Bus & Bahn
VCD Nordost aktuell
Der VCD Nordost und der VCD Brandenburg haben am 28. Juni 2025 ihre Mitglieder zu einer Exkursion nach Plau am See eingeladen, um sich zusammen mit der Bürgerinitiative (BI) Südbahn für den Ausbau des Karower Kreuzes einzusetzen. Guter Austausch mit Politikern und Engagierten sorgte für eine sehr gelungene Aktion!
Am 28. Juni 2025 reisten Mitglieder und Unterstützerinnen und Unterstützer der VCD-Landesverbände Nordost und Brandenburg gemeinsam mit der Bürgerinitiative (BI) Südbahn nach Plau am See. Ziel war es, sich vor Ort ein Bild vom Potenzial der Bahnstrecke rund um das Karower Kreuz zu machen und ein klares Signal an die Landes- und Bundespolitik zu senden. Die Reaktivierung und der Ausbau der Südbahn sind längst überfällig. Die Exkursion war Teil einer öffentlichkeitswirksamen Aktion, mit der der VCD und die BI Südbahn auf die Bedeutung des Karower Kreuzes als zukunftsweisenden Verkehrsknotenpunkt aufmerksam machten.
Die Exkursion begann mit einer Auftaktaktion am Bahnhof in Plau am See, anschließend ging es gemeinsam zum Rathaus. Dort begrüßte Bürgermeister Sven Hoffmeister die Gruppe und betonte die große Bedeutung der Bahnverbindung für die Stadt und die gesamte Region – sowohl für Pendlerinnen und Pendler als auch für den Tourismus. Im Ratssaal folgten Beiträge von Vertreterinnen und Vertretern des VCD, der BI Südbahn sowie aus der Landespolitik. Wolfgang Waldmüller (Mitglied des Landtages MV), Christian Brade (Mitglied des Landtages MV) und Astrid Becker (Bürgermeisterin von Lübz) betonten, dass der ländliche Raum bei der Infrastruktur nicht länger vernachlässigt werden dürfe. Heiner von Marschall, Landesvorsitzender des VCD Nordost, forderte einen stufenweisen Ausbau der Strecke ohne lange Sperrpausen. Nötig seien klare politische Entscheidungen für einen Betrieb an 365 Tagen im Jahr. Constantin Pitzen von der Fahrplangesellschaft hob die Bedeutung einer abgestimmten Taktung zwischen Zug- und Busverkehr hervor, um die Region zuverlässig zu erschließen.
Ein zentrales Thema war das Gutachten, das die Länder Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg beauftragt haben. Auch wenn es offiziell noch nicht veröffentlicht ist, zeigen Informationen aus dem Brandenburger Landtag: Der Nutzen übersteigt die Kosten – sowohl bei einer Modernisierung für 80 km/h als auch bei einem Ausbau auf 160 km/h mit Elektrifizierung. Das Gutachten bietet damit eine verlässliche Grundlage, um Fördermittel vom Bund zu beantragen und konkrete Maßnahmen einzuleiten. Neben den politischen und fachlichen Inhalten kam auch das gemeinsame Erleben nicht zu kurz. Spaziergänge durch Plau am See und Waren (Müritz), ein Besuch am Bahnhof Karow, eine Stadtführung und Gespräche in kleiner Runde machten deutlich: Die Bahn hat in der Region nicht nur eine Vergangenheit, sondern vor allem Zukunft. Bei einem Fischbrötchen und einem Treffen im Brauhaus Müritz klang der Tag in offener und konstruktiver Atmosphäre aus.