Radverkehr,
Pressemitteilung
VCD Nordost aktuell
Der VCD Nordost kritisiert scharf den dramatischen Stillstand beim Ausbau des Berliner Radwegenetzes. Statt die im Berliner Radverkehrsplan festgelegten 100 Kilometer neuer Radwege im Vorrangnetz pro Jahr umzusetzen und die von der Vorgängerregierung zusätzlich beschlossene Zielmarke von 200 Kilometern zu erreichen, wurden im ersten Halbjahr 2025 lediglich 3,6 Kilometer fertiggestellt – nochmals weniger als im ohnehin schwachen Vorjahreszeitraum mit 4,2 Kilometern. Die aktuelle Senatsverwaltung zeigt bislang keine erkennbaren Anstrengungen, diese Lücke zu schließen.
Der VCD Nordost kritisiert scharf den dramatischen Stillstand beim Ausbau des Berliner Radwegenetzes. Statt die im Berliner Radverkehrsplan festgelegten 100 Kilometer neuer Radwege im Vorrangnetz pro Jahr umzusetzen und die von der Vorgängerregierung zusätzlich beschlossene Zielmarke von 200 Kilometern zu erreichen, wurden im ersten Halbjahr 2025 lediglich 3,6 Kilometer fertiggestellt – nochmals weniger als im ohnehin schwachen Vorjahreszeitraum mit 4,2 Kilometern. Die aktuelle Senatsverwaltung zeigt bislang keine erkennbaren Anstrengungen, diese Lücke zu schließen.
„Wer die Vision Zero ernst nimmt, darf beim Radwegebau nicht auf der Bremse stehen“, sagt Heiner von Marschall, Landesvorsitzender des VCD Nordost. „Jeder fehlende sichere Radweg bedeutet ein erhöhtes Risiko für Radfahrende – und ist ein politisches Versäumnis sowie ein klarer Bruch mit den eigenen gesetzlichen Zielen im Berliner Mobilitätsgesetz und Radverkehrsplan.“
Von 200 Kilometern Ziel auf bestenfalls 21,5 Kilometer Realität
Laut aktuellem Bericht des landeseigenen Unternehmens Infravelo sind für 2025 lediglich 29 Projekte mit 17,6 Kilometern Länge fest eingeplant. Selbst wenn alle davon bis Jahresende fertig würden – was angesichts zahlreicher Verzögerungen fraglich ist – käme Berlin in diesem Jahr auf bestenfalls 21,5 Kilometer neue Radwege. Im schlechtesten Fall würden es nur 15,6 Kilometer werden.
Besonders alarmierend: In Reinickendorf und Spandau wird in diesem Jahr kein einziger neuer Radweg entstehen. Damit bleiben große Teile der Stadt ohne Fortschritte bei der Radverkehrssicherheit.
Finanzielle Kürzungen und politische Blockaden
Neben technischen und planerischen Hürden trägt vor allem die Streichung von Haushaltsmitteln durch die schwarz-rote Koalition dazu bei, dass Projekte nicht umgesetzt werden können. Dabei sind die „einfachen“ Abschnitte bereits weitgehend gebaut – übrig bleiben komplexere Projekte, die mehr Ressourcen erfordern.
„Anstatt diesen überschaubaren Aufwand – der im Vergleich zu anderen Verkehrsprojekten gering ist – entschlossen anzupacken, wird gekürzt, verschoben und kleingeredet. Das Ergebnis: Die selbst gesteckten Sicherheitsziele des Landes werden Jahr für Jahr verfehlt“, so Judith von Falkenhausen, Sprecherin des VCD Nordost.
VCD Nordost fordert: Konsequente Umsetzung statt Minimalbilanz
Der VCD Nordost fordert von Senat und Bezirken, den Ausbau verbindlich zu beschleunigen – mit klaren Zwischenzielen, jährlichem Monitoring und gesicherter Finanzierung. Dazu gehören:
„Sicherheitsinfrastruktur ist keine Kür, sie ist Pflicht. Wer an der Sicherheit spart, gefährdet Menschenleben – und untergräbt das Vertrauen in die Verkehrspolitik dieser Stadt“, betont von Marschall.
Pressekontakt VCD Nordost:
Heiner von Marschall, Landesvorsitzender
Email: heiner.v.marschall@
vcd-nordost.de Tel: 0174 465 65 23
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Der VCD (Verkehrsclub Deutschland) setzt sich ein für Mobilität für Menschen, ein positives Miteinander aller Verkehrsarten und eine ökologische Verkehrswende. Schwerpunkte sind dabei die Förderung des Umweltverbundes (ÖPNV, Fahrrad und Fußverkehr) und mehr Verkehrssicherheit gerade auch für die schwächeren Verkehrsteilnehmer: Kinder, Ältere und Menschen mit Mobilitätseinschränkungen.
Der VCD Nordost ist der Landesverband für Berlin und Mecklenburg-Vorpommern.