Pilotprojekte

2023: Rackebüller Weg / Tempelhof-Schöneberg

Im Rackebüller Weg in Lichtenrade wurde im Frühjahr 2023 vor der Bruno.-H-Bürgel-Grundschule im Rahmen eines Pilotprojektes für fünf Wochen eine temporäre Schulstraße eingerichtet: An sämtlichen Schultagen war die Fahrbahn unmittelbar vor Unterrichtsbeginn jeweils von 07:15 bis 07:45 Uhr für den Kfz-Durchgangsverkehr gesperrt. Die Sperrung erfolgte mittels mobiler Absperrbaken und Verkehrsschilder, die von Seiten engagierter Eltern aus der Schulgemeinschaft täglich neu auf- und abgebaut wurden. Begleitet wurde das Projekt wissenschaftlich von der TU Berlin. Verkehrszählungen belegten einen deutlichen Rückgang des Autoverkehrs im Gesamtumfeld der Schule sowie einen Anstieg der Kinder, die mit dem Fahrrad oder zu Fuß zur Schule kamen. Ergänzende Befragungen unter Eltern, Schulpersonal und Anwohnenden ergaben eine mehrheitlich positive Wahrnehmung des Verkehrsversuches.

Seither wurde sowohl von Seiten mehrerer BVV-Fraktionen als auch durch das dortige Kinder- und Jugendparlament die Verstetigung der temporären Schulstraße beantragt.

 

 

2024: Pfalzburger Straße / Charlottenburg-Wilmersdorf

In der Pfalzburger Straße in Wilmersdorf wurde im Frühjahr 2024 vor der Nelson-Mandela-Grundschule ein Modellversuch zur Einrichtung einer temporären Schulstraße durchgeführt: An sämtlichen Schultagen wurde der betreffende Fahrbahnabschnitt zwischen 07:30 und 08:15 Uhr für den motorisierten Durchgangsverkehr gesperrt. Die Sperrung erfolgte mittels mobiler Baken und Schilder, die täglich durch engagierte Eltern auf- und abgebaut werden mussten. Der Bezirk sah sich explizit nicht für die Umsetzung der angeordneten Maßnahme verantwortlich. Ergänzend richtete das Bezirksamt an der nahegelegenen Hauptstraße (Hohenzollerndamm) zwei „Kiss-and-Go“-Zonen ein, damit Eltern ihre Kinder dort sicher aussteigen lassen konnten. Zwar führten diese Maßnahmen zu einer spürbaren Abnahme des morgendlichen Bringverkehrs („Elterntaxis“), doch kam es im Verlauf des Pilotprojektes zu deutlichen Konflikten: Insbesondere zu Beginn wurde die Sperrung immer wieder bewusst von Autofahrenden missachtet, und letztendlich stellte das tägliche Bewegen der rund 700 kg schweren Absperrelemente eine extreme logistische Herausforderung dar, die nicht dauerhaft von der Elternschaft zu leisten war. Nach Ende dieses Verkehrsversuches wurde daher keine Verstetigung angestrebt.

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