RG Vorpommern-Greifswald
VCD Nordost aktuell
Wie können Kinder in Greifswald sicherer unterwegs sein? Darüber haben wir uns bei einem offenen und konstruktiven Gespräch im Greifswalder Rathaus mit Achim Lerm und Jan Bruhnke aus der Stadtverwaltung ausgetauscht.

In Greifswald wurden innerhalb von kurzer Zeit zwei Kinder bei Unfällen mit Fahrzeugen schwer verletzt. Beide Kinder mussten sofort ins Krankenhaus gebracht werden. Unsere Regionalgruppe Vorpommern-Greifswald forderte daraufhin die Stadt Greifswald auf, ein Kinderschutzkonzept für die Stadt zu entwickeln.
Unsere Forderungen waren:
eine Zebrastreifen-Offensive im Verbund mit Fahrradfurten mit Vorrang für Radfahrende
Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit innerorts
vermehrter Einsatz von Bodenschwellen vor hoch frequentierten Fahrbahnquerungen
Verengungen von kritischen Straßenmündungen
eine allgemeine Ausweitung verkehrsberuhigter Bereiche im gesamten Stadtgebiet
mehr Vorfahrt für Radfahrende in der Stadt durch Ausbau unseres Fahrradstraßennetzes
Beteiligung von Eltern und Kindern bei der Verkehrsplanung
Die Forderungen haben Aufmerksamkeit bekommen: Unser VCD-Mitglied Olaf Malden wurde interviewt und war im Morgenradio zu hören. Der NDR berichtete über unsere Initiative und die konkreten Vorschläge. Für den Artikel wurde auch die Perspektive der Stadt Greifswald eingeholt. Die Rückmeldung fiel positiv aus, in dem Artikel heißt es:
„Aus Sicht der Greifswalder Stadtverwaltung sind einige der Forderungen des VCD durchaus sinnvoll. So könnten beispielsweise im Einzelfall Tempo-30-Zonen in Gebieten mit hoher Fußgänger- und Fahrradverkehrsdichte eingeführt werden."
Link zum Artikel: https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/vorpommern/greifswald-vcd-fordert-mehr-kinderschutz-im-strassenverkehr,mvregiogreifswald-4662.html
Die Stadt ludt uns für einen ersten Austausch ins Rathaus ein. Von unserer Seite nahmen die beiden VCD-Sprecher*innen und weitere Mitglieder teil. Dabei wurden Möglichkeiten und Herausforderungen offen besprochen: Von konkreten Problemstellen in der Stadt bis hin zu größeren Zukunftsvisionen. Bei dem gemeinsamen Treffen überreichten wir als Gruppe der Stadt auch einen Antrag. Das Ziel: Am Hansering, bei dem auch das 11-jährige Mädchen beim Verlassen einer Mittelinsel vom Auto erfasst wurde, soll zukünftig mehr Verkehrssicherheit entstehen. Die Einrichtung von Fußgängerüberwegen mit begleitenden Fahrradfurten halten wir für den richtigen Weg, da hier die Querenden dann klar Vorfahrt haben. Dieser Antrag wird nun von Seiten der Stadt geprüft.


Gemeinsam haben wir vereinbart, künftig quartalsweise zusammenzukommen, um im Austausch zu bleiben. Auch weitere Beteiligungsmöglichkeiten sollen gestärkt werden. So wird unsere Regionalgruppe künftig auch zu den Sitzungen des Nahverkehrsbeirats in Greifswald eingeladen.
Wir freuen uns über den guten Auftakt und auf die weitere Zusammenarbeit. Denn mehr Sicherheit für Kinder im Straßenverkehr gelingt am besten, wenn wir gemeinsam daran arbeiten!
Das nächste Treffen unserer Regionalgruppe findet am 7. September um 18:30 Uhr in der Einsteinstraße 1a, 17491 Greifswald statt.