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VCD Nordost aktuell

PARK(ing) Day bei den "Sonntagsfahrern" auf radioeins/rbb

Am Freitag, 18. September, ist PARK(ing) Day: In ganz Berlin machen Initiativen, Gruppen und Bürger*innen Parkplätze zu Orten für Menschen. Mitmachen kann jede und jeder - auch spontan und mit wenig Aufwand. Aktionen und Infos zum Mitmachen gibt es auf "parking-day-berlin.de". Darüber sprach Landesvorsitzender Heiner von Marschall bei radioeins. Das Interview gibt es zum Nachhören.

Mitmachen: parking-day-berlin.de

Warum ist es eigentlich selbstverständlich, dass ein großer Teil des öffentlichen Straßenraums für abgestellte private Autos genutzt wird? Genau diese Frage stellte Heiner im Interview:

„Autos stehen in der Regel mehr als 23 Stunden am Tag nur rum. Es handelt sich um eine Abstellfläche für privates Eigentum. Da fragen wir uns: Warum darf ich denn nicht auch meine Hollywoodschaukel hinstellen, wenn andere ihr Auto hinstellen können?“
 

Ein Parkplatz beansprucht ungefähr zwölf Quadratmeter – Platz, der auch für sichere Rad- und Fußwege, den ÖPNV, Außengastronomie, Bäume, Hitzeschutz oder Entsiegelung genutzt werden könnte.

Einfach selbst mitmachen

Der PARK(ing) Day lebt von den vielen dezentralen Aktionen. In fast allen Berliner Bezirken wird am 18. September umgeparkt. Und dafür braucht es keine große Veranstaltung. Wie einfach es sein kann, beschrieb Heiner von Marschall bei radioeins augenzwinkernd:

„Wir gehen irgendwo in eine Parkraumbewirtschaftungszone und dann sagen wir: Wir haben zwei Menschen, zwei Sitzgelegenheiten, zwei Getränke – und dann ziehen wir uns einen Parkschein und parken dort. Nur halt ohne Auto.“
 

Wer die Idee des PARK(ing) Days gut findet, kann also selbst aktiv werden: mit Freundinnen oder Nachbarinnen einen Parkplatz für eine Weile anders nutzen, miteinander ins Gespräch kommen und zeigen, was auf zwölf Quadratmetern öffentlichem Raum noch möglich wäre. Es muss keine große Aktion sein – auch eine Stunde reicht, wie Heiner im Interview betont.

Und wenn dabei unterschiedliche Interessen aufeinandertreffen? Auch das gehört zur Idee:

„Wenn jemand kommt und sagt: Nee, ich will jetzt aber mein Auto hinstellen, dann kann man doch mal in aller Ruhe darüber reden, ob vielleicht auch andere Möglichkeiten bestehen, die zwölf Quadratmeter sinnvoll zu nutzen – und zwar für alle und nicht nur für einen.“
 

Zentrale Aktion in Wilmersdorf

Zusätzlich zu den vielen dezentralen Aktionen zeigt der VCD Nordost gemeinsam mit zahlreichen Verbänden und Initiativen von 15 bis 21 Uhr in der Berliner Straße / Ecke Babelsberger Straße, wie eine Straße mit mehr Platz für Menschen, sicheren Wegen für Rad- und Fußverkehr, freier Fahrt für den ÖPNV, geregeltem Lieferverkehr sowie Begrünung und Entsiegelung aussehen könnte.

Um 16 Uhr diskutieren Vertreter*innen aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft auf dem Podium über „Mobilitätswende als Stadtentwicklung“.

Zwei Tage vor der Berliner Abgeordnetenhauswahl formulierte Heiner von Marschall bei radioeins dazu einen Wunsch an die Politik:

„Ich würde mir wünschen, dass tatsächlich dieser Begriff ‚öffentlicher Raum für alle‘ mal wirklich durchdacht wird.“
 

Alle Aktionen und Informationen zum Mitmachen: parking-day-berlin.de

Das ganze Gespräch auf radioeins

Das vollständige Interview mit Heiner von Marschall gibt es bei radioeins zum Nachhören: PARK(ing) Day Berlin: Wenn Parkplätze zu Lebensräumen werden“ – Die Sonntagsfahrer, 13. September 2026

 

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