Nordost

Um das Ziel "Vision Zero" zu erreichen, engagiert sich der VCD Nordost auf verschiedene Weisen:

  • Mitarbeit in Verkehrsgremien
  • eigene Kampagnen zur Verkehrssicherheit
  • konsequentes Eintreten für Tempo 30
  • für mehr gegenseitige Rücksichtnahme sensibilisieren und die Regelakzeptanz erhöhen

So wollen wir nicht zu letzt Leben schützen und unsere Städte attraktiver und lebenswerter machen.

Verkehrssicherheit, Pressemitteilung
VCD Nordost aktuell

Tempolimit wieder auf die Agenda setzen! VCD-Bundesversammlung appelliert an Ampelkoalition

Die Bundesdelegierten des VCD haben einstimmig in einer Resolution die Notwendigkeit für neue Höchstgeschwindigkeiten im Verkehr bekräftigt. Damit appelliert der Verband an SPD, FDP und Grüne, ihren Verzicht auf ein Tempolimit auf Autobahnen zu überdenken – für mehr Klimaschutz und weniger Verkehrsopfer.

Berlin, 7. November 2021. Die Delegierten des ökologischen Verkehrsclub VCD forderten die Parteien der künftigen Bundesregierung auf, den Klimaschutz und die Verkehrssicherheit endlich ernst zu nehmen. Deshalb müssen auf allen Straßen die allgemein zulässigen Geschwindigkeiten auf ein verträgliches Niveau reduziert und neue Höchstgeschwindigkeiten festgesetzt werden. Das bedeutet: Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit innerorts, Tempo 80 auf Landstraßen und Tempo 120 auf Autobahnen. Von der diesjährigen Versammlung sollte ein klares Signal ausgehen, dass ein Tempolimit auf Autobahnen nicht vom Tisch sein dürfe, erklärten VCD-Aktive aus ganz Deutschland.

„Eine schrumpfende Minderheit pocht auf ihr vermeintliches Recht aufs Rasen und torpediert damit alle Anstrengungen, die Klimaziele im Verkehr zu erreichen“, kritisierte Kerstin Haarmann, Bundesvorsitzende des VCD. „Das Tempolimit ist eine kostenlose Maßnahme mit Soforteffekt für mehr Umweltschutz. Es nicht umzusetzen ist irrational und im europäischen Vergleich, wo überall ein Tempolimit gilt, geradezu beschämend.“

Zu den Vorteilen von Tempolimits für die Verkehrssicherheit ergänzte Stefan Bajohr, der Co-Vorsitzende des VCD: „Körperliche Unversehrtheit ist ein Grundrecht. Dieses treten wir mit Füßen, solange Rasende weiterhin freie Fahrt genießen und wir setzen dadurch Menschenleben bewusst aufs Spiel. Ein Drittel der tödlichen Unfälle im Straßenverkehr ist auf zu hohe Geschwindigkeiten zurückzuführen. Die Vision Zero erreichen wir nicht auf der Überholspur, sondern nur mit neuen, niedrigeren Höchstgeschwindigkeiten.“

Auch in der Bevölkerung befürwortet eine Mehrheit mittlerweile ein Tempolimit von 130 km/h auf Autobahnen. Daher fordert der Verband die Koalitionsparteien erneut in aller Dringlichkeit dazu auf, ihre Position zum Tempolimit zu überarbeiten – für die Sicherheit der Menschen und den Erhalt unserer Umwelt.

Pressekontakt:
Franziska Fischer, Anne Fröhlich, Magdalena Reiner • 030 / 280 351-12 • presse@vcd.org • www.vcd.org Twitter: @VCDeV 

Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Seit 1986 kämpft der VCD für ein gerechtes und zukunftsfähiges Miteinander aller Menschen auf der Straße – egal, ob sie zu Fuß, auf dem Rad, mit Bus und Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Dafür arbeitet er vor Ort mit zwölf Landesverbänden und rund 140 Kreisverbänden und Ortsgruppen, bundesweit und europaweit vernetzt. Rund 55.000 Mitglieder, Spender und Aktivistinnen unterstützen die Arbeit des VCD für eine zukunftsfähige Mobilität.

Zur Pressemitteilung des VCD-Bundesverbandes...

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