@spielstrassen.de
www.spielstrassen.de

Sprecherin: Regine Wosnitza / 0171 - 1935364

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news-14564 Mon, 29 Jan 2024 09:43:00 +0100 Mitmachen und Abstimmen: Dachmarke ÖPNV in Mecklenburg-Vorpommern gesucht! /startseite/detail/mitmachen-und-abstimmen-dachmarke-oepnv-in-mecklenburg-vorpommern-gesucht Die Landesverkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern (VMV) sucht eine Dachmarke für den ÖPNV in MV, um u.a. die Bekanntheit und das Image des Bahn- und Busverkehrs in MV zu verbessern. Nachdem in einer Arbeitsgruppe u.a. mit Beteiligung von Fahrgastverbänden und kommunalen Verkehrsunternehmen und Aufgabenträgern durch eine Agentur drei Logos entworfen wurden, sollen jetzt viele aktuelle und künftige Bus- und Bahn-Kunden nach ihrer Meinung zu den drei Entwürfen befragt werden. Die Teilnahme ist bis zum 9.Februar 2024 möglich. 

Hier findet ihr den Link zur Teilnahme an der Umfrage
 

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news-14533 Tue, 23 Jan 2024 12:45:14 +0100 Hand in Hand - jetzt solidarisch gegen rechts aktiv werden! /startseite/detail/hand-in-hand-jetzt-solidarisch-gegen-rechts-aktiv-werden Damit treten wir vom VCD Nordost den alarmierenden rechtspopulistischen Tendenzen sowie Rassismus, Antisemitismus und andere Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit entgegen. Wir wehren uns dagegen, dass zwingende Aufgaben wie Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit abgewertet werden und dass das Leugnen von Fakten für eine unabdingbare Mobilitätswende die Diskurse verhärten und notwendigen Fortschritt verhindern.

Gemeinsam mit den gesellschaftlichen Gruppen des Bündnisses wollen wir im Laufe des Jahres – insbesondere im Kontext der bevorstehenden Kommunal-, Europa und Landtagswahlen – für Demokratie und Menschenrechte einstehen, uns für Klimaschutz einsetzen und den Kampf gegen rechts unterstützen.

#wirsinddiebrandmauer

 

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news-14527 Mon, 22 Jan 2024 10:25:40 +0100 D-Ticket: Glücksfall für MV und weitere Hausaufgaben für die Politik! /startseite/detail/d-ticket-gluecksfall-fuer-mv-und-weitere-hausaufgaben-fuer-die-politik VCD Nordost Kommentar: “Offensichtlich ist die Nachfrage nach dem  D-Ticket in MV deutlich höher als ursprünglich von den Skeptikern aus Politik und Verwaltung erwartet. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass in MV bislang kein MV-Tarif für Busse und Bahnen existierte, ist die bundesweite Einführung dieses Tickets ein absoluter Glücksfall. Ansonsten hätte die Gründung eines landesweiten Tarifverbundes in MV vermutlich noch 10 Jahre gedauert. Für die Verantwortlichen in den Verkehrsunternehmen und bei der VMV gilt es nun das D-Ticket intensiv zu bewerben, um gerade die ausschließlichen Nutzer des PKW zum Umstieg auf Bahnen und Busse in MV zu überzeugen. Dabei sollten insbesondere die bereits bestehenden und vor kurzem noch aufgestockten Angebote (z.B. Regiobus, Rufbus, Zusatzverkehr im SPNV) der Wohnbevölkerung zielgerichtet vermittelt werden. Für die Nutzer des Bartarifs (Einzeltickets, Tageskarten etc.) sollte die  Landesregierung zusammen mit den Landkreisen und kreisfreien Städten einen MV-Tarif für die Nutzung von Bussen und Bahnen mit nur einem Ticket bis 2025 umsetzen.”

Pressemitteilung von MV Verkehrsminister Reinhard Meyer zur Sonder-Verkehrsministerkonferenz

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news-14516 Thu, 18 Jan 2024 14:01:54 +0100 VCD Nordost positioniert sich zur TVO /startseite/detail/vcd-nordost-positioniert-sich-zur-tvo Wir rufen dazu auf, die unterstützende Petition auf OpenPetition zu unterzeichnen und weiterzuleiten!

Die aktuelle Planung ist aus unserer Sicht eine Verhinderungsplanung für eine parallele Nahverkehrstangente, indem bisher für Schiene freigehaltene Trassen nun von Straße in Anspruch genommen und damit Lasten von der Straßen- auf eine künftige Schienenplanung verschoben werden sollen. Das ist nicht hinnehmbar!

Allerdings sehen wir auch: Die aktuelle Situation in Biesdorf ist untragbar! Wie in kaum einem anderen Ortsteil werden Anwohnende durch massiven Durchgangsverkehr auf einer viel zu engen Straße belastet. Das gefährdet insbesondere schwächere und ungeschützte Verkehrsteilnehmende, Ältere und Kinder auf dem Schulweg. Insofern ist das Anliegen, den Kfz-Durchgangsverkehr um das Wohngebiet herum zu führen, durchaus berechtigt und nachvollziehbar.

Gleichzeitig ist, nicht zuletzt angesichts des fortschreitenden Klimawandels, die Forderung, die Waldflächen der Wuhlheide, wenn überhaupt, so wenig wie möglich für neue Verkehrswege in Anspruch zu nehmen, ebenso berechtigt. Die aktuellen Planungen für die Straßen-TVO halten wir nicht nur deshalb für überdimensioniert.

Der VCD Nordost arbeitet derzeit an einer Positionierung zur TVO, die die verschiedenen berechtigten, aber widersprüchlichen Interssen berücksichtigt im Sinne eines Kompromisses zu einer angestrebten Gesamt-Verkehrslösung. Der Text soll in den Februar-Sitzungen unserer beiden Fach-AGen finalisiert werden.

Die AG Rad&Fuß trifft sich dazu am 19.2. in Präsenz, die AG Öffentlicher Verkehr am 21.2. online, jeweils 18 Uhr. Wir laden herzlich ein zur Teilnahme! Wer bisher nicht auf den AG-Verteilern steht, schreibt dazu bitte eine Email an info@vcd-nordost.de

 

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news-14250 Tue, 07 Nov 2023 10:16:29 +0100 Weihnachtsfeier 2023 des VCD-Nordost: 14.12.2023 ab 18:00 https://nordost.vcd.org/startseite/detail/weihnachtsfeier-2023-des-vcd-nordost-1 news-14244 Sun, 05 Nov 2023 11:00:07 +0100 40 Jahre ADFC Berlin /startseite/detail/40-jahre-adfc-berlin Ganz herzlichen Glückwunsch Dir zum 40. Geburtstag!

Ohne Dich würde Berlin etwas fehlen. Das betrifft nicht nur die große Sternfahrt und all die größeren und kleineren regelmäßigen Aktionen, die sich als schöne Events im Veranstaltungskalender etabliert haben. Auch die vielen Freizeit-Touren, die von deinen Ehrenamtlichen liebevoll organisiert und durchgeführt werden, lassen spüren, dass gesunde, klima- und umweltfreundliche Mobilität auch einfach Freude machen kann!

Für die heute mehr denn je dringend nötige Mobilitätswende in Berlin bist Du von zentraler Bedeutung. Das betrifft Deine vielen engagierten Mitglieder in den Stadtteilgruppen in ganz Berlin, die hohe Fach- und Regelkenntnis und auch die offene, herzliche Zusammenarbeit mit anderen Verbänden. Dabei schaust Du weit über den Tellerrand, hast ein offenes Ohr und berücksichtigst in vorbildlicher Weise die Bedürfnisse auch anderer Verkehrsarten insbesondere des Umweltverbundes. und Du behandelst auch kleiner Partner-Verbände in bemerkenswert wohltuender Weise stets auf Augenhöhe.

In Bündnissen wie "Radnetz Berlin" und "Berliner Straßen für alle" hast Du stets ein offenes Ohr für konkrete Konfliktlösungen mit ÖPNV und Fußverkehr und wir erleben eine entsprechend konstruktive zielorientierte Zusammenarbeit. Dabei setzt Du dich nicht nur für die Ansprüche des Radverkehrs ein, sondern auch für klare Regeleinhaltung der Radfahrenden.

Ein besonderes gemeinsames Anliegen ist die Verkehrssicherheit. Etwa 40 Verkehrstote im Jahr im Berliner Staßenverkehr sind nicht länger hinnehmbar. Die meisten Opfer sind ungeschützte Verkehrsteilnehmer:innen, Radfahrende und Zufußgehende, oft Ältere und auch Kinder, die mit dem zunehmend komplexen Kfz-Verkehr überfordert sind. Denn in aller Regel sind es nach wie vor Kraftfahrzeuge, die im Verkehr Menschen töten. 

Um das zu ändern, stellst Du nicht nur selbst Geisterräder für getötete Radfahrende auf, die nachdrücklich zum Umdenken mahnen. Auch Deine solidarische Unterstützung bei den monatlichen Mahnwachen für getötete Zufußgehende ist unverzichtbar.

Lieber ADFC Berlin!

Deine über die Jahre stetig steigende Mitgliederzahl zeigt, dass Du ganz viel einfach richtig machst und aus Berlin nicht mehr wegzudenken bist.

Wir sind dankbar für die offene und zielgerichtete, enge und vertraunesvolle Zusammenarbeit. Und wir freuen uns auf die nächsten 40 Jahre mit Dir!

Heiner von Marschall, Landesvorsitzender VCD Nordost

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news-14204 Tue, 24 Oct 2023 13:27:00 +0200 Mahnwachen in Treptow und Friedrichshain am 28.10.2023 /startseite/detail/mahnwachen-in-treptow-und-friedrichshain-am-28102023-1 Sonnabend/Samstag 28. Oktober 2023Mahnwachen in Treptow und Friedrichshain

15.30 Uhr in Treptow
Kiefholzstraße 185, nahe Baumschulenweg


Unfallort (ungefähr): 52.4652398/13.4872394
Polizeimeldung: Senior verstorben

Der Fußgänger, der am 22. September in Baumschulenweg bei einem Verkehrsunfall lebensgefährlich verletzt wurde, ist tot. Der 88-Jährige verstarb am Freitag, den 29. September, abends in einem Berliner Krankenhaus.

Erstmeldung Nr. 1744 vom 23. September 2023: Fußgänger bei Unfall lebensgefährlich verletzt
Gestern Mittag wurde ein Fußgänger bei einem Verkehrsunfall im Ortsteil Baumschulenweg verletzt. Derzeitigen Ermittlungen und Zeugenaussagen zufolge wollte ein 88-jähriger Fußgänger gegen 13.20 Uhr die Kiefholzstraße in Richtung Ernststraße überqueren. Dabei kam es zum Zusammenstoß mit einem 43-jährigen Motorradfahrer, der die Kiefholzstraße von der Baumschulenstraße kommend befuhr. Beide Männer kamen durch die Kollision zu Fall. Der 88-Jährige erlitt lebensgefährliche Verletzungen und wurde von Rettungskräften in ein Krankenhaus gebracht, in dem er stationär behandelt wird. Der Motorradfahrer erlitt zahlreiche Prellungen und stand deutlich unter dem Eindruck des Geschehens. Auch ihn brachten die Rettungskräfte in ein Krankenhaus, welches er aber nach einer ambulanten Behandlung wieder verlassen konnte. Die weiteren Ermittlungen zum Unfallhergang hat das zuständige Fachkommissariat der Polizeidirektion 3 (Ost) übernommen.


16.30 Uhr in Friedrichshain
Frankfurter Allee 57


Unfallort (ungefähr): 52.51481/13.46572
Polizeimeldung: Mann nach Verkehrsunfall verstorben

n der vergangenen Nacht (9.10.2023) verstarb ein Mann nach einem Verkehrsunfall in Friedrichshain. Nach bisherigen Erkenntnissen und Zeugenaussagen soll der 37-jährige Fußgänger gegen 22 Uhr die Fahrbahn der Frankfurter Allee betreten und sich in Richtung des dortigen Mittelstreifens bewegt haben. Dabei soll er von einem Auto angefahren worden sein, mit welchem ein 18-Jähriger auf der Frankfurter Allee in Richtung Colbestraße unterwegs war. Ersthelfer und Rettungskräfte versorgten den 37-Jährigen zunächst am Ort. Anschließend wurde der Mann in ein Krankenhaus gebracht, in dem er kurz darauf verstarb. Der 18-jährige Autofahrer erlitt einen Schock und wurde ambulant am Ort behandelt. Während der Rettungsmaßnahmen und der Unfallaufnahme war die Unfallstelle für etwa fünf Stunden gesperrt. Die weiteren Ermittlungen hat der Verkehrsermittlungsdienst der Polizeidirektion 5 (City) übernommen.

Radfahrer:innen, die an beiden Mahnwachen teilnehmen, können als Radtour fahren

Die Mahnwachen sind als Versammlungen angemeldet. Die Radtour ist eine nicht organisierte private Veranstaltung mit persönlicher Verantwortung jeder einzelnen Person.


#VisionZero bedeutet das Ziel, dass es keine Toten und Schwerverletzten im Verkehr geben soll. Besonderes Augenmerk muss auf ungeschützte Verkehrsteilnehmer:innen gelegt werden.

Getötete Verkehrsteilnehmende 2023

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news-14123 Tue, 26 Sep 2023 10:38:35 +0200 Klimaaktionstag Rostock /startseite/detail/klimaaktionstag-rostock Die Regionalgruppe Rostock und der Radentscheid Rostock hatten gemeinsam einen abwechslungsreichen Stand organisiert, der zahlreiche Besucherinnen und Besucher anzog. Dort konnten sich die Menschen über unsere Aktivitäten in Rostock und im Landkreis informieren.

Ein besonderer Höhepunkt war die Ausstellung "Mobilitätspioniere in Europa", die erstmals in Rostock präsentiert wurde. Egal, ob es um Städte wie Kopenhagen, Paris oder Barcelona ging – die vielen positiven Beispiele für eine nachhaltige Verkehrswende inspirierten zu lebhaften Diskussionen. Auch die geplante Umgestaltung der Innenstadt Hannovers wurde intensiv erörtert.

Diese Beispiele zeigen, dass es verschiedene Wege zur erfolgreichen Verkehrswende gibt.

Rostock startet aktuell mit ersten Untersuchungen, Verkehrsversuchen und Modellprojekten. Die Frage ist, wie lange es dauert, bis die Veränderungen großräumig wahrnehmbar sind.

Für die jüngsten Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten wir eine Mal- und Spielecke eingerichtet.

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news-14122 Mon, 25 Sep 2023 09:35:00 +0200 Verbesserung des Stadt-Umland-Verkehrs in Rostock /startseite/detail/verbesserung-des-stadt-umland-verkehrs-in-rostock Mit Beginn des neuen Schuljahres haben sowohl die Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) als auch Rebus ihre Angebote im Bereich des Stadt-Umlandverkehrs ausgeweitet. Der VCD Nordost begrüßt diese wegweisenden Verbesserungen, die größtenteils durch das MIRROR-Projekt finanziert werden. „Mit den jetzt umgesetzten Fahrplanänderungen im östlichen Bereich der Region werden die ersten Maßnahmen des neuen Nahverkehrsplans noch vor dem Beschluss durch die Bürgerschaft und den Kreistag umgesetzt“, betont Annika Haß, Sprecherin der Regionalgruppe Rostock. „Wir hoffen, dass auch die weiteren vorgeschlagenen Maßnahmen zügig umgesetzt werden.“

Gleichzeitig fordert der VCD Nordost nachdrücklich, dass die neu etablierten Verbindungen auch über das Projektende im kommenden Jahr hinaus bestehen bleiben und weiter optimiert werden.

Die RSAG hat eine neue Buslinie eingeführt, die die östlich gelegenen Umlandgemeinden Roggentin, Kösterbeck und Pastow besser an die Innenstadt anbindet, dazu wurden neue Haltestellen gebaut. Besonders begrüßen wir die Anbindung von Globus und dem Hanse-Outlet-Center.

Auch Rebus trägt zur spürbaren Verbesserung des Stadt-Umland-Verkehrs bei, indem auf der Linie 113 ein 20-Minuten-Takt eingeführt wurde sowie zusätzliche Haltestellen eingerichtet wurden. Auch das Angebot am Wochenende konnte auf dieser Linie verbessert werden. Auch die Linien 120 und 123 fahren jetzt häufiger.

Links:

MIRROR-Projekt: https://mirror-macht-mobil.de/

Pressemittleilungen:

https://www.rebus.de/index.php?p=aktuellm.htm&n=1119

https://www.rsag-online.de/fahrplan/rsag-bus-takt/linie-24

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news-14083 Fri, 22 Sep 2023 08:00:00 +0200 40 temporäre Spielstraßen in Berlin am internationalen Autofreien Tag 2023 /startseite/detail/40-temporaere-spielstrassen-in-berlin-am-internationalen-autofreien-tag-2023 Gemeinsame Pressemitteilung

Das Bündnis Temporäre Spielstraßen appelliert an Regierung und Parlament, die Finanzierung der temporären Spielstraßen in Berlin sicherzustellen

Am 22. September, dem internationalen Autofreien Tag, wird es berlinweit 40 temporäre Spielstraßen geben, verteilt über alle zwölf Bezirke. Mehr als 4,6 km Straße werden von 15-19 Uhr für den Autoverkehr gesperrt und stattdessen für die Nachbarschaft zur fröhlichen Bespielung geöffnet: Klappstuhl und Kaffee, Rollschuhe, Kreide, Laufrad, Federball, … auf der Straße ist vieles möglich und alle sind eingeladen mitzumachen.

Allerdings ist im aktuellen Entwurf für den Doppelhaushalt 2024/2025 mit 50.000 Euro nicht mal mehr ein Drittel der 2023 gewährten Summe für temporäre Spielstraßen veranschlagt. Umweltstaats­sekretärin Britta Behrendt hat zwar nach Bekanntwerden zugesichert, dass die Summe in den parlamentarischen Haushaltsberatungen wieder auf einen auskömmlichen Betrag angehoben wird. Das letzte Wort haben jedoch die Abgeordneten von CDU und SPD. Sie entscheiden über die Zukunft der temporären Spielstraßen in Berlin.

In vielen Bezirken hat der im September 2022 veröffentlichte „Leitfaden zur Einrichtung temporärer Spielstraßen in Berlin“ die Umsetzung erleichtert. Dank der 2023 zur Verfügung stehenden Haushalts­mittel konnten so insgesamt 24 regelmäßige temporäre Spielstraßen eingerichtet werden, und zwar in den Bezirken Charlottenburg-Wilmersdorf, Friedrichshain-Kreuzberg, Mitte, Neukölln, Pankow, Reinickendorf, Tempelhof-Schöneberg und Treptow-Köpenick. Der Aktionstag am 22.9. ist insbeson­dere für neue Initiativen eine gute Gelegenheit, es auszuprobieren und im besten Fall dann selber eine regelmäßige temporäre Spielstraße zu initiieren.

„Auch in diesem Jahr beteiligen sich Initiativen aus allen Bezirken am berlinweiten Aktionstag, das freut uns sehr. Wir hoffen, dass es auch in den kommenden Jahren ausreichend Geld geben wird, damit es weiterhin temporäre Spielstraßen in Berlin gibt. Wir bitten die Politiker*innen im Abgeord­netenhaus, die erforderlichen Gelder zur Verfügung zu stellen. Hier kann mit vergleichsweise wenig Geld viel erreicht werden.“, sagt Gabi Jung vom Umweltverband BUND Berlin, Sprecherin des Bündnis Temporäre Spielstraßen.

„2023 stand genug Geld zur Anschubfinanzierung von temporären Spielstraßen zur Verfügung. So konnte vielen Kindern und Nachbarschaften mehr Freiraum ermöglicht werden. Wir bedanken uns insbesondere bei allen Anwohnerinitiativen für ihr großartiges Engagement!“, sagt Roland Kern vom Dachverband Berliner Kinder- und Schülerläden (DaKS).

Thomas Krüger, Präsident des Deutschen Kinderhilfswerkes: „Der Straßenraum darf nicht nur dem motorisierten Verkehr vorbehalten sein. Temporäre Spielstraßen sind vielerorts die einzige Möglich­keit, den Anforderungen für eine ausreichende Bewegung von Kindern im Freien gerecht zu werden – und das alles ohne größere bauliche Maßnahmen.“

Der Spielstraßenaktionstag findet zum vierten Mal in Folge statt. Das Bündnis Temporäre Spielstraßen hat gemeinsam mit Nachbarschaftsinitiativen, der Senatsmobilitätsverwaltung und dem Straßen- und Grünflächenamt Friedrichshain-Kreuzberg einen Großteil der Organisation für diesen Tag übernom­men.

Das Bündnis Temporäre Spielstraßen ist ein Zusammenschluss mehrerer Verbände, u.a. des DaKS (Dachverband Berliner Kinder- und Schülerläden), des Deutschen Kinderhilfswerkes, des BUND Berlin (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) und des VCD Nordost (Verkehrsclub Deutschland), gegründet im März 2019 mit dem Ziel, temporäre Spielstraßen als gängiges Instrument in Berlin zu etablieren. Ein Teil der Forderungen auf dem Weg zu diesem Ziel sind inzwischen erfüllt, das Bündnis fordert weiterhin …

… von den Berliner Bezirksverwaltungen:

  • Die konsequente Umsetzung des im Leitfaden beschriebenen Verfahrens zur Einrichtung temporärer Spielstraßen in Berlin.

  • Die kontinuierliche aktive Unterstützung nachbarschaftlicher Initiativen, die den Straßenraum in ihrem Umfeld für Spiel und Begegnung nutzen möchten.

… von der Berliner Landespolitik:

  • Ein Hin­wirken auf eine Veränderung des Straßenverkehrsrechts, um die viel­fältige Nutzung des Straßen­­raums unkompli­ziert zu ermöglichen und das im Leitfaden beschriebene Verfahren zu vereinfachen.

  • Eine dauerhaft gesicherte Finan­zierung der Organisation und Begleitung von tempo­rären Spiel­straßen.

  • Ein eindeutiges Bekenntnis zum Recht auf Spiel – auch auf Straßen­land!

…von der Bundespolitik:

  • Eine Veränderung von Straßenverkehrsgesetz und StVO, um die vielfältige Nutzung des Straßen­raums unkompliziert zu ermöglichen.

 

Die Übersicht der 40 temporären Spielstraßen am internationalen Autofreien Tag in Berlin befindet sich zum Download unter:

Liste: http://download.spielstrassen.de/22.September/autofreier_Tag_2023.pdf

Karte: http://download.spielstrassen.de/22.September/autofreier_Tag_2023_Karte.pdf

 

Pressetermin:

Am Freitag, 22. September 2023, um 15 Uhr in der Kamekestraße Straße in Reinickendorf, mit Senatorin Manja Schreiner, Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner und Bezirks­stadträtin Julia Schrod-Thiel. Vom Bündnis Temporäre Spielstraßen werden Gabi Jung und Harald Petters vor Ort sein.

 

Pressefoto zur freien Verfügung:

http://download.spielstrassen.de/presse/fotos/Beispiel_Temporaere_Spielstrasse.jpg

 

 

Kontakt:

Bündnis Temporäre Spielstraßen
c/o DaKS e.V., Crellestr. 19/20, 10827 Berlin

info@spielstrassen.de
www.spielstraßen.de

Ansprechpartnerin: Cornelia Dittrich / mobil: 0172 - 7483990

Sprecherin: Gabi Jung / mobil: 0178 – 6310032

 

 

 

 

 

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news-14103 Thu, 21 Sep 2023 11:20:00 +0200 Offener Brief an SPD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus /startseite/detail/offener-brief-an-spd-fraktion-im-berliner-abgeordnetenhaus news-14095 Wed, 20 Sep 2023 12:17:24 +0200 #VisionZero-Demonstration und Geisterrad-Mahnwache in Mahlsdorf am 22.9. um 16 Uhr https://nordost.vcd.org/startseite/detail/visionzero-demonstration-und-geisterrad-mahnwache-in-mahlsdorf-1 news-14076 Mon, 18 Sep 2023 13:16:05 +0200 Presseeinladung zur Kidical Mass - Jeder Radweg ist ein Schulweg /startseite/detail/presseeinladung-zur-kidical-mass-jeder-radweg-ist-ein-schulweg Kinder wollen selbstständig unterwegs sein. Sie wollen selber zur Schule laufen und sie wollen mit dem Fahrrad zum Sport oder zu Freunden fahren. Doch häufig werden sie ausgebremst, weil die Straßen viel zu gefährlich sind –  und die Eltern müssen dann den Transport übernehmen. Es braucht endlich eine kindgerechte Verkehrspolitik: Fahrradwege müssen breit und geschützt sein, Kreuzungen sicher und kindgerecht gestaltet sein. Tempo 30 in Städten muss Standard werden und vor allen Kitas und Schulen braucht es sichere Bereiche. 

Für eine kindgerechte Verkehrspolitik erobern tausende Kinder, Jugendliche und ihre Eltern auf zehn Routen die Straßen von Berlin. Ob auf Laufrädern, Kinderrädern, in Lastenrädern oder auf Rollern – auf den abgesicherten Demorouten können die Kinder erleben, wie toll Radfahren in der Stadt sein kann und wieviel Spaß es machen kann, wenn man einmal nicht mutig sein muss, um radelnd unterwegs zu sein. Die Demos werden im kindgerechten Tempo unterwegs sein. Es werden Pausen gemacht.

Zitate:

Changing Cities: „Die Verkehrsverwaltung erklärte diese Woche: Durch die Realisierung des Berliner Radverkehrsnetzes gemäß Radverkehrsplan (RVP, Kapitel 2.3.2.3) und Berliner Mobilitätsgesetz soll sichergestellt werden, dass jungen Radfahrenden sichere Radwege auf dem Weg zur Schule zur Verfügung stehen. Jetzt können CDU und SPD beweisen, wie wichtig ihnen Familie wirklich ist“, sagt Ragnhild Sørensen von Changing Cities.

VCD Nordost: Kinder müssen so früh wie möglich lernen, sich zu Fuß und mit dem Rad sicher im Verkehr zu bewegen. Wenn sie selbstständig zur Schule fahren können, verringert sich die Anzahl der Elterntaxis und damit des Verkehrsaufkommens vor Schulen und in Kiezen. Dadurch unterstützen bereits Kinder die Verkehrs- und die Klimawende und lernen, dass Mobilität im lokalen Umfeld keinen privaten PKW braucht”, sagt Regine Wosnitza vom VCD Nordost.

BUND Berlin: Wenn wir die nachhaltige Mobilität fördern wollen, müssen wir Kinder frühzeitig aktiv einbeziehen. Kinder können nur zu sicheren Radfahrenden werden, wenn sie Erfahrungen im Schonraum und im realen Verkehr machen können. Dafür brauchen sie eine sichere Infrastruktur und eine gute Ausbildung”, sagt Gabi Jung vom BUND Berlin.

ADFC Berlin: “Einmal nicht mutig sein müssen, um mit dem Fahrrad durch die Stadt zu fahren - das erleben Kinder auf unseren Kidical Mass-Demos. Es braucht ein Berlin, in dem Kinder sicher mit dem Fahrrad zur Schule fahren können. Das kann doch nicht zu viel verlangt sein”, sagt Karl Grünberg vom ADFC Berlin. 

Infos zu den Demo-Routen:

Drei Demos treffen sich:

1.  Friedrichshain-Kreuzberg
Samstag, 23. September, 15:00 Uhr
Start: Frankfurter Tor
Ziel: Stadtpark Lichtenberg
https://berlin.adfc.de/artikel/kidical-mass-2309

 

2.  Lichtenberg (Weitlingkiez)
Samstag, 23. September, 15:00 Uhr
Start: Nöldnerplatz
Ziel: Stadtpark Lichtenberg

3.  Lichtenberg (Alt-Lichtenberg)
Samstag, 23. September, 15:00 Uhr
Start: Siegfriedstraße/Freiastraße
Ziel: Stadtpark Lichtenberg

Zusammenkunft der drei Demos aus Kreuzberg, Lichtenberg (Weitlingkiez) und Lichtenberg (Alt-Lichtenberg) ab Frankfurter Allee/Möllendorfstraße.

 

Zwei Demos treffen sich:

1.  Schöneberg
Samstag, 23. September, 11:00 Uhr
Start: Jelbi Nollendorfplatz
Ziel: Richard-von-Weizsäcker-Platz
https://berlin.adfc.de/artikel/adfc-schoeneberg-kidical-mass-23092023-um-11-uhr-ab-nollendorfplatz-jelbi

2.      Tempelhof
Samstag, 23. September, 11:00 Uhr
Start: Rathaus Tempelhof
Ziel: Rathaus Tempelhof

Gemeinsame Zwischenkundgebung der Demo aus Tempelhof und Schöneberg: 12:00 Uhr, Jugendverkehrsschule am Sachsendamm.

Reinickendorf
Samstag, 23. September, 11 Uhr
Start: Spielplatz am Waldsee
Ziel: Spielplatz am Waldsee

Charlottenburg-Wilmersdorf
Samstag, 23. September, 14:45 Uhr
Start: S-Bahnhof Charlottenburg
Ziel: S-Bahnhof Charlottenburg

Mitte
Samstag, 23. September, 14:30 Uhr
Start: Nettelbeckplatz
Ziel: Pekinger Platz
https://berlin.adfc.de/artikel/kidical-mass-in-berlin-mitte

Steglitz-Zehlendorf
Samstag, 23. September, 14:30 Uhr
Start: U-Bahnhof Rathaus Steglitz
Ziel: Sderotplatz, Zehlendorf
https://berlin.adfc.de/artikel/kidical-mass-am-23092023-in-steglitz-zehlendorf

Adlershof
Sonntag, 24. September, 15:00 Uhr
Start: S-Bahnhof Adlershof
Ziel: Kompan Spielplatz (Vogelbeerstraße)

Hinweis für die Redaktion:
Für Fotos oder Filmaufnahmen empfehlen wir die drei aus Kreuzberg und Lichtenberg kommenden Kidical Mass-Demos, die zu einer großen Demonstration zusammenkommen.

Ansprechpartner:innen für das gesamte Kidical Mass-Wochenende:

Karl Grünberg, ADFC Berlin, presse@adfc-berlin.de, 0151 / 413 600 30, 

Regine Wosnitza, VCD Nordost e.V., 0171-1935364, regine.wosnitza@vcd-nordost.de

Ragnhild Sørensen, Changing Cities, +49 171 535 77 34, ragnhild.soerensen@changing-cities.org

Gabi Jung, Bund Berlin, 0178-6310032, jung@bund-berlin.de

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news-14090 Fri, 15 Sep 2023 15:14:00 +0200 Pressemitteilung: Live vom Park(ing) Day in Berlin /startseite/detail/pressemitteilung-live-vom-parking-day-in-berlin An diesem Tag weist der ökologische Verkehrsclub VCD Nordost auf die ungleiche Verteilung von öffentlichen Flächen hin. Denn schon jetzt brauchen Parkplätze in Berlin 10-mal mehr Platz als Spielplätze und die Größe der privaten PKW wächst weiter. Flächen, die aktuell nur durch Menschen mit eigenen KFZ genutzt werden können, wenngleich 43,3 % der Berliner Haushalte keinen PKW besitzen. Gleichzeitig sind viele Parkhäuser selbst zu Spitzenzeiten nur bis zur Hälfte belegt.

Die lebenswerte und klima-resiliente Stadt

Der aufgeheizte Asphalt gefährdet die Gesundheit von Menschen, es fehlen sichere Fahrradwege und Kinder werden zwischen parkenden Autos schlecht gesehen und gefährdet. Deshalb plädiert der VCD Nordost für eine Umverteilung von Parkplätzen zugunsten von Rad- und Fußwegen, Platz für den ÖPNV, aber auch für die Schaffung von Erholungs- und Grünflächen.

Auch der Einzelhandel profitiert

Einer Studie zufolge, wird die Wirkung von PKW-Erreichbarkeit des Einzelhandels auf den Umsatz überschätzt und zugleich der Umsatz von Menschen, die zu Fuß, mit Fahrrad oder mit dem ÖPNV anreisen, unterschätzt. Der Ausbau der Fahrrad- und Fußgängerinfrastruktur und eine attraktive Ausgestaltung der Straße, etwa mit Pflanzen und Sitzbänken, können den Absatz des Einzelhandels um bis zu 30 Prozent steigern. Umsetzbar sind solche Umgestaltungen nur, wenn Parkplätze wegfallen. "Wir brauchen einen echten Paradigmenwechsel für was und wie wir öffentlichen Straßenraum nutzen", so Heiner von Marschall, Landesvorsitzender des VCD Nordost. "Dabei geht es nicht nur um die Mobiltätswende, sondern auch um mehr Straßenbäume und Versickerungsflächen für Klimaresilienz in der Stadt."

Podiumsdiskussion am Park(ing) Day

In der Diskussion über eine "Alternative Nutzung öffentlicher Flächen in urbanen Kernräumen und konkrete Perspektiven für einen Fußverkehrsbereich am Hackeschen Markt" wurde deutlich, dass die Vetreterin von Fuss e.V., Inge Lechner, einer Umnutzung des Teils der Oranienburgerstraße in eine Fußgängerzone positiv gegenüber steht. Eberhard Brodhagen, Vorsitzender des ADFC Berlin e.V. und Sybille Uken von Bündnis Pro Straßenbahn, sind für eine Verbesserung der Situation gesprächsbereit und können sich einen Kompromiss gut vorstellen.

Lucas Schaal, Abgeordneter der CDU-Fraktion und Mitglied im Verkehrsausschuss, betonte nochmal, dass bei Veränderungen das Gespräch frühzeitig zu suchen ist und vor allem auch Anwohnende in den Blick genommen werden.

Dr. Almut Neumann, Bezirksstadträdtin in Mitte für Ordnung, Umwelt, Natur, Straßen und Grünflächen, stellte heraus, dass vor allem in dicht bebauten Bereichen der öffentliche Raum kostbar ist. Dabei braucht es zum Beispiel mehr Platz für Versickerungsflächen für eine klimaresiliente Stadt. Darüberhinaus berichtete sie von Vorhaben, die hier unter Beteiligung der Anwohnenden fußgängerfreundliche Gestaltungskonzepte ausarbeiten wollen.

Als verkehrmittels-übergreifenden Verkehrsverband bekräftigte der Landesvorsitzende Heiner von Marschall, dass der VCD Nordost offen für Gespräche und Diskussionen um die Neupriorisierung von Verkehrsprojekten ist. Ganz konkret gilt es die Situation vor Ort für Fußgänger, Fahrradfahrende aber auch Menschen, die auf das Auto angewiesen sind, unter Beteiligung der Anwohnerinteressen in der Oranienburger Straße zu verbessern.

Park(ing) Day in der Oranienburger Straße

Die zentrale Aktion zum Park(ing) Day fand dieses Jahr ab 11-21 Uhr in der Oranienburger Straße am Hackeschen Markt statt. Am Aktionstag wurde aufgezeigt, wie von der Umnutzung Alle profitieren können: Kinder, die sicherer die Straße queren können, Anwohnende, die vor Ort Erholung finden können und Geschäfte oder Restaurants, die von den länger verweilenden Menschen mehr Umsatz erwarten können. Dazu gab es Live-Music, vormittags von "Harald Hertel’s Jam Swingers" sowie nachmittags von "Frau Onkel und Herr Tante".

Gerne können Sie die Bilder im Anhang 1 & 2, unter Angabe der Quelle: VCD Nordost e.V., für Ihre Berichterstattung verwenden.

Pressekontakt:

Heiner von Marschall

Landesvorsitzender

heiner.v.marschall@vcd-nordost.de

Tel: 0174 465 65 23

nordost.vcd.org

Der VCD (Verkehrsclub Deutschland) setzt sich ein für Mobilität für Menschen, ein positives Miteinander aller Verkehrsarten und eine ökologische Verkehrswende. Schwerpunkte sind dabei die Förderung des Umweltverbundes (ÖPNV, Fahrrad und Fußverkehr) und mehr Verkehrssicherheit gerade auch für die schwächeren Verkehrsteilnehmer: Kinder, Ältere und Menschen mit Mobilitätseinschränkungen.

Der VCD Nordost ist der Landesverband für Berlin und Mecklenburg-Vorpommern.

 

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news-14087 Fri, 15 Sep 2023 12:11:00 +0200 Pressemitteilung zum Park(ing) Day in Berlin https://nordost.vcd.org/service/presse/pressemitteilung-live-vom-parking-day-in-berlin news-14045 Tue, 12 Sep 2023 11:13:21 +0200 Presseeinladung zum Park(ing) Day /startseite/detail/presseeinladung-zum-parking-day news-14020 Thu, 07 Sep 2023 11:52:46 +0200 SAVE THE DATE: 23. September 2023 - Kidical Mass in Schöneberg /startseite/detail/save-the-date-23-september-2023-kidical-mass-in-schoeneberg Die Kinderfahrraddemo ist als Demonstration angemeldet und wird von der Polizei begleitet und geschützt, sodass wir die volle Breite der Fahrbahn nutzen können. Dabei sind wir in einer kindgerechten Geschwindigkeit unterwegs.

Unser Motto “Jeder Radweg ist ein Schulweg” fordert Verkehrssicherheit für Kinder auf allen Straßen Berlins. Die Route der Kidical Mass führt an vielen Schulen und Kitas in Schöneberg vorbei. An der Jugendverkehrsschule Schöneberg (JVS) treffen wir uns mit der Kidical Mass aus Tempelhof. Denn Voraussetzung für Verkehrssicherheit der Kinder ist eine gute Verkehrsausbildung. Die JVS am Sachsendamm ist schon seit vielen Jahren von einer Schließung bedroht. Wir fordern deshalb den Erhalt einer Jugendverkehrsschule in Schöneberg, Planungssicherheit für die JVS am Sachsendamm und mehr Transparenz vom Bezirk Tempelhof-Schöneberg in dem Prozess.

Route und Treffpunkt

Treffpunkt: 11 Uhr Nollendorfplatz / Jelbi Station
Zwischenkundgebung: JVS am Sachsendamm
Abschlusskundgebung: Richard-von-Weizsäcker-Platz

Seid mit dabei und informiert eure Nachbarschaft.

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news-13996 Mon, 04 Sep 2023 14:06:22 +0200 VCD Nordost zur Umnutzung von Parkflächen im öffentlichen Raum /startseite/detail/vcd-nordost-zur-umnutzung-von-parkflaechen-im-oeffentlichen-raum-parking-day news-13979 Fri, 01 Sep 2023 11:50:40 +0200 Pressemitteilung: Kein Durchkommen bei neuer Straßenbahn - Fußgänger:innen und Radfahrer:innen werden einfach ignoriert /startseite/detail/pressemitteilung-kein-durchkommen-bei-neuer-strassenbahn-fussgaengerinnen-und-radfahrerinnen-werden-einfach-ignoriert Pressemitteilung von ADFC Berlin, BUND Berlin, Berliner Fahrgastverband (IGEB), FUSS e.V. und VCD Nordost

Kein Durchkommen bei neuer Straßenbahn: Fußgänger:innen und Radfahrer:innen werden einfach ignoriert.

Am 9. September wird auf der Turmstraße in Moabit ein neuer Straßenbahnabschnitt eröffnet. Das ist gut. Überhaupt nicht gut ist, dass die neuen Bahngleise an der Thusnelda-Allee nicht überquert werden können. Statt des geplanten und planfestgestellten Überganges versperren dort nun weitläufige Gitter den Weg. Sie verhindern, dass Gehende und Radfahrende von der Thusneldaallee auf die Jonasstraße kommen und umgekehrt. Damit ist ein wichtiger Übergang vom Moabiter Süden direkt zum Rathaus und zur Arminius-Markthalle versperrt, Kieze sind voneinander abgetrennt. Fußgänger müssen nun einen Umweg von 150 Metern nehmen, Radfahrende sogar 500 Meter auf Parallelstraßen ausweichen. Das kann nicht hingenommen werden.

Der ADFC Berlin, der BUND Berlin, IGEB, FUSS e.V. und der VCD Nordost kritisieren diese Missachtung der Interessen von Fußgänger:innen und Radfahrer:innen und fordern, dass so schnell wie möglich die vorgesehene Querung  eingerichtet wird. Tatsächlich ist genau an dieser Stelle im gültigen amtlichen Planfeststellungsbeschluss ein Übergang vorgesehen. Dieser Übergang wurde jedoch auf Intervention der Straßenverkehrsbehörden aufgehoben, die ein nicht näher beschriebenes Sicherheitsrisiko befürchtet. 

Es darf nicht akzeptiert werden, dass das Planfeststellungsverfahren diesbezüglich einfach ignoriert wird. Planfeststellungsverfahren sind verbindliche Genehmigungsverfahren und dürfen so weitreichend nachträglich nicht geändert werden. Außerdem teilen wir die geäußerten Sicherheitsbedenken nicht. Diese Stelle ist ein Ende- und Wendepunkt, an dem die Straßenbahnen sehr langsam fahren und somit keine Gefahr für Fußgänger:innen und Radfahrer:innen besteht, die hier die Schienen auf einem definierten Übergang queren, so wie es an tausend anderen Stellen in der Stadt passiert.

Statements:

„Wir fordern den Senat auf, zum korrekt festgestellten Plan zurückzukehren und die Gitter zu entfernen. Die Tram soll schließlich die Verkehrsbedingungen in Moabit verbessern und nicht die Menschen dort unnötig mit Gittern und Umwegen schikanieren“, sagt Roland Stimpel, FUSS e.V.

„Eine 150 Meter lange Barriere im Zentrum von Moabit: so darf eine zeitgemäße Straßenbahn nicht gestaltet sein. Wir fordern die Realisierung der im Planfeststellungsbeschluss enthaltenen Fuß- und Radquerung der Turmstraße im Zuge von Thusneldaallee und Jonasstraße“, sagt Tilo Schütz vom BUND Berlin

„Für Radfahrende ist die Absperrung ein doppeltes Ärgernis, weil sie einen 500 Meter Umweg fahren müssen, um ihren direkten Weg fortzusetzen“, sagt Hannelore Lingen, ADFC Berlin Vorsitzende.

“Die Verkehrsarten des Umweltverbundes müssen zusammen gedacht werden! Es kann nicht sein, dass eine Tramstrecke eine wichtige Fahrradverbindung einfach ersatzlos unterbricht und Zufußgehende die Straße nicht direkt zum gegenüberliegenden Einkaufszentrum queren können. ÖPNV, Fahrrad und Fußverkehr dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden!” erklärt Heiner von Marschall, Landesvorsitzender des VCD Nordost.

„Die Straßenbahn in der Turmstraße steht dafür, viele Menschen miteinander zu verbinden. Wege - noch dazu ohne Not - zu kappen, passt da nicht ins Bild. Die Sicherheitsbedenken der Straßenverkehrsbehörde können wir nicht nachvollziehen. In der Dircksenstraße am Alexanderplatz stellt Berlin jeden Tag anschaulich unter Beweis, dass wendende Straßenbahnen und querende Passantenströme kein Widerspruch sind und das Miteinander hervorragend funktioniert.“ Christian Linow, IGEB.

Pressekontakt VCD Nordost:
Heiner von Marschall, Landesvorsitzender Email: heiner.v.marschall@vcd-nordost.de Tel: 0174 465 65 23

www.vcd-nordost.de

Der VCD (Verkehrsclub Deutschland) setzt sich ein für Mobilität für Menschen, ein positives Miteinander aller Verkehrsarten und eine ökologische Verkehrswende. Schwerpunkte sind dabei die Förderung des Umweltverbundes (ÖPNV, Fahrrad und Fußverkehr) und mehr Verkehrssicherheit gerade auch für die schwächeren Verkehrsteilnehmer: Kinder, Ältere und Menschen mit Mobilitätseinschränkungen.

Der VCD Nordost ist der Landesverband für Berlin und Mecklenburg-Vorpommern.
Diesen Artikel Online lesen: Pressemitteilung: Kein Durchkommen bei neuer Straßenbahn - Fußgänger:innen und Radfahrer:innen werden einfach ignoriert | VCD vor Ort - Mobilität für Menschen

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news-13935 Thu, 24 Aug 2023 10:43:08 +0200 Jugendverkehrsschule Schöneberg braucht dauerhafte Perspektive /startseite/detail/jugendverkehrsschule-schoeneberg-braucht-dauerhafte-perspektive Pressemitteilung vom BUND Berlin und VCD Nordost
Berlin 24.08.2023

Hintergrund ist der vor fast 20 Jahren erfolgte Verkauf der Fläche an das Möbelhandelsunternehmen Krieger, das seit geraumer Zeit Baupläne für die Fläche hat. Zwar muss das Unternehmen dann laut Vertrag den Ersatzbau einer Jugendverkehrsschule finanzieren. Allerdings muss der Bezirk Tempelhof-Schöneberg dafür ein geeignetes Grundstück zur Verfügung stellen – das er offenbar nicht findet. Ob der Bezirk proaktiv nach einer Fläche sucht, ist nicht bekannt. Bisher setzt er Jahr für Jahr auf neue Verhandlungen mit dem Bauherren. Auch der Stand der Verhandlungen wird vom Bezirk nicht transparent gemacht. Immer wieder wird eine nur kurze Verlängerung der Nutzung um ein Jahr erreicht. Selbst wenn ein neues Areal gefunden wird, dürfte es Jahre dauern, bis die neue Jugendverkehrsschule errichtet ist.

Gabi Jung, Referentin für Mobilitätsbildung bim BUND Berlin: „Wir brauchen Jugendverkehrsschulen als geschützte Orte, damit Kinder das Radfahren lernen können. Dabei geht es einerseits um das sichere Beherrschen des Fahrrades und andererseits um das erste Üben von richtigem Verhalten im Verkehr. Nach dem Üben im Schonraum ist es notwendig, dass die Kinder auch im realen Straßenverkehr üben. Für diese Vorbereitung spielen die Jugendverkehrsschulen eine wichtige Rolle. Die Schöneberger Schulen nutzen die Jugendverkehrsschule am Sachsendamm für die Radfahrausbildung, sie benötigen dafür Planungssicherheit. Die Jugendverkehrsschule muss in erreichbarer Nähe sein, damit sowohl Kitas und Schulen sie am Vormittag nutzen, als auch Kinder und Familien am Nachmittag .“

Der Bezirk Tempelhof-Schöneberg hatte einst drei Jugendverkehrsschulen, eine ist bereits weggefallen. Aktuell gibt es nur noch zwei Standorte: in Mariendorf und Schöneberg. Wenn der in Schöneberg auch noch wegfiele, bliebe in den kommenden Jahren nur noch die Jugendverkehrsschule in Alt-Mariendorf übrig. Diese befindet sich auf einem Schulhof – mit daraus folgenden Einschränkungen. Ein einziger Standort wäre zudem nicht ausreichend, um den Bedarf für alle Kitas und Schulen im Bezirk abzudecken. Gebraucht wird mindestens ein Standort im Norden des Bezirks, also in Schöneberg, und einer im Süden, damit die Wege für Kitas und Schulen nicht zu lang werden.

"Die Verkehrsausbildung für die Schüler*innen ist unabdingbar, denn sie fördert Mobilität, Selbstständigkeit, Gesundheit und Umweltbewusstsein," sagt Regine Wosnitza, Geschäftsführerin vom VCD Nordost. "Kinder müssen so früh wie möglich lernen, sich zu Fuß und mit dem Rad sicher im Verkehr zu bewegen. Wenn sie selbstständig zur Schule fahren können, verringert sich die Anzahl der Elterntaxis und damit des Verkehrsaufkommens vor Schulen und in Kiezen. Dadurch unterstützen bereits Kinder die Verkehrs- und die Klimawende und lernen, dass Mobilität im lokalen Umfeld keinen privaten PKW braucht. Zur Unterstützung der Verkehrserziehung sind die Jugendverkehrsschulen wichtig. Wir fordern mehr Transparenz vom Bezirk Tempelhof-Schöneberg und vor allem Planungssicherheit für die Jugendverkehrsschule am Sachsendamm."

Kontakt:
Gabi Jung, BUND Berlin: jung@bund-berlin.de, Tel 0178 631 0032
Regine Wosnitza, VCD Nordost: regine.wosnitza@vcd-nordost, Tel 0171 1935364

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news-13917 Mon, 21 Aug 2023 14:20:23 +0200 Rette die Kidical Mass in Rostock! /startseite/detail/rette-die-kidical-mass-in-rostock Seit vielen Jahren organisiert der Radentscheid Rostock die Kidical Mass vor Ort. Seit dem letzten Jahr ist die Regionalgruppe Rostock Mitorganisator dieser tollen Veranstaltung für Familien. Mit der Kidical Mass demonstrieren wir für eine kinderfreundliche Fahrradstadt. Wir wollen eine Stadt, in der Kinder und Jugendliche sicher und selbstständig mobil sein können, zu Fuß oder auf dem Rad. Mittlerweile konnten zehn Kidical Mass erfolgreich durchgeführt werden.

Die Kidical Mass verkörpert nicht nur eine gemeinsame kinderfreundliche Radtour, sondern steht für den Kampf um sichere Straßen, umweltfreundliche Mobilität und eine kinderfreundliche Stadt. Sie ist ein Zeichen für den Wandel, den wir in unseren Städten dringend brauchen. Doch ohne ausreichende Unterstützung könnte diese bedeutende Demonstration in Gefahr geraten.

Die Engagierten schwinden trotz der vereinsübergreifenden Zusammenarbeit, und die Durchführung der Kidical Mass am 24.09. steht auf der Kippe. Wir benötigen dringend deine Unterstützung bei dem Verteilen von Flyern an Kindergärten, Schulen, Vereinen und Spielplätzen in Rostock sowie auch bei der Durchführung der Veranstaltung am 24.09 ab 14.00 Uhr als Ordner oder Standbetreuer. Die Veranstaltung beginnt um 15.00 Uhr am Doberaner Platz in der KTV.

Sei dabei und setze ein Zeichen für sicheren Verkehr und eine kinderfreundliche Stadt. Gemeinsam gestalten wir eine nachhaltige Zukunft. Unterstütze auch du die Regionalgruppe Rostock des VCDs und rette die Kidical Mass in Rostock!

Bitte melden Sie sich bei Annika Haß für weitere Informationen und Absprachen (Annika.Hass [at] vcd-nordost.de)

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news-13916 Mon, 21 Aug 2023 13:40:21 +0200 Für Kurswechsel im SPNV in MV: VCD vor Ort in Plau am See /startseite/detail/fuer-kurswechsel-im-spnv-in-mv-vcd-vor-ort-in-plau-am-see In Karow (Mecklenburg), nördlich von Plau am See, kreuzen sich die Bahnstrecke Parchim <> Neubrandenburg (Mecklenburgische Südbahn) und die Bahnstrecke Güstrow <> Meyenburg <> Neustadt (Dosse). Auf der Südbahn gibt es einen Saisonverkehr zwischen Waren (Müritz) und Karow (RB15) sowie zwischen Prignitz und Karow (RB19), jeweils verlängert bis Plau am See (https://suedbahn-saisonverkehr.de/). An dieser Bahnlinie liegen etliche touristische Sehenswürdigkeiten. Die Bahnlinie Güstrow <> Meyenburg <> Neustadt (Dosse) wird ansonsten nur im Brandenburgischen Teil zwischen Meyenburg und Neustadt (Dosse) durch die RB73/74 bedient.

In Plau am See traf sich die VCD-Nordost-Gruppe mit einem Vertreter der Bürgerinitiative, die sich für die Wiederaufnahme des Personenverkehrs auf den Bahnstrecken einsetzt. "Ein regelmäßiger und flächendeckender Schienenpersonennahverkehr (SPNV) ist das Rückgrat für einen attraktiven öffentlichen Nahverkehr." Der VCD fordert die Landesregierungen Mecklenburg-Vorpommers und Brandenburgs auf, als ÖPNV-Aufgabenträger den Belangen des ländlichen Raums mehr Beachtung zu schenken. Erforderlich seien regelmäßige SPNV-Angebote auf den gesamten Strecken mit guten Übergängen zu bestehenden Bahnlinien in Prignitz, Waren (Müritz), Güstrow, Pritzwalk und Neustadt (Dosse). Dieses erfordert ein gesamtheitliches Vorgehen der beiden Bundesländer. Auch für den Güterverkehr und als Ausweichstrecke bei Bauarbeiten oder Störungen seien die Bahnstrecken von Bedeutung.

 

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news-13848 Mon, 31 Jul 2023 12:18:59 +0200 100 mal Temporäre Spielstraße Böckhstraße – düstere Aussichten für Finanzierung /startseite/detail/100-mal-temporaere-spielstrasse-boeckhstrasse Aktualisierte gemeinsame Pressemitteilung des Bündnisses Temporäre Spielstraßen vom 01.08.2023

  • Gleich zwei Jubiläen am 2. August in Berlin-Kreuzberg
  • Projekt Temporäre Spielstraßen droht das Aus wegen Kürzungen im Haushaltsentwurf

Ansprechpartner*innen für die Medien werden ab etwa 14.30 Uhr vor Ort zur Verfügung stehen
Pressebilder zur Verwendung in der Berichterstattung herunterladbar unter diesem Link

Aus diesem Anlass fordert das Bündnis Temporäre Spielstraßen von den Berliner Bezirksverwaltungen und dem Senat die kontinuierliche Unterstützung nachbarschaftlicher Initiativen, die den Straßenraum in ihrem Umfeld für Spiel und Begegnung nutzen möchten. Die für das laufende Jahr angesetzten Haushaltsmittel von 180.000 Euro müssen dafür dringend aufrechterhalten werden. Laut einem Pressebericht sieht die Senatsmobilitätsverwaltung im Entwurf für den Doppelhaushalt 2024/2025 jedoch nur noch 50.000 Euro jährlich als Finanzierung vor. Das wäre das Aus.

„Um das Konzept weiterführen zu können, müssen die für das laufende Jahr angesetzten 180.000 Euro an Berliner Haushaltsmitteln verstetigt werden. Tatsächlich sind im Haushaltsentwurf für 2024 und 2025 nur noch je 50.000 Euro vorgesehen. Damit wäre das von breitem ehrenamtlichen Engagement getragene Projekt praktisch tot. Noch können das die Koalitionsfraktionen von CDU und SPD durch eine Korrektur in den Haushaltsverhandlungen verhindern", so Gabi Jung, Sprecherin des Bündnis Temporäre Spielstraßen.
 
Der VCD Nordost als Bündnispartner der temporären Spielstraßen in Berlin beglückwünscht die Aktiven in der Böckhstraße und ist begeistert von dem Engagement. "Beim VCD motivieren wir Menschen immer wieder zur DIY-Verkehrswende," sagt Regine Wosnitza, Geschäftsführerin des VCD Nordost. "Es gibt viele Maßnahmen, die zur Verkehrswende beitragen, und die aktive Bürger*innen durchführen können. Doch auch diese sind nicht ohne Budget zu verwirklichen. Bei den Temporären Spielstraßen sind inzwischen 1000 Berliner*innen aktiv. Die Mittel zu kürzen, wäre ein herber Schlag gegen Bürgerbeteiligung."
 

Holger Hofman, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes, erklärt: „In Berlin findet das Modell der Temporären Spielstraße einen immer größeren Zuspruch. Wir gratulieren allen Verantwortlichen zu ihrem nachhaltigen Erfolg. Temporäre Spielflächen sind vielerorts die einzige Möglichkeit, den Anforderungen für eine ausreichende Bewegung von Kindern im Freien gerecht zu werden. Ansonsten führt die Unterversorgung mit Spiel- und Bewegungsräumen an der frischen Luft zu einem Rückzug in die Binnenräume und vor die Bildschirme mit allen bekannten gesundheitlichen und sozialen Folgen. Die beabsichtigte Mittelkürzung des Senates für das Programm ist eine Ohrfeige für die betroffenen Kinder und Familien."

Seit dem 7. August 2019 wird die Seitenstraße des Kottbusser Damms von April bis September immer mittwochs von 14 bis 18 Uhr zum Kieztreffpunkt. Dabei haben nicht nur Kinder viel Spaß, wenn sie gefahrlos mitten auf der Straße spielen und toben können. Die gesamte Nachbarschaft nutzt die Gelegenheit zum Zusammenkommen – von Kleinkindern bis zu Senior*innen sind alle auf den Beinen. Mindestens 10.000 Menschen haben, zurückhaltend geschätzt, inzwischen die Möglichkeit genutzt, die Wohnstraße mittwochnachmittags autofrei zu genießen.

2019 war die Böckhstraße die erste temporäre Spielstraße Berlins und der Beginn einer kleinen Revolution. Die Einrichtung der Temporären Spielstraße in der Böckhstraße ging auf die Initiative der Nachbarschaft zurück", sagt Bündnissprecherin Gabi Jung.

Aktuell gibt es 24 regelmäßig stattfindende temporäre Spiel- und Nachbarschaftsstraßen in mehreren Berliner Bezirken. Die einzelnen Spielstraßen werden dabei in der Regel von ehrenamtlich Engagierten aus der jeweiligen Nachbarschaft getragen. Berlinweit gab es in den vergangenen vier Jahren zusammengenommen inzwischen über 1000 Termine, rechnerisch also mehr als 250 pro Jahr.

Seit September 2022 liegt ein Leitfaden der Senatsmobilitätsverwaltung vor, der sich an Nachbarschaftsinitiativen und Bezirke wendet. Er enthält alles Wichtige, was bei der Beantragung und Einrichtung temporärer Spiel- und Nachbarschaftsstraßen zu beachten ist. Deutschlandweit gibt es großes Interesse an dem Konzept.

„Die temporären Spielstraßen in Berlin sind seit vier Jahren eine Erfolgsgeschichte, die international Beachtung findet.", sagt Gabi Jung. „Jeder einzelne Termin temporärer Spiel- und Nachbarschaftsstraßen hat die Hauptstadt bunter, fröhlicher und kinderfreundlicher gemacht. Sie unterstützt auch Klima- und Umweltschutz. Von den temporären Spielstraßen profitieren nicht nur Kinder, Jugendliche und Familien, sondern die gesamte Nachbarschaft."

Das Bündnis Temporäre Spielstraßen (spielstraßen.de), das das Thema in Berlin angeschoben hat, ist ein Zusammenschluss mehrerer Verbände, u.a. des BUND Berlin (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland), des DaKS (Dachverband Berliner Kinder- und Schülerläden), des Deutschen Kinderhilfswerkes, und des VCD Nordost (Verkehrsclub Deutschland). Es wurde im März 2019 mit dem Ziel gegründet, temporäre Spiel- und Nachbarschaftsstraßen als gängiges Instrument in Berlin zu etablieren.

Das Bündnis Temporäre Spielstraßen ist bereits vielfach prämiert worden, so mit dem Großen Preis des Berliner Umweltfestivals 2023 und dem Award 2023 der International Play Association (IPA). Es ist nominiert für den Mobilitätspreis des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ) in der Kategorie „internationale Vorbildprojekte".

Das Bündnis Temporäre Spielstraßen fordert…

…von den Berliner Bezirksverwaltungen:

  • Die konsequente Umsetzung des im Leitfaden beschriebenen Verfahrens zur Einrichtung temporärer Spielstraßen in Berlin.
  • Die kontinuierliche aktive Unterstützung nachbarschaftlicher Initiativen, die den Straßenraum in ihrem Umfeld für Spiel und Begegnung nutzen möchten.

…von der Berliner Landespolitik:

  • Eine dauerhaft gesicherte und ausreichende Finanzierung der Organisation und Begleitung von tempo­rären Spiel- und Nachbarschaftsstraßen.
  • Ein Hinwirken auf eine Veränderung des Straßenverkehrsrechts, um die vielfältige Nutzung des Straßenraums unkompliziert zu ermöglichen und das im Leitfaden beschriebene Verfahren zu vereinfachen.
  • Ein eindeutiges Bekenntnis zum Recht auf Spiel – auch auf Straßenland!

…von der Bundespolitik:

  • Eine Veränderung von Straßen­verkehrs­gesetz und StVO, um die viel­fältige Nutzung des Straßen­­raums unkompli­ziert zu ermöglichen.
  • Das Bündnis unter­stützt lokale Initiativen bei der Umset­zung im eigenen Kiez und möchte gleich­zeitig zur deutsch­land­weiten Vernet­zung beitragen.

Zum berlinweiten Aktionstag am 22. September, dem europäischen autofreien Tag, werden, wie in den letzten Jahren, auch wieder bis zu 40 temporären Spielstraßenaktionen erwartet.
 
Bündnis Temporäre Spielstraßen
c/o DaKS e.V., Crellestr. 19/20, 10827 Berlin, info@spielstrassen.de
Ansprechpartnerin: Cornelia Dittrich, Tel 0172-748 39 90
 
Pressekontakt:
Gabi Jung, Fachreferentin für Mobilitätsbildung beim BUND Berlin, Sprecherin Bündnis Temporäre Spielstraßen, Tel.: 0178-631 00 32, E-Mail: jung@bund-berlin.de
Gabi Jung und Cornelia Dittrich werden ab etwa 14.30 Uhr für die Medien vor Ort in der Böckhstraße zur Verfügung stehen. Eine vorherige Anmeldung bei Gabi Jung hilft uns bei der Koordination.

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news-13831 Tue, 25 Jul 2023 14:43:48 +0200 #NichtMitUns – Wir kämpfen gegen die Schleifung des Berliner Radverkehrnetzes /startseite/detail/nichtmituns-wir-kaempfen-gegen-die-schleifung-des-berliner-radverkehrnetzes Sie wollten sich nicht damit abfinden, dass weitere Radwege zur Überprüfung angehalten wurden. Zudem die Senatorin kurz zuvor am selben Tag zu einem Runden Tisch Radwege eingeladen hatte. Doch der Stopp war bei dem von der Senatorin auf Twitter als „konstruktiven Austausch“ bezeichneten Treffen trotz Nachfragen kein Thema: Dazu könne man nichts sagen, das werde noch geprüft. Fakten geschaffen wurden dann eine Stunde nach dem Treffen per Pressemitteilung.

Heiner von Marschall, Landesvorsitzender des VCD-Nordost: “Die Verbände fühlen sich mit dieser Vorgehensweise nicht ernst genommen. Die Senatorin und der Regierende Bürgermeister wollen angeblich ein neues Miteinander und eine angeblich fehlende breite Beteiligung nachholen. Stattdessen werden ohne jede Beteiligung in einsamen Entscheidungen Radweg-Projekte gestoppt oder zumindest verzögert, die zuvor über lange Jahre mit breiter Beteiligung, von Fachverbänden über Verkehrswissenschaft und Unfallforschung bis hin zu den bezirklichen FahrRäten, erarbeitet wurden. Offenbar gibt es kein Interesse an einem echten Austausch.“

Daraufhin organisierten VCD Nordost gemeinsam mit allen Mobilitätsverbänden und der Zivilgesellschaft Fahrraddemos – die teilweise fast täglich in verschiedenen Berliner Bezirken stattfanden. Hier war nicht nur die “Fahrrad-Blase” unterwegs. Hier sagte eine überwältigende Zahl von Menschen quer durch die Berliner Bevölkerung #NichtMitUns

Die protestierenden Radler*innen waren unter anderem in der Ollenhauerstraße in Reinickendorf unterwegs, wo Verkehrsstadträtin Julia Schrod-Thiel (CDU) in vorauseilendem Gehorsam den Bau eines geplanten Radweg stoppte, der bereits Mitte Juni hätte eröffnet werden sollen. Viermal riefen Schöneberger Anwohnerinnen und Anwohner zu Demonstrationen in der Haupt- und Grunewaldstraße auf. Jedes Mal kamen mehrere hundert Menschen, denn hier wie an anderen Orten war der Ärger auch über den drohenden Verfall von Fördermitteln in Millionenhöhe groß. Unter dem Motto #nichtmituns fuhren Tausende Menschen protestierend mit dem Fahrrad durch Neukölln, Mitte, Friedrichshain, Prenzlauer Berg, Marzahn-Hellerdsdorf und zum Müggelsee.

Seit dem 20. Juli scheint der Spuk bzw. die Machtdemonstration der Senatorin vorbei. Von den 19 geprüften Radverkehrsprojekten gab sie 16 Projekten grünes Licht (6 Projekten ohne Änderungen, 10 mit leichten Anpassungen - Details siehe PM der SMVK vom 20.7.2023). Wobei Kriterien der Überprüfung weiter unklar bleiben und die Anpassungen nicht transparent kommuniziert werden. Auch Stadträtin Schrod-Thiel ruderte zurück, der Radweg in der Ollenhauerstraße soll „zeitnah kommen” – was immer das heißt, fertig gebaut ist er längst.

„Das zeigt, dass die überwiegende Zahl der Planungen den Standards entsprach“, sagt die Geschäftsführerin des VCD Nordost Regine Wosnitza. "Diese Machtdemonstration der Senatorin war nicht nur überflüssig, sondern konterkariert auch den von ihr gewünschten konstruktiven Austausch. Darüber hinaus sind Radverkehrsprojekte ein wichtiger Baustein für den Klimaschutz. Dieser wird von der CDU auf Landes- und Bundesebene immer wieder missachtet und torpediert.“

Neben den Mobilitätsverbänden bekam die Senatorin weiteren Gegenwind u.a. von der Industrie- und Handelskammer und der Deutschen Umwelthilfe. Letztere kündigte weitere Klagen an. „Wir prüfen die Einleitung weiterer Klageverfahren zu allen gestoppten Radwegeplanungen“, so Geschäftsführer Jürgen Resch, „und werden auch darüber hinaus mit kreativen Aktionen gegen die autolobbygetriebene Politik der Berliner CDU-SPD-Regierung vorgehen!“.

Durch die gute Vernetzung zwischen den Verbänden und der Zivilgesellschaft konnten wir in den letzten Wochen erfolgreich Druck aufbauen. Dieser wird auch in Zukunft dringend notwendig sein.

Drei Radverkehrsprojekte (Stubenrauchstraße (Neukölln) 1,2 km / Roedernallee (Reinickendorf) 790 Meter / Blankenfelder Chaussee (Pankow) 1,9 km) stehen noch auf der Kippe.

Durch den Haushaltsentwurf 2024/2025 wird der Radwegeumbau massiv ausgebremst. Faktisch bleiben die vorgesehenen Mittelansätze von insgesamt 59,1 Millionen Euro zwar auf dem Niveau der Vorjahre. Doch kann damit die für diese Legislatur geplante stadtweite Umsetzung nicht finanziert werden. Dazu hätte es einer Erhöhung der eingestellten Mittel bedurft.

Letztlich steht das Mobilitätsgesetz insgesamt beim Senat auf dem Prüfstand. Bei allen Planungen sollen Alternativen bevorzugt werden, die die Einschränkungen für den motorisierten Individualverkehr und den ruhenden Verkehr so gering wie möglich halten.

„Diese Zurschaustellung von Kontrolle des Radverkehrs und Bevorzugung des Autoverkehrs dient dem Stimmenfang bei den eigenen Wähler*innen und nicht der dringend benötigten Mobilitätswende”, so Regine Wosnitza. „Das geht zum einen zu Lasten des Umweltverbundes. Zum anderen ist die Verkehrssicherheit insbesondere von Kindern, Jugendlichen und älteren Menschen für uns nicht verhandelbar.“

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news-13829 Mon, 24 Jul 2023 17:50:00 +0200 Carsharing - umweltfreundlich mobil /startseite/detail/carsharing-umweltfreundlich-mobil Sharing Economy oder „Wirtschaft des Teilens“ kann in vielen Lebensbereichen zur Ressourcenschonung beitragen. Praxisbeispiele konzentrieren sich häufig auf Ballungsräume, aber auch auf dem Land gibt es bereits Initiativen, die CarSharing nutzen.

In unserer Geschäftsstelle in der Yorckstraße 48 können sich Neukund*innen sowohl von Cambio als auch von Stadtmobil nach eigener, vorheriger Online-Registrierung freischalten lassen, wenn sie dies nicht im Internet tun möchten. Von uns erhalten sie dann die Zugangskarte und Info-Material. Wir bieten diesen Service an, da wir davon überzeugt sind, dass wir durch die Reduktion des privaten Autobesitzes alle mehr gewinnen, als uns bewusst ist.

Natürlich werden auch in Zukunft einige Menschen auf ein (eigenes) Fahrzeug angewiesen sein. Hier haben z.B. Menschen mit Behinderungen und ältere Menschen besondere Bedürfnisse, die es zu berücksichtigen gilt. Darüber hinaus gibt es noch nicht genügend gemeinwohlorientierte Lastenradangebote, die sozial verträglich sind. Handwerker*innen legen häufig weite Strecken zurück und benötigen all ihr Equipment vor Ort. Auch im ländlichen Raum können viele Wege nicht ohne eigenes Auto zurückgelegt werden, da der ÖPNV einen hohen Ausbaubedarf hat. 

In dicht besiedelten Räumen hingegen gibt es bereits ein gutes ÖPNV-Angebot, so dass man für die täglichen Wege nicht auf das eigene Auto angewiesen ist. Und mit dem 49-Euro-Ticket können viele Stadtbewohner*innen günstiger und stressfreier fahren und lassen inzwischen ihr eigenes Auto stehen.

Wir vom VCD Nordost möchten noch mehr Stadtbewohner*innen davon überzeugen, ihr Auto ganz abzuschaffen und für die gelegentlichen, notwendigen Fahrten Carsharing zu nutzen. Denn das spart nicht nur laufende Kosten wie Versicherung und Steuern, sondern auch Zeit und Geld für TÜV oder Werkstattbesuche.

Die Straßen in unseren Städten sind keine Begegnungszonen mehr, sondern zugeparkt, verstopft, laut und hektisch durch den Autoverkehr. Außerdem brauchen Autos Platz, viel Platz, der in den Städten für andere Zwecke benötigt wird. Unsere Städte müssen klimaresilient umgebaut werden, sie brauchen Wärmeinseln, einen leistungsfähigen ÖPNV und ein sicheres Radwegenetz für alle.

Es ist mittlerweile Common Sense, dass wir eine Reduktion des heutigen Pkw-Bestandes brauchen. Denn selbst wenn in naher Zukunft alle Autos elektrisch fahren, verursacht die Herstellung eines Autos schon heute große Mengen an Treibhausgasen (ICCT-Datenblatt.PDF). 

Privatfahrzeuge stehen 23 Stunden am Tag auf einem Parkplatz. Das bedeutet, dass jedes Auto nur eine Stunde am Tag genutzt wird. In der restlichen Zeit, kann es doch problemlos von anderen Menschen genutzt werden. Genau hier setzen die verschiedenen Carsharing-Konzepte an.

Welche CarSharing Modelle gibt es?

In der breiteren Öffentlichkeit sind bisher zwei Modelle bekannt: Das Stationsgebundene Carsharing und freefloating. Aber auch zwei weniger bekannte Modelle können zu einer Reduktion von Fahrzeugen beitragen.

1. Stationsgebundenes Carsharing

Das stationäre Carsharing ist die älteste Form des Carsharings. Bei dieser Variante stehen an festgelegten Stationen Autos zur Verfügung, die von den Nutzern ausgeliehen werden können. Die Fahrzeuge können für einen bestimmten Zeitraum gemietet werden und müssen nach der Nutzung wieder an der Station zurückgebracht werden. Dadurch ist das stationäre Carsharing eine gute Alternative zum eigenen Auto, da es eine flexible Nutzung ohne Besitzverpflichtung ermöglicht.

Die Umweltauswirkungen des stationären Carsharing sind positiv, da es dazu beiträgt, den individuellen Autoverkehr zu reduzieren. Wenn mehrere Personen ein Auto teilen, wird der Bedarf an individuellen Autos insgesamt reduziert. Dadurch sinkt auch der CO2-Ausstoß, da weniger Autos auf den Straßen unterwegs sind.

2. Free-floating Carsharing

Beim Free-Floating Carsharing gibt es keine festen Stationen, an denen die Autos abgeholt und zurückgegeben werden müssen. Stattdessen können die Fahrzeuge überall im Stadtgebiet gefunden und gemietet werden. Der Nutzer kann das Auto nach der Nutzung an einer beliebigen Stelle im Stadtgebiet abstellen, solange es keine speziellen Einschränkungen gibt.

Dabei ist ist die Wirkung auf Emissionen und Flächenverbrauchen umstritten. Einer Studie des EU-Projektes STARS zufolge schaffen nur 4,7 % ausschließlich free-floating Carsharing Nutzenden ihren privaten PKW ab.

Dagegen wird vielen Nutzer von ökologischen Alternativen wie Fahrrad oder ÖPNV, durch Free-Floating Carsharing, ein Mobilitätsangebot gemacht, welches zu noch mehr PKW-Verkehr beiträgt.

Grundsätzlich kann Free-Floating Carsharing ein Baustein in der Mobilitätswende sein, jedoch  zeigen die aktuellen Studien, dass es in der derzeitigen Form nicht dazu beiträgt.

3. Privates Carsharing

Beim privaten Carsharing teilen sich Privatpersonen ihr Fahrzeug und bieten anderen Nutzern die Möglichkeit, es für einen bestimmten Zeitraum zu mieten. Das Konzept des privaten Carsharings ist eine umweltfreundliche und kostensparende Alternative zum eigenen Auto und bietet zudem mehr Flexibilität als klassische Mietwagen-Angebote. Durch die gemeinsame Nutzung von Fahrzeugen werden Ressourcen geschont und der Verkehr in Städten reduziert werden.

Hilfreiche Links zur Organisation von privatem  und auch kommunalem Carsharing:

  • Otua - privates Carsharing: In Deutschland wird Carsharing nicht nur von Großkonzernen angeboten, es gibt auch viele Vereine, Genossenschaften und kleinere Unternehmen, die Autos zum Teilen anbieten. Und es gibt private Sharing-Communities. Für sie haben ein paar Hamburger die Software otua entwickelt.
  • Der VCD-Nachbarschaftsauto-Vertrag
  • Erfolgreiches Carsharing Modell auf dem Land

4. Corporate Carsharing

Das Corporate Carsharing ist eine Form des Carsharings, die speziell für Unternehmen entwickelt wurde. Dabei werden Fahrzeuge von einem Anbieter bereitgestellt, die von den Mitarbeitern des Unternehmens genutzt werden können. Die Fahrzeuge können flexibel gemietet werden und müssen nach der Nutzung wieder zurückgebracht werden.

Durch die flexible Nutzung der Fahrzeuge, stehen die Fahrzeuge einer größeren Menge an Menschen zur Verfügung. Hier gibt es für Unternehmen das Potential den Fuhrpark zu verkleinern, Kosten zu sparen ohne Mobilitätsverzicht für die Mitarbeitenden.

Unser Fazit:

Grundsätzlich können alle vorgestellten Modelle einen Beitrag zur Verkehrswende und mehr Klimaschutz beitragen. Führen die Modelle des stationsbasierten und privaten Carsharing in den allermeisten Fällen direkt zu weniger privaten Fahrzeugen und somit zu weniger Verkehr, braucht es  bei dem Free-Floating Modell, wie erwähnt, weitere Rahmenbedingungen wie besserer Ausbau von ÖPNV oder einer Umlegung aller Kosten auf Autofahrende, um Nutzende zu überzeugen den eigenen PKW wirklich abzuschaffen.

Ähnliches gilt für das Corporate Carsharing, dort gibt es mit dem Dienstwagenprivileg, nach wie vor eine Subvention von (auch privat genutzten) Dienstwagen durch den Staat, das eine Veränderung zu verkehrsreduzierenden Modell, wie einem Corporate Carsharing verhindert.

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news-13784 Thu, 13 Jul 2023 13:41:39 +0200 Aktionen gegen den #Radwegestopp /startseite/detail/aktionen-gegen-den-radwegestopp Es ist völlig absurd, wenn ausgerechtet im Namen der Verkehrssicherheit Radwege nicht gebaut werden sollen. Und noch absurder ist es, einen fertig gebauten Radweg nicht freizugeben und damit Fahrradfahrende, auch Kinder und Ältere, in den Mischverkehr zu zwingen. Statt dem behaupteten Miteinander wird so das Gegeneinander angeheizt.

Deshalb sagen wir: #NichtMitUns und fordern: #GebtDenRadwegFrei !

Zusammen mit ADFC Reinickendorf und Respect Cyclists organisiert der VCD Nordost die nächste Demo auf der Ollenhauerstraße:

Gebt den Radweg frei! Für ein besseres Miteinander im Verkehr

Eine ständig aktualisierte Übersicht über alle anstehenden Fahrraddemos in den Bezirken findet ihr bei
>> Changing Cities: changing-cities.org/aktuelles/veranstaltungen/
>> Respect Cyclists: www.respectcyclists.de/fahrrad-demo-termine-berlin.html

Der VCD Nordost ruft zur Teilnahme auf!

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