Bus & Bahn
VCD Nordost aktuell
Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) Landesverband Nordost e. V. nimmt mit großer Sorge die geplanten Angebotseinschränkungen bei der Oberhavel Verkehrsgesellschaft (OVG) zur Kenntnis. Nach Informationen aus dem Landkreis Oberhavel sollen mehrere Buslinien ganz oder teilweise eingestellt werden, um Sparzwängen zu begegnen.
Oberhavel ist einer der bevölkerungsreichsten Landkreise Brandenburgs und zugleich ein wichtiger Pendlerkorridor in Richtung Berlin. Die angekündigten Kürzungen im Busnetz treffen damit nicht nur die lokale Bevölkerung, sondern auch zahlreiche Berufspendler, die täglich zwischen Brandenburg und der Hauptstadt unterwegs sind.
Dr. Wilfried Kramer, Vorstand des VCD Nordost, bewertet die Pläne scharf:
„Die geplanten Angebotskürzungen bei der OVG sind ein großer Rückschritt für die Mobilität in einem der bevölkerungsreichsten Landkreise Brandenburgs. Statt den öffentlichen Nahverkehr als Rückgrat der regionalen Versorgung gerade auch im Berufs- und Freizeitverkehr zu stärken, wird er weiter geschwächt – das trifft insbesondere Berufspendler zwischen Brandenburg und Berlin.“

Folgen für Pendler und regionale Anbindung
Die Einschränkungen betreffen laut Berichten mehrere Buslinien, die für die Anbindung von Wohngebieten an S-Bahnhöfe und regionale Umsteigepunkte essenziell sind. Betroffen sind unter anderem Verbindungen, die für den täglichen Arbeitsweg nach Berlin und im Tagestourismus genutzt werden. Mit weniger Angebot steigen die Fahrzeiten, Umstiege werden unzuverlässiger und die Attraktivität des ÖPNV sinkt weiter.
VCD fordert Nachsteuerung
Der VCD Nordost appelliert an die Verantwortlichen im Landkreis Oberhavel und beim Aufgabenträger, die verkehrlichen Auswirkungen der geplanten Maßnahmen kurzfristig zu überprüfen und nachzusteuern. Dazu gehören aus Sicht des Verbandes:
• Sicherstellung eines verlässlichen Grundangebots auch in Randzeiten
• Stärkung der Anbindung an S-Bahn- und Regionalbahnknoten
• Prüfung alternativer Finanzierungsmöglichkeiten, um Angebotskürzungen abzuwenden
„Mobilität ist Daseinsvorsorge. Wer hier spart, gefährdet die Zukunftsfähigkeit der gesamten Region“,
so Dr. Kramer weiter.