VCD Nordost aktuell
Vom 11. bis 12. April war der VCD Nordost auf der 14. Auflage der VELOBerlin dabei — mit Infostand, Glücksrad und jeder Menge Gesprächsstoff!
Das Fahrradfestival am ehemaligen Flughafen Tempelhof erwies sich einmal mehr als das große Klassentreffen der Berliner Radkultur: Rund 18.000 Menschen kamen an diesem Wochenende zur VELOBerlin — und mittendrin: der VCD Nordost.
Sonnenschein, Trubel und ein etwas versteckter Stand
Schon am Samstag war die Stimmung auf dem Gelände ausgelassen: Strahlender Sonnenschein begleitete den ersten Messetag und lockte die Besucher*innen in Scharen auf das weitläufige Areal. Unseren Infostand zu entdecken war zugegebenermaßen nicht ganz leicht, da wir etwas abseits des großen Besucherstroms lagen. Doch wer uns gefunden hat, blieb gerne — und viele haben uns gefunden.
Denn was einmal mehr wie ein Magnet wirkte und auch von weitem neugierig machte, war unser VCD-Glücksrad: Kaum aufgebaut, bildeten sich erste Grüppchen — Kinder, Eltern, Großeltern, passionierte Radler*innen und Mobilitätsinteressierte jeder Couleur.
Das Glücksrad dreht sich — Wissen gefragt
Beim VCD-Quiz durften alle Besuchenden ihr Wissen in einer von sechs Kategorien rund um die Verkehrswende testen. Für jede Altersklasse gab es dabei passende Fragen — von „Wie bist du bei Dunkelheit im Straßenverkehr am besten sichtbar?“ für die Kleinsten bis hin zu Fragen über CO₂-Ausstoß und Mobilitätspolitik für Erwachsene.
Wer die richtige Antwort wusste, wurde belohnt: Bei den jüngsten Besucher*innen waren die angebotenen Lollis der absolute Renner. Aber auch temporäre Tattoos, Ausmalpostkarten und Sticker fanden reißenden Absatz und sorgten dafür, dass alle ein Stück VCD-Botschaft mit nach Hause nehmen konnten.
Gute Gespräche — mit Besucher*innen und Gleichgesinnten
Neben dem Trubel am Glücksrad blieb immer wieder Zeit für das, was auf solchen Veranstaltungen eigentlich am wertvollsten ist: echte Gespräche.
Dabei zeigte sich, dass der VCD vielen Menschen in der Hauptstadt noch nicht bekannt ist — eine willkommene Gelegenheit zu erklären, wofür wir stehen.
Insbesondere bei Eltern und Großeltern kam unser Engagement für die Sicherheit von Kindern und Jugendlichen im Straßenverkehr an: Hier konnten wir mit unserem langjährigen Engagement im Rahmen der bundesweiten Aktionstage „Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten“ und als verlässlicher Partner des „Kidical Mass“-Aktionsbündnisses punkten und zeigen, dass Verkehrssicherheit für diese gefährdete Bevölkerungsgruppe beim VCD kein Randthema ist, sondern ein zentrales Anliegen darstellt.
Ebenso stieß unsere Einzigartigkeit als Verband, der sich konsequent verkehrsartenübergreifend für die Mobilitätswende einsetzt, auf großes Interesse: Ob zu Fuß, per Rad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln — wir geben all jenen eine Stimme, die Mobilität gerechter, inklusiver und nachhaltiger gestalten wollen.
Über beide Messetage hinweg gab es gleichermaßen lebhafte Interaktionen mit Menschen, die sich zum ersten Mal mit dem VCD beschäftigt haben, wie auch mit langjährigen Mitgliedern, die am Stand vorbeischauten.
Und nicht zuletzt war zwischendurch immer wieder Gelegenheit zum Austausch mit Aktiven aus anderen Berliner Verbänden und Initiativen — neue Kontakte, kollegialer Schulterschluss, gemeinsame Perspektiven auf die Verkehrswende in der Hauptstadt.
Im Hinblick auf die Berliner Abgeordnetenhauswahl im Herbst kam dabei immer wieder explizit die Frage nach unseren landespolitischen Forderungen auf — begleitet vom vielfach geäußerten Wunsch nach mehr Sichtbarkeit des VCD in der Zivilgesellschaft. Wir nehmen dieses Feedback als Ansporn, die VCD-Positionen in den kommenden Wochen und Monaten in der Hauptstadt noch bekannter zu machen und für eine verkehrspolitische Kurskorrektur in der Landespolitik zu werben.
Fazit: Dabei sein lohnt sich
Die VELOBerlin ist und bleibt eine wichtige Bühne für all jene, die Mobilität anders denken. Auch wenn unser Stand in diesem Jahr etwas mehr Eigeninitiative beim Finden erforderte — die Resonanz hat gezeigt: Das Interesse an einer gerechten, nachhaltigen Verkehrspolitik ist in Berlin lebendig, neugierig und generationsübergreifend.
Vielen Dank an alle, die uns tatkräftig unterstützt haben — wir freuen uns schon aufs nächste Jahr!